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Wie mein Kleinkind endlich erwachsen wird – Zuerst die Kinder ins Bett und dann die ersten Schuhe kaufen

Gestern hat mein Kleinkind sich mitten im Park auf den Boden gelegt und mit ihren Playmobil Männchen gespielt :)

Mein Kleinkind hat sich mitten im Park auf den Boden gelegt und mit ihren Playmobil Männchen gespielt. Zwischenzeitlich hat sie mit ihrem Blick verloren in den Himmel geträumt. :)

 Diese Woche geht es bei der Eltern- Kind Blogparade von der Testmama, um Kinderschuhe und Dinge die unsere Kinder zum ersten mal gemacht haben.

Wenn die eigenen Kinder Kinder bekommen, dann werden Eltern sentimental. Wenn Kinder allerdings als Kinder Kinder bekommen ist das natürlich problematisch, denn an und für sich sollten sie sich ja noch in Verantwortung üben. Bei meiner Tochter frage ich mich auch, wie sie mit der Trotzphase ihres Kindes umgehen sollte, womöglich sie sich schreiend auf den Boden dazulegen.  Zum Glück haben Puppenkinder keine Trotzphasen und ich glaube auch, kein Spielzeugerfinder würde dieses bei den Puppen einbauen. Obwohl wie bei Kinderbüchern einige Horrorbücher im Umlauf sind (wie ich ja schon in einem anderen Artikel bei Kerstin gezeigt habe), kann ich mir das auch für Spielzeug vorstellen:

Bei meinem Kleinkind habe ich nun auch mit dem harten Training dafür begonnen. Doch an und für sich macht mein Baby das schon ganz freiwillig. Sie ist nun zu einer jungen Puppenmutti mutiert und ich frage mich, ob ein Jahr und 11 Monate dafür nicht zu jung ist. Für jede Mama der Welt ist es dennoch der Moment, wo sie vor Stolz auf ihr kleines Puppenmütterchen hinabblickt und wieder Muttiminuten für sich hat.

Angefangen hat das Puppenglück jedoch ganz unverhofft. Unsere Nachbarin hatte sich zunächst bei unserem Hausmeister beschwert. Mein Kleinkind hatte ja von ihren Großeltern einen Sandkasten für den Balkon geschenkt bekommen. Fortan aber rieselten kleine Rieselhäufchen bei meinen Nachbarn in den Balkon. Es war das zweite mal, dass es vorkam und mein Gewissen war schlecht. Mit gesenktem Kopf stand ich mit Kehrschaufel und Besen bewaffnet vor der Tür meiner Nachbarin. Aber zur meiner Überraschung war sie diesmal freundlich und sagte sogar, dass es nicht schlimm sei. Ich fragte mich, ob Aliens vielleicht ihr Wesen ausgetaucht hatten und sich ihre Kindern ebenfalls seit ein paar Tagen fragen, warum ihr Mutter verständnisvoll gegenüber ihnen geworden ist. Jedenfalls schenkte sie  mir nicht nur Verständnis für meinen, kleinen Sandpiraten, sondern auch noch ein Puppenbett und einen Kinderstuhl. Wie meine Vermieterin wurde ich also auch hier mal wieder vom Guten im Menschen überzeugt, die mir damals eine wunderschöne Couch schenkte.

Den Kinderstuhl kann ich wirklich gut gebrauchen, da unser vor Kurzem auseinander fiel. Bei dem Puppenbett war ich mir gar nicht sicher, ob mein Kleinkind damit etwas anfangen kann, zum einen kennt sie sowas wie ein Bettgestell im klassischen Sinne nicht, da wir ja kein Bett haben. Nur Louise hat in unserer Wg ein Hochbett und mein Baby ist noch nicht so groß um dort reinzuluken.

