Archiv fü Kategorie Baby Tipps

Wieder Kind sein im Riesenhaus – Kindersicherheit im Haus

5. April 2012

Girl (http://www.pusteblumenbaby.de/)

Über die Gefahren, denen Kinder im Haus begegnen können, schreibt Mama-Schlaflos und sogleich ist klar, warum sie schlaflos sein muss.

Als Mama können wir nicht immer unsere Kinder vollständig beaufsichtigen. Wir wollen mal kurz auf Toilette, wir sind mal unkonzentriert, träumen, kochen etwas. Dabei haben wir stets ein quengliges Kind an unserer Seite. Nun gibt es zwar auch Vertreter, die mal eben mit dem Auto davon fahren und ihre Kinder für eine halbe Stunde allein im Laufstall lassen, aber so etwas kommt für mich nicht in Frage. Um daher die Gesundheit unserer Kinder nicht durch Unaufmerksamkeit zu riskieren, sollten wir sehr vorsichtig und sogar penibel sein. Mir ist durch einen Vorfall mit meiner Tochter bewusst geworden, wie wichtig Sicherheit ist.

Als meine Tochter 16 Monate alt war,  stand ihre Mama eines morgens auf und geisterte noch etwas abwesend ins Bad. Ausnahmsweise mal ohne das Kind, denn das schlief augenscheinlich noch. Denkst du, Mama. Als ich schlaftrunken ins Schlafzimmer zurück schlurfte, klappte mir der Mundwinkel runter und ich gab bestimmt eine super Kopie von: “Der Schrei” ab. Mein aufgewecktes Kind hing an unserem Holzregal und spielte fröhlich gelaunt “kleines Äffchen”. Normalerweise weint sie immer, wenn ich nicht da bin, jetzt aber hat sie forsch ihren Entdeckerdrang ausgelebt. Ganz vorsichtig ging ich auf sie zu und hob sie runter. Ich hatte Angst sie würde mir noch todesmutig zuwinken wollen. Seitdem ist mir klar, dass kleine Kinder unberechenbar sind.

Um die Eltern also auf Gefahren aufmerksam zu machen, gibt es die Erlebnisausstellung Kinder im Haus!? Mama-Schlaflos hat mich hierauf gebracht und ich würde mir mal wirklich gern, diese Ausstellung ansehen. Es handelt sich um ein 15 Quadratmeter großes Haus, wo Erwachsene die Lebenswelt eines 18 Monate alten Kindes erfahren dürfen. Die Erwachsenen sehen auf den Fotos zu der Ausstellung wirklich wieder wie Kinder aus. Schaut mal rein: http://www.kindersicherheit.de/kih_bildergalerie/galerie.html

Hier also mal ein paar Dinge, die ich versuche zu vermeiden:

Tischdecken eignen sich natürlich zum Herunterziehen. Nicht weil unsere Kinder so böswillig sind, sondern weil es ein interessanter Gegenstand ist, der sich da in der Welt offenbart. Ich weiß noch, wie ich als Kind gerne unter Tischdecken verstecken spielte und irgendwann fasziniert mit Puppengeschirr den Tischdecken-Schnell-Wegzieh-Trick ausprobierte. Also Faszinosum Tischdecke vermeiden.

Auf diesen Tischdecken stehen dann übrigens vorzugsweise Heißgetränke. Auch hier verzichte ich lieber und mache mir eher selten etwas Heißes. So selten nun auch nicht, denn Mama ist ja kein Asket, aber wenn ich mir etwas mache, dann stelle ich es immer an die hinterste Ecke vom Tisch.

Ansonsten gibt es einige Stühle bei mir im Haushalt, die relativ wacklig daher kommen. Ein großer Hocker in der Küche, den mein Kleinkind neuerdings gerne erklimmt und sich dann zum offenen Fenster hangeln möchte.

In der Küche verwende ich vor allem die hinteren Herdplatten. Pfannenstiele drehe ich stilsicher nach hinten. Ansonsten steht Mama den halben Tag vor dem Ofen und erklärt ihrer Tochter “Herd Aua, Herd Aua, Herd Aua”.

Reinigungs- und Putzmittel habe ich in den Flurschrank nach ganz oben verbannt, so dass mein Kleinkind da auf keinen Fall rankommt, um am Klebstoff zu schnüffeln oder sich die Nieren wegzupfeifen. Eine Bekannte hat übrigens ihre Kinder mit zwei Jahren Zigaretten essen lassen. Konsequenz: Das eine Kind hat einen Nierenschaden und muss immer noch mit acht Jahren jede Woche zur Dialyse. Die Mutter zeigt übrigens keine Einsicht, da die Kinder mit zwei Jahren ja schließlich schon selbst verantwortlich waren. Allein wegen dieser Ansicht sollte ihr das Jugendamt die Kinder wegnehmen.

Bei den Regalen habe ich noch Nachholbedarf, da diese in der Wand verankert sein sollen. Mein Kleinkind fängt nun an, an einem leichten Holzregal zu klettern. Ich habe darin jetzt nur noch Kleidungsstücke und erkläre ihr auch dreimal am Tag (Regal Aua).

Der Ratschlag: Keine Süßigkeiten oder Spielsachen in den oberen Regalreihen aufzubewahren, ruft mir nun ins Gewissen (ähm, soll ich die etwa meinem Kleinkind zum Fraß vorwerfen?). Wo soll ich nur meine Süßigkeiten verstecken?

Wirklich wichtig ist, Kinder niemals bei offenen Fenster oder Balkon alleine zu lassen. Kleinkinder faszinieren sich für die Geschehnisse draußen und haben sich schnell einen Stuhl geholt (auch wenn sie dies noch nie gemacht haben). Mein Kleinkind steht liebend gerne am Fenster und träumt den Schuldkindern hinterher. Gerade Eltern, die im ersten Stock wohnen, unterschätzen hier die Gefahren, so dass es zu einer Häufung von Kindern kommt, die aus dem ersten, aber nicht aus dem fünften Stock fallen.

