Eine Wurst die lecker, günstig und tierfreundlich ist – Heute geht es um die Sojawurst

Von Pusteblumenbaby. Abgelegt unter Kinderfreundliche Rezepte  |   
Schlagwörter:
Home 
Sojawürstchen schmecken Mama und Kind, leider sind diese ziemlich teuer.

Sojawürstchen schmecken Mama und Kind, leider sind diese ziemlich teuer.

Als Mama mit stetig wachsenden Kleinkind, ist es die richtige Ernährung mit Sicherheit ein wichtiger Punkt. Den meisten sind dabei ihre Bedürfnisse allerdings wichtiger als Fragen der Gesundheit und Moral und so steht Fleisch an erster Stelle. Genuss geht dabei über Verstand. Das wichtigste Argument gegen vegetarische Lebensweise ist daher auch immer der Geschmack und die Lebensweise (ich bin sicher, dass wenn Fleisch nicht schmecken würde, würden eben so viele darauf verzichten wie auf Gemüse). Dabei schmecken aber eigentlich auch Sojawürstchen sehr gut und sie sind dabei eine gesunde Alternative. Ich habe dabei diese von Veggie Wiener mal getestet.

Welche Sojawurst ist die beste?

Hat sich da schon mal jemand durch die Kühlregale getestet? Ich habe da schon relativ viel Erfahrung. Dabei mag ich am liebsten die Würstchen von Taifun, diese habe eine super Konsistenz, sind gut gewürzt, haben ein angenehmes Räucheraroma und schmecken auch kalt. Noch besser gewürzt sind die “Veggie Wiener” von “Veggi Life” , allerdings ist dort die Konsistenz etwas zu hart und das Räucheraroma zu stark. Die beste Sojawurst wäre also eine Mischung aus der Konsistenz der Taiifunwurst und dem Geschmack der Veggiewurst. Aber egal, denn bei der Sojawurst geht es mir vordergründig um andere Dinge.

Sojawurst als gesunde Alternative

Zunächst mal Sojakram hat wenig Fett im Vergleich zu Fleisch und sind damit gesünder, doch viele Sojaprodukte schmecken nicht und ihr wisst, wie die Entscheidung dann am Ende oftmals ausfällt. Dennoch Sojawürste schmecken meines Erachtens sehr gut und ich kann meine Liebe zur Sojawurst nicht verleugnen.

Das Problem bei der Sojawurst

Die Sojawurst umgibt jedoch ein dunkles Geheimnis. Sie liegt keineswegs unschuldig im Kühlregal. Nein, der Preis der Wurst ist alles andere als fair. Da ist man doch ruckzuck um 100€ im Monat leichter, wenn man dieser Wurstliebe frönt. Egal welche Firma ich bisher erspäht habe, alle Würstchen kosten so um die vier Euro (als vierer Packung). Weil es diese dann so selten gibt, wird die Wurst dann auch zu Hause am Küchentisch vom Kleinkind umkämpft und verteidigt. Mein Kleinkind schnappt sich mittlerweile immer die Wurstpackung und versteckt sie. Das ist wie damals, als es noch keinen Supermarkt gab und die Kinder nur ausnahmsweise Kuchen oder Schokolade bekommen haben. Genauso stehen wir, mein Kleinkind und ich, dann auch mit strahlenden Augen vor der Wurst. Uns läuft schon ein ganzer See im Mund zusammen (okay die Metapher ist eklig und vollkommen übertrieben). In weniger als 15 Minuten haben wir die vier Würstchen in der Packung vernichtet und übrig beleibt nur die Sehnsucht nach neuen Würstchen. Diese gibt es dann aber meist nur einmal im Monat.

Warum also kostet die Sojawurst so viel mehr als die Fleischwurst?

Das Material “Soja” ist sicherlich um einiges günstiger als bei der tierischen Wurst, denn Tiere essen Soja und “produzieren” dann Fleisch. Gleich das Soja essen sollte doch günstiger sein. Das Problem ist wohl eher, dass diese Sojawurst nicht im großen Stil produziert wird und ein elendes Lifestyleprodukt ist. Wäre die Sojawurst nun aber die billige Wurst und die Schweinswurst die teure, dann bin ich überzeugt, dass die Menschen eher zur günstigeren Sojawurst greifen würden. Sicherlich eine ganze Industrie, die sich am Leid der Tiere, der Umwelt und der Menschen bereichert, hätte mit einem Schlage ausgedient, dafür kann aber der Regenwald ein wenig aufatmen. Ein fairer Tausch oder?