Wie das Bett mein Kleinkind in eine Mutter verwandelte 

Die Puppenfamilie von meinem Kleinkind :)

Die Puppenfamilie von meinem Kleinkind, die Psychopuppe versteckt sich unter der Decke :D

 

Ich stellte also unsere neue Errungenschaft ins Zimmer und erzählte Louise von der Freundlichkeit unserer Nachbarin und zeigte stolz den Kinderstuhl. Da hatte mein Kleinkind unbemerkt das Puppenbett schon in Beschlag genommen. Sie legte drei Kuscheltiere und zwei Puppen quer ins Bettchen und sortierte diese gut. Das Bärchen lag ordnungsgemäß neben der Psychopuppe und jeder hatte seinen Platz. Ich fand das so niedlich, dass ich  mein Baby eine kleine Decke besorgte, welche sie sofort fachmännisch über ihre “Kinder” legte. So eifrig habe ich sie nie beim Puppenspiel beobachetet, Puppen waren bisher etwas, das zu irgendwelchen physikalischen Schwerkraftexperimenten benutzt wurde und mein Kind freute sich stets, wenn diese auf dem harten Boden besonders mit dem Kopf zuerst landeten: Ungefähr so wie hier:

Daher war ich wohl zu Tränen gerührt, weil ich merkte, dass mein Kleinkind nicht nur Böses im Sinn hat. (Manchmal lachte mein Kleinkind schon, wenn ich “Aua” sagte). Nun aber ändert sich alles, denn mein Kind ist zum ersten mal Mutti geworden.

Nachdem mein Kleinkind also seine neuen Kinder komplett zugedeckt hatte (also wirklich komplett, denn die Köpfe dürfen ja auch nicht frieren), da beugte sie sich vor, nahm einen Zipfel von der Decke zurück und gab dem Schäfchen ein Gute-Nacht-Küsschen und deckte es dann wieder zu. Da blühte das Muttiherz natürlich auf wie eine Blumenwiese im Frühling:


Mittlerweile hat mein Kleinkind ihre Zubettgehstartegie noch verfeinert. Sie macht nun nachdem alle Puppen und Tiere mit einem Küsschen bedacht sind und wohlig  warm im Bettchen liegen, das Licht aus, dann beugt sie sich wieder etwas vor, hält sich den Zeigefinger an den Mund und macht: “Pschhhhhh”. Da komme ich mir selbst schon vor wie ihr Kind.

Übrigens ist mein Kleinkind ein überzeugter Vertreter des Famlilienbetts, denn die Kuscheltiere dürfen niemals alleine im Bettchen liegen und müssen nun nachts auch immer alle (alle, das sind ungefähr 20 Stück) bei uns sein. Morgens wache ich als manchmal auf und schaue erschrocken in das beharrte Gesicht eines Kuschelbären.

Das erste Bettchen und neue Schuhe

Wie passt das Bettchen nun mit den neuen Schuhen zusammen? Das Bettchen ist neu, es ist das allererste Puppenbettchen von meinem Kleinkind. Nun werden die nächsten Schuhe, die sehr bald fällig sind, nicht die ersten sein, aber es werden die ersten sein, bei denen mein Kleinkind Mitspracherecht haben wird. Die letzten Schuhe von meinem Baby habe ich bei Ebay für 10 Euro ersteigert. Es waren niegelnagelneue Schuhe von Däumling. Ich rechne nicht damit, diesmal genauso viel Glück zu haben. Zudem bin ich mir nicht ganz sicher, welche Schuhgröße sie nun wirklich braucht, also werde ich es zum ersten mal mit einem richtigen Schuhgeschäft versuchen.

mein Babys alte Schuhe haben ihre besten Zeiten auch hinter sich :)

mein Babys alte Schuhe haben ihre besten Zeiten auch hinter sich :)

PS: Vergesst nicht an meinem Gewinnspiel teilzunehmen :)

