Mein Geburtserlebnis – Gastartikel von Antje

Von Pusteblumenbaby. Abgelegt unter Baby Tipps  |   
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Heute schreibt hier die liebe Antje einen sehr bewegenden Bericht. Als ich ihn das erste mal las, kullerten die Mamatränen und ich war auch ein wenig schockiert.

Mein Baby mit acht Monaten :)

Mein Baby mit acht Monaten :)

Momentan finden sich auf Maja’s Blog einige Diskussionen über jedwede Art von Geburten. Einerseits über natürliche Geburten, andererseits über Kaiserschnitte. In diesem Zug trat Maja an mich heran und bat mich darum, meinen Geburtsbericht als einen Gastbeitrag bei zu schreiben. Dies tue ich nun und bedanke mich damit bei Maja für diese Möglichkeit.

Die Geburtsplanung

Vieles an der Geburt meines Sohnes hätte ich mir anders vorgestellt. Lange habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie ich am liebsten entbinden würde. So legte ich mir schon Wochen vor dem errechneten Termin einen Geburtsplan in meinem Kopf zurecht und sprach diesen mit meinem Freund ab. Wir wollten über jeden Schritt während der Geburt informiert werden. Nur weil wir junge Eltern sind, heißt das nicht, dass wir alles mit uns machen lassen müssen. Jedenfalls habe ich mich in verschiedenen Ratgebern, Foren und natürlich bei Hebammen über die möglichen Entbindungsarten informiert. Nach einiger Zeit stand meine Entscheidung fest – wenn möglich wollte ich auf einem Geburtshocker entbinden und dann meinen Sohn als Erste auf den Arm nehmen und auf dieser Welt begrüßen. Wie das nun aber so mit den Plänen ist, läuft eben nicht immer alles so. Der errechnete Geburtstermin, der der 25.10.2011 war, war da und ging auch wieder vorbei. Nichts tat sich.

Die Geburtseinleitung 

Dennoch war ich frohen Mutes, dass alles so laufen würde, wie ich mir das vorgestellt hatte. Mit jedem Tag, den der ET in die Vergangenheit rückte, hatte ich weniger Kraft. Wenn ich heute darüber nachdenke, glaube ich, dass mein Körper alle Reserven gesammelt und sich somit auf eine natürliche Geburt vorbereitet hat. Leider wusste ich das damals nicht und stimmte genau eine Woche nach dem Termin einer Einleitung zu. Dass dies eine Entscheidung war, die mir und meinem Sohn beinahe das Leben kostete, wusste ich damals nicht. Viele Details der Einleitung haben sich fest in meinem Hirn eingebrannt.
Ich sehe noch klar das schmerzverzehrte Gesicht meines Freundes vor mir, der jede Stunde mit mir durchlitt und mir in jeder Minute zur Seite stand. Er war während dieser ganzen Zeit mein einziger Halt. Genauso erinnere ich mich daran, wie ich ihn anflehte mir zu helfen. Wie ich mich vor Schmerzen übergeben musste. Irgendwann platzte meine Fruchtblase und wenig später bekam ich eine PDA gesetzt, die mir einige Minuten Pause verschaffen sollte. Und es waren wirklich nur Minuten. Nachdem die Wirkung der Betäubung einsetzte, wurden über eine Kopfsonde die Sauerstoffwerte bei meinem Sohn überprüft. Und damit setzte die Hektik ein.

Heute weiß ich nicht mehr, wer mir meine Klamotten auszog. Ich weiß nicht mehr, dass mein Freund mir noch einen Kuss aufdrückte. Dafür weiß ich noch genau, wie ich auf dem OP-Tisch lag. Nackt, angeschnallt und ausgeliefert. Die Panik stieg in mir auf, während 3 verschiedene Ärzte versuchten, mir einen Zugang zu legen.
Als letztendlich die Narkose einsetzte und ich wegdämmerte, schlug mir mein Herz bis zum Hals. Ich schickte mit meinem letzten Gedanken ein Stoßgebet zu meinem Schutzengel, mit den drei wichtigsten Worte: “Lass ihn leben!“ Als ich wieder aufwachte, fühlte ich nur Leere in mir. Dort, wo eben noch mein Baby war, war nur noch ein dicker Verband und Schmerzen. Lange Zeit durfte ich meinen Sohn nicht sehen und immer, wenn ich allein in meinem Zimmer lag, streichelte ich traurig meinen Bauch und die Tränen liefen über meine Wangen. Ich fühlte so viel Traurigkeit in mir. Doch da war auch ein Gefühl, was bis heute nicht vergangen ist – das Gefühl, etwas Wesentliches verpasst zu haben.