Warum pochen also immer noch so viele Menschen auf ihre Schweinswurst? Die Sojawurst (wurde schon von unserem alten Conny Adenauer erfunden, um die Nachkriegszeit erträglich zu machen) ist teuer, teuer, teuer, obwohl sie lecker ist und der Geschmack vielleicht nicht vollends dem Fleisch entspricht, schmeckt sie dennoch auf andere Weise. Meine These ist nun, wenn die Sojawurst günstiger wäre als die Fleischwurst, dann würde sich bald der Verbraucher auf die Sojawurst umstellen.

Die günstigste Wurst muss her!

Auch wenn es vielleicht zu hoch gegriffen tönt, bin ich für eine günstige Sojawurst in Deutschlannd. Nach der großen Gießener Ernährungsstudie zeigt sich ja bereits, dass wir kein Tierfleisch brauchen, sondern dass Vegetarier am längsten leben.

Deswegen fordere ich: Gebt dem Volk die billige Sojawurst, die billiger ist als eine tierische Wurst (das wäre zu logisch, dass dies so sein muss). Jawohl ich gründe daher die Sojawurstpartei. Wer macht mit? Sojawurst goes Bundestag wird dann unser Slogan. Wer nun auch für die günstige und leckere Sojawurst ist, der liked und verbreitet am besten den Artikel, schreibt selbst etwas zu dem Thema oder erzählt uns bei YouTube etwas in einem Video darüber.

Habt ihr noch Sojawürstchen, die ihr empfehlen könnt? Mich würde es sehr freuen, wenn ihr mitmacht auf der Suche der günstigsten und trotzdem leckeren Sojawurst.

Alles Liebe

Maja

 

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...
  • Pingback: Zur Philosophie und zum Veganismus – Wir brauchen die billige Sojawurst – Philosophie EntGrenzen – Die Wissenschaft der Wissenschaften

  • http://twitter.com/mama_schlaflos Mama Schlaflos

    Eines vielleicht vorneweg: ich werde mich davor hüten dir irgendetwas grundsätzliches bzgl. deiner vegetarischen Ernährung zu sagen, denn ich bin der Meinung, dass das jeder mit sich selbst ausmachen muss. Ich persönlich ernähre mich durchaus gerne von Fleisch, achte dort aber immer (!) auf Bio-Qualität bzw. darauf, dass das Fleisch nicht aus Massentierhaltung stammt. Das ist leider noch teurer als sich von Soja-Produkten zu ernähren :-(

    Aber was ich eigentlich sagen wollte: Du schreibst “Zunächst mal Sojakram hat wenig Fett im Vergleich zu Fleisch und sind damit gesünder…” – da muss ich dich leider korrigieren. Auf Würstchen mag das zutreffen, da Würstchen aus Schweine- oder Geflügelfleisch oft viel Fett enthalten, aber ein Putenschnitzel hat mit ca. 2% Fett deutlich weniger Fett als Tofu mit ca. 8% (Quelle: http://gesuender-abnehmen.com/abnehmen/naehrwerttabelle.html).

    Zudem sollte man Fett auch nicht immer so verteufeln, oft viel schädlicher (Stichwort: Insulinpegel) sind Kohlenhydrate.