Seit dem ich meine Vorbildfunktion wahrnehme, sitze und schlafe ich übrigens auch nicht mehr auf dem Balkongeländer oder der Fensterbank. Ansonsten habe ich den ganzen Tag vor meinem Haushalt Angst. Wie ist das bei euch so, worauf sollten wir noch aufpassen? Oder seht ihr das locker?

Alles Liebe

eure Maja

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Ein nächtlicher Stern für Kinder – Das Nomade Nachtlicht

3. April 2012
Unser rosa Nachtlicht von Pabobo :)

Unser rosa Nachtlicht von Pabobo :)

Nachts haben Kinder ja in der Regel Angst vor dunklen Monstern. Eine Taschenlampe funktionierte daher für mich immer wie ein Lichtschwert, um Monster zu verjagen und mir die Nacht noch mit ein paar Büchern zu verkürzen. Ein Licht in der Nacht ist schon irgendwie nicht schlecht, doch die Lampe will ich auch nicht die ganze Nacht brennen lassen. Zum Glück ist die Pabobo Leuchtidiode fotosensibel und fängt mit der Nacht an zu leuchten und hört auf, wenn das Licht wieder untergeht. Aber braucht ein Kind die ganze Nacht ein glühendes Etwas neben sich? Ich war leicht skeptisch:

Das Nachtlicht öffnen

Ich hatte schon so einige Probleme, zu verstehen, wie das Ding zu öffnen ist. In der Bedienungsanleitung heißt es, dass die Lampe aus zwei Teilen steht, zum einen was die Papas fasziniert: “Ein fotosensibles Nachtlicht mit Leuchtidiode” zum anderen, das, was wohl Mutti zufrieden stellen soll “ein lustiger Griff”. Versucht nun aber mal den lustigen Griff von der Nerd-Leuchidiode zu entfernen. Meine Hände waren irgendwann rot und glühten vom Hin und Herdrehen. Dabei machte ich genau, was in der Bedienungsanleitung steht. Nochmal ein Blick in die Bedienungsanleitung:

“1. den Griff mit einem Hand festhalten 2. das Licht mit dem anderen Hand hin- und herdrehen und dabei einen leichten Druck ausüben”

Nach 15 Minuten habe ich das gute Teil aus meinem feuerroten Hand gegeben. Mein Kleinkind lief dann glücklich damit durch die Wohnung. Dabei hatte sich das Ding schon irgendwie gedreht und es schien mir teilweise tatsächlich, als würde sich das hochsensible fotosensitive Leuchtidiodenschabumms tatsächlich aus dem lustigen Griff lösen. Ich dachte, ich wäre im großen versteckte Kamera-Mama-Intelligenztest.

Kleinkind auf der Schaukel

Kleinkind auf der Schaukel

Ich weiß, ich verlose nun dieses gute Stück und vielleicht ist es nicht das Sinnvollste, einen Beitrag darüber zu schreiben in dem Sinne, dass ich es nicht testen konnte, aber ich überlegte das Licht mal auf seine Schlagfestigkeit zu überprüfen. Ich meine muss es nicht auch wutanfalltauglich sein?

Nach einer halben Stunde habe ich es also tatsächlich aus der Öffnung bekommen. Ich legte den geöffneten, lustigen Griff und das Leuchtidiodenschabumms bei Seite und schon steckte mein Kleinkind das Ganze wieder zusammen.
Das große Leuchten im Dunkeln

Nun gut, bei der Kindersicherheit konnte ich also keine Abstriche machen, denn es ist ja schon fast idiotensicher. Meiner Tochter gefiel das Licht sehr gut. Wenn ich das Licht abdunkelte, begann es zu leuchten. So lagen wir also abends im Bett und das Pabobo-Nachtlicht leuchtete uns den Weg in die Träume. Für Kinder, die vor der Dunkelheit Angst haben, ist es wohl sehr schön und meine Tochter hat es auch sehr lieb gewonnen, aber ich frage mich, was dieses ganze Nachtgeleuchte mir dann bringen soll. Das Nachtlicht hat nämlich leider keinen Ausschalter und die ganze Nacht mit einer Leuchtidiode kuscheln, ist irgendwie wie ein Mann, der die ganze Nacht schnarcht. Nichts also gegen die Hersteller, aber mir bringt das Pabobo Nachtlicht nicht ganz so viel. Obwohl es schön designed und bildhübsch ist,  ist wohl nur für Eltern gemacht, die ganz speziell ängstliche Kinder haben.  Ansonsten wäre ein Klickschalter vielleicht auch nicht schlecht.

Alles Liebe

Maja

Der Didysling – Das einfache Tragetuch für zwischendurch

2. April 2012
Mein Baby mit drei Monaten im Tragetuch :)

Mein Baby mit drei Monaten im Tragetuch :)

Mittlerweile hat sich das Tragen ja durchgesetzt. Zwar habe ich noch einige Anfeindungen während meiner Tragekarriere erlebt. Zumeist beäugten mich griesgrämige Rentner, die kopfschüttelnd von dannen zogen oder alkoholaufgeblähte Megamuttis, die gemeinsam mit ihrer 14-Jährigen Tochter abschätzige Blicke in meine Richtung warfen. In Diskussionen hatte stets jeder eine Meinung. Es war unglaublich wieviele Leute sich auf einmal Gedanken um Babys Rücken machten.

