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Wie du dein Wutkind verstehst und deine Nerven beruhigst

Mein Trotzkopf hat sich mittlerweile wieder beruhigt

Mein Trotzkopf hat sich mittlerweile wieder beruhigt

Eigentlich gefiel mir niemals dieses Wort. Dieses Wort, das du benutzt, wenn dein Kind sich auf dem Bürgersteig auszieht, wenn dein Kind schreiend durch die Kaufhäuser läuft oder sich voller Wut auf dem Spielplatzboden windet und die Augen der Elternwelt auf dich gerichtet sind. Mit gefiel noch nie dieses Wort “Trotzkind”, denn in dem Wort kam schon zum Ausdruck, dass mein Kleinkind ein Verhalten hätte, das sich vor allem gegen die vernünftige Person richten würde, die in mir erwachsen geworden sei. Dieses Wort drückte aus als würde mein Kind sich mit allem Verstand gegen mich entscheiden als wäre ich schuld an seinem Verhalten.

Mein nun fast zweijähriges Kleinkind steht heute mit einem Eimer als Hut im Wohnzimmer und hält ihren weißen Plüschdalmatiner im Arm. In der anderen Hand hat sie einen Kochlöffel, der die Welt zu einer riesigen Trommel verwandelt. Sie freut sich über die Welt und selbst dieses penetrante Dauerklopfen ist eine Erleichterung, denn die Tage zuvor hatte sie nicht mehr aufgehört, alles mit Wut und nervenabtötendem Stimmgeröll zu kritisieren. Der Grund war einfach, ich hatte sie vernachlässigt. Der Trotz kam nicht aus einem bösen Urgrund ihrer Seele, sondern war begründet in meiner Verhaltensweise. Nachdem wir also mehrere Tage nacheinander die Spielplätze der Welt unsicher machten, die Sonne in unsere Herzen lachte, ist die Wut wie mit einer Pusteblume davon gepustet und mein Kind spielt wieder alleine. Mama darf also ein bisschen über die Wut der Kinder bloggen. Diese Wut kann Ursachen haben, die in unserem Verhalten liegen und oftmals ist es sehr schwer herauszufinden, was wir falsch machen.

Spielplatz, das Anti- Trotz-Camp

Spielplatz, das Anti- Trotz-Camp

Warum trotzen Kinder also?

Nun es mag oftmals einen nahe liegenden Grund geben, warum Kinder trotzen. Doch manchmal gibt es diesen auch nicht. Zumindest ist er nicht in den Horizonten begründet, die wir verstehen können. Dennoch gibt es allerlei Erklärungen, die Ratgeber den Eltern ins Hirn matern:

  • Dein Kind hat in den Stürmen seiner Entwicklung sein hell leuchtendes Ich entdeckt und mag nicht mehr so ganz mit dem Ich, das sich hinter der Muttihülle versteckt vereinen. Die Zorneswellen schlagen also auf in der doch so widerlichen Muttibrandung
  • Dein Kind ist ein einziger Machtkomplex, der die Welt zu seinem Untertan machen möchte, sobald aber die Welt nicht im Rahmen der freien Fantasie verwaltbar ist, implodiert der innere Herrscherthron und der kleine Babyhulk zertrümmert die Seelenlandschaft älterer Artgenossen: “Baby, wütend, wooooaaaaaarrrrr”
  • Weil Kinder noch nicht den Weg in unsere verbal stimulierende Kommunikationslandschaft gefunden haben, sie noch nicht mit diversen Fäkal- und Kraftausdrücken ihren Gefühlen ein schallendes Substrat geben können, werfen sie sich zu Boden und strampeln nach der Waldorfmethode ihre Gefühle
  •  Dein Kind hat ein sich entwickelnden Gehirn, das Gefühle zumeist noch nie erlebt hat. Irgendwann entfesselt sich dann eine unhaltbare Kettenreaktion. Der kleine Schmetterlingsgedanke am einen Ende des Gehirns kann am anderen Ende des Gehirns einen Wutorkan entfesseln
Gleichsam diese Gedanken alle plausibel sind, helfen sie uns Eltern nicht wirklich weiter. Zudem passen Sie immer aus der Sicht der Erwachsenen auf die Entwicklung der Kinder, aber das Kind in der konkreten Situation verstehen wir nicht. Einen eher evolutionstheoretischen Ansatz liefert nun Herbert Renz-Polster. Nachdem Wutanfälle in allen Kulturen und sogar bei unseren nahen Verwandten, den Affen, zu entdecken waren, sie also schlichtweg eine natürlich sind, geht Renz-Polster schlichtweg davon aus, dass Wutanfälle im Kleinkindalter einen evolutionären Sinn haben und nicht zu stoppen sind. Dies ist zwar auch ein Ansatz, der keineswegs konkret weiterhilft, aber er hilft uns, Kinder zu verstehen und so sensibel mit ihnen umzugehen.