Alles liebe

eure Maja

3 Tipps damit dein Kind sicher die Treppe runter kommt – Wie halte ich Mutti auf Trab?

Ich bin ja jetzt in Köln ganz gut angekommen und habe jetzt auch viel Kontakt zu anderen Muttis, die ihr Kind wirklich wie Porzellangeschirr behandeln. Natürlich sind da auch viele nette dabei, aber einigen ist irgendwie ist jede Aktion, die sich weiter vom Boden als 10 Zentimeter entfernt abspielt, absolute Gefahr für Leib und Leben des Kindes. Hysterische Mütter auf dem Spielplatz, die am besten ihr Kind in einem durchsichtigen Plastikball groß ziehen wollen. Wenn Dinge vom Boden dann in den Mund kommen, wird gleich Hygienealarm ausgelöst und die Welt ist sowieso nur der Vorhof zur Hölle. Ich frage mich, ob diese Muttis ihr Kind jemals aus dem Bauch gelassen hätten, wenn sie die Wahl gehabt hätten. Dabei kann ich das gut verstehen, denn auch ich bin eher ängstlich. Deswegen habe ich mal eher einen Artikel geschrieben, der für ängstliche Muttis geeignet ist, die sich fragen, ob ihr Kind schon Treppensteigen sollte. Ich halte es auf jeden Fall für richtig, im Rahmen einer guten Erziehung seinem Kind einige ungefährliche Risiken zuzutrauen, denn erst mit Selbstbewusstsein kann es auch den Gefahren besser begegnen.  Als erstes mal ein Video, da ein Kind schon sehr virtuos die Treppen managed.

Dein Baby ist plötzlich mobil geworden und möchte die Treppen nun nicht mehr runter getragen werden? Am liebsten möchte es die Treppen alleine runter gehen? Nun beginnt eine spannende Zeit, denn von nun an sind die Stufen nicht mehr sicher und du vermutest, dein Kind ist es nun auch nicht mehr. Aber ganz so schlimm ist das alles nicht. Na gut, es ist ab und an nervenaufreibend, wenn dein Kleinkind jetzt aber unbedingt allein die Treppe nehmen will, ohne die Hand von Mutti im Schlepptau zu haben. Mein Baby hat mit ca. 12 Monaten die Treppen für sich entdeckt. Gerade erst ans Laufen gekommen, musste nun schon die nächste Hürde genommen werden. Damit du deinem Kind ein bisschen helfen kannst, wenn es anfängt die Treppen zu erkunden habe ich mal ein paar Tipps aus Erfahrung:

1. Nicht ausrutschen oder stolpern!

Achte darauf, dass dein Kind nicht ausrutschen oder über herumfliegendes Spielzeug stolpern kann. Lose Teppiche sind nicht geeignet für das erste Treppensteigen und am besten ist es, wenn dein Kind ABS-Söckchen oder rutschsichere Hausschuhe trägt, damit es nicht aus Versehen ausrutscht. Damit ist schon mal eins der größten Risiken ausgeschaltet. Wenn dein Kleinkind allerdings so begabt wie ich ist, dann stolpert es mit Sicherheit über die eigenen Füße und da hilft dann nur festhalten. Eine befreundete Sozialarbeiterin erzählte mir übrigens, dass bei einem Klientelbesuch, die Damen und Herren sie vor einem Teppich warnten, über den sie nicht gehen sollte. Als sie den Teppich bei Seite räumte, sah sie sich einem riesigen Loch entgegen, das bis in die nächsten drei unteren Etagen reichte. Womöglich war dies eine Einbrecherfalle? Es ist schon schwer an alle Sicherheitsmaßnahmen für das Kind zu denken und ich bin mir auch noch nicht sicher, wie sehr ich den Kletterkünsten von meinem 19 monatigen Quälgeist vertrauen darf.

2. Koordination!

Am einfachsten ist es, wenn du das Treppen-Hochsteigen zuerst mit deinem Kleinkind übst. So kannst du hinter deinem Kind stehen und es auffangen, falls es hinfällt. Du kannst so auch von hinten die kleinen Beinchen etwas mit deinen Händen anleiten und zeigen “Ein Fuß nach dem anderen”. So gut vorbereitet kommt ihr bald in die Profi-Liga des Treppensteigens. Diese Koordiantionsübungen werden allerdings schwer,, wenn dein Kind bereits in der Trotzphase ist. Dann gilt eher: “Wehe Mutti du lässt mich das nicht alleine machen, dann stürze ich mich weinend die Treppenschlucht herab”. Am besten ihr redet dann eurem gut zu und setzt ihm ein Ziel am Ende der Treppe (Steig mal da hoch! Ganz hoch!)