Warum sollte eine Trageweise falsch sein, die seit Beginn der Menschengeschichte von allen Völkern praktiziert worden ist. Tatsächlich kutschieren wir ja erst in unserer Moderne Kinder auf vier Rädern durch die Welt und irgendwann setzte es sich dann nicht nur in der Oberschicht durch. Jeder dachte, dass er vor allem durch repräsentatives Schieben der Kinder ihre Aufzucht verbessern würde. Weil dies jeder glaubte, bekamen dann die Armen auch irgendwann ihr Recht auf einen Kinderwagen. Selbst ich habe noch einen im Keller stehen, den ich nie wirklich benutzte, den mir das Amt aber wirklich beinah schon wie ein Gebrauchtwagenhändler aufgedrängelt hat.

Das Bild heute aber verschiebt sich, es sind tatsächlich eher die gebildeten Kreise, die das Tragen wieder praktizieren. Klar, die anderen bekommen ja den Kinderwagen nach dem Recht einen Kinderwagen besitzen zu dürfen. Obwohl ich also HartzIV-Empfängerin war, investierte ich mein weniges Geld dennoch in ein teureres DidymosTragetuch. Didymos Tragetücher sind biologisch verträglich,  sind gefärbt mit ungiftigen Farben und haben ein strapazierfähiges Gewebe. Das Textil ist wirklich die beste Qualität am Markt, hatte aber auch ihren entsprechenden Preis. Mein Tragetuch kostete ungefähr 100 Euro.

Der Kinderwagen bleibt in der Ecke

Ich knüpfte also an die Tradition der Urvölker an und war von nun an Tragemami. Meine Tochter begleitete mich überall hin im Tuch. Gerade das Tuch gab mir im Gegensatz zu der Manduca das Gefühl, ich würde sie sicher und warm tragen können. Die Nähe, die wir damals hatten, macht mir noch heute leicht feuchte Augen. Ich weiß noch wie ich mit ihr im Alter von drei Monaten die Sandstrände an der Ostsee entlag spazierte (dort hätte selbst jeder Turboelternbuggy versagt). Der Kinderwagen spielte in unserer Beziehung also so gut wie keine Rolle und wurde nur zu Testzwecken durch die Landschaft geschoben.

Getarnte Tragemama ;)

Getarnte Tragemama ;)

Isch hab Rücken

Entgegen der landläufigen Meinung habe ich nur meinen alten Haltungsschaden, den ich den schlechten Schlafgelegenheiten in der Schule zu verdanken habe. Mein Kind jedenfalls hat einen sehr gesunden Rücken und ist nicht vom Tragetuch in den Rollstuhl gewechselt. Mein Kind hat sich mittlerweile auch abgenabelt und lässt sich nun lieber faul in der Gegend im Buggy spazieren fahren (obwohl mir das Tragetuch noch lieber wäre)

Schneller im Alltag mit dem Didysling

Beim Tragetuch von Didymos gibt es natürlich verschiedene Bindeweisen. Für den Alltag war es allerdings immer etwas problematisch, dass ich für eine gute Anprobe gerne mal mehr als 5 Minuten brauchte. Ich wollte mein Baby ja nicht wie einen Crash-Test-Dummy behandeln. Zwar ist das beim Losgehen kein Problem und das Kinderwagenpacken und Treppen schleppen dauert ähnlich lange, aber wenn du schnell was im Alltag erledigen willst und dein Kind wieder etwas knöttert, ist dies ein Problem.

Mit dem Didysling geht das ganze wesentlich schneller und macht das Tragen der Babys noch viel bequemer. Zwar ist es vielleicht nicht für die großen Wandertouren gemacht, aber dafür für den Alltag wesentlich bequemer. Ich habe das zwar nun nur mit Kuscheltieren ausprobiert, aber das Umbinden ist nun einfacher als Bonbons auspacken: DidySling umlegen,  Baby oder Kleinkind reinsetzen, Stoff festziehen. Aber auch hierfür gibt es noch verschiedene Trageweisen von Didymos.

Picnik collage didymos

Falls ihr es noch nicht wusstet bis zum 08. April verlose ich noch den Didysling. Den hat Didymos dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt und ich bin wirklich super froh darüber, weil ich Didymos als die beste der Tragefirmen erachte. Schaut doch mal einfach in mein Gewinnspiel rein und macht mit, ihr braucht eigentlich nur Facebook-Fan und einmal bei Facebook posten. Es gibt auch noch viele andere Preise.
Habt ihr ebenfalls positive Erfahrungen mit dem Tragetuch gemacht? Oder könnt ihr von negativen berichten?
Alles Liebe
eure Maja

 

 

 

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Erste Geburtstagsplanungen für mein großes Baby

28. März 2012
Mein großes Baby hat bald Geburtstag

Mein großes Baby hat bald Geburtstag

Letzes Jahr um diese Zeit trat der Wehmut mir schon auf die Füße. Mein Baby wurde groß, vom kleinen Engel zum bitteren Wuttroll. Ich erinnerte mich genau an die letzten Wochen der Schwangerschaft vor einem Jahr, ich erinnerte mich an meine Aufregung wegen der baldigen Geburt. Mir kam es vor, als hätte die Zeit einen Katzensprung von der ersten Gratulation zur Geburt, zum ersten Geburtstagsglückwunsch gemacht, als wären wir durch ein Zeitloch gefallen und auf einmal ist alles älter. Das Babyjahr war so schnell vorbei.

Am Abend vor dem Geburtstag meines Babys habe ich daher noch fleißig unter Tränen in das Babyalbum meines Babys geschrieben. Die letzten Seiten wollte ich mit Wünschen für die Zukunft füllen. Seitdem ich Mutter bin, habe ich einen Hang zum emotionalen Übertreiben und seit meiner Schwangerschaft weine ich bei der Babywerbung. Nun rückt der zweite Geburtstag näher, die ersten Glückwunschkarten trudeln bald ein und ich hoffe diesmal bin ich emotionaler gefestigt und kann mich mehr auf das Kuchen backen konzentrieren.