Nach Renz-Polster haben Kinder vor allem diese Wut in sich, die sie vor dem Tod schützen soll. Zumeist tritt die Wutphase im zweiten und dritten Lebensjahr auf und gipfelt in gnadenlosen Schreiattacken und zerfaserten Nervenenden der Mütter. Er stellt fest, dass das Ganze vor allem in der Abstillphase der Mutter stattfindet und hier die Gefahr besteht, dass Kinder tatsächlich verhungern. Auch weil in dieser Phase die Mutter oftmals das nächstältere Kind gebärt, macht es für Mutter Natur Sinn das Kind mit Zorn und Wut auszustatten.

Was also tun, wenn dein Kind explodiert?

Nun Renz-Polster meint, dass selbst Mütter im Tierreich unterscheiden können, ob es bei der Wutphase darum geht, den eigenen Willen durchzusetzen oder ob es schlichtweg ein Zusammenbruch der inneren Ordnung ist. Er meint also beispielsweise, dass nicht immer gnadenlose Konsequenz angemessen ist und es eine Frage der Abwägung ist. Dem Kind immer den Willen zu gewähren, weil es gerade mal bockt, wäre sicher falsch, aber es immer eiskalt stehen zu lassen und beispielsweise grausam in ein Wutzimmer zu sperren, wäre noch fataler.

Zunächst lassen sich Kinder nicht beruhigen. Sie sind in ihrer Wut gefangen und dieses tosende Meer muss sich von allein beruhigen. Steht daneben und wartet oder beginnt leichte Aufräumtätigkeit. Ignoriert aber euer Kind nicht völlig, versucht nicht überzogen streng zu sein. Dies versteht das Kleinkind nicht. Macht auch mal eine Ausnahme, wenn es gerechtfertigt ist. Vor allem aber akzeptiert, dass das Kind euch nicht erziehen will, sondern dass die Wut einfach zur normalen Entwicklung dazugehört. Den ganzen Artikel zu den Wutkindern aus “Kinder Verstehen” könnt ihr unter folgendem Link nachlesen:

Das Buch “Kinder Verstehen”, das uns Chris von Sparbaby freundlicherweise gesponsert hat, zeigt diese unkontrollierbare Wut als etwas natürliches. Wenn ihr wollt könnt ihr dieses Buch natürlich auch bei meiner Verlosung gewinnen, die noch bis zum 08. April (2012) läuft. Ich würde mich definitiv freuen, wenn ihr mitmacht.

Das Buch hat mir vor allem geholfen, mit viel Geduld die Naturkatastrophe “Wutkind” zu ertragen. Nun können wir beide, ich und mein Kleinkind, auch wieder lachen. Wenn mein Kleinkind nun mit einem Löffel auf ihren Eimerhut schlägt, dann freut sie sich wieder. Für die restliche Zeit gilt:

Mein Kind ist ein wildes Meer, das sich manche Tage sanft an meine Seite kuschelt und mich wie einen Sommersandstrand umfließt, dann ist mein Kind im Sinne der Gezeiten, ein gutes Stück Natur, das wilde Wellen schlägt und sich nicht besänftigen lässt; Mutti muss der Fels in der Brandung sein.

 Wie seid ihr mit eurem Wutkind umgegangen, was hat am meisten geholfen? Hier noch eine kleine Umfrage:

 

Was tust du, wenn dein Kind explodiert?
Ich stehe als Moralische-stütze daneben
Ich bemitleide meinen Troll
Ich klemme mein Kind unter den Arm und flüchte
Ich lege mich daneben und zeige wer hier König im Trotzberg ist
Ich sende Stoßgebete an Budda, Allah, Gott und alle mir noch bekannten Götter
Ich schimpfe mit dem unvernünftigen Kind
Ich rufe meine Mutter an und frage um Rat
Ich meditiere und zähle das Mütter- Mantra auf
Auswertung

 

Problemlose Kleinkinder? Erfahrungsberichte mit einem Kleinkind?

