Ist Naturkosmetik besser für Haut und Haare? – Erst schrecklich, dann schön!

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Naturkosmetik macht schöner :)

Naturkosmetik macht schöner :)

Seit dem ich Mama bin beschäftige ich mich mit Naturkosemtik, davor habe ich ganz herkömmliche Pflegeprodukte verwendet. Ich habe mich damals auch gar nicht darüber informiert, heute ist mir mein damaliges Verhalten unerklärlich, denn ich will meinem Körper nicht mehr soviel Chemie antun. Naturkosmetik/ natürliche Pflege ist fast eine Art Wissenschaft für mich geworden, zudem bin ich seitdem nun haarbesesen.

Bevor ich mein Baby bekam, war meine einzige Wissenschaft: “Wie viele verschiedene Farben vertragen meine Haare, bevor sie tot sind”. Aus dieser Zeit stammen auch meine Blondierverbrechen (leider gibt es Beweisfotos). Auch was Make-up, Ceme und Duschzeug angeht, habe ich mich um 180 Grad gedreht. Kaufte ich damals alles und zudem noch ziemlich viel, so kaufe ich heute nur noch ausgewählte Produkte und nur selten etwas neues. Manchmal denke ich an meinen Kosmetikschrank zurück, er war wirklich von oben bis unten voll mit Pflegeprodukten. Ich bin ja auch fast jede Woche einmal losgegangen, um noch etwas zu kaufen. Mein Problem war, dass ich immer auf der Suche nach dem perfekten Produkt war, das sein Versprechen auch hielt. Ich fand dieses Produkt jedoch nie unter den herkömmlichen Pflegeprodukten. Aber bevor ich hier herkömmliche Kosmetik schlecht mache, will ich erstmal die Frage klären:

Warum sind die Inhaltsstoffe in herkömmlicher Kosmetik schlechter?

Am besten ihr stellt euch vor, ihr seid ein Versuchsobjekt der Ernährungsindustrie. Nun bekommt ihr jeden Tag Hamburger, Pommes und andere Fettbomben serviert, wie wird es euch nach einiger Zeit gehen? Richtig, ihr werdet dick, träge und womöglich krank. Das ganze schlechte Fett hat euren Körper bis in die letzten Poren zugekleistert. Nun übertragt dies mal auf eure Haare oder eure Haut. Herkömmliche Kosmetik enthält oft schlechtes “Öl”, nämlich Erdöl, auch Paraffin (oder Mineral Oil, Petrolatum, Ceresin, Ozokerite, Mikrokristallines Wachs, Paraffinum liquidum, Silikone (Bezeichnungen mit „–cone“ wie „Dimethicone“) genannt , dieses “Öl” ist genauso gesättigt wie das Fett in euren Hamburgern. Es wird eure Haut und eure Haare  nicht pflegen, im Gegenteil Paraffin ist nicht wasserlöslich, auch mit euren Reinigungsprodukten bekommt ihr nicht alles auf einmal ab. Paraffin legt sich wie eine durchsichtige zweite Haut auf euch. Es verstopft die Poren, dichtet die Haare ab und trocknet beides aus, Pflegestoffe können so nicht mehr pflegen, da sie gar nicht an die Haut- und Haaroberfläche gelangen. Setzt ihr nun eure herkömmliche Paraffin/Silikon Pflege ab, so erscheint euch euer Haar und eure Haut zuerst trocken, schuppig und sehr schlecht gepflegt.

Ein weiterer verbreiteter inhalsstoff in herkömmlicher Kosmetik sind Parabene. Diese werden eigentlich überall zur Konservierung eingesetzt. Parabene sind sind zum Beispiel Methyl, Ethyl, Propyl, Butyl. Parabene wurden und werden noch auf ihre schädigenden Eigenschaften untersucht. Fest steht jedoch, dass sie von der Haut aufgenommen werden, in den Blutkreislauf gelangen und sich überall im Körper anreichern. Dann haben sie eine Wirkung auf das Hormonsystem, da sie östrogenartig sind. Es wird vermutet dass sie schlechten Einfluss auf männliche Föten haben und das Bruskrebsrisiko erhöhen.
Zudem haben japanische Forscher in einer Studie herausgefunden, dass Methylparabene (häufig in Puder, Make-up, Lotions) unter UV Einstrahlung die Haut schneller altern lassen. Also die Hautzellen die Methylparabene tragen, sterben dreimal schneller, als Hautzellen die keine Methylparabene tragen.  Es gibt zu Prabenen schon einige Studien, die ein Risiko in diesem Stoff sehen, jedoch wird es noch weitere Studien geben müssen, bis wirklich aufgedeckt werden kann, welche Wirkung Parabene auf unseren Körper haben. In anbetracht der Tatsache, dass es vermutlich nicht so ein Quell für Gesundheit ist, halte ich es besser Parabene zu meiden.

Dies sind nun nur zwei Inhaltsstoffe; es gibt da aber noch weitaus mehr die bedenklich sind. Jedoch reichen mir persönlich schon diese zwei um zu sagen, das möchte ich eigentlich nicht so gerne in und an mir haben. Wie seht ihr das?

Ist Naturkosmetik wirklich besser für Haut und Haare?

Als Mama möchte ich nicht nur eine gute Erziehung für mein Kleinkind, ich möchte zudem, dass es sich gesund entwickeln kann. Ich finde dazu gehört unter anderem Ernährung, Bewegung und auch Pflegeprodukte. Zum einen hat Naturkosmetik für mich den Vorteil, dass die beiden Inhaltsstoffe, die ich oben beschrieben habe, meistens nicht darin enthalten sind. Dafür sind dort Pflanzenöle drin, diese sind nicht komplett gesättigt, haben viele Vitalstoffe und Eigenschaften, die uns pflegen und unsere Haare und unsere Haut mit richtigen Nährstoffen versorgen. Naturkosmetika haben meistens recht überschaubare Inhaltsstoffe, diese setzten sich meistens aus Pflanzenölen zusammen, Alkohol für die Konservierung, Feuchtigkeitsspendern wie pflanzliches Glycerin und Ätherische öle. Je nachdem um was für ein Produkt es sich handelt, kommen da noch verträgliche Tenside oder andere verträgliche Pflegestoffe hinzu. Für  kontrollierte Naturkosmetik sind zudem keine Tierversuche nötig und viele Naturkosmetika sind vegan. Seitdem ich Naturkosmetik benutze, sind meine Haare wesentlich gesünder, sie glänzen mehr, ich habe kein Spliss mehr und kaum Haarbruch. Meine Haut fühlt sich gepflegter an und wird auch nicht sofort schuppig, wenn ich mal das cremen vergesse, meine Haare sind keine Katastrophe, wenn ich mal die Spülung vergesse und ich brauche nicht mehr 100 “Pflegeprodukte”, um meinen Haaren den Anschein von Gesundheit zu geben.

Doch warum fühlt sich der Umstieg so schrecklich an? 

Als ich begann umzusteigen, fühlte ich mich schrecklich. Meine Haut war sehr trocken und schuppig, meine Haare ebenso. Glänzen war ein Fremdwort für sie und ich sah aus wie ein Staubkind. Dies hat damit zutun, dass ihr erstmal eure Plastikschicht von Haut und Haaren abwaschen müsst, darunter wartet nämlich dann eure verhungerte Schönheit, also die ersten Wochen werden erstmal nicht schön. Nachdem ihr nun das Plastik los seid – das kann allerdings einige Wochen dauern – könnt ihr Haut und Haar mit richtigen Vitalstoffen füttern. Bis die allerdings den wirklichen Bestimmungsort verbessern können, dauert es eben. Also verzweifelt nicht am Anfang. Ich bin seit ungefähr einem Jahr umgestiegen und mittlerweile kann ich sagen, dass ich endlich das “Produkt” gefunden habe, nachdem ich immer gesucht habe. Bei interesse kann ich ja nochmal meinen aktuellen Pflegeplan auflisten.

Mein Tipp Codecheck !

Falls ihr mal schnell schauen wollt was in eurer täglichen Pflege drin ist, dann sucht die doch mal bei Codecheck, da erfahrt ihr dann auch einiges zu den Inhaltsstoffen.
Wenn ihr jetzt auf den Geschmack von Naturkosmetik gekommen seit, dann kann ich euch dieses Buch empfehlen. Es erklärt nochmal genau warum manche Inhaltsstoffe lieber zu meiden sind und es zeigt auch wie man ganz einfach super Kosmetik herstellen kann. Das mit dem selber Kosmetik anrühren ist nämlich eine feine Sache, die  mir viel Spaß macht, jedoch ist sie einen eignen Beitrag wert.

Was haltet ihr von Naturkosmetik? Warum benutzt ihr diese oder warum benutzt ihr sie nicht?

Alles Liebe

Maja

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  • Janina Lampe

    Hi Maja,

    sehr schönes Thema und würde ich gerne noch mehr von dir drüber hören.

    Ich persönlich bin grade dabei auf Naturkosmetik umzustellen. Ich brauche alles auf und kaufe dann neue Pflegeprodukte nur noch “öko”. Für little Ju habe ich mich relativ schnell von Penaten & Co. abgewandt und bin dann auf das teure Weleda umgestiegen. Und es hat sich gelohnt, keine Pusteln mehr und babyzarte Haut.
    Ich selbst probiere die günstigeren Varianten erstmal aus…dabei mag ich besonders Alterra Shampoo (Rossmann), Duschgel und Schminke habe ich derzeit von Alverde und bin restlos begeistert. Alverde gibt es bei dm zu einem vergleichbar günstigem Preis.

    Vor meinem Baby war ich schon immer ein wenig “öko”-eingestellt, hab es nur nie richtig durchgesetzt, wie man das ja so kennt. Hier fehlt die Zeit sich damit auseinander zu setzen und da das Geld um sich mal komplett neu “einzukleiden”. Doch jetzt achtet man natürlich darauf fürs Kind nur das Beste zu benutzen und denkt dann natürlich nochmal genauer über die eigene Pflege nach. Man möchte ja auch ein gutes Vorbild sein.

    Auf jeden Fall spannendes Thema und gerne mehr. ;)

    Liebe Grüße, Janina

    Edit: Meine Haut ist übrigens nur ein wenig trocken geworden am Anfang, alles andere ist normal geblieben. Ist aber erleichternd zu hören von dir, dass das nicht immer so bleibt. :D

  • Pingback: Meine Haarpflege Routine – Gesunde Pflege, gesunde Haare. – Pusteblumenbaby erziehen

  • M. Erbse Lauterbach

    Hallo Maja,
    nun, ich kommentierte bisher zwar nicht wirklich regelmäßig, aber ich möchte dich auf diesem Wege einfach wissen lassen, dass ich deine Artikel überaus gerne lese. Dein Blog ist in kürzester Zeit zu einem meiner Lieblinge geworden. :)

    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende,
    Erbse

  • Pingback: Der Weg zur richtigen Hautpflege – Wie wir unsere Babyhaut schonen – Pusteblumenbaby erziehen

  • Marelyn

    Hey Maja,
    mich würde dein Buchtipp zu dem Thema sehr inetressieren. Ich glaube du hast aber vergessen es zu nennen zw. es zu verlinken. Kannst du das bitte nachholen?
    Danke für den Artikel!

    LG meow