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Wie ich meine Angst vor dem Zahnarzt verlor – Auf nach Köln

Wie ihr seht lebe ich noch, kann noch stillen und kann meiner WG sogar fröhlich vom tollsten Zahnarztbesuch alles Zeiten erzählen :D

Wie ihr seht lebe ich noch, kann noch stillen und kann meiner WG sogar fröhlich vom tollsten Zahnarztbesuch alles Zeiten erzählen :D

“Zahnarzt”, allein schon das Wort löst bei mir Herzrhythmusstörungen und Angstschweiß aus. Zahnarztpraxen sind für mich wie die wunderschönen Horrovillen, die ihr aus amerikanischen Filmen kennt: Von außen ist alles weiß, aber zwischen den Wänden leben die Poltergeister und in der Mitte des Filmes verwandeln sie das schöne Haus in eine Hölle.

Ich gehe wirklich nur wegen den Gewissensbissen meines drohenden, zukünftigen dritten Gebisses zum Zahnarzt. Dennoch schon am Abend zuvor fangen meine Blutkörperchen an zu zittern, meine Zähne klappern und möchten am liebsten nach Spanien auswandern. Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr in diesem sterilen, weißen Stuhl sitzt, eure Hände schwitzen, das silberne Folterbesteck schon beim bloßen Rumliegen eine Bedrohung darstellt, euer Bauch sich in viele kleine flirrende Teile auflöst und euer Herz mit Highspeed gegen eure Brust hämmert?

Nun ich habe schon einige Angspathologien in mir und meine Fantasie kriegt in solchen Fällen einfach Wutausbrüche. Dabei ist eigentlich niemals etwas schlimmes beim Zahnarzt passiert, aber allein schon die Vorstellung, dass ein Fremder, dem ich vielleicht dreimal in meinem Leben “Guten Tag” sage, mit seinen Fingern in meinem Mund rumwühlt, feuert meine Fantasie einfach zu stark an.

Als Sechsjährige musste ich einst zum Zahnarzt, da ich auf einem Backenzahn einen schwarzen Punkt hatte. Ich lag damals mit Grauen in meinem Bett und stellte mir vor, wie der Zahnarzt jeden Zahn einzeln zieht. Ich überlegte, was ich tun kann, damit der Zahnarzt meinen schwarzen Punkt nicht sieht und keinesfalls mit dem Bohrer meine Zahnlandschaft aufreißen würde. Ich hatte also ein grandiose Idee und malte den schwarzen Fleck, weiß an wie auch alle meine übrigen Zähne. Leider flog meine Tarnung auf und ich erinnere mich nur noch an das unangenehm quietschende Geräusch und den stechenden Schmerz beim Bohren.

Mein heutiger Zahnarztbesuch 

Vor gut einer Woche griff ich also wieder todesmutig zum Telefon, nachdem ich nun schon seit ca. einem Jahr von einer Kariesstelle in meinem Mund weiß. In jeder Schwangerschaft verliert ja eine Frau angeblich einen Zahnt und womöglich, so dachte ich, würde es dieser sein. Ich entscheid mich also für eine Praxis bei mir in der Nähe, sie heißt Nobis & Ganß. Viel erwartete ich nicht, höchstens lebend die Praxis zu verlassen und mit einer weiteren schlechten Erfahrung meine Lebenslauf auszustaffieren. Norman betreute mein Baby und Mama konnte die freie Zeit nutzen, um zum Zahnarzt zu gehen. So stelle ich mir natürlich erfüllende Freizeit vor: Wenn du schon mal Betreuung für dein Kind in Köln findest, dann geht es auf zum Zahnarzt.

Beim Zahnarzt angekommen, empfang mich eine schöne Praxis, nicht zu hell und steril, sondern modern und angenehm. “Aha…”, dachte ich “…wie in den amerikanischen Horrorfilmen: Das Erwachen kommt später.” Auch die Sprechstundenhilfe war angenehm freundlich, was ja längst nicht normal ist und ich dachte: “Dann wird es bestimmt so richtig schlimm.”

