Probleme beim Stillen: Mein dampfender Busenfreund – Der Vaporisator

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Oh Ha Hände sind so vielseitig :)

Oh Ha Hände sind so vielseitig :) Mein Kind hat die Strubbelkrankheit

Viele junge Mütter haben bei ihrem ersten Kind Probleme mit dem Stillen und geben dieses dann leider sehr schnell auf. Ich glaube allerdings, dass das Stillen viele positive Effekte für mein Kind hatte und das sich Durchhalten auszahlt. Dennoch: Auch ich habe vor allem mit wunden Brustwarzen zu knapsen gehabt. Jedes mal, wenn mein Baby andockte, war es als würde ich meine Brustwarze in eine Steckdose stecken und das ist wirklich nicht übertrieben. Deswegen hatte ich mir im Krankenhaus schon vorher eine Milchpumpe ausgeliehen. Diese wollte ich Zuhause benutzen, um über wirklich schmerzvolle Stunden hinweg zu kommen. Durch das Abpumpen haben meine Brustwarzen immer einen kurzen Wellnessurlaub bekommen. Die Milchpumpe war wirklich ein Segen. An eine Sache hatte ich in der Schwangerschaft allerdings gar nicht gedacht: saubere Fläschchen. Ich war also neben dem ganzen Stress vorrangig mit Abwaschen und Abkochen der vielen Fläschchen beschäftigt und das ist echt deprimierend.

Der Angriff der Superbazillen

Ich puzzelte also täglich alle Fläschchenteile in das kochende Topfwasser und wartete auf meine keimfreien Fläschchen. Jeden Tag mindestens zweimal. Das Auskochen mit dem Topf war ganz schön lästig und nach dem Auskochen musste ich die Sachen aus dem noch heißen Wasser fischen, ohne mich dabei selbst abzukochen. Diese Fummelei, das Aufstellen zum Abtropfen, immer saubere Küchentücher parat zu haben, damit die frischen Flaschen auch ja nicht mit verkeimten Handtüchern in Berührung kommen, dass alles war ganz schön umständlich, aber notwendig, denn es dürfen möglichst keine Keime das Kind oder an eure Brustwarzen kommen (das erhöht die Gefahr, dass sie sich entzünden). Ich dachte das Selbstabkochen wäre vor allem günstig und wahrscheinlich war ich mit dieser Methode wieder in die Steinzeit zurück gerutscht. .

Als Schwangere saß ich mit rosa-roter Briller vor meinen schlauen Ratgebern und dachte mein Baby muss sich nur andocken und schon kann ich stillen. Dass es da Komplikationen geben kann, blendete ich irgendwie aus. Als die Realität mir dann ein paar Fläschchen in die Hand drückte, da meine Brustwarzen sich in rohes Fleisch aufzulösten, dankte ich für die Pumpe und die Fläschchen. Dennoch ich hasse Abwaschen (in der WG habe ich auch darauf bestanden, dass wir endlich eine Geschirrspülmaschine haben und im Grunde will ich nie wieder abwaschen. Selbst die größten Töpfe stopfen wir einzeln in die Spülmaschine, weil das viele Abwaschen war einfach ein “Pain in the Ass”.

Die beste Erfindung seit der Zahnbürste 

In einer Nachschicht las ich mich in die Möglichkeiten der Destillation von Babyzubehör ein. Der Vaporisator war dann schließlich die Antwort auf meine Gebete. Wie blöd ich weiß, wahrscheinlich hattet ihr den alle schon, bevor das Baby da war. Ich las also von einem wunderbaren Wunderwerk, du stellst die sauberen Flaschen einfach hinein, schüttest etwas Wasser hinzu und schaltest das Gerät ein. Kein Wasser, kein Kchen mehr, keine verbrühten Finger, keine Küchenhandtücherberge in meinem Wäschekorb. Das Gerät destilliert Flaschen und Sauger und nach dem alles Leben wie nach einem Atombombeeinschlag ausgelöscht ist, kannst du die Fläschchen einfach in dem Gerät Abtropfen lassen. Ich hätte nie damit gerechnet, aber ich brauchte so einen Vaporisator ganz, ganz dringend, obwohl ich ja sonst aus Kostengründen gar auf mein Bett verzichte. Ich bestellte also sofort das gute Teil im Internet.

Als gebeuteletes Muttertier, das den ganzen Tag an die Küche und den Abwasch gekettet war, wartete ich nun sehnsüchtig auf den Postboten. Dank Express-Versand konnte er schon einen Tag später eine Umarmung von mir bekommen, denn was Mann der mir brachte, machte mein Leben wirklich um so vieles besser. Gleich nach Auspacken schleuderte ich das High-Tech-Gerät auf die Arbeitsplatte und lud meine ganze Fläschchensammlung hinein. Da mein Vaporisator, ein Doppelstockwerk besaß, konnte ich alle Fläschchen und Sauger dort unterbringen. Danach musste ich nur noch den roten Knopf drücen und konnte mich wieder mit meinem Baby ins Bett legen.