Klein mein Baby und klein Achim

Kleinkinder sind Troublemaker und wollen nicht unterschätzt sein. (Foto: juhansonin)

Habt ihr schon mal ein zwei jähriges Kind gesehen, das sich nicht beschwert?
Ich bin letzten auf einen Artikel zu der Frage, was wir alls Blogger von Zweijährigen lernen können gestoßen, dessen Intention ich gut finde, leider finde ich das der Text nicht der Wahrheit entspricht. Der Autor möchte, dass Blogger sich ein Bespiel an einem zwei jährigen Kind nehmen, denn diese beschweren sich nicht, haben unendliche Zuneigung zu ihrer Mutter und müssen sich nie Sorgen machen. Der Autor möchte nun, dass ihr diese Eigenschaften auf seinen Blog und seinen Beruf als Blogger überträgt.

Kommen wir mal zu den Behauptungen:

Zweijährige beschweren sich nicht

Sie würden lachen oder weinen, aber beschweren würden sie sich nicht. Nun gut, vielleicht bin ich mit dem Glück gesegnet worden, ein sehr eigensinniges Exemplar von einer Zweijährigen zu haben, aber im Grunde denke ich, dass jedes zweijährige Kind, eine Menge Widerworte gibt. Beschweren und bemängeln ist im Moment das liebste Hobby von meinem Kleinkind, denn Mutti macht im Moment so unglaublich viel falsch. Es fängt Morgens an, wenn ich unser Müsli zubereite. Unsere Müslischalen stehen nebeneinander und mein Kleinkind steht auf einer Kiste damit sie auch genau beobachten kann, was Mutti da so in ihre Schüssel tut. Greife ich zu den Haferflocken, wird nach zwei Sekunden der Protest angeschaltet: “Nein, nein, nein, nein, nein”, was bedeutet ” Mama drei Haferflocken sind mehr als genug”. Okay, weiter gehts, Rosinen, ich mag die ja total gerne, mein  Kleinkind mag sie anscheinend heute auch gerne und will ,dass ich die ganze Tüte in ihrer Schüssel entleere. Das geht natürlich nicht und so setzt es sofort eine weitere Beschwerde an den Koch. Dann kommen wir zu dem Leinöl und der Hafermilch, die unserer Müsli verfeinern. Beides, muss mein Kleinkind selber einfüllen, sonst wird sofort Protest eingeleitet. Meine Tochter ist wie die politische Opposition zu allem meinen Handeln. So geht das dann den ganzen Tag weiter. Es ist eine Gratwanderung auf dünnem Eis, immer in der Gefahr, dass die Bombe namens mein Baby neben mir explodiert. Das Kind ist halt sehr eigensinnig, aber nach so einem Tag soll mir dann nochmal jemand erzählen, dass Zweijährige sich nicht beschweren. Lesen Sie den gesamten Eintrag »

Erfahrungsbericht zum Kleinkind als Wutbürger

Knuddel mich, ich bin nett! Liebster Wutbürger, mit seiner Nikolaus Ausbeute.

Mein Kind, der Unschuldsengel mit seiner Nikolaus Ausbeute. Ihr kommt beim klicken des Bildes auch zu meinem Flickraccount

Fräulein Moon ist ja kürzlich Mutti geworden. Das erinnert mich an die friedliche Baby-mein Baby, die gequakt hat, wenn ihr ein Pups quer hing oder sie Hunger hatte. Ansonsten waren das noch “entspannte” Zeiten. Mit deinem Kleinkind hingegen erlebst du einiges mehr. Es wird dir die Welt neu zeigen, du wirst einen Baum gefühlte 100 mal erklären müssen und du wirst einen kleinen Zwerg haben, der dir auf Schritt und Tritt folgt, um alles genauso zu machen wie du. Manchmal wirst du aber (auch wenn es schwer fällt) überlegen, was du “falsch” gemacht hast, nachdem sich dein Kleinkind den ganzen Tag von einem Wutanfall zum nächsten geschleppt hat. Um diese traumatischen Erfahrungen zu verarbeiten, versuche ich das mal hier zu reflektieren und zu kategorisieren:

Es gibt eine Steigerung- Wutanfall

Ich wusste nicht, dass es noch eine Steigerung von mein Babys früheren Wutanfällen geben kann, dabei dachte ich meine Erziehung bringt sie zum besseren. Seit gestern weiß ich: Es gibt da noch eine Steigerung (auch wenn diese mittlerweile selten sind), aber dann stehe ich immer auf der Straße und gelte sogar bei den Obdachlosen vorm Rewe als schlechteste Mutti der Welt.