Erst 5 Stunden nach seiner Geburt durfte ich endlich zu meinem Sohn. Mir waren die Schmerzen egal. Ich kämpfte mich aus dem Bett, denn alles was ich wollte, war, meinen Sohn zu sehen. Er lag auf der Neonatologie in einem Wärmebettchen, zusammengerollt und verkabelt. Die blau-weiß gestrickten Söckchen, die er trug, durften wir später mit nach Hause nehmen. Leider konnte ich sein Gesicht kaum sehen – das Bettchen war zu hoch und zum Aufstehen fehlte mir jede Kraft.
Also war alles, was ich tun konnte, sein rechtes Knie zu streicheln und ihm immer wieder zu sagen, wie sehr ich ihn liebe. Die nächsten Tage waren geprägt von Traurigkeit und Besuchen auf der Neonatologie. Ich war erfüllt von dem Gefühl, dass etwas fehlt. Dann kam endlich der Tag, an dem mein Sohn zu mir aufs Zimmer durfte. Es war der wunderbarste Moment, als ich dieses kleine Bündel Leben auf meinem Arm halten durfte. Ben sah mich kurz an und kuschelte sich dann an mich – so wie er es auch heute noch tut, wenn er müde ist.

Was am folgenden Tag geschah, kann ich nur zur Hälfte wiedergeben. Warum ich diesen Krampfanfall bekam, warum mir erst so spät geholfen wurde, welche Mittel mir in die Venen gespritzt wurden und wieviele Schäden ich wirklich davon getragen habe, weiß ich bis heute nicht. Klar ist aber, dass ich an diesem Tag hätte sterben sollen. Doch ob es pures Glück oder einfach der unbändige Wille, für mein Baby am Leben zu bleiben, war – auch das weiß ich nicht.
Viele Erinnerungen an diese Geburt sind nur noch verschwommen, andere sehe ich klar, als wäre es erst gestern gewesen. Oft frage ich mich selbst, was ich hätte anders machen können, an welcher Stelle ich versagt habe und warum ich mein Baby nicht auf so auf die Welt bringen konnte, wie ich es geplant habe. Neben dem Gefühl des puren Glücks, dass mein Sohn letztendlich noch gesund den Weg auf diese Welt gefunden hat, lebt auch immer noch das Gefühl, dass ich an irgendeiner Stelle versagt habe. Dieses Gefühl kann mir niemand abnehmen. Jedoch wird es da auch immer diese ersten Male mit meinem Sohn geben. Die ersten Male, die mir nie jemand rauben kann, weil sie auf ewig in meinem Herzen sind. Nach allem, was passiert ist, weiß ich heute, dass ich kämpfen kann. Und ich werde kämpfen. Denn es wird immer einen Grund geben – mein Sohn wird immer bei mir sein und für ihn lohnt sich jeder Kampf der Welt.

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  • Chaosmama

    Liebe Antje,
    Es tut mir immer so Leid, wenn ich von solchen Geburten lese! Ich hatte sehr viel Glück mein erstes Baby kam spontan und absolut komplikationslis auf die Welt! Mir wurde zu gehört und ich konnte quasi so gebären wie ich es mir gewünscht habe! Beim Millchen machte ich mir weniger Sorgen, hatte ich doch schon mal so schön entbunden würde das auch noch mal klappen! Naja ich musste recht früh liegen, Frühgeburtsrisiko, ging dann über den Termin, sehr zermürbend das Ganze, dann drohende Einleitung, ein Tag davor dann doch spontan Wehen! Als wir in der Klinik ankamen war ich bei 7cm, aber auch schon sehr erschöpft. Die Wehen wurden schwächer, ich wollte in die Wanne, wie schon beim ersten mal, aber man liess mich nicht! Dann Stillstand! Ausruhen, stundenlang laufen, nichts hald, also doch “Einleitung” weiter laufen, ich war müde! Plötzlich ginf alles sehr schnell, die Blase wurde geöffnet und 3 Minuten spätet war meine Tochter da! Und ich fiel fast um! Viel Blut verloren und total ko! Und das Gefühl überrumpelt und nicht ernst genommen worden zu sein! Nichts im Vergleich zu drinem Erlebnis aber ein bisschen kann ich dich verstehen und dir nachempfinden! Es tut mir sehr Leid ! Ich habe mir vorgenommen sollte ich noch mal das Glück haben schwanger zu werden, mehr auf mich zu hören und selbstbestimmter zu gebären! Vielleicht klappt das ja auch noch einmal bei dir! Ganz liebe Grüsse Nathalie

