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Ökokleidung für unsere Kinder und faire Kleidung fürs Büro – Wer soll das bezahlen? =))

Übrigens bei uns ist der Sommer ausgebrochen :D, holt die Röcke und die Jutebeutel aus dem Schrank und ab zu nächsten Wiese

Übrigens bei uns ist der Frühling ausgebrochen 21 Grad YEAH! Holt die Röcke und die Jutebeutel aus dem Schrank und ab zu nächsten Wiese

Ich schwärme ja sehr für die Secondhandkleidung, vor allem weil sie mit weniger Chemikalien belastet ist und ich damit nicht direkt an der Ausbeutung anderer Kinder und Frauen beteiligt bin. Zudem macht das Stöbern in den bunten Kleiderhaufen aus verschiedenen Modeepochen immer viel Spaß. Stile kombinieren und nicht einfach wie bei großen Modelabels zusammenkaufen. Das ist schon deutlich kreativer, auch wenn ich keine Bastelqueen wie TatiiTalentlos bin. Dennoch: Wer täglich im Büro mit Streifenblazer, Bluse und Lackschuhen erscheinen muss, der hat teilweise ein Problem, weil nicht immer gibt es passende Kleidung im Second-Hand. Kürzlich hat mich jemand dieses auch per Email gefragt. Leider weiß ich nicht mehr, wer es war, weil es leider etwas unter gegangen ist und ich finde leider die E-mail nicht mehr.

Nun bin ich natürlich keine Businesswoman, kleide mich zwar auch gerne schick, aber bin dazu nicht jeden Tag gezwungen, deswegen kann ich soviel dazu gar nicht sagen. Für meine Tochter ist es mir wichtig, dass sie gut gewaschene Kleidung trägt, um den Chemikalienanteil zu reduzieren. Es gibt auch oftmal gute Anbieter, wo es auch nochmal ein Ökosortiment gibt. Ich schaue mich diesbezüglich gerade um. Bei Vertbaudet gibt es gerade Rabatte auf preiswerte Kindermode, wobei es dort auch Ökosortiment gibt. Bei windeln.de gibt es auch ein gutes Sortiment an Ökokleidung und sogar Ökowindeln. Zudem gibt es gerade 10€ Rabatt auf Windeln.

Von Kleidermassen und schlechten Arbeitsbedingungen

Seit ein paar Jahren sprießen in Hagen kleine Geschäfte aus dem Boden, die Schuhe für zehn Euro verkaufen und Tshirts teilweise für fünf Euro verkaufen. Diese Läden umgibt zumeist eine Chemowolke und ich kann mittlerweile jeden einzelnen dieser Läden am Geruch erkennen. Länger als ein paar Minuten halte ich es in der Regal darin nicht aus. Einmal habe ich mir aber doch, getrieben vom günstigen Einkauf, ein Paar stinkende Schuhe in so einem Plastikladen gekauft. Diese Schuhe trug ich genau zwei mal, danach verschloss ich sie in einem Plastikbeutel und beerdigte sie in der hintersten Ecken meines Schuhschrankes. Ehrlich gesagt, frage ich mich, ob die Schuhkäufer in dem Laden überhaupt noch einen intakten Geruchssinn haben. Immer wenn ich dort in der Schuhschlange stehe, bekomme ich zumeist beiläufig mit wie die Mitarbeiter über Kopfschmerzen klagen. Bei diesen Läden ist es offensichtlich, dass sie billig hergestellte Kleidung verkaufen. Ich fühle mich wirklich schlecht dabei, wenn ich weiß, dass wahrscheinlich eine 16 Jährige mit ihrem Kind 12 Stunden am Tag Kleider für einen Hungerlohn nähen muss. Wenn der Hungerlohn ihr dann nicht einmal erlaubt, das billige Kleid , dass sie nähte selbst zu kaufen, dann machen wir doch etwas falsch. Wenn Familienväter 12 Stunden am Tag unsere Hosen in den schrillen bunten Farben färben, die gerade so aktuell sind und wegen den Giften in der Farbe nicht älter werden als 40 Jahre, dann sollten wir etwas ändern.

Leider aber können wir nicht viel tun, denn Fairtrade und Ökokleidung ist extrem teuer, so dass ich sie mir niemals leisten könnte. Ich schätze eine gute und komplette Businessgarderobe kostet schon 1000 Euro (insgesamt), bei Öko-Fairtrade würde sich das mit Sicherheit auf 3000 Euro steigern. Doch nicht nur Billiganbieter sind das Problem, auch namhafte Läden sind Kunde. Das Perfideste an der ganzen Sache aber ist, dass Fairtradekleidung eigentlich nicht teuer sein müsste. Im Prinzip würde ein Euro pro Kleidungsstück mehr die Arbeit in den Produktionsstätten erheblich verbessern. Wir würden alle diesen Euro bezahlen, aber die großen Zulieferketten drücken die Preise auf ihr Minimum, so dass wir eigentlich keine Wahl haben, es sei denn wir legen ordentlich drauf. Würdet ihr einen Euro mehr bezahlen pro Kleidungsstück?

Tja im Grunde genommen ist ja immer der Verbraucher schuld, hier aber verhält es sich anders. Die Bekleidungsindustrie setzt den Maßstab und errichtet sich nebenbei noch ein lukratives Nischengeschäft für Besserverdiener, die bei Öko-Fair-Trade richtig aufschlagen.

Leider weiß ich also auf die Frage keine richtige Antwort. Ich würde sagen, dass wir uns im Alltag sehr individuell kleiden und hier schon alternativ fair leben können, im Business ist es deutlich schwieriger und dafür ist das mit dem Geld einfach zu viel. Es könnte schlicht anders sein, wenn sich die weltweite Politik durchsetzen würde, dies passiert allerdings nicht, weil zu viele daran verdienen. Ich denke also, wirkliche Alternativen zum Kauf von der Stange gibt es nicht, aber ein Bewusstsein dafür zu haben, finde ich wichtig. So ändert sich vielleicht langfristig etwas. Was denkt ihr darüber, wie sollten wir etwas ändern?

 


"Huch war da was"? Meine Baby und sein "Beschützmichpferd" :)

"Huch war da was"? Meine Baby und sein "Beschützmichpferd" :)


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