Nachdem ich dann einen Bogen ausgefüllt hatte, stellte sich mein Zahnarzt vor und besprach in einem separaten Raum meine Zahnprobleme mit mir. Noch war alles im Lot. Ich hatte nicht das Gefühl abgefertigt zu werden, sondern ich hatte tatsächlich zum ersten mal das Gefühl, dass mir jemand zuhört. Nach dem Interview betrat ich dann das obligatorische Folterzimmer. Es gab dort einen Bildschirm am Stuhl und mir kam sofort in den Sinn: “Jetzt muss ich meine Folter auch noch mitanschauen.” Der Stuhl war bequem und der Raum war nicht halb so Angst einflößend wie bei allen alten Zahnärzten zusammen. “Nun gut…”, sagte ich mir, “gleich packt der Herr seine Folterinstrumente aus.”

Dann also ging es los: Meine Zähne kamen unters Mikroskop, dann schaute er mit einer High-Tech-Waffe (wahrscheinlich vom amerikanischen Militär) nach, ob einige Stellen Karies oder Verfärbungen wären, dann wurde mein Zahnfleisch untersucht und schließlich machte er noch Fotos von meinen Zähnen und ich wollte ihn fragen, ob ich nicht meine Nikon hätte mitbringen sollen. Als nächstes wurden meine Zähne geröntgt. Ich dachte “Verdammt, ich bin im falschen Film. Irgendwer muss mich hier mit einem Privatpatienten verwechseln.” Was mich irritierte, aber doch glücklich machte, war auch die Tatsache, dass der Zahnarzt mich für alles lobte und ich mir vorkam als wäre ich sein Musterschüler. Ohne Scheiß, heute habe ich beim Zahnarzt echt Selbstbewusstsein bekommen und in der Bahn wollte ich noch den Leuten erzählen, dass ich Zähne habe, jawohl Zähne. Das ganze heute kommt mir vor wie ein Wellnessurlaub.

Entraumatisierung meiner Zahnarzterfahrung

Am Ende nahm sich der Zahnarzt sogar nochmal Zeit und sprach alles mit mir durch. Ich meine ganz ehrlich, bin ich Privatpatient oder was? Schließlich kam ich aus der Praxis und fühlte mich unfassbar enttraumatisiert. So muss es im Himmel sein und nun möchte am liebsten jeden Tag zum Zahnarzt und meine Zähne untersuchen lassen.

Für alle, die in Köln, in der Umgebung oder auch in Hamburg, München, Österreich oder Kalkutta wohnen, ich kann euch nur empfehlen, euren Folterzahnarzt gegen meinen Zahnarzt zu wechseln. Ich habe überhaupt noch nie so eine angenehme Arzterfahrung gemacht. Ich glaube, es lag nicht nur an mir, denn ihr könnt euch ja mal die Philosophie auf ihrer Website anschauen. Warum können nicht mehr Ärzte in Deutschland so freundlich und ermunternd mit ihren Patienten umgehen? Ich habe mich tatsächlich dort wie ein Mensch gefühlt und nicht wie ein lästiger Patient.

Ihr wollt nun bestimmt wissen , was eigentlich mit meinen Zähnen ist: Ja, ich habe zwei Stellen Karies (Asche auf mein Haupt). Diese Zähne müssen sich nun mit dem Bohrer auseinandersetzen. Dennoch habe ich davor keine Angst und weil es  so schön in der Praxis war, habe ich mir auch gleich noch einen Termin für eine professionelle Zahnreinigung geben lassen.

Wenn euch der Artikel gefallen hat, dann schenkt mir virtuelle Kekse und liked das Ganze.

Was gibt es sonst noch

Soviel also zu meiner Zahnarzterfahrung. Ansonsten habe ich nun alle Gewinne für mein angekündigtes Gewinnspiel beisammen und ich habe mich entschlossen am Dienstag mit der Verlosung zu beginnen. Ich freue mich schon so, obwohl ich sie ja verschenke, ich hoffe sehr, dass euch meine Preise gefallen werden. :) Ich habe heute noch meine Haarartikel alle aussortiert und oben einen neuen Tab dafür gemacht, der ist vielleicht auch ganz sinnvoll, wenn ihr den Status eurer Haare verbessern wollt.

Nun noch ein, zwei Alltagsbilder:

Knetseife in Herzform gegossen, die duften so gut <3, da möchte ich am liebsten reinbeißen.

Knetseife für mein Monsta in Herzform gegossen, die duften so gut <3, da möchte ich am liebsten reinbeißen.

Ein paar mini Teile der Verlosung gut drapiert :)

Ein paar mini Teile der Verlosung gut drapiert :)

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