Seit es Pinterest gibt, möchte ich am liebsten eine pinke- Regenbogen-Gummibärchen-Mousse au Chocolat -Sahnetorte machen, ich frage mich allerdings noch wie ich das realisiere. Wenn ihr Vorschläge habt dann immer her damit. Damit meinem Baby die Party zum zweiten Geburtstag für immer in Erinnerung bleibt und unter die Top-Ten der Partys ihres Lebens kommt, plane ich schonmal alles durch.

Die Geschenke für mein großes Baby

Ganz klar die Geschenke sind das I-Tüpfelchen an diesem großen Tag. Als Großstadtkind würde ich ihr am liebsten einen ganzen Kinderspielplatz mit vielen Bäumen schenken, ein Kindergartenplatz wäre mit Sicherheit auch eine Erfüllung, aber da habe ich leider kein Mitspracherecht habe, wird es, wie in unserer kapitalistischen Gesellschaft üblich, ein paar materielle Dinge geben. Zuerst wäre da der mini Buggy für die mini Puppe, da mein Baby erst kürzlich auf dem Spielplatz sehr verzweifelt um den fremden Puppenbuggy gekämpft hat und ich alle Mühe hatte ihr auszureden, den mitzunehmen. Sie ist halt einfach schon eine junge Puppenmutti. Dann bekommt mein Baby noch einen Eimer voll mit Kreide, damit sie sich schon heute als Straßenkünstler ausprobieren kann. Ihr könnt ihre Werke dann demnächst vor dem Kölner Dom betrachten. Zu guter letzt bin ich mir nicht sicher, ob ich ihr lieber noch eine hübschere und größere Puppe schenke, ein paar Autos oder ein paar Bretter, Hammer und Nägel (um es mal ganz alternativ zu probieren). Auch hier nehme ich gerne Vorschläge an.

Die Party zum zweiten Geburtstag

Ich möchte, dass mein Babys morgens aufwacht, dann ihr erstes Frühstück wie jeden Morgen im Bett bekommt. Dann tapst sie noch schlaftrunken in die Küche, dort stehen dann Caillou und Trotro (in Echt) und beglückwünschen mein Baby mit meiner pinken- Regenbogen-Gummibärchen-Mousse au Chocolat -Sahnetorte. Ich glaube das wäre der perfekte Geburtstagsstart. Falls Caillou und Trotro keine Zeit haben, reichen auch ein paar kleine Freunde und ein ganzer Tag auf dem Spielplatz, um mein Kleinkind glücklich zu machen. Während mein Kind dann die große Röhrenrutsche hochklettert und die großen Kinder oben aufhält, steht Mama dann mit Tränen in den Augen unten und fragt sich, wie ihr Baby nur so schnell groß werden konnte.

Ich freu mich jedenfalls viel mehr auf den zweiten Geburtstag, als auf den ersten. Wie war das bei euch und graut es euch auch ein bisschen vor dem ersten Geburtstag eurer Babys?

Alles Liebe

eure Maja

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Schreien lassen ist Gift für Babys Entwicklung

24. März 2012
Glückliche Babys, werden glückliche Erwachsene

Glückliche Babys, werden glückliche Erwachsene

Du sitzt auf Toilette und gönnst dir deine zwei Minuten Babypause am Tag, du glaubst dein Baby schlummert endlich und träumt friedlich von Brüsten und Milchstraßen.  Plötzlich zerstört ein lautes und forderndes: “Wuuuhääää”, deine Babypause. Du wirst ein bisschen grummlig, weil du selbst auf Toilette keine Ruhe bekommst und schon wieder dabei bist aufzuspringen und zu deinem Baby zu jumpen.

Die ersten 13 Monate bin ich bei jedem Mucks von meinem Baby aufgesprungen und habe mich um die ernsten Babyverpflichtungen gekümmert. Ein Baby schreit nicht, um zu manipulieren oder aus niederen Beweggründen, jeder noch so kleine Pups ist für euer Baby so wichtig wie ein Anruf von Obama persönlich.

Warum kontrolliertes Schreien lassen schlecht ist

Wenn ihr euer Baby nicht schreien lasst, dann habt ihr schon viel für euer Kind getan. Denn Babys deutlichste Art zur Kontaktaufnahme ist das Schreien. Damit signalisiert es euch: Hunger, Durst, Kälte, Angst, Kuscheln, Schmerzen. Schreien lassen ist nicht nur emotionales Gift für euer Baby, sondern tatsächlich auch physisches Gift. Aber erstmal ein paar Worte zu dem emotinalen Gift, das Schreien lassen bedeutet.

Es kostet einiges an psychischer Giftkraft, zu jeder Tages- und Nachtzeit da zu sein, deswegen kann ich euch nur das Familienbett in Kombination mit dem Stillen und Tragen an das Herz legen. Dies vereinfacht euch die Bedürfnisse von eurem Baby  zu erfüllen.

In Foren kann ich immer noch die “Tipps” nachlesen, die empfehlen, das Baby mal schreien zu lassen, damit das Baby lernt, dass nicht alle immer sofort springen , wenn es mal ruft. Diesen Tipp solltet ihr am besten gleich mit dem Lesen in die Kategorie ”Müll” verschieben. Euer Baby erlernt durch das Schreien-lassen kein Gehorsam und keine Geduld. Es lern, dass die wichtigsten Bezugspersonen nicht auf seine Bedürfnisse reagieren. Die Folge: Es kommt sich verlassen vor und hat Angst.