3. Die Königsdisziplin: Treppen runter kommen!

Oben angekommen reicht häufig nicht, denn kleine Kinder wollen kurz danach wieder runter (und das dann zusammen so ca. 20-30 mal, spart dir also den total überflüssigen Sport vom Morgen). Ich bin mit meinem Baby schon dreimal hier durch das Treppenhaus spaziert. Der Keller wurde dabei natürlich auch nicht ausgespart. Am sichersten ist es, wenn dein Kind am Anfang die Treppen rückwärts runtergeht. Dafür steht dein Kind als wenn es eigentlich die Treppen hoch will und du stehst wieder hinter ihm und zeigst ihm, wie es mit den Füßchen sicher die nächste tiefere Treppenstufe erreicht. Nun geht das ganze wieder “ein Füßchen nach dem nächsten nur  halt rückwärts. Dabei kann sich dein Kind auch hinknien und sich mit den Händen an den Stufen festhalten. Falls ihr Anlaufschwierigkeiten habt, kannst du es deinem Kind auch erst vor machen und ihm zeigen, wie es geht. Eine weitere Variante ist es, wenn dein Kleinkind einafch auf dem Popo die Stufen runter robbt, falls ihm das an Selbstständigkeit reicht. Nun gut an und für sich dürfte das alles überaus klar sein und ich renne offene Türen ein. Ihr solltet allerdings euer Kind mit erzieherischer Absicht durchaus dazu ermutigen. Ihr bekräftigt seinen Entdeckerdrang und bringt ihm zugleich das sichere Treppensteigen bei und könnt es dabei auch über die Gefahren belehren. Bei Öfen etc. soll man das übrigens auch so machen, damit das Kind schon die Gefahren kennenlernt.


Nicht verzweifeln wenn dein Kind, dass Treppensteigen entdeckt.

Nicht verzweifeln wenn dein Kind, dass Treppensteigen entdeckt.

Ihr solltet also gerade am Anfang immer mit dabei sein, wenn euer Kind sich am Treppensteigen versucht. Manche Kinder sind schon früh motorisch begabt und schaffen es ohne “Training”, die Treppen hoch und runter zu kommen. Es ist wichtig, dass du deinem Kind vertraust und in die Fähigkeiten vertraust, die dein Kind hat. So hat auch dein Kind mehr Vertauen zu sich und seinen Fähigkeiten. Es ist ja auch klar dass man mehr Mut hat, wenn jemand genauso darauf vertraut, dass du das schaffst als wenn jemand die ganze Zeit ängstlich daneben steht und sagt “Ich weiß nicht”. Dein Kind soll ja auch Treppensteigen lernen, nur es soll dabei sicher sein und nicht auf die Nase fallen. Die meisten Unfälle sind zwar nicht sonderlich schlimm und zurück bleibt nur eine Beule, jedoch frage ich mich, wie manche Eltern das Unfallrisiko einschätzen. Ich sehe manchmal Eltern, die ihre Kleinstkinder ohne Aufsicht die Treppen und Spielhäuschen auf Spielplätzen erkunden lassen, dabei frage ich mich, wie hoch wohl  die Unfallsrate auf Spielplätzen ist? Ich bin da wohl auch eher ängstlich.

Die Trotzphase deines Kindes – Überleben leicht gemacht

Dein Kind braucht gerade in der Trotzphase deine Hilfe

Gerade in der Trotzphase braucht deine Hilfe

Trotzkinder. Trotzkinder können alles, wollen alles und lassen sich auch nicht mit so Dingen wie Vernunft von ihrer Überzeugung abbringen. Wo ist denn dieses kleine, liebe Wesen hin, das ich mal in den Armen hielt? Viel zu schnell wurde aus dem süßen Baby ein fauchender Troll, der Gift und Galle spuckt ,wenn Mutti andere Dinge plant oder ihren Troll gar schützten will zum Beispiel vor schnell fahrenden Autos . Aber das Trotzkind braucht keinen Schutz, das Trotzkind kann ganz alleine über die stark befahrene Straße gehen ohne Mutti und ohne Rote Ampel. Die lustigen Brumms werden schon anhalten, immerhin sind die Brumms auch zuhause viel verständnissvoller als Mutti.