Also: mein Baby und ich waren gestern noch ein paar Dinge im Supermarkt besorgen.  Der Supermarkt liegt in einem Einkaufscenter und 20 Meter in der Mitte vor dem Eingang befindet sich das “Kiddieland”. Ein paradiesischer Ort für Kinder, denn dort gibt es 10 verschiedenen Autos, Trecker und Busse die für nur einen magischen 1 Euro 2 Minuten brummen. Ich bin froh, dass mein Kind noch nicht verlangt, dass ich da Geld einwerfe, ihr reicht es das mit einem spritzenden (prrrr) das Fahren möglichst realitätsnah zu simulieren. Nach einer gefühlten Stunde Fahrsimulation frage ich höflich: “mein Baby sollen wir mal einkaufen gehen?” Sodann erschallt ihr explosives:: “Nein!, Nein!, Nein!”. Also fährt mein Kleinkind  noch weitere Stunden mit seiner neuen Karre durch eine imaginäre Welt. Lesen Sie den gesamten Eintrag »

Die Trotzphase deines Kindes – Überleben leicht gemacht

Dein Kind braucht gerade in der Trotzphase deine Hilfe

Gerade in der Trotzphase braucht deine Hilfe

Trotzkinder. Trotzkinder können alles, wollen alles und lassen sich auch nicht mit so Dingen wie Vernunft von ihrer Überzeugung abbringen. Wo ist denn dieses kleine, liebe Wesen hin, das ich mal in den Armen hielt? Viel zu schnell wurde aus dem süßen Baby ein fauchender Troll, der Gift und Galle spuckt ,wenn Mutti andere Dinge plant oder ihren Troll gar schützten will zum Beispiel vor schnell fahrenden Autos . Aber das Trotzkind braucht keinen Schutz, das Trotzkind kann ganz alleine über die stark befahrene Straße gehen ohne Mutti und ohne Rote Ampel. Die lustigen Brumms werden schon anhalten, immerhin sind die Brumms auch zuhause viel verständnissvoller als Mutti.

Mit einem Kleinkind das an akuter Trotzeritis leidet, hat Mutti es schon nicht leicht. Der Gedultsfaden ist dünn, sehr dünn und zerbrechlich. Ein Beispiel gefällig? Mein Trotzkind und ich gehen in den Supermarkt ein bisschen Gemüse und Schokolade ernten. Das Trotzkind sieht die Schokolade und weiß sofort “Das ist lecker. Das muss ich haben.” Punkt das war es dann. Die Hand wird fordernd ausgestreckt, beide, Mutter und Trotzkind wissen, was Sache ist. Das Trotzkind will Schokolade, aber Mutti kann und möchte die jetzt nicht rausrücken. Das wird natürlich nicht akzeptiert. Der Protest setzt sofort ein ohne vorherige Warnung. Erst wird herzzereißend und möglichst laut gebrüllt, so dass der ganze Markt weiß, dass ich wieder da bin und den Blick auf dich richtet. Dann schmeißt sich das Trotzkind auf den Boden und wenn Mutti das Bündel hochnehmen will, weil es anderen Leuten den Weg versperrt und um möglichst in eine unbeobachtete Ecke zu fliehen, dann wehrt sich das Bündel und krümmt und bockt, so das Lebensgefahr beim Hochnehmen besteht. Das ist wie beim Boxer, der nach Punkten hinten liegend, noch auf den Lucky Punch hofft. Mutti ist dann schnell mal ausgeknockt. Am liebsten würde ich mich leise aus dem Supermarkt schleichen und vor der Tür warten, bis das abreagierte Kind, dann von alleine rauskommt. Ja, die Trotzphase ist toll. Ich freu mich aber auch wahnsinnig, wenn sie wieder weg ist. Mein Kind gleicht zeitweise einem hochexplosivem Gasgemisch und ich komme mir vor wie ein Gefahrguttransporter.

