Mein Baby schläft nicht – Vielleicht hat dein Baby Hunger?

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Gesunder Babyschlaf macht groß und stark

Gesunder Babyschlaf macht groß und stark

Als Schwangere glaubt ich tatsächlich, dass ich nach der Geburt erstmal Ruhe hätte. Denn angeblich schlafen ja frisch geborene Babys 16 bis 19 Stunden. Gar ein Kinderarzt in unserem Krankenhaus verbreitete diese Ansicht. Babys wären also am Anfang ganz pflegeleicht, so als würdet ihr das Püppchen in euren Puppenwagen legen. Er sagte wörtlich: “Die ersten Wochen schlafen Babys ohnehin fast nur”. Zufrieden watschelte ich also mit meiner Kugel nach Hause in dem Glauben, dass mein Baby ohne Schmerzmittel aus mir herausflutscht und dann mit ihrem zufriedenem Gesicht in ihrer Wiege liegt und mich anlächelt. Ich dachte, ich bräuchte da nur im weißen Sommerkleid daneben stehen und glücklich sein. Ab und an würde ich sie dann vorsichtig wecken und sie würde seicht an meine Brust andocken, um zufrieden gestillt danach weiter zu schlafen. Nun ja, die Muttis unter euch kennen die Realität (ich frage mich, ob der Kinderarzt jemals ein Kind hatte oder ob er von Kindern nur mal im Studium gehört hat). Als mein Baby 3 Tage alt war, hatte ich von 72 Stunden ungefähr 10 Stunden Schlaf bekommen und meine Augenringe hingen bis zum Bauchnabel und ihr hättet sie durchaus auch der Reifenindustrie spenden können. Zudem verfolgten mich Albträume, dass die Mafia, im Schrank vom Krankenhauszimmer wohnt (warum auch immer?) und eines nachts mein Baby entführen wollen). Als Mutti war ich ohnehin schon unter Stress und der wenige Schlaf, den ich fortan bekam, hat es nicht besser gemacht, aber was ich mir einbildete, war, dass ich ein Anti-Baby-Schlaf-Baby zur Welt gebracht hatte. Vielleicht war ich der erste Mensch, der einen Menschen zur Welt gebracht, der nicht mehr schlafen musste?

Anti- Schlaf- Babys

Ich dachte ich mache alles richtig, ich dachte ich wäre informiert und vorbereitet. Ich schlief mit meinem Baby in einem Bett, ich hielt sie stundenlang im Arm und schaukelte sie. Es war zum Verzweifeln. Was hatte es mit dem Babyschlaf nur auf sich? Warum wollte das kleine Würmcheen nicht schlafen? Ich gab ihr doch die beste, sicherste und stylischte Umgebung (ihr wisst meine rosa Strampler), zudem versorgte ich sie mit viel Nähe. Sie “durfte” sogar bei mir im Bett schlafen. Aber sie schlief dennoch nicht. Manchmal befand sich mein Baby in einer trügerischen Stille, welche es sofort unterbrach, wenn sich Mutti auch nur 2 Millimeter aus dem Bett bewegte oder mal die fast abgestorbenen Gliedmaßen in eine andere Position bringen musste. Die ersten Nächte lag ich also neben meinem Baby wie ein tiefgefrorener Fisch. mein Baby ließ mich nicht schlafen, sie ließ mich nicht essen, sie ließ mich nicht mal auf die Toilette. Der Geburtsschock war bei ihr wohl besonders groß und die Welt nicht schön (noch heute muss mein Kleinkind erstmal 10 Minuten weinen, nachdem sie aufgewacht ist.)

Die zweite Nacht saß ich auf meinem Bettchen hielt mein Baby im Arm und weinte. “Ich muss schlafen Baby “, dachte ich. Mein Baby suchte währenddessen die Milchbar. Im war mittlerweile völlig übermüdet, konnte nicht sitzen, konnte nicht auf Toilette und das Anlegen zum Stillen war jedesmal ein Qual. Es fühlte sich an als, wenn jemand meine Brust angezündet hätte.