Mit einem Kleinkind das an akuter Trotzeritis leidet, hat Mutti es schon nicht leicht. Der Gedultsfaden ist dünn, sehr dünn und zerbrechlich. Ein Beispiel gefällig? Mein Trotzkind und ich gehen in den Supermarkt ein bisschen Gemüse und Schokolade ernten. Das Trotzkind sieht die Schokolade und weiß sofort “Das ist lecker. Das muss ich haben.” Punkt das war es dann. Die Hand wird fordernd ausgestreckt, beide, Mutter und Trotzkind wissen, was Sache ist. Das Trotzkind will Schokolade, aber Mutti kann und möchte die jetzt nicht rausrücken. Das wird natürlich nicht akzeptiert. Der Protest setzt sofort ein ohne vorherige Warnung. Erst wird herzzereißend und möglichst laut gebrüllt, so dass der ganze Markt weiß, dass ich wieder da bin und den Blick auf dich richtet. Dann schmeißt sich das Trotzkind auf den Boden und wenn Mutti das Bündel hochnehmen will, weil es anderen Leuten den Weg versperrt und um möglichst in eine unbeobachtete Ecke zu fliehen, dann wehrt sich das Bündel und krümmt und bockt, so das Lebensgefahr beim Hochnehmen besteht. Das ist wie beim Boxer, der nach Punkten hinten liegend, noch auf den Lucky Punch hofft. Mutti ist dann schnell mal ausgeknockt. Am liebsten würde ich mich leise aus dem Supermarkt schleichen und vor der Tür warten, bis das abreagierte Kind, dann von alleine rauskommt. Ja, die Trotzphase ist toll. Ich freu mich aber auch wahnsinnig, wenn sie wieder weg ist. Mein Kind gleicht zeitweise einem hochexplosivem Gasgemisch und ich komme mir vor wie ein Gefahrguttransporter.

Aber was mache ich, wenn mein Kind gerade mal wieder oder immer noch, so vor sich hinbockt? Ruhe bewahren? Ja das sollte ich wohl. Das gelingt mir morgens auch noch sehr gut. Mittags bin ich (meistens) auch noch entspannt, aber doch froh wenn ich mal 5 Minuten zum Durchatmen habe. So ab Nachmittag wird es zur Zeit immer schwierig. Der Stress der Tage zerrt an mir und meine Nerven wollen Urlaub. Also außen ganz cool und innen drin? Da möchte Mutti auch liebend gern ein Trotzkind sein und sich neben das Kind werfen und ihr Leid klagen. Wenn ihr also demnächst im Kölner Supermarkt mal eine Mutti seht, die neben ihrem Kind liegt und heult, dann bin ich das.

Bisher habe ich noch nicht zu diesem etwas unkonventionellen Mittel gegriffen. Ich hocke meist neben dem Troll und sage “du bist wütend , du bist wütend, manchmal merke ich aber das es besser ist nichts zu sagen, wenn ich dann nämlich etwas sage schreit der Troll noch lauter. Ich streichle ihr manchmal den Rücken aber das geht auch nicht immer denn  meistens wirft sie sich dann nach hinten. Ablenkung hilft uns auch nur noch selten. Also hilft nur noch das Mütter Mantra ” es ist nur eine Phase es ist nur eine Phase”. Es ist schon nicht leicht. Die besten Erfahrungen habe ich gemacht, wenn ich trotz kleinem Wutbürger ganz ruhig bleibe und zu meinem “Nein” stehe, jedoch immer verständnisvoll. Erklärungen hinterher sind auch wichtig, aber während des Anfalls  stößt jeder Erklärungsversuch auf taube Ohren, da das Kind gerade emotional ziemlich unausgeglichen ist. Vielleicht hilft Reflexion auf die Gefühle, die das Kind gerade durchmacht. Zum Beispiel könnt ihr sagen “Du bist wütend, du bist wütend”. Damit der kleine Troll sich verstanden fühlt. Was sicherlich nicht ganz so gut ist, wenn ihr euch bei einem Wutanfall vom Kind abwendet. Denn es erlebt gerade einen kleinen Weltuntergang und muss erst sein inneres Gleichgewicht wiederfinden, wenn es merkt das Mama und Papa nun auch noch “gegen ihn” sind und ihn ignorieren dann macht es das für das Trotzkind nicht einfacher. Das Trotzkind fühlt sich dann ja falsch mit sich und seinen Gefühlen. Dabei sind die Gefühle ja nicht falsch, das Wutkind muss nur lernen damit umzugehen.