Aber was mache ich, wenn mein Kind gerade mal wieder oder immer noch, so vor sich hinbockt? Ruhe bewahren? Ja das sollte ich wohl. Das gelingt mir morgens auch noch sehr gut. Mittags bin ich (meistens) auch noch entspannt, aber doch froh wenn ich mal 5 Minuten zum Durchatmen habe. So ab Nachmittag wird es zur Zeit immer schwierig. Der Stress der Tage zerrt an mir und meine Nerven wollen Urlaub. Also außen ganz cool und innen drin? Da möchte Mutti auch liebend gern ein Trotzkind sein und sich neben das Kind werfen und ihr Leid klagen. Wenn ihr also demnächst im Kölner Supermarkt mal eine Mutti seht, die neben ihrem Kind liegt und heult, dann bin ich das.

Bisher habe ich noch nicht zu diesem etwas unkonventionellen Mittel gegriffen. Ich hocke meist neben dem Troll und sage “du bist wütend , du bist wütend, manchmal merke ich aber das es besser ist nichts zu sagen, wenn ich dann nämlich etwas sage schreit der Troll noch lauter. Ich streichle ihr manchmal den Rücken aber das geht auch nicht immer denn  meistens wirft sie sich dann nach hinten. Ablenkung hilft uns auch nur noch selten. Also hilft nur noch das Mütter Mantra ” es ist nur eine Phase es ist nur eine Phase”. Es ist schon nicht leicht. Die besten Erfahrungen habe ich gemacht, wenn ich trotz kleinem Wutbürger ganz ruhig bleibe und zu meinem “Nein” stehe, jedoch immer verständnisvoll. Erklärungen hinterher sind auch wichtig, aber während des Anfalls  stößt jeder Erklärungsversuch auf taube Ohren, da das Kind gerade emotional ziemlich unausgeglichen ist. Vielleicht hilft Reflexion auf die Gefühle, die das Kind gerade durchmacht. Zum Beispiel könnt ihr sagen “Du bist wütend, du bist wütend”. Damit der kleine Troll sich verstanden fühlt. Was sicherlich nicht ganz so gut ist, wenn ihr euch bei einem Wutanfall vom Kind abwendet. Denn es erlebt gerade einen kleinen Weltuntergang und muss erst sein inneres Gleichgewicht wiederfinden, wenn es merkt das Mama und Papa nun auch noch “gegen ihn” sind und ihn ignorieren dann macht es das für das Trotzkind nicht einfacher. Das Trotzkind fühlt sich dann ja falsch mit sich und seinen Gefühlen. Dabei sind die Gefühle ja nicht falsch, das Wutkind muss nur lernen damit umzugehen.

Gut nun habe ich mal meinen Trotz abgelassen, aber ich muss auch noch sagen: Wenn das Trotzkind gerade mal im nicht im Körper meiner Tochter wohnt, dann versteht sie mittlerweile das meiste, was ich ihr sage. Jedenfalls kann sie prima apportieren, wenn ich ihr sage, was ich möchte. Ich kann sie auch etwas Fragen und sie nickt oder schüttelt den Kopf. Ich bin ganz fasziniert davon. Eigentlich ist es ja nichts Ungewöhnliches aber es ist doch ungewöhnlich, weil mein Baby bis vor einigen Wochen noch nicht den Sinn vom Satz “Wir gehen jetzt raus, hol bitte deine Schuhe ” verstand. Mittlerweile holt sie dann freudig, aufgeregt die Schuhe. Manchmal steht sie auch von ganz alleine an der Tür und versucht an die Klinke zu kommen, wenn ich dann vorbei laufe, bringt sie mir meistens von alleine die Schuhe. Das sind ganz tolle, neue Sachen, die sie jetzt lernt und es ist spannend diese Wege mit ihr gemeinsam zugehen. Da nehme ich auch die momentanen Wutausbrüche gerne in Kauf.

Baby-Krisen meistern ohne Totalschaden – die erste Lebenskrise

mein Baby Hey du, los los mehr Entertainment bitte! Wir hatten kurz vorher gegessen ;)

Hey du, los los mehr Entertainment bitte!