Dies war also mein Anti-Schlaf-Baby, es war gierig, überwachte mich und schlief augenscheinlich so gut wie nie. Big Brother is watching you. Das schlimmste stand mir jedoch noch bevor, denn ich musste mit meinem Baby bald allein zurecht kommen. Niemand würde mir dann beim Stillen helfen oder wenn mein Baby mal wieder schreit. Es musste eine Lösung her, warum schläft mein Baby nicht mal für 2 Stunden durch?

Die Anti-Schlaf-Baby Lösung

Babyschlaf lässt müde Mamas aufatmen

In der dritten Nacht,  hatte eine Schwester wohl etwas Zeit übrig und setzte sich zu mir an das Bett (wohl auch ein Vorteil, dass ich mich für ein anthroposophisches Krankenhaus entschied). Sie gab mir lustige kleine Silikongitter die meine blutigen Brustwarzen schnell zum Heilen bringen sollten. Dann hatte sie noch die Idee, dass wir mein Baby ja mal ein bisschen Stutenmilch geben könnten, damit sie satt ist und länger schlafen kann. Das Problem war nämlich, dass ich zu wenig Milch hatte und durch die große Angst vor den Schmerzen beim Stillen, mein Baby nicht oft genug stillen konnte. Mein Baby verdaute das bisschen Muttermilch sehr rasch und wollte dann schnell neue Nahrung. So kam es das sie nie richtig “durchschlafen” konnte und mich immer zu wachhielt.

Die Stutenmilch ist der Menschenmilch sehr viel ähnlicher als Kuhmilch oder andere Tiermilch. Ich war eigentlich gegen das Zufüttern, aber eine Pulle Pferdemilch hörte sich für mich okay an. Damit ich mich langsam an das Stillen gewöhnen konnte, schlug die Schwester mir vor einfach mal Stillhütchen zu verwenden. Dies war meine Rettung vor dem Schlafkoma und dem sicheren Tod meiner Brüste.

Durch die Stillhütchen konnten sich meine Brustwarzen erholen. Ich wusste, dass ich die Hütchen nicht dauerhaft anwenden kann, da sonst die Milch immer weniger wird. So traute ich mich nach und nach immer öfter mein Baby ohne Stillhütchen anzulegen. Ich meine nach gut einer Woche stillte ich nur noch im Liegen mit Hütchen und nach zwei Wochen ließ ich das Hütchen ganz weg.

Es war wirklich eine Erleichterung für den Anfang, ich musste das Stillen nicht aufgeben und konnte mich langsam an die neue Belastung als Milchbar gewöhnen. Ich kann nur jeder Mama empfehlen sicherheitshalber Stillhütchen zu kaufen. Und das Wunder schlechthin, seitdem mein Baby sich dank Stillhütchen satt trinken konnte, hat sie fünf Stunden am Stück durch geschlafen.

Meine Tipps

1. Wenn dein Baby nicht lange schläft, kann es daran liegen, dass es Hunger hat. Wenn du nun schon komplett entzündete Brustwarzen hast und dich vor jedem Stillen fürchtest, können dir Stillhütchen eine Erleichterrung verschaffen. Ich wollte mein Baby immer selber stillen und wollte trotz Schmerzen nicht zufüttern, aber ich entschloss mich für die Stillhütchen. So konnte ich meine Brustwarzen schonen bis sie wieder einigermaßen heil waren und dann habe ich sie nach und nach ganz weggelassen.

2. Meistens macht sich euer Baby schon bevor es ganz aufwacht bemerkbar, es schmatzt sucht nach der Milchquelle und fängt langsam an zu knöttern. In dieser Phase könnt ihr ohne viel Licht und Hektik eurem Baby die Flasche oder Brust geben und es wird schnell zurück in den Schlaf finden (ein Vorteil von Co-Sleeping). So habt ihr vielmehr Erholung. Nachdem ich wusste, das mein Baby vor allem wegen Hunger aufwacht, konnte ich Dank Stillhütchen immer schnell und problemlos stillen. Da mein Baby und ich zusammen in einem Bett schlafen, musste ich auch nicht aufstehen oder sonst irgendwelche störenden Unternehmungen beim Füttern veranstalten. So wurden wir gar nicht erst groß wach und schliefen immer 4- 5 Stunden am Stück durch.