Gut nun habe ich mal meinen Trotz abgelassen, aber ich muss auch noch sagen: Wenn das Trotzkind gerade mal im nicht im Körper meiner Tochter wohnt, dann versteht sie mittlerweile das meiste, was ich ihr sage. Jedenfalls kann sie prima apportieren, wenn ich ihr sage, was ich möchte. Ich kann sie auch etwas Fragen und sie nickt oder schüttelt den Kopf. Ich bin ganz fasziniert davon. Eigentlich ist es ja nichts Ungewöhnliches aber es ist doch ungewöhnlich, weil mein Baby bis vor einigen Wochen noch nicht den Sinn vom Satz “Wir gehen jetzt raus, hol bitte deine Schuhe ” verstand. Mittlerweile holt sie dann freudig, aufgeregt die Schuhe. Manchmal steht sie auch von ganz alleine an der Tür und versucht an die Klinke zu kommen, wenn ich dann vorbei laufe, bringt sie mir meistens von alleine die Schuhe. Das sind ganz tolle, neue Sachen, die sie jetzt lernt und es ist spannend diese Wege mit ihr gemeinsam zugehen. Da nehme ich auch die momentanen Wutausbrüche gerne in Kauf.

Die Supenanny erzieht wieder Eltern und Kleinkinder – Wer hat Lust auf eine Twitterparty?

Die Super Nanny erzieht wieder Eltern(Foto:entelepentele)

Die Super Nanny erzieht wieder Eltern und Kleinkind (Foto:entelepentele)

Juhu, die Übermutti treibt ab dem 31.08.2011 wieder auf RTL ihr Unwesen. Es wird also wieder ordentlich aufgeräumt in deutschen Familien. Und sie startet gleich zu Anfang durch: Der Vater gewalttätig und Drogenabhänig, die Mutter verzweifelt. Die Kinder sind noch alle unter 3 Jahre und verstehen wahrscheinlich die Welt nicht mehr. Also muss Katia Saalfrank her und die Dinge wieder gerade biegen.

Die Sendung hat Vor- und Nachteile. Ein Vorteil ist meiner Meinung, dass sie wirklich effektive Methoden zeigt, um seinen Tag besser zu strukturieren und Ordnung ins Familienleben zu bringen. Wir sind nun nicht gänzlich strukturbefreit, aber ein paar Tipps kann ich trotzdem immer gebrauchen. Der Nachteil der Sendung ist allerdings, dass die Szenen wo das Ausmaß der Verantwortungslosigkeit der Eltern gezeigt wird, sehr zu Kosten der Kinder gehen (oftmals weiß ich auch nicht, was eigentlich übertrieben, hingeschnitten oder gar gestellt ist). Ich würde mich zumindest nicht so wohl fühlen, wenn die halbe Nation zuschaut, wie meine Mutti mich in Grund und Boden schimpft. Andererseits möchte ich gerne am Glauben festhalten, dass es den Kindern danach immer besser geht als vorher.