  • Anonymous

    Wenn gerade erhöhter Fleischkonsum nicht mehr nur eine Frage des Privaten ist, sondern dazu führt, dass sich die Lage auf der Welt in verschiedener Hinsicht dramatisch verschärft, ist dies keine Frage, die jeder mit sich selbst aus machen kann, sondern dann wird aus einer ethischen Entscheidung, die jeder mit sich selbst ausmachen muss, zu einer Frage der Moral, wobei die Gerechtigkeit für eine Menschheit im Mittelpunkt steht. Darüberhinaus ist auch die Frage, ob wir gerechtfertigt Fleisch genießen dürfen. Das Fleisch ein Produkt des Genusses ist, bezweifelt Maja nicht, aber der treffende Gedanke ist, ob es wirklich gute Ersatzprodukte gibt, wenn dem so ist, dann gibt es nicht viele Gründe Fleisch zu essen. Wenn Soja besser schmecken würde, günstiger wäre und gesünder, dann wäre es keine Frage, warum sollten dann Tiere gequält werden. Es geht Maja aber nicht um Gesundheit, Preis oder Geschmack, sondern um Moral schlechthin und dies ist aus meiner Perspektive sauber durch argumentiert. Dennoch ist das kein Moralgeklöppel, sondern es geht nicht um Moral, sondern darum die Bedingungen zu verändern (noch ein argumentativer Pluspunkt). Das dabei unter besonderen Umständen ein Argument nicht ganz passt (Putenfleisch und Fettanteil bei Tofu) ist meines Erachtens Erbsenzählerei, wenn einer das gesamte Argument ins Auge fasst. Ich sehe auch nicht, dass sie Fett verteufelt. 

    guter Artikel, mach weiter so. Ich habe auf dich mal Bezug genommen: http://www.entgrenzen.de/2012/01/zur-philosophie-und-zum-veganismus-wir-brauchen-die-billige-sojawurst/

  • Maus Flaus

    ich find ja die Frankfurter Würstchen von Alnatura superlecker: http://www.alnatura.de/de/produkt/33748

    • Anonymous

      Wie teuer sind die denn? die von Taifun sind schon top, denn die kosten auch nur 3,59 auf ich glaube 250 Gramm, aber muss ich mal nachschauen.

      • Maus Flaus

        wie ich schon schrieb, die Frankfurter kosten 2,49€ für 200g. alnatura hat einige vegane würstchen in dem preissegment, lohnt sich, mal im soja-frischeregal zu stöbern.
        ansonsten gibts hier noch ne super übersicht mit veganen würstchen, preise stehen dabei: http://vegetarisch-einkaufen.de/ProdInf/wie_Wurst/wie_wurst.html

        • Anonymous

          Das ist schon supergünstig (leider aber immer noch mehr als doppelt so teuer wie Würstchen von Ja = 40 Cent auf 100 g. Aber cool danke für den Tipp.

          • Maus Flaus

            man kann bio-ware von einem unternehmen, das seine mitarbeiter
            ordentlich bezahlt, auf nachhaltigkeit achtet und kundenservice bietet,
            nicht mit discouter-ramsch-ware vergleichen. die kaufen in einem viel
            größeren rahmen ein, zahlen manchmal noch nicht mal tarif, verarbeiten
            den billigsten dreck und kümmern sich null um umweltfragen.

            man kann auch ein sternerestaurant nicht mit nem fastfoodlokal vergleichen.
            außerdem isst man sowas nicht täglich, und 1x die woche nen euro mehr bezahlen dürfte bei den allermeisten ja wohl machbar sein. wenns einem so wichtig ist, dann kann man ja auch mal nudeln mit tomatensoße essen, dann hat man die kosten wieder drin.

          • Anonymous

            Du hast wohl Recht, aber es geht, wie es mir scheint, nicht um den moralischen Rundumschlag, sondern um die Frage, wie ein spezielles Problem angegangen wird. Wenn ich mir überlege, inwiefern ich überall auf die Kosten geachtet habe, bei jedem Fitzel, um ja ökologisch verträglich zu leben, aber letzten Endes doch mehr verbraucht habe als der Durchschnittschinese, so habe ich erkannt, dass auch die Gesellschaft erst die moralischen Grundlagen legen muss, um sich ökologisch verträglich zu verhalten. Maja denkt meines Erachtens bestimmte Grundlagen an. Ich lese in deiner Antwort nun einen leicht aggressiven Unterton, als würde ich gegen dich argumentieren, das tue ich allerdings überhaupt nicht. Ich rede wohl aber über einen Gedanken: Die Überlegung ist folgende: Sojawürstchen müssten theoretisch viel billiger sein. Ich habe das Gefühl, dass hier vor allem eine Lifestyleindustrie verdient und ich glaube das ist auch Maja ins Auge gesprungen. Diese Kosten sind mit Sicherheit reduzierbar und das auch, wenn überhaupt erstmal größere Produktionen Auge gefasst werden. Was aber wesentlich ist, ist genau ein Problem anzugehen, nämlich die Tatsache, dass viele Menschen Fleischwürste kaufen, da kannst du noch so viele Alternativen anbieten und das auch für dich selbst einsehen, dennoch musst du mit diesen Menschen umgehen, die eben die Woche nicht Nudeln mit Tomatensoße essen und den Euro bei den Würstchen sparen. Somit hatte Maja die Idee, die ich als sehr gut erachte, eine billige Wurst zu produzieren, um so zumindest das Tierleid zu reduzieren (was meines Erachtens aber auch viele andere positive Konsequenzen hat). Damit fasst sie natürlich nicht die moralisch perfekte Supersojawurst ins Auge, sondern einen Vertriebsweg der zunächst kurzfristig etwas ändert (auf dem Weg zur Langfristigkeit). Das heißt nun natürlich nicht, dass nicht auch diese Verhaltensweise der Überarbeitung bedarf und du würdest wahrscheinlich bei deiner Biowurst mit fairer Vertriebsstruktur bleiben, was moralisch auch richtig ist. Maja liefert allerdings einen Lösungsansatz für eine Gesellschaft, die nicht einsehen kann oder will, und das finde ich sehr fortschrittlich gedacht.