Wie würdet ihr euch fühlen, wenn ihr krank im Bett liegt und euch vor Gliederschemrzen nicht rühren könnt. Ihr seit sicher diese Erkältung begräbt euch zusammen mit dem feuchten Taschentuchberg an eurem Bett, dann ruft ihr dauert nach eurem Mann, von dem ihr wisst, er muss da sein, er ist auch da aber er ignoriert euch einfach und kümmert sich erstmal um seine Bedürfnisse? Ihr kommt fast um vor Schmerzen beim Schreien und  irgendwann habt ihr dann eine Stunde gerufen und schlaft erschöpft ein. Zugegeben, das Beispiel hat Lücken, denn wir alle können trotz schwerer Erkältung noch gehen und Dinge tun, wenn auch nur sehr erschwert, das Baby kann das nicht.

Babys sind komplett auf ihre Bezugsperson (Mutter) angewiesen, sie versorgt ihr Baby nicht nur mit Nahrung und Sicherheit, sondern steuert auch das emotionale Gleichgewicht von ihrem Kind.

Was passiert in Babys Gehirn beim Schreien-lassen?

Euer Baby ruft also und ihr ignoriert es. Es lernt, dass es nicht Schreien braucht. Dies aber ist nicht positiv zu gewichten, denn es hat dann bereits resigniert. Es weiß (wenn auch nicht so komplex) meine Eltern ignorieren mich, wenn ich Hilfe brauche. Das Schreien-lassen löst beim Baby zudem eine erhöhte Konzentration vom Hormon Kortisol im Blut aus. Dieses Hormon kann eine toxische Wirkung entfalten und Strukturen im Gehirn eueres Babys zerstören. Kortisol ist ein Stresshormon und während euer Baby schreit, fühlt es sich nicht nur verlassen, sondern ist auch sehr gestresst. Es gibt Studien, die belegen , dass der Stress im Babyalter das Gehirn negativ beeinflusst und im Erwachsenenalter grundlos zu einem ständigen Gefühl von Bedrohung  und Stress führen. Damit euer Baby wieder runter kommt von seiner Kortisolwelle gibt es nur eine Sache, die ihr tun könnt. Ihr müsst euer Baby hochnehmen und ihm Aufmerksamkeit schenken. Dann wird  Oxytocin im Gehirn abgegeben und dieser lässt den Stressfaktor wieder sinken.

Ihr seht also, dass Schreien-Lassen im gewissen Sinne Gift in die Adern eures Babys pumpt. Stattdessen gibt es allerdings auch Mamas Liebe, die es beruhigen kann. Sicher wenn Kinder älter werden, gibt es wieder andere Dinge, auf die ihr achten müsst, aber für Babys gilt heute: Kümmert euch, wenn ihr das Beste für euer Baby wollt!

 Alle Liebe

eure Maja

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Wie das Spielen Kinder erzieht – Kinder brauchen jeden Tag andere Kinder

18. März 2012
Mein Kleinkind der Trotzpirat :)

Mein Kleinkind der Trotzpirat (Diesen Schuh wollte mein Kleinkind sich nicht mehr anziehen)

Wir verlangen oftmals mehr von unseren Kindern, als wir selbst leisten. Schnell erfinden wir Regeln oder Einschränkungen, die für uns nicht gelten. Zwar ist mein Baby noch nicht im Fernsehalter, aber ich finde es paradox, Kinder abends ins Bett zu schicken, ihnen das Fernsehen zu verbieten, während wir mit Salzstangen und Erdnussflips Abend um Abend eine Party schmeißen. Zwar ist die Kindheit auch sehr schön, weil wenig Verantwortung auf den kleinen Schultern lastet, aber dass Kinder diese Ungleichheit als ungerecht empfinden, ist klar. Welche Regeln sollen wir also dem Kind geben? Ich bin mir da eigentlich sehr unsicher, weil es oftmals zu einem Machtkampf gerät, der in einem aufgelösten Kleinkind endet, dass sich in Verzweiflung auf dem Boden ausstreckt und wie ein Wurm windet. Zumeist tut mir mein Kleinkind leid, ich gebe ich nach und bin wenig konsequent, obwohl überall geschrieben steht, dass wir liebevoll konsequent sein sollen.

Jaja, wie umgehen mit einem Kleinkind, dass von Gott einen Körper voll Ungeduld und statt eines Kopfes einen Trotzkopf mitbekommen hat? Mein Kleinkind mit Liebe zu erziehen, kostet oftmals viel Kraft. Manchmal wünsche ich mir, es gäbe diese mütterliche Kraft bei Ebay zu kaufen (am besten im Sonderangebot mit zusätzlichen Nerven aus Stahl und einem Tütchen voll von Geduld, was wir dem Kind verbreichen). Wisst ihr: Mein Kleinkind ist bei der ganzen Mutti-Kind-Veranstaltung der Geist, der stets verneint. Das Wort “Nein” beherrscht sie bereits in allen Variationen. Manchmal wacht sie Morgens auf und ihr erstes Wort ist “Nein” und das war es dann auch schon mit dem Wortschatz am Morgen. Hauptsache die Modalitäten für den Tag sind schon mal festgelegt worden. Neue Regeln befolgt sie nämlich äußerst ungern.

Das Trotzkind hat sehr schnell verstanden, dass sie die Sprache eigentlich überhaupt nicht lernen muss, sondern ein aussagekräftiges “Nein” genügt meinem Kleinkind schon vollkommen, um in allen Situationen Mamas Gutmütigkeit herauszufordern. Kleinkinder entdecken ihre Freiheit und haben ihren eigenen Kopf. Die Frage ist nun, wie wir sie richtig erziehen, dass sie nicht diesen dicken Trotzkopf behalten, wir sie aber auch nicht maßregeln und reglementieren. Hier müssen sich Mamas und Papas in erster Linie selbst erziehen, denn sie brauchen vor allem belastbare Nerven und eine gute Portion Liebe. Worum geht es?