Der Vaporisator war toll und irgendwann begann ich damit alles zu vaporisieren, weil ich irgendwie eine Neurose vor Keimen entwickelte. Ich vaporisierte die Fläschchen, meine Teetase, das Abpumpzubehör, Nuckel, meinen Schmuck (zum Glück las zuvor, dass Babyspielzeug im Vaporisator schmilzt), ich vaporisierte Essen (die Möhre hat danach etwas zu lapprig geschmeckt). Ich verfiel meinem Vaporisator und behandelte ihn, wie die eigene Spülmaschine, die ich nie hatte. Später in meiner Traumvilla wird es so etwas wie ein Vaporisatorzimmer geben, wo ich dann einfach meine gesamte Einrichtung hineinschiebe und sie keimfrei wieder zum Vorschein kommt.

Im Übrigen spart der Vaporisator Wasser, Strom und eure Energie. Er braucht nur einen Schluck Wasser und verdampft dieses dann in seinem Gehäuse. Im Prinzip funktioniert er ähnlich wie ein Eierkocher. Also sollte hier irgendeine werdende Mutti, mit Stillambitionen ohne Vaporisator vorbeischauen, ich kann nur raten, so ein Gerät zu kaufen. Ich selbst hätte es nie für möglich gehalten, so sehr habe ich an das reibungslose Stillen geglaubt. Ich wollte meinen Baby keine Fläschchen geben, aber manchmal kommt es eben doch anders und plötzlich stehen da elende Fläschchenberge um dich herum.

 

Meine Eierkocherstory erzähle ich dann wann anders, aber der ist ebenso praktisch wie der Vaporisator. Wenn ihr euren Vaporisator genauso hilfreich fandet, dann liked doch meinen Artikel :). Habt ihr einen gehabt oder gab es wirklich welche unter euch, die gespült haben?

Alles liebe
Maja Mummer

:)

Etwas unscharf mal, aber zum Knuddeln: Mein Baby :)

Ich wollte auch unbedingt einmal Regenbogengebäck essen, also haben mein Baby und ich ein bisschen Farbe in die Muffins gebracht.

Ich wollte auch unbedingt einmal Regenbogengebäck essen, also haben mein Baby und ich ein bisschen Farbe in die Muffins gebracht. Die Farben sind allerdings ziemlich durcheinander geraten, aber lecker war es trotzdem.

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  • Mimöchen

    Ich war auch vom Stillen überzeugt und vor allem von mir,das ich das super kann.Da hat mir aber mein Baby einen Strich durch die Rechnung gemacht…
    Als es dann mit den Flaschen losging und ich  zu Hause war,war ich froh,als einige Tage später der Vaporisator bei uns einzog.Sooo verdammt praktisch – ich hab mich vorher dreimal verbrannt – einmal am Herd,einmal am Wasser und einmal am Topf selbst – und ab da ging alle super :)
    Ich kann es auch nur empfehlen :)
    LG Mimöchen
    P.S.Aber einen Eierkocher haben wir trotzdem nicht ;)

  • http://lulezo.blogspot.com/ Lulezo

    Alsoooo ich hab ja auch am Anfang die Flaschen selber gekocht. :D Lag aber vielleicht daran das ich ja anfangs gestillt habe und da eigentlich keine Flaschen gebraucht habe bzw mir auch nicht gedanken drüber gemacht habe das ich welche brauchen könnte :) .
    Aber als sie dann Fertigmilch bekam und ich mich abkochte, hat ich auch mal die schlaue Idee son Teil zu kaufen. Obwohl es ist nicht gaanz sowas..eher ne Plastikbox wo man die Flaschen rein tut, Wasser rein und das Ding dann 4 min in die Mikrowelle stellt. War bei meinem Gerät dabei das das Wasser in ein paar sek auf die richtige Temperatur bringt und dann zur Milch fließen lässt ^^, schaut aus wie ne Senseo-Kaffeemaschine. haha :D Super praktisches teil!!

  • http://regenrot.de regenrot

    Über ein Jahr Auskochen auf dem Herd.
    Trocknen auf einem Gitter – handtuchfrei.
    2x Kernschmelze (ich war’s nicht!).
    2 Töpfe und 2x sämtliches Fläschchenzubehör dahin.
    Ceranfeld kaputt nach dem letzten Mal.

    Und immer noch halte ich den Vaporisator für absolut überflüssig. Fläschchen koche ich auch schon sehr lange nicht mehr aus. Die bekommen speziellen Fläschchenreinige, viel heißes Wasser (bei uns wirklich sauheiß) und gelegentlich ein Rendezvous mit dem Geschirrspüler. Bei einem gesunden Kind finde ich es schlicht übertrieben, alles bis zum geht nicht mehr zu desinfizieren. Irgendwoher muss die Abhärtung herkommen. Und ihr wisst ja – die Menschheit hat es seeeehr lange ohne ausgehalten. ;)
    So ein Mikrowellendings hatte ich auch geborgt und nicht einmal benutzt. Ich fand es eklig vom Zustand her und wenn ich mir überlege, wie das Ding trotz täglicher Vaporisation verkeimt ist, bleib ich lieber bei Stahl statt Plastik.

  • Lotte

    also die kurze Zeit die ich Formula zugefüttert habe, habe ich auch alle Flaschen und Sauger im Topf ausgekocht und hätte das wohl auch so beibehalten. Ja ich fand es lästig aber ich hatte mir auch fest vorgenommen wieder zum vollstillen zurückzukehren und die Flaschen im Schrank einzumotten und das hat ja auch geklappt :) Mein Baby hatte ausserdem auch einmal einen Magen-Darm Infekt was ich definitiv auf eine verunreinigte Flasche zurückführte…von daher waere ein Vaporisator wahrscheinlich doch sinnig gewesen…

  • Jana Alexandra Heinsohn

    Haaaaaa, das Ding steht immer noch in meiner alten Wohnung, weit hinten auf dem Küchenschrank – naja, vermutlich nicht mehr, oder die Nachmieter kochen ihr Gebiss damit ab. 
    Jedenfalls hatte ich eine ganz teure Ausgabe, weil ich alles von Avent hatte. Einmal hab ichs benutzt und mir war das viel zu umständlich – konnte ich meinem “Mann” natürlich nicht erzählen, um Sätze wie “Hab ich dir doch gesagt” zu vermeiden. Hab also heimlich alles gespült und ausgekocht… fands nicht schlimm… gehörte halt zum Tag… Hab nen sehr ruhigen Zeitgenossen auf die Welt gebracht und da ging das. Nach 6 Monaten hab ich damit aufgehört und nur noch gespült, mit einem speziellen Reiniger… und seit Antonia 10 Monate ist, wollte sie keine Milch mehr… Jetzt koch ich nur ab und an die Schnuller aus…

  • http://www.facebook.com/people/Maja-Mx/100002163270495 Maja Mx

    @all:disqus : Wahnsinn ich bin überrascht wie viele von euch abkochen und keinen Vapo dahaben oder ihn nicht benutzen. Ich dachte bisher, jeder Haushalt mit Baby  hat einen Vapo im Dauereinsatz. Ich fand das abkochen irgendwie immer zu umständlich und hatte immer Angst, dass die Fläschchen nicht richtig keimfrei werden, deswegen schwöre ich so auf unseren Vapo. Allerdings benutze ich ihn nicht mehr seitdem mein Baby 6 Monate alt ist und ich mit der Pumpe keine Milch mehr gewinnen konnte.
    Liebe Grüße an euch
    Maja und ihr Nachttroll :)

  • Anonymous

    So ein Vaporisator ist ein echt nützliches Ding. Wir haben fast alles, vom Fläschchen über den Schnulli bis hin zum Babylöffel damit von den bösen kleinen Monstern befreit :)  Ich hatte den von Phillips Avent, der war erstklassig. Gerade in einem Haushalt mit Hund, wo der Wauzi auf gerne einmal über den Schnulli der am Bodel liegt drüberschleckt absolut unverzichtbar. 
    lg,
    Nina

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  • Lena

    Also ich habe einen Mikrowellensterilisator von Chicco und
    packe in den auch alles rein. Es ist echt kinderleicht und vor allem schnell.
    Laut Beschreibung soll man sogar Kinderspielzeug rinpacken können, aber das habe
    ich noch nicht ausprobiert. Was mich
    jetzt allerdings ein bisschen verwirrt hat, ist, dsas ich neulich auf einen
    Artikel gestossen bin
    (http://www.mamibox.de/blog/erste_babyzeit/hygiene-im-baby-alltag/), in dem
    stand, dass man sich doch nicht so einen Kopf um die Keime machen soll, da sie
    schliesslich das Immunsystem der Kleinen stärken. Ich gehe da mit, wenn es
    darum geht im Matsch oder draussen zu spielen, aber für die Fläschchen nehem
    ich doch lieber weiterhin den Sterilisator.

    Was meint ihr?

    Lena