Puhh, das ganze Babyprogramm hat es manchmal in sich. Ich frage mich in welchem Alter stellt sich denn Erholung ein. Mit 50 gehe ich dann zum Arzt wegen nervlichen Totalschaden und sage: “Ein neues Nervensystem bitte!”  Aber es ist nicht so, dass ich stark um meine Nerven trauer. Immerhin will ich einem kleinen Menschen möglichst viel von dem mitgeben was er in seinem gesamten Leben immer wieder brauchen wird. Ein unerschütterliches starkes Vertrauen, Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit. Ich könnte auch sagen ich möchte, dass mein Baby im Eriksonschen Stufenmodell für jede Krise in der Entwicklung immer eine für sich zufriedenstellende Lösung findet und sich so gestärkt in die nächste Lebenskrise stürzen kann.

8 Lebenskrisen

Ja es gibt nämlich 8 Lebenskrisen. Wie? Die habt ihr noch nicht gezählt? Laut dem Psychoanalytiker Erikson (Erikson war Schüler von Freud und hat dessen Theorien weiterentwickelt) kommt es im Leben zu 8 Lebenskrisen , die es angemessen zu meistern gilt. In der ersten Krise liegt die Unterstützung noch sehr stark bei Eltern. Sie müssen ihrem Baby das Gefühl geben sich auf jemanden verlassen zu dürfen. Dieses stärkt das Vertrauen des Kindes in seine Umwelt und ist nicht selbstverständlich. Bewältigen die Eltern diese Krise mit ihrem Säugling schlecht, dann ensteht laut Erikson ein dominierendes Gefühl des Verlassen-Seins. Für den Säugling gilt also ” Ich bin, was die Eltern mir geben”. Verläuft die erste Lebenskrise des neuen Menschen schlecht, heißt das nicht, dass er in der zweiten Lebenskrise auf jedenfall versagt. Ihr müsst euer Baby also nicht in die Babyklappe abgeben, aber die erfolgreiche Bewältigung ist ein gutes Fundament und hilfreich im weiteren Leben. Ansonsten ist es ein bisschen so, als baut ihr euer Haus auf ein wackeliges Fundament. Dennoch sind diese Lebenskrisen im Nachhinein aufholbar, was allerdings schon schwierigere Therapiearbeit voraussetzt. So als würdet ihr das Fundament an einem Haus versuchen zu reparieren.

Wie mit Kriesen umgehen?

Nun ist das nur ein Modell, jedoch ist da schon ” ein Körnchen” Wahrheit drin. Deswegen versuchen wir heute unseren Kindern das beste und stärkste Fundament mitzugeben, das wir bieten können. Das ist nicht immer ganz leicht, da wir uns auch als Eltern immer in Entwicklung befinden und manchmal auch egoistisch uns selbstverwirklichen wollen oder müssen. Als mein Baby geboren worden ist, war das Nervenkostum noch voll intakt und gut belastbar. Es wurde dann auch gut belastet, aber der idealistische Gedanke in meinem Kopf, ein Fundament aus Diamant für mein Baby zu bilden, war noch frisch, also musste einfach jede Krise gemeistert werden, weil das Fundament, das Fundament! Nun werden Kinder älter und das Nervenkostüm dünnt aus und manchmal gönnt sich mein Idealmus mal kurz eine Kaffeepause. Im Klartext heißt das: Manchmal verliere ich die Nerven und die Nerven sind dann auch genervt und verbreiten üble Stimmung im Kopf. So kommt es, dass ich manchmal stinkig auf mein Baby mein Baby bin. Dies wenn sie mal wieder nicht versteht, dass das grüne Kaffeegeschirr in den grünen Schrank und nicht in den rosa Schrank kommt, wenn sie mal wieder tobt und trotzt, was die Trotzeule so hergibt oder wenn sie den Brotbelag an die Tapete schmiert. Das sind so ein paar Sekunden, wo der Wuttroll bei mir Samba tanzt und ich finde das mein Kind ganz schön unvernünftig ist. Jedoch und das ist das Gute, erinnere ich mich schnell wieder daran das mein Kind mich nicht mit Absicht ärgern möchte. Ich rufe mir ins Gedächtnis, dass sie nicht unbedingt versteht, dass sie Keramikteller nicht von großer Höhe runter schmeißen sollte, weil das dann einen großen Scherbenhaufen und viel Arbeit für Mama produziert. Sie weiß auch nicht, dass der Frischkäse oder das Duschgel nicht als Wandmalfarbe geeignet sind.