3. Stillen macht den Alltag mit dem Baby generell leicht und ich würde es jeder Mutter trotz Widerständen empfehlen, denn es hat unglaublich viele Vorteile (wenn ihr es dennoch nicht könnt, so wird euer Baby deswegen später nicht in der Gosse landen, ihr könnt immer alles, was ihr nicht schafft auch ausgleichen, aber macht nicht zu schnell Kompromisse).

Wenn euch der Artikel geholfen hat, würde ich mich über Feedback freuen. Vielen Dank übrigens für die Kommentare in den letzten Artikeln, die beantworte ich noch. Ich habe dafür immer nicht so meine Zeit eingeplant. Wenn euch dieser Artikel gefällt, würde ich mich freuen, wenn ihr ihn liked oder mich sogar added.

Alles liebe Maja

 Was haben wir heute noch gemacht?

mein Baby malt sich am liebsten selber an, damit sie das in Zukunft machen kann gab es freundliche Farben :) (Ich befürchte sie wird sich später mal komplett tätowieren )

Wir haben heute Grießbrei mit Apfel gegessen, mit Bert dem freundlichen Löffel :)

Wir haben heute Grießbrei mit Apfel gegessen, mit Bert dem freundlichen Löffel :)


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  • Lotte

    Hihi ja Stillhütchen kann ich für den Anfang auch nur empfehlen, ich hatte nie Probleme mit wunden Brustwarzen aber dafür hatte sich mein knirps schnell dran gewöhnt und die dinger wieder los zu werden war ne qual… anfangs schlief mein baby immer super aber dafür hab ich mittlerweile die probleme die du beschrieben hast (tiefkühlfisch)…Liebe Grüsse!!

    • http://www.facebook.com/people/Maja-Mx/100002163270495 Maja Mx

      Hm… Genau, weiß ich auch nicht, was du da macchen kannst… Offenbar kommt dein kleiner nicht richtig in den Tiefschlaf? Hm… Vielleicht hat jemand anders ne Idee?

  • Jana Höppner

    stillen war bei mir im krankenhaus auch der horror ! es hat einfach nicht geklappt und ich wurde deswegen nicht entlassen -.- eine schwester hatte mir auch mal ein hüttchen gegebn damit war es wirklich nicht mehr so streßig aber die anderen schwestern hams mir dann wieder ausgeredet und waahh dann hatte ich gott sei dank zum schluss 2 schwestern die mit mir zusammen geredet haben und dann hab ich abgepumt und gut war und als ich zuhause war hab ich es nochmal mit dem stillen probiert und wir hatten zuhause viel mehr ruhe und seit dem klappt es prima auch wenn aylin dauernt an die brust will X___X

  • Holsteinkielfan

    Stillhüttchen sind wirklich toll! Sie waren auch meine Rettung. Allerdings kann ich nicht bestätigen das die Milch dadurch weniger wird. Ich hab 9 Monate Mitte gestillt und es gab nie ein Problem ;-) hatte eher zu viel als zu wenig Milch;-)

  • Conny’s Cottage

    Grandios geschrieben!!!!Herlich ich habe mich auf deine Kosten gut Amuesiert…im positiven Sinne.Ja ich dachte auch alles Prima alles Toll.Bis unser Kind dann da war und es auch nur schrie ….
    Nun ist sie Groesser und alles in Butter.ich weusche dir und deinem Kind alles alles gut!

    Herzlich Conny

  • Pauladieerste

    Jaja, diese Binsenweisheiten, die so manches “Fachpersonal” von sich gibt, sind schon der Bringer. Ich hatte es in die andere Richtung (die ja bei Dir die Lösung war :D): “Dein Baby ist wach, es muß (!!!) also Hunger haben.”
    War auch doof.

    Liebe Grüße,
    Paula