Die ersten warmen Tage haben wir gut ausgenutzt und waren bis zum Sonnenuntergang draußen :)

Die ersten, warmen Tage haben wir gut ausgenutzt und waren bis zum Sonnenuntergang draußen :)

Regeln durch Spiel mit anderen Kindern

Leider bekomme ich ja als zwar alleinerziehende, aber arbeitslose Mama keinen Kindergartenplatz. Dies heißt für meine Tochter, dass sie wenig natürliches, soziales Korrektiv erlebt. Kinder im Kindergarten würden ihr sehr schnell die Grenzen ihrer persönlichen Freiheit aufzeigen. Sie sind gleichwertige Spielkameraden, die die Regeln im Miteinander erforschen. Sie spielen mit Freiheit. Wenn ich im Gegenzug mit meiner Tochter spiele, dann sind die Regeln, die ich ihr geben kann, oftmals von mir erzwungen und gemacht. Sie kann sich nicht im Rahmen einer gleichwertigen Sozialpartnerschaft durchsetzen. Aus diesem Grund bin ich der tiefen Überzeugung, dass Kinder mit anderen Kindern spielen müssen. Leider kann ich dies momentan meiner Tochter nur unregelmäßig bieten, am liebsten wär es mir, wenn ich hier jeden Tag noch so einen Neinsager hätte. Dann könnten sich beide Kinder gegenseitig mit ihrem “Nein” zurechtweisen.

Sich in einer Gruppe heimisch zu fühlen ist schon für kleine Kinder sehr wichtig, die abgeschottete Kleinfamilie, die sich einmal in der Woche zum Spielkreis aufmacht ist, eigentlich ein unnatürliches Gebilde. Die soziale Interaktion von Kindern untereinander entlastet nicht nur Eltern, sondern die Kinder fördern sich auch untereinander. Kommen unsere Wattekinder nun erst mit drei Jahren in eine Kindergruppe so haben sie die wichtige Kleinkindphase, in der sich viel Strukturen im Gehirn bilden bereits hinter sich. Dass Kinderspiel  Kleinkinder fördert wurde in einer Langzeitstudie in Norwegen untersucht, da waren Kleinkinder, welche in die Kindertagesstätte gingen, als Erwachsene gesünder und hatten ein höheres Einkommen.

Autoritäre Erziehung

Statt diese Einsichten zu verbreiten, versuchen andere Elternratgeber eher auf die strikte Durchsetzung elterlicher Regeln wert zu legen. Kinder brauchen Regeln, heißt es. Hiergegen ist prinzipiell nichts einzuwenden. Es ist aber leicht einsehbar, dass Kinder diese Regeln, dann nicht verfolgen, weil sie gelernt haben, sich selbst Regeln im Spiel zu geben, sondern weil sie von der elterlichen Machtposition abhängig sind. Sobald die elterliche Machtposition dann weg fällt, gelten dann auch die Regeln nicht mehr (wohl ein Grund, warum eine sturmfreie Bude bei Jugendlichen oftmals ausartet).

Dies hat Konsequenzen: Jemand, der sich in unserem Staat nur an die Gesetze hält, aber jede Gesetzeslücke schamlos ausnutzt, würden wir auch nicht als guten Menschen bezeichnen. Neben der Einhaltung von Gesetzen gibt es noch Anstand. Wie aber erlernen wir diesen? Im Gegensatz zu den Fernseh-, Ess- und Spielverboten, die wir als Eltern erteilen (manche Verbote sind natürlich wichtig, damit Kinder sich nicht verletzen), sollten Kinder auch den Wert der selbst gesetzten Regeln entdecken. Können Kinder sich selbst Regeln setzen? Nun, mein Baby machte dies und auch mein Kleinkind macht dies. Wie? Babys und Kleinkinder machen dies im Spiel.

Wenn mein Kleinkind von 20 Monaten ihre Püppchen liebevoll im Kinderbettchen anordnet und umsortiert, dieses alleine und in selbstbestimmter Handlung macht, sie zudeckt, ihnen einen Gute-Nacht Kuss gibt, das Licht ausschaltet und mir am Ende mit dem Finger am Mund signalisiert, ich solle leise sein, dann hat sie schon einiges an Regeln gelernt. Diese Spiele müssen wir unterstützen und diese Spiele auch provozieren.

Kinder wollen Regeln lernen, aber nicht durch Kontrolle und Macht, sondern durch die Nachahmung im Sozialen. Dies sollte im Kontakt mit anderen Kindern geschehen. Dies ist für mich schwierig, denn ich habe keinen Kindergartenplatz. Zudem versuche ich einen Blog aufzubauen und mir fehlt oftmals Zeit und Kraft für dieses Spiel. Ich habe ihr vor allem schon viel Selbstständigkeit beigebracht, was natürlich nun bedeutet, dass sie ein besonderer Dickkopf geworden ist. Ich muss hier wieder einen Ausgleich schaffen. Mittlerweile gibt es schon ein paar Muttis in Köln (ich zähle Katzenmamis auch dazu), die sich mit mir treffen und nichts könnte für mein Kleinkind sein.

So das war die neunte Aufgabe aus der Eltern- Kind Blogparade von der lieben Testmama, nächste Woche geht es dann mit teil zehn weiter :).

 Alles Liebe

eure Maja

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Wie sich mein Kind vom Popogefängnis befreit – weg mit den Windeln

17. März 2012
 Das Töpfchentraining hat begonnen :)

Das Töpfchentraining hat begonnen :)

Wann ist euer  Kind trocken geworden? Ich war ja begeistert von der Windelfreiheit und hatte mir vorgenommen mit meinem Kind fröhlich über seine Ausscheidungsbedürfnisse zu kommunizieren. Als ich mein Baby  also das erste Mal auf das Töpfchen “setzte”, war mein Baby daher gerade eine Woche alt. Ihr Popo hing über der Plastikschale und ihr Mund nuckelte genüsslich an der Milchbar. Ich wollte alles auf den richtigen Weg bringen und wenn es gelang hatte ich das Gefühl, den richtigen Weg zu gehen. Mein Baby tat sein Geschäft mit besonderer Vorliebe beim Stillen. Oben rein und unten raus, so bemerkenswert funktioniert also der menschliche Körper.

