Was kann ich in der Erziehung im Alltag für mein Kind noch besser machen

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Alltag verschluckt manchmal Überzeugungen

Alltag verschluckt manchmal Überzeugungen

Ich glaube ich bin in meinem Babyalltag an einen Punkt gekommen, wo ich einmal genau hinschauen sollte, was ich momentan nicht so gut hin bekomme. Manche Dinge gehen im turbulenten Alltag unter und ich möchte eigentlich nicht, dass ich frühere Erziehungs- Ideale nun wegen Stress und Bequemlichkeit einfach mal unter den Tisch fallen lasse. Also mache ich heute mal eine ” Ich trete mir selbst in den Allerwertesten” Liste.

 

Was kann ich im Alltag noch besser machen?

1. Mein Kleinkind beruhigen

Wenn mein Kind in Situationen, wo ich unter vielen Leuten bin, anfängt sich über die Ungerechtigkeiten in unserer Welt aufzuregen, dann bin ich meist sehr schnell nervös. Ich komme dann oft in Versuchung, ihr einfach ein Brötchen zu kaufen/zu geben und sie so zu beschäftigen. Ich weiß das ist nicht besonders nett von mir. Es vermittelt auch eine falsche Einstellung zum Essen. Denn Nahrung sollte nicht als Trostpflästerchen für die Seele oder Überbrückungsmöglichkeit eingesetzt werden, da die Gefahr besteht, dass die Einstellung auch im Erwachsenenalter beibehalten wird. Im schlimmsten Fall kann dieses Verhalten zu Essstörungen führen. Natürlich nicht, wenn Mutti mal ein Brötchen rausrückt. Jedoch sollte es nun keine Dauerlösung werden. Ich muss also meinem Drang widerstehen, für mein Kind kurzfristig die Vielfraßfee zu spielen. Ich möchte wirklich nicht, dass es irgendwann selbstverständlich für mein Kind ist bei Unausgeglichenheit erstmal ein Brötchen zu essen.

2. Mehr Aufmerksamkeit für mein Kind

An Tagen, wo ich selbst nicht so sonderlich gut gelaunt bin und mich eigentlich sofort wieder mit der Decke über den Kopf im Bett verkriechen möchte, neige ich dazu, verträumt und mechanisch meinen Alltag zu meistern. Das bezieht sich dann auch auf das Spielen mit meinem Kind. Ich weiß das ist nicht gut! Ich fühle mich deswegen dann auch oft schlecht, jedoch möchte ich mich da verbessern! Am besten fände ich es, wenn ich einen eingebauten Piepser im Ohr hätte der anfängt zu piepsen, wenn ich wieder die Robotermama für mein Kind bin. Nun habe ich leider keinen Piepser im Ohr, auch keinen kleinen Mann der mir ” Psst.. Du! Hey DU!! Zuflüstert, also muss ich mich verstärkt selber daran erinnern, möglichst immer präsent und aufmerksam zu sein.  Als mein Baby noch kleiner war ist mir das alles leichter gefallen. Da bin ich gesprungen, sobald mein Baby auch nur einen Mucks von sich gegeben hat.

3. Mein Kind reflektieren

Ich muss einfach wieder anfangen, mein Kind mehr zu reflektieren. “Äääh”, “Daaa”, und alle anderen Rufe haben nicht unbedingt immer diesselbe Bedeutung. Mutti muss also so geschickt sein und raus finden, was der kleine Troll nun möchte oder wie er sich fühlt. Wenn der Troll der Länge nach auf dem Boden liegt und  nach Leibeskräften dunkle Mächte herbei ruft, dann muss Mutti das auch checken. Meistens ärgert sich mein Baby über Dinge, die sie noch nicht schafft, und über Dinge, die sie noch nicht darf. Also häufig ist sie wütend oder traurig, wenn sie schimpft. Ich wiederhole nun also öfters ” Du bist wütend, du bist wütend, du bist wütend, weil…”. Es ist nicht immer ganz einfach, herauszufinden, was nun zum plötzlichen Weltuntergang geführt hat. Aber es ist alles eine Frage der Übung. Natürlich reflektiere ich sie, auch wenn sie sich gut fühlt. Das ist nur irgendwie angenehmer.

Äh und warum nochmal wollte ich das so machen? 

Ach ja, da ist irgendwo eine dunkle Erinnerung. Ich möchte ja, dass sich mein Kind wahrgenommen fühlt, vollwertig und sich ihrer Gefühle und Wünsche bewusst wird. Ich möchte nicht, dass sie später mal jeden Frust durch (Brötchen-) Essen herunterschluckt, das Gefühl hat, dass ich sie nicht wahrgenommen (geliebt) habe und dass sie bei Gefühlsschwankungen und Gefühlsausbrüchen sich wie ein Käfer auf dem Rücken fühlt.

Ja das war mal ein Text für mich… Maja :)

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  • Isabella Kupka

    Huch, wenn ich sowas lese, liebste Maja, dann kriege ich Gänsehaut. Man muss sich denn Alltag doch irgendwie erträglich machen. Du machst das doch prima mit mein Baby, gehst oft mir ihr raus usw. Pass auf, dass du dich nicht überforderst indem du versuchst alles perfekt zu machen. Sonst landest du auch in der Reha :o( Und außerdem bist du doch alleine, du brauchst ja auch etwas Zeit für dich um zu träumen usw. du kannst nicht 24 Stunden lang den Fokus auf mein Baby haben.

    • Anonymous

      Ganz so dogmatisch kann ich das auch gar nicht einhalten. Und du hast Recht den Fokus 24/7 auf mein Baby zu richten wäre auch ungesund und das mache ich auch nicht ;).  Ich möchte nur versuchen zu Zeiten in denen sie nicht alleine spielt sondern meine ganze Aufmerksamkeit braucht auch ganz für sie da zu sein. So war das gemeint :).

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