Wer also Lust hat auf eine kleine Twitterparty zum Thema Super Nanny, der kann sich gerne mit mir auf Twitter kurzschließen. Also macht am Mittwoch um 20:15 Uhr den Fernseher und Twitter an und dann tauschen wir uns parallel zur Sendung unter dem Hashtag “Supernanny” aus. Das wird mit Sicherheit lustig. Einen Hashtag macht ihr bei Twitter, indem ihr “#Supernanny” schreibt, dann werden euch alle Beiträge zu dem Thema angezeigt. Würde mich freuen, wenn ihr mitmacht (ich habe sowas bis jetzt auch noch nicht gemacht)

Alles liebe Maja

Blogparade gegen sexualisierte Gewalt

Heute möchte ich gerne bei der Blogparade von Norman mitmachen. Es geht bei dieser Blogparade um sexualisierte Gewalt gegen Kinder. Dazu habe ich gerade das Outing von Jürgen Scherr gelesen und bin sehr betroffen darüber. Ich kann gar nicht in Worte fassen wie abscheulich ich diese Taten finde und bewundere den Mut von Jürgen Scherr damit an die Öffentlichkeit zu gehen. Dieser Schritt an die Öffentlichkeit ist sehr wichtig, da nach Auskunft des Ärzteblatt in Deutschland 12,6% der Kinder von sexualisierter Gewalt betroffen sind. Auf alle so genannten Kohorten (das sind die verschiedenen Generationen) macht das über 10. Millionen Betroffene und dementsprechen auch viele Täter, die weiter ohne Einschränkung ihr Leben leben können, während die Opfer ihr Leben lang mit den Folgen zu kämpfen haben. Norman zeigt, dass gerade die Zahlen von Verurteileten im Verhältnis zu den Zahlen der Betroffenen erschreckend gering sind.

Besonders merkwürdig ist es immer, dass es nie jemand merkt. Keine Verwandten, keine Nachbarn, keine Lehrer und selbst die Mutter will häufig nichts bemerkt haben. Wie kann sowas sein? Gerade als Mutter (oder Vater) sollten einem solch gravierende Dinge auffallen. Ich denke, dass es bei Missbrauch innerhalb der Familie wohl häufig auch zwei Täter gibt, den einen der die Gewalt anwendet und der anderen, der den Täter deckt, indem er schweigt und nichts sagt. Für das Kind ist das eine aussichtslose Situation, denn wem soll es sich anvertrauen, wenn alle Welt die Täter deckt und solche Taten unter dem Mantel des Schweigens steckt.

Da diese Taten offensichtlich so wenig verfolgt werden, ist es wichtig beständig viel Öffentlichkeitsdruck zu erzeugen, am besten täglich, so dass es immer und immer wieder im Gedächtnis der Menschen ankommt. In dieser Weise setzt sich Norbert Denef mit seinem netzwerkB (Netzwerk für Betroffene sexualisierter Gewalt) ein. Dafür wurde er kürzlich für den Panterpreis der TAZ nominiert und ich möchte euch bitten dort für ihn zu stimmen.

Besonders erschreckend ist, dass der Zivilrechtsanspruch auf Entschädigung bereits nach 3 Jahren verfällt. Erst seit kurzem werden Verlängerungsfristen gewährt, aber wie sollte ein 6 jähriges Mädchen einen Vorfall mit 3 Jahren anzeigen. Die Rechtssprechung macht zwar Fortschritte, aber ist immer noch abstrus. Auch wenn die Verjährungsfristen nun angehoben worden sind, so gilt dies nicht rückwirkend. Die Täter der Vergangenheit sind also geschützt. Genauso wundert es mich, dass solche Taten überhaupt verjähren können.

Dann frage ich mich, wie es kann, das Jürgen Scherr keinen Platz von der Krankenkasse in einer Trauma-Klinik bekommt. Es sollte selbstverständlicher sein, dass solchen Menschen geholfen wird, dass sie mehr mit offenen Armen in der Gesellschaft aufgenommen werden und nicht auch noch dafür als Erwachsene für die Dinge, die ihnen widerfahren sind, büßen müssen.

Viel mehr sollten die Täter in die Ecke gedrängt und nicht gedeckt werden! Wir brauchen bei dem Thema einfach mehr Öffentlichkeit und mehr Verständnis für die Opfer, weil sich unsere Gesellschaft ja auch für uns und unsere Kinder verbessern soll, weil unsere Gesellschaft gerechter werden soll.

Bitte macht doch bei der Blogparade mit und stimmt für Norbert Denef bis zum 03.September, damit wenigstens für kurze Momente etwas getan wird und sich vielleicht langfristig etwas entwickelt.

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