          • Maus Flaus

            okay, hatte ich in der tat etwas falsch verstanden. aber um “meine” sojawurst noch etwas zu verteidigen: “ja!” ist der absolute tiefpreis, alle anderen würstchen kosten mehr als n euro. und sojaprodukte sind ja auch schon günstiger geworden, wir brauchen da einfach nen größeren markt und größere nachfrage, dann wirds auch billiger.

          • Anonymous

            Ich hatte die Frankfurter vor 2 Jahren mal gekauft, damals waren die aber noch teurer. Es scheint sich also schon was zu tun :) Ich werde mir die mal wieder besorgen.

        • Anonymous

          Entschuldige irgendwie habe ich deine erste Nachricht nicht komplett gesehen. Auch wenn es Bio ist, Soja sollte dennoch wesentlich günstiger zu produzieren sein als Fleisch, wenn man überlegt, was die Tiere alles noch an Wasser etc. verbrauchen + Soja. Das würde schließlich etwas verändern, denn es geht nicht nur um die Gesundheit der Menschen, sondern auch um den unnötigen Missbrauch der Tiere.

  • dieumsteiger

    Hallo Maja,

    viele Dank für die Einladung :)

    Und zum Thema: Die leckerste Bratwurst -meiner Meinung nach- ist auch auf meinem Blog zu finden. Nämlich die Bratrolle von Alnatura. Dann gibt es noch von Lebe-Gesund vom Lebe Gesund Verlag Bratrollen Thüringer Art im Glas aus Weizeneinweiß. Die schmecken genial (ohne Hefeextrakte und besser als Bio, da ohne Mist und Gülle). 

    Letztere sind dementsprechend nicht so günstig wie die von Alnatura. 

    Zu den Leuten die hier im Blog betonen, dass die extra Biofleisch kaufen hab ich nur eine Frage.

    Werden die Tiere auf dem Biohof tot gestreichelt? Wenn man Gyros vegan genauso lecker essen kann wie unvegan, wählt man dann extra ein tierisches Protein, weil man gerne pestizied,-hormon,- medikamentenverseuchtes Tierkadaver mag? Vor allem mit allen Leichengiften und dem Tierleid? 

    Vegan leben heisst tierfreundlich aber trotzdem lecker essen. Veganer sind nicht gegen Schnitzel, Hamburgern, Würstchen etc.. Das essen Veganer genauso gerne wie Fleischesser. Aber es geht auch auf pflanzlicher Basis. Nur halt tierfreundlicher und umweltschonender. 

    Nur mal so am Rande. 

    Und  wie gefährlich und krankmachend tierische Produkte sind, sollte sich jeder mal fernab der Mainstreammedien informieren. 

    So, habe fertig :-)

    Viele Grüße 
    Peter

  • Pingback: Eine Wurst die lecker, günstig und tierfreundlich ist – Heute geht es um die Sojawurst | CookingPlanet

  • Pingback: Wie uns die Ernährungsindustrie gerne verarscht und um was es mir beim Essen geht – Pusteblumenbaby erziehen