Wie verhalte ich mich in Krisensituationen?

Gut ist auch, dass sie diese Sachen eher lernt, wenn ich mich angemessen verhalte. Wenn ich rumtobe, weil mein Baby irgendetwas umgeworfen, zerbrochen, zerrissen oder zerdeppert hat, wenn ich sie in meiner Wut anschreien würde oder ihr ein Klaps auf die Finger geben möchte, wäre das eine ziemlich unangemessene Art und Weise mit der Situation fertig zu werden. Sie würde anfangen zu weinen und das Fundament bekommt erstmal einen feinen Haarriss. Damit das nicht passiert, sage ich ihr, dass das, was sie gemacht hat nicht okay ist. Ich sage das vielleicht etwas bestimmter, als wenn ich ihr ein Eis andrehen will, aber ich sage es nicht mit der du-machst-alles-falsch- Vorwurfstimme. Beim Aufräumen bekommt mein Baby dann auch einen Besen oder einen Schwamm in die Hand gedrückt und “hilft” mir das, was da schief gegangen ist, wieder zu beseitigen. Sie ahmt mich dabei zwar nach aber ein paar Stunden braucht sie noch bis sie solche Sachen alleine weg machen kann, daher mache ich das.

Mit jeder Elterngeneration kommt die Erziehung ein Stück weiter

Meistens ist die Sache ohnehin nicht so dramatisch. Ich denke das heute auch mehr Eltern darauf achten in Konfliktsituationen die Lage besser einzuschätzen und einen Weg wählen der Kindern lehrt, dass sie etwas so nicht machen können. Dies können die Eltern lehren, ohne dabei das Kind als Person schlecht zu machen. Denn an erfolgreich bewältigten Krisen wachsen Kinder zu selbstständigen und selbstbewussten Menschen heran. Und erfolgreiche Menschen im Leben erziehen auch ihre Kinder fortan besser und so hoffe ich, dass irgendwann Kinder nicht mehr misshandelt werden.

So nun noch ein paar Ausflugsbilder

Und los geht's..

Und los geht's..

Mein blondes Baby

Mein blondes Baby

Auf zu neuen Abenteuern

Auf zu neuen Abenteuern

Im Park lässt es sich auch für Mutti gut aushalten. Keine Straße in der Nähe, kein verführerisches Eiscafé oder andere Stolperfallen für mich und mein Baby. Da mein Baby, die letzten zwei Tage mit Fieber im Bett lag und wir fast an der Stubenluft erstickt sind, ist ein Nachmittag im Freien gleich wie ein zweiter Frühling in einem Jahr. Wir sind Enten füttern gegangen, haben uns ins Gras gesetzt und kleine Kleeblümchen gesammelt. mein Baby ist zum kleinen Forscher mutiert und hat kleine Blätter, Steinchen und solch Naturzeugs gesammelt und untersucht. Da das Gelände gut überschaubar ist, kann ich mich einfach auf eine Wiese setzten mit Buch und mein Kind machen lassen.

Demnächst werden wir uns einen kleinen Bach suchen und Schiffchen fahren lassen. Die Idee klaue ich – dankbar für eine Erweiterung im Ausflugsplan – Margarete Audrey.

Wie du deine Baby alleine beschäftigst und der Umgang mit dem Baden

Mein Baby geht baden- und dass sogar freiwillig

Mein Baby geht baden- und das sogar freiwillig

Mehr Zeit für sich selbst bekommt die Mutti, wenn ihr Baby alleine spielt. Aber wie? In der Regel ist es doch so, dass dein Kind draußen so glücklich ist und drinnen oftmals unzufrieden, wenn es alleine ist. Im Sankasten vergisst mein Baby die Welt und konzentriert sich darauf, das Geschäft mit dem Sand in den Griff zu bekommen. Das brachte mich auf die Idee einen Eimer Sand vom Sandkasten zu stiebietzen und diesen ihr auf dem Balkon als Ersatzsandkasten anzubieten. Ohne viel Kleingeld hat sie nun einen Spielplatz, der sie gerne mal eine Stunde beschäftigt.