Ich war als junge Mami allerdings nicht sonderlich organisiert und erledige Dinge oftmals zwischen Jetzt und Gleich. Wegen mangelnder, innerer Planungsbereitschaft bekam mein Baby immer öfter eine Windel an. Ich muss zugeben, in diesem Punkt war ich leider sehr fault und ich hätte sicher viele Dinge einfacher gemacht, wenn ich von Anfang an konsequent gewesen wäre.

Die warmen Jahreszeiten sind immer ein guter Zeitpunkt, für die Windelfreiheit

Die warmen Jahreszeiten sind immer ein guter Zeitpunkt, für die Windelfreiheit

Als ich dann wieder zur Schule ging und ich meine Freizeit glücklich vor grünen Schiefertafeln verbrachte, gab ich das Projekt “Die große Popofreiheit” ganz auf. Im Nachhinein finden wir dann ja immer unsere Versäumnisse bedauernswert. Ich habe mein Baby nicht vor dem Popogefängnis “Windel” beschützt. Heute aber bricht ein neues Zeitalter an: Das Töpfchen ist wieder da! Leider aber weiß mein Kleinkind nichts mit dem Töpfchen anzufangen. Immerhin sitzt sie gerne darauf, aber lernen müssen wir dort noch einiges.

Mein Kleinkind und sein Töpfchen

Mein Baby riss sich heute mal wieder leidenschaftlich seine Sachen vom Körper. Sie ist ein überzeugter Nudist. Erst kürzlich bei Romy, einer Mitbloggerin, fühlte sie sich irgendwann so wohl, dass sie irgendwann am Abend begann sich komplett zu entkleiden. Daher war es heute zum Beispiel ein leichtes, sie bei ihrem Ausflug in die frivole Nackigkeit auf ihr Stammtöpfchen zu bringen. Sie strahlte mich an, wie Sissi die junge Kaiserin auf ihrem Thron. Als Töpfchenprinzessin eine Weile fröhlich thronte, interessierte sie natürlich auch, warum Mama sich für die Schätze in dem Töpfchen interessiert. Mein Kleinkind hob also immer wieder den Popo an, um zu schauen, was in dem Töpfchen so passiert. Leider passierte furchtbar wenig. Nun folgt der erniedrigende Teil meiner Geschichte.

Vor meiner Schwangerschaft hätte ich mir niemals vorgestellt, dass ich mit 24 am Boden meines Wohnzimmers sitze und Pipigeräusche imitiere. Ich hätte mir auch nicht vorstellen können, dass ich eine Obsession für Fäkalien entwickle. Auch, dass ich eine große Party starte, wenn ich denn mal ein kleines Häuflein Elend entdecke, gehörte nicht zu meinen Lifestlyphantasien. Mama sitzt also vor ihrem geliebten Kleinkind und macht all die Gesichtsverrenkungen, die einen erfolgreichen Stuhlgang simulieren sollen. Aber die Urgewalt in meinem Gesicht weiß mein Kind nicht zu deuten und fällt vor Lachen von ihrem Thron.

Zur Stuhlgang-Lehrerin geboren?

Was war also der Erfolg meiner Unternehmung? Mein Kleinkind ahmt von nun an die Urgewalt in ihrem gesamten Alltag nach: beim Schuhe-Anziehen, beim Malen, beim Spielen im Sandkasten und besonders erfreulich am Abendbrotstisch. Jedesmal lacht sie sich darüber kaputt, vielleicht auch weil Mama jedes mal ein bisschen rot wird.

Nun hatten wir in unserer kurzen Karriere der Thronfolge auch schon einige Erfolgserlebnisse. Ganz begriffen hat mein Kleinkind es allerdings noch nicht. Als ich einmal noch ihren eigenen Erfolg feiert, freute sie sich so sehr, dass sie schwupps das Töpfchen hochnahm und den Inhalt mir vor die Füße kippte. Mama stand also wieder mit schockierten Gesicht vor ihrem lachenden Baby.

Das Töpfchentraining macht derart  ganz schön viel Arbeit, denn häufig macht mein Kind ganz plötzlich und unerwartet Pipi, wobei sie sich selbst darüber noch am meisten erschreckt. Nun gut, irgendwann hat schon jeder Heranwachsende erkannt, dass seine Schließmuskeln einen Sinn erfüllen und kontrollierbar sind, auf kurz oder lang gelingt das auch meinem Kleinkind. Wie startete das Projekt Töpfchen bei euch? Ab wann gehen eure Kinder auf das Töpfchen?

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Ökokleidung für unsere Kinder und faire Kleidung fürs Büro – Wer soll das bezahlen? =))

16. März 2012
Übrigens bei uns ist der Sommer ausgebrochen :D, holt die Röcke und die Jutebeutel aus dem Schrank und ab zu nächsten Wiese

Übrigens bei uns ist der Frühling ausgebrochen 21 Grad YEAH! Holt die Röcke und die Jutebeutel aus dem Schrank und ab zu nächsten Wiese

Ich schwärme ja sehr für die Secondhandkleidung, vor allem weil sie mit weniger Chemikalien belastet ist und ich damit nicht direkt an der Ausbeutung anderer Kinder und Frauen beteiligt bin. Zudem macht das Stöbern in den bunten Kleiderhaufen aus verschiedenen Modeepochen immer viel Spaß. Stile kombinieren und nicht einfach wie bei großen Modelabels zusammenkaufen. Das ist schon deutlich kreativer, auch wenn ich keine Bastelqueen wie TatiiTalentlos bin. Dennoch: Wer täglich im Büro mit Streifenblazer, Bluse und Lackschuhen erscheinen muss, der hat teilweise ein Problem, weil nicht immer gibt es passende Kleidung im Second-Hand. Kürzlich hat mich jemand dieses auch per Email gefragt. Leider weiß ich nicht mehr, wer es war, weil es leider etwas unter gegangen ist und ich finde leider die E-mail nicht mehr.

Nun bin ich natürlich keine Businesswoman, kleide mich zwar auch gerne schick, aber bin dazu nicht jeden Tag gezwungen, deswegen kann ich soviel dazu gar nicht sagen. Für meine Tochter ist es mir wichtig, dass sie gut gewaschene Kleidung trägt, um den Chemikalienanteil zu reduzieren. Es gibt auch oftmal gute Anbieter, wo es auch nochmal ein Ökosortiment gibt. Ich schaue mich diesbezüglich gerade um. Bei Vertbaudet gibt es gerade Rabatte auf preiswerte Kindermode, wobei es dort auch Ökosortiment gibt. Bei windeln.de gibt es auch ein gutes Sortiment an Ökokleidung und sogar Ökowindeln. Zudem gibt es gerade 10€ Rabatt auf Windeln.

Von Kleidermassen und schlechten Arbeitsbedingungen

Seit ein paar Jahren sprießen in Hagen kleine Geschäfte aus dem Boden, die Schuhe für zehn Euro verkaufen und Tshirts teilweise für fünf Euro verkaufen. Diese Läden umgibt zumeist eine Chemowolke und ich kann mittlerweile jeden einzelnen dieser Läden am Geruch erkennen. Länger als ein paar Minuten halte ich es in der Regal darin nicht aus. Einmal habe ich mir aber doch, getrieben vom günstigen Einkauf, ein Paar stinkende Schuhe in so einem Plastikladen gekauft. Diese Schuhe trug ich genau zwei mal, danach verschloss ich sie in einem Plastikbeutel und beerdigte sie in der hintersten Ecken meines Schuhschrankes. Ehrlich gesagt, frage ich mich, ob die Schuhkäufer in dem Laden überhaupt noch einen intakten Geruchssinn haben. Immer wenn ich dort in der Schuhschlange stehe, bekomme ich zumeist beiläufig mit wie die Mitarbeiter über Kopfschmerzen klagen. Bei diesen Läden ist es offensichtlich, dass sie billig hergestellte Kleidung verkaufen. Ich fühle mich wirklich schlecht dabei, wenn ich weiß, dass wahrscheinlich eine 16 Jährige mit ihrem Kind 12 Stunden am Tag Kleider für einen Hungerlohn nähen muss. Wenn der Hungerlohn ihr dann nicht einmal erlaubt, das billige Kleid , dass sie nähte selbst zu kaufen, dann machen wir doch etwas falsch. Wenn Familienväter 12 Stunden am Tag unsere Hosen in den schrillen bunten Farben färben, die gerade so aktuell sind und wegen den Giften in der Farbe nicht älter werden als 40 Jahre, dann sollten wir etwas ändern.

Leider aber können wir nicht viel tun, denn Fairtrade und Ökokleidung ist extrem teuer, so dass ich sie mir niemals leisten könnte. Ich schätze eine gute und komplette Businessgarderobe kostet schon 1000 Euro (insgesamt), bei Öko-Fairtrade würde sich das mit Sicherheit auf 3000 Euro steigern. Doch nicht nur Billiganbieter sind das Problem, auch namhafte Läden sind Kunde. Das Perfideste an der ganzen Sache aber ist, dass Fairtradekleidung eigentlich nicht teuer sein müsste. Im Prinzip würde ein Euro pro Kleidungsstück mehr die Arbeit in den Produktionsstätten erheblich verbessern. Wir würden alle diesen Euro bezahlen, aber die großen Zulieferketten drücken die Preise auf ihr Minimum, so dass wir eigentlich keine Wahl haben, es sei denn wir legen ordentlich drauf. Würdet ihr einen Euro mehr bezahlen pro Kleidungsstück?

Tja im Grunde genommen ist ja immer der Verbraucher schuld, hier aber verhält es sich anders. Die Bekleidungsindustrie setzt den Maßstab und errichtet sich nebenbei noch ein lukratives Nischengeschäft für Besserverdiener, die bei Öko-Fair-Trade richtig aufschlagen.

Leider weiß ich also auf die Frage keine richtige Antwort. Ich würde sagen, dass wir uns im Alltag sehr individuell kleiden und hier schon alternativ fair leben können, im Business ist es deutlich schwieriger und dafür ist das mit dem Geld einfach zu viel. Es könnte schlicht anders sein, wenn sich die weltweite Politik durchsetzen würde, dies passiert allerdings nicht, weil zu viele daran verdienen. Ich denke also, wirkliche Alternativen zum Kauf von der Stange gibt es nicht, aber ein Bewusstsein dafür zu haben, finde ich wichtig. So ändert sich vielleicht langfristig etwas. Was denkt ihr darüber, wie sollten wir etwas ändern?

 


"Huch war da was"? Meine Baby und sein "Beschützmichpferd" :)

"Huch war da was"? Meine Baby und sein "Beschützmichpferd" :)


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Babymode sollte vor allem praktisch sein (von praktischen Babystramplern) =))

15. März 2012
Babymode sollte vor allem praktisch sein :)

Babymode sollte vor allem praktisch sein :)

Als Schwangere hatte ich mich nicht all zuviel mit Funktionskleidung beschäftigt, ich dachte ein Baby wäre nicht schwerer als eine Puppe anzuziehen. Da ich geübