Habt ihr auch eine Spielzeugmüllhalde bei euch? Neues Konzept von meine Spielzeugkiste

Von Pusteblumenbaby. Abgelegt unter Baby Tipps  |   
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Überall liegt Spielzeug rum, im Bad, in der Küche, im Flur und vor der Haustür

Überall liegt Spielzeug rum, im Bad, in der Küche, im Flur und vor der Haustür

Putzt ihr auch so viel? Ich komme mir schon vor als hätte ich den Beruf “Putzfrau” gewählt. Heute bin ich wieder aufgestanden und in unsere unaufgeräumte WG-Küche gestolpert. Einige bei uns bringen einfach nicht den Müll runter, wenn sie damit dran sind, das heißt der quillt auch mal wieder über, dann türmen sich die benutzten Tassen und von den Herdresten kann ich mir wieder ein ganzes Menü zusammenstellen (ihr lacht bestimmt, aber wenn ich nicht aufpasse macht das mein Kleinkind wirklich).

Nun gut, gestern Abend noch hatte ich wenigstens mein Zimmer aufgeräumt. Ich komme also in mein Zimmer vom morgendlichen Schlaf-im-Bad-Ausschütten zurück und sehe, dass sich mein Tochter dazu entschlossen hat, den gesamten Inhalt aller ihrer Spielkisten auf einem Haufen zu entleeren und im Zimmer zu verbreiten. Ich sage mir innerlich: “Wenigstens begrüsst sie den Tag mit Spielerei”. Damit das Aufräumen aber besonders schwer wird, hat sie natürlich auch noch die Wäschekiste darin vermengt, so dass Mutti erstmal wieder eineinhalb Stunden mit Sortieren und Umräumen beschäftigt ist. Ich würde dies gerne ein kreatives Chaos nennen, aber ich glaube mein Kind hat ein Problem, sich mit ihrem Spielzeug konkret auseinanderzusetzen, denn sie hat tatsächlich zu viel Spielzeug, was zudem nicht mehr altersgemäß ist. Eigentlich kommt neues Spielzeug ja recht selten und pädagogisch wertvolles Spielzeug liegt nach ersten Spielerfolgen oftmals gelangweilt in der Ecke oder mein Kleinkind schmeißt es nur noch hin und her.

Nun hat mich www.meine-spielzeugkiste.de angeschrieben, die Spielzeug vermieten und ob ich ihre Seite nicht für überzeugend halte und nein es ist keine Werbung. Zunächst fand ich das Konzept etwas merkwürdig. Die Idee ist, dass ihr für zwei Monate Spielzeug mietet und dann Neues bekommt, irritierte mich. Aber dann sah ich mal wieder auf die Spielzeughalde, die sich in meinem Zimmer anhäufte. Es fällt mir so schwer altes Spielzeug wegzuwerfen.

Bei Spielzeugkiste könnt ihr das alte Spielzeug zurückschicken und bekommt neues. ,Spielzeugkiste reinigt es dann professionell und eine neue Familie darf sich darüber freuen. Das würde mich auch irgendwie zufrieden machen und ich glaube ich würde der neuen Familie sogar Karten beilegen und ihnen viel Spaß mit dem Spielzeug wünschen. Darüber hinaus ist das Spielzeug nach pädagogischen Richtlinien ausgewählt und ich würde einige Dinge wirklich gerne haben. Schaut auch mal die Reportage an, dort erklären sie es schon sehr genau:

Gerade bei der Auswahl tue ich mich häufig schwer und denke endlose Stunden über das richtige Spielzeug nach. Für den Geburtstag meiner Tochter soll es ja jetzt ein Puppenbuggy sein. Aber besser wäre es tatsächlich, wenn ich ein derartiges Spielzeugabo hätte und weniger nachdenken müsste. Wenn ein Spielzeug dann wirklich schön ist, könnte ich es dann verbilligt kaufen, denn es wäre ja gebraucht. Ganz ehrlich ich überlege gerade, ob ich es meinen Eltern als Sponsoring für meine Tochter vorschlage und wir ihr das alle zum Geburtstag gemeinsam schenken (Meine Tochter hätte dann ein Spielzeugabo, hört sich irgendwie lustig an).

Noch ein anderer Punkt, der mir persönlich sehr wichtig erscheint: Wir schmeißen unwahrscheinlich viel Plastikspielzeug weg und wir recyceln wenig. Ich als standhafte Ökomama finde dieses Spielzeug als einen Schritt in eine bessere Welt, die weniger verbraucht (auch wenn ihr jetzt ein wenig lacht :)

Ordnung ist die halbe Arbeit..

Ordnung ist die halbe Arbeit..

Nun gut jetzt mal ernsthaft an meine Leser. Eine L Box mit 6 Spielzeugen kostet 34 Euro im Monat, eine S-Box mit 2 Spielzeugen 14 Euro. Ich überlege, ob ich die vielleicht Ava zum Geburtstag schenke. Die Spielzeuge sind noch nicht viele. Was haltet ihr davon?

Textinterview mit meine Spielzeugkiste

Ich habe dem Gründer  Florian Spathelf von www.meineSpielzeugkiste.de noch ein paar Fragen gestellt.

Maja: Ganz allgemein erstmal. Da ihr Spielzeugprofis sein müsst, wenn ihr eine Spielzeugfirma habt: Worauf sollten Eltern beim Spiel ihrer Kinder achten?

Florian Spathelf: Ganz allgemein; Eltern sollten Ihren Kindern vor allem den Raum zum Spielen geben, statt sie mit zu vielen Spielzeugen zu überfordern. Wenn Eltern auf die angeborene Neugier ihrer Kinder vertrauen und Ihnen vor allem altersgerechte Spielzeuge zum spielen geben, fördern sie so die ganz individuellen Interessen und Fähigkeiten ihres Kindes bestmöglich. Gerade mit dem Richtigen Spielzeug im richtigen Maß lernen Kinder schnell dazu, entwickeln ihre Fähigkeiten von der Motorik über ihr Gedächtnis bis hin zu sprachlicher und auch musikalischer Begabung. Und das im wahrsten Sinne des Wortes spielend.

Maja: Ich persönlich finde das Spiel meiner Tochter mit anderen Kindern sehr wichtig. Habt ihr auch Spielzeug, was den Kontakt zwischen den Kindern stärkt?

Florian Spathelf: Gerade die Entwicklung des Gemeinschaftssinnes und des Gespürs für andere Menschen und andere Persönlichkeiten finden wir auch sehr wichtig. In unserer eigenen Kategorie „Gemeinschaftssinn“ findest Du Spielzeuge genau dafür. Ob ein Theaterstück, in dem verschiedene Rollen eingenommen werden müssen und mit anderen Rollen kommuniziert wird oder beim Kaufladenspiel. Diese Spielzeuge stärken das Bewusstsein, dass es noch andere Kinder mit anderen Ansichten und Interessen gibt, mit denen man spielen kann.

Maja: Ich würde gerne mitmachen, aber ich weiß nicht, ob ihr langfristig für neue Spielzeuge plant. Ich zähle momentan 14 Spielzeuge bei den 2-3 Jährigen, jedoch bin ich mir unsicher, ob dies nicht bei einer M-Kiste (4 Spielzeuge) sehr schnell ausgeschöpft ist. Eine S-Kiste mit nur 2 Spielzeugen im Gegenzug erscheint mir wiederum zu wenig, da ich die Idee voll ausschöpfen möchte. Habt ihr vor, euer Sortiment noch zu erweitern?

Florian Spathelf: Du hast Recht, bisher ist unser Sortiment noch stark limitiert. Das liegt zum Einen daran, dass wir jedes Spielzeug gut auswählen und sicherstellen, dass es pädagogisch sinnvoll ist. Auch ist uns wichtig, dass das Spielzeug unseren Qualitätsansprüchen gerecht wird und leicht zu reinigen und zu überprüfen ist. Es sollte also beispielsweise aus nur wenigen Einzelteilen bestehen. Wir entwickeln unser Sortiment aber stetig weiter und können schon bald neue Spielzeuge anbieten. Langfristig wollen wir mehrere hundert Spielzeuge in unserem Sortiment haben. Wenn Du einen Vorschlag für uns hast sind wir Dir für jede Idee dankbar.

Maja: Hattet ihr selbst Kinder oder wie seid ihr auf die Idee gekommen? Mich persönlich interessiert dabei auch, wie lange habt ihr das Konzept entwickelt und wer daran alles mitgewirkt hat?

Florian Spathelf: Interessanterweise haben die beiden Gründer selbst keine Kinder, allerdings sind sie schon Onkel und haben einige Kinder in ihrer Verwandt- und Bekanntschaft. Zusammen mit zwei erfahrenen Unternehmern aus Berlin haben sie die Spielzeugkiste gegründet und sich Frau Cornelia Nitsch als Spielzeugexpertin ins Team geholt. Es hat etwa 4 Monate gedauert, bis das Konzept entwickelt war und die erste Website online ging. Gegründet hat sich das Unternehmen, um zum Einen hochwertige Spielzeuge in viele deutsche Kinderzimmer zum günstigen Mietpreis zu bringen und dabei zum Anderen noch den Geldbeutel der Kunden und vor allem die Umwelt zu schützen. Mit jedem Mietspielzeug muss ein Spielzeug weniger produziert werden. Das spart eine Menge Ressourcen, die ohnehin schon knapp sind.

Meine Blogparade: Was brauchen Kinder außer Liebe

Ich hoffe ihr fandet das Interview etwas aufschlussreich und mich würde interessieren, ob ihr auch so eine Spielzeugkiste als Geburtstagsabo nutzen würdet. So ein Abo ist eigentlich ideal als Geschenkgutschein für Eltern oder? Zudem passt es auch zu meiner gegenwärtigen Blogparade, wo ihr noch eine Petite-Box gewinnen könnt. Dort wollte ich 5 Dinge wissen, die eure Kinder unbedingt brauchen und welche Dinge eure Kinder nicht brauchen. Mich würde freuen, wenn ihr dort noch mitmacht.

Alle Liebe

Maja

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  • http://www.babys-und-schlaf.de/news Mamaschlaflos

    Ich finde das Konzept der Spielzeugkiste toll, bin da vor einigen Wochen auch schon mal drüber gestolpert. Noch habe ich mich allerdings nicht dazu durchringen können.

    Meine Situation (bald 3 Kinder) ist allerdings auch anders: hier gibt es kein Spielzeug, dass nicht bald vom jüngeren Geschwisterkind benutzt wird und danach sind die Sachen dann auch oft wirklich “durch”. Bei langlebigen Sachen machen wir es auch innerhalb der Familie auch so. So spielen meine Söhne bspw. mit der Brio-Holzeisenbahn, mit der schon meine Schwester und ich vor ca. 30 Jahren gespielt haben. Sie ging damals an unseren 10 Jahre jüngeren Halbbruder, dann an seine jüngeren Cousins und kam zur Geburt meines Sohnes wieder “zurück” ;-)

    Bei (Noch-)Einzelkindern und wenigen Kindern im Umfeld finde ich die Spielzeugkiste dennoch eine wirklich gute Idee!

    • Maja Mummer

      Ich ringe auch noch, bei drei Kinder ist es wohl auch schwer. Außerdem ist es immer schwer sich zu trennen.

  • http://www.facebook.com/people/Jana-Heinsohn/100001131919404 Jana Heinsohn

    Hab mir das gerade mal angeschaut… Ist echt ne tolle Idee, hatte ich vorher noch nie gehört… Allerdings ist die Spielzeugauswahl momentan noch sehr rar! Für mich wären nur größere Dinge von Bedeutung, die man  nicht eben mal so kauft. 
    Solche Dinge wie HABA-Bausteine, Motorikwürfel und Holzpuzzle haben wir schon. Und für die kleineren Dinge wie Memory usw. find ich den Preis schon wieder zu hoch. Da kommt man günstiger wenn man es selbst kauft und nach Bedarf wieder verkauft oder gleich gebraucht kauft.
    Werde die Seite aber in meinem Hinterkopf speichern und in ein paar Monaten nochmal reinschaun.

    Vielen Dank für den Tipp!!