Doch Vorsicht. Kinder sind mit einem Schlag sehr intelligent und verrücken Eimer und Stühle, um aus offenen Fenstern zu schauen. Beim Balkon gilt ähnliches und daher solltet ihr immer ein Auge auf euer kleines Baby werfen. Gerade Eltern, die im ersten Stock wohnen unterschätzen die Gefahr, aber selbst ein Sturz aus dem ersten Stock kann sehr gefährlich für das Kind sein und wird häufig von Ärzten beobachtet.

Ansonsten würde ich gerne wissen, wie ihr euer Kind alleine beschäftigt, denn dies soll auch gelernt sein. Ansonsten spielen viele Babys ja gerne mit Wasser, das ist bei mir nun auch passiert (aber mein Baby wandelt da häufig sein Meinung).

Mein Baby und das Baden – Wundersamer Wandel zur Wasserratte

Baden ist auch eine gute Option und Mama kann daneben in Ruhe ein Buch lesen. Ich habe mal ein paar Posts zusammengetragen:

Meine Verzweiflung

Ich weiß nicht, wie ich meinem Kind die Nähe zum Wasser beibringen soll. Sie wird einfach panisch. Mittlerweile versuche ich alles möglichst schnell zu machen, damit sie nicht so lange im Wasser sitzen muss. Am Ende gibt es dann schnell eine Dusche mit einer Schüssel Wasser.

Dann im Sommer

Wir machten den Garten einer Freundin unsicher und da sich tatsächlich nochmal die Sonne bemüht hatte und wir ins Schwitzen kamen, ist die Idee ins rollen gekommen, mein Baby doch mal etwas planschen zu lassen. An ganz normalen Tagen passiert manchmal etwas seltsames. Und siehe da der Pool war noch nicht ganz aufgebaut und mein Baby war schon Feuer und Flamme für Wasser. Sie schrubbte mit einem Lappen den Pool. Sie setzte sich freimütig mitten in das Wasserbecken, als wenn sie nie eine Aversion gegen Wasser gehabt hätte. Mein Feuermädchen liebt nun das Wasser. Irgendwie war es plötzlich ganz selbstverständlich für sie, ich bin immer noch fassungslos. Es ist als würden sich Desinfektionsmittel und Keim vertragen, als würde Feuer Wasser umarmen. Nun gut das ist übertrieben, aber die letzten Monate war Wasser und besonders Baden ein heikles Thema, ich befürchtete sie durch ihr wöchentliches Bad für ein Leben lang zu traumatisieren. Nun muss ich mir wohl keine Gedanken mehr machen. Mittlerweile schimpft sie nun, wenn sie aus der Wanne raus muss. Wenn es also mal wieder heißt “mein Baby, dass reicht nun an Badezeit” dann springt mich kein glückliches Kind an, das froh ist der Grausamkeit des Wasser zu entkommen. Sondern es schimpft mich ein wütendes Kind aus, das doch gerade auf wichtiger Mission im Badewannenmeer ist. Ich bin nun wiederum die unbarmherzige Mutter, die meint, dass nach der Verlängerung der Verlängerung das Kind (der Kapitän) von seinem angestammten Schiff (der Badewanne) entmachten zu müssen.
Mein Baby hat etwas gegen Haarewaschen und gerade das Shampoo-Ausspülen führt oft zu Weltuntergangsstimmung. Da bräuchte es einen Schampooschirm und das ist für mich eine nützliche Erfindung.

 

Die Trotzphase eines Wutkindes: Der Mutti-Streßtest – Schreiende Babys sind normal – Teil 3

Oh man Mama, das weißt doch jedes Baby

Oh man Mama, das weißt doch jedes Baby

Schreiende Babys sind normal, dies hatte ich in den letzten Beiträgen versucht, deutlich zu machen (Babys schreien lassen, damit sie lernen alleine zu sein?/ Schreiende Babys sind normal). Babys schreien aus verschiedenen Gründen und die können wir nicht unbedingt beeinflussen. Sie schreien, weil sie oftmals von einer neuen Welt mit Reizen überfordert sind. Sie schreien nicht, weil sie uns erziehen oder manipulieren wollen, sondern eher da sie meistens nicht allein sein wollen und vor der Welt Angst haben. Hilft uns diese Einsicht weiter?

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