    • Antje

      Danke!!
      Ja,ich habe mir auch vorgenommen,bei einer eventuellen weiteren Schwangerschaft mehr auf mein eigenes Gefühl zu hören.Vieles hätte anders laufen können,hätte ich nicht auf alle anderen gehört,sondern nur auf die Stimme da in meinem Bauch.Aber es hat nicht sein sollen.Dafür habe ich hier mein Kämpferkind – er musste direkt nach der Geburt intubiert werden – für ganze 30 Minuten!Er hatte auch nur einen APGAR von 1/2/7 – das Schlimmste war jedoch,dass wir nicht Ernst genommen wurden und uns all das nicht persönlich mitgeteilt wurde…

      Ich wünsche dir auch,dass bei einem weiteren Kind alles besser läuft.Was du da beschreibst,klingt auch nicht unbedingt nach einer Traumgeburt – aber wir können beide stolz auf uns sein!!!

  • Christine

    Liebe Antje,

    mir fehlen einfach die Worte. Es ist unglaublich was ihr durchmachen musstet. Aber ihr könnt wirklich stolz auf euch sein!!!
    Ich wünsche euch alles erdenklich gute!!!

    Liebe Grüße Christine

    • Antje

      Vielen Dank,Christine!
      Das Gefühl von Stolz will sich leider nicht so richtig einstellen – momentan wird es noch von dem Gefühl,versagt zu haben,überschattet…
      Vielleicht werde ich irgendwann wirklich stolz darauf sein,wie wir all das geschafft haben.Jedenfalls bin ich schon heute wahnsinnig stolz auf meinen Sohn,dass er von Geburt an so ein Kämpfer ist!

      • Sui Cyde

        Du hast absolut nicht versagt, Antje!

        Du hast genauso für dein Leben und vor allem für deinen Sohn gekämpft, wie auch er gekämpft hat. Scheinbar hat er das von seiner Mama bekommen ;)

        Außerdem kannst du unglaublich stolz darauf sein, wie schön sich ben entwickelt und was für eine tolle und umsichtige Mama du bist!

        Mein Vater sagt immer: Der Weg ist eigentlich scheiß egal, das wichtigste ist das Ergebnis! Na und das Ergebnis (euer kleiner Ben) ist ja mal etwas ganz Tolles! ♥

  • http://www.facebook.com/people/Jana-Heinsohn/100001131919404 Jana Heinsohn

    Liebe Antje,

    mir als bekennende Plärreule schoss natürlich das Wasser in die Augen. Es ist sehr traurig, dass du die Geburt deines Sohnes so traumatisch erleben musstest und ich wünsche dir von Herzen für eine eventuelle zweite Geburt ein wundervolles Erlebnis.

    Die Geburt meines Sohnes vor 11 Jahren (er heißt übrigens Benjamin :)) war für mich auch ganz schrecklich, allerdings lange nicht so dramatisch wie bei dir.

    Ich war sehr jung, 19 Jahre – fast 20 und niemand hat mich ernst genommen. Mehrmals erklärte ich meiner Ärztin und meiner Hebamme, das der Geburtstermin im Mutterpass falsch berechnet ist. Errechnet war der 07.12.2000 allerdings hätte der 28.11.2000 drin stehen müssen. Erstmal kein großer Unterschied, aber wenn man bedenkt das mein Sohn nicht auf die Welt wollte, schon bedenklich. Die letzten 4 Wochen musste ich jeden Morgen in die Klinik, da meine Werte nicht besonders gut waren und dort nahm man mich endlich ernst und der Termin wurde im Mutterpass korrigiert. Meine Erleichterung kann ich gar nicht beschreiben. Heute, wäre ich mit dieser Situation ganz anders umgegangen – da htät mich niemand aus der Arztpraxis bekommen, bevor das nicht richtig da stünde.

    Am 11.12.2000 stand dann endlich die Einleitung an – man sagte mir, das absolut nichts auch nur im entferntesten auf eine Geburt hindeutet und es aussähe, als hätte ich noch 3 Monate Zeit. Von außen allerdings drohte ich förmlich zu platzen.

    Es vergingen furchtbare Stunden, weil diese verdammte Einleitung einfach nicht funktionierte, es war purer Stress für mich. Hab mich wie ein kleines Kind gefühlt. Von morgens 6.00 bis abends 21.00 wurde an mir rumexperimentiert, ohne Erfolg – nur sprach keiner mit mir!

    Ich wurde dann auf Station gelegt, total fertig und mit der Angst morgen vielleicht doch wieder nach Hause zukommen – ohne mein Baby. Netterweise bekam ich noch eine wehenhemmende Beruhigungspille… HÄÄÄÄÄ??? frag ich mich jetzt… Aber damals ließ ich alles mit mir machen.

    Nachts um 12 sprang mir nach bereits 2-stündiger schmerzhafter Wehen die Fruchtblase und ich kam zurück in den Kreißsaal. Man legte mich in ein kleines Kapuff und ließ mich liegen – nachts allein im Dunkeln… NIEMAND war bei mir – is ja nich so, das ich schon geübt wäre im Kinderkriegen.

    Ich hatte höllische Wehen, in minimalen Abständen und atmete nicht, sondern verkrampfte meinen ganzen Körper.
    Nach 5 Stunden und der Gewissheit, das trotz dieser Endgeburtswehen mein Muttermund gerade mal 1 cm in 5 Stunden aufging, bekam ich eine PDA, dazu noch eine sehr schlechte – aber zumindest hatte ich etwas Besserung und bin immer wieder zwischen den Wehen in einen Sekundenschlaf genickt.

    Ausgestattet mit PDA, EKG, Wehentropf, Blutdruckmesser brachte ich tatsächlich am Vormittag ein gesundes wunderhübsches Baby auf die Welt. 

    Das psychische Trauma dieser Geburt hab ich noch Jahre mit mir rumgeschleppt, mittlerweile ist vieles verblasst, wohl auch durch die wunderbare Geburt meiner Tochter.

    Ich weiß nicht warum es bei meinem Sohn so schlecht lief, schließlich gab es keine Komplikationen bei uns. Es war wohl einfach die Unfähigkeit und Emotionslosigkeit dieser Hebammen gepaart mit meiner Verfassung. Ich musste mich zum Glück nie wieder so allein und verlassen fühlen.

    Bei meinem Mädchen, waren meine Werte auch nicht gut und ich wurde kurzerhand 3 Wochen vor dem Entbindungstermin in die Klinik zur Einleitung eingewiesen. 3 Tage habe ich das mitgemacht – kaum Schlaf, alle 2 Stunden Wehenschreiber auch nachts… purer Stress… die vergessen einen ja ganz gern mal und dann liegste da 3 Stunden in glühender Hitze – Herzlichen Glückwunsch! …und allein wäre ich nicht von der Liege gekommen! :D

    Hab dann das Handtuch geschmissen – meinem Mädchen ging es optimal, die ganze Zeit über und sie wollte eben noch nicht raus. Mit meiner Entscheidung fiel plötzlich alle Anspannung ab. Und so verbrachte ich noch 3 weitere Wochen mit meinem Mädchen im Bauch und genoss die WM 2010.
    Und dann, an einem Tag, an dem es mir ganz besonders gut ging, entschied sie auf die Welt zukommen. Wenn ich an diese Geburt denke, hab ich auch Tränen in den Augen – aber nur Happinesstrännen und ich denke unheimlich gern daran zurück.

    Bauchgefühl ist vielleicht nicht immer die Lösung… aber in Fällen, in denen es einem gut geht und vorallem dem Baby, sollte man besser abwarten. Genauso andersrum, wenn man das Gefühl hat, irgendetwas stimmt nicht, dranbleiben!

    LG

    PS: Herrje hab ich viel geschrieben! Wollt ich gar nicht :)

  • Antje

    An dieser Stelle einen lieben Dank an alle,die mir so herzliche und aufbauende Worte schicken.Mir tut das sehr gut und ich hoffe,mit meinem Gastbeitrag hier kann ich anderen Müttern,die eventuell ähnliches durchlebt haben,zeigen,dass sie nicht alleine sind.Denn das Gefühl,mit seinem Schmerz und den schlechten Gefühlen allein dazustehen,ist das Schlimmste.

    Nach über 27 Stunden Wehen und einem Kind,das nicht geatmet hat,als es auf die Welt kam – nach all dem weiß ich heute,dass wir beide ein eingeschworenes Team sind.Ben wollte nicht aufgeben – und ich erst Recht nicht.Wir haben gekämpft und wir haben beide den Kampf gewonnen.
    Ben ist heute 5 1/2 Monate alt und ein Sonnenschein,wie man ihn sich nur vorstellen kann.Er ist kerngesund,dreht sich fröhlich durch die Wohnung,lacht und quieckt.All das lässt in meinem Herz ein wenig Heilung einkehren.Wenn ich ihn heute so sehe,vergesse ich alle Schmerzen,die ich die Schwangerschaft über,während der Geburt und auch heute noch habe.
    Wenn ich meinen Sohn ansehe,weiß ich,wofür ich das alles getan habe und immer tun werde – denn er ist das wertvollste Geschenk,was mir in meinem Leben gemacht werden konnte.

    Mir fällt es zwar noch immer nicht sehr leicht,über die Geburt und alle ihre Komplikationen zu sprechen,doch wenn unter euch jemand ist,der ähnliches erlebt hat und vielleicht Erfahrungen austauschen möchte – ihr könnt mich gerne kontaktieren.

    Antje_Stellmach@web:disqus .de

  • Pia

    Liebe Antje…..

    Es tut mir im Herzen weh wenn ich deine Geschichte lese.Soll doch eine Entbindung ein schönes und überwältigendes Erlebnis sein!

    Aber gerade als Erstgebärende lässt man sich leichter “lenken” weil man unsicher ist und weil man Ärzten und Hebammen vertraut!

    Das Gefühl am Abend im Bett zu liegen,einen leeren Bauch zu zu spüren aber kein Baby im Arm zu halten kenne ich auch.
    Unsere Tochter musste nach der Entbindung (die spontan,schnell und wunderschön war) auf die Frühchenstation ins Wärmebettchen.Weil sie viel zu klein und zu leicht war.(Entbindung war 39+1)

    Du hast nicht versagt! Im Gegenteil,Du musst stolz auf Dich und deinen Sohn sein.
    Ihr habt gekämpft und  gewonnen!

    Alles Gute wünscht euch Pia

  • Fräulein Ferien

    Ich kann diese Enttäuschung über eine Geburt, die so konträr zu dem verläuft, wie man es sich gewünscht hätte zu gut verstehen. Und ich kenne dieses Gefühl “versagt zu haben”, obwohl die Geburt meines Babys nicht halb so dramatisch war, wie die hier geschilderte. Aber es gab viele Punkte, die eben so ganz anders waren, als gewünscht. Mein einziger Trost war und ist, dass ich noch die Möglichkeit und die Kraft hatte, mein Kind spontan zu entbinden, obwohl alle Zeichen auf Kaiserschnitt standen. Wie schlimm muss also erst ein Kaiserschnitt mit Vollnarkose sein!?
    Letzten Endes weiß ich aber eines: du und ich und viele andere, denen es so ging , wir haben nicht versagt!

    Ich kann dir nur raten, dass du dich vielleicht nach einer Gruppe “Kaiserschnittmütter” umsiehst, wo sich Mütter treffen, die alle dieses Gefühl des Versagt-habens mit sich tragen und das so irgendwie versuchst, aufzuarbeiten.

    Alles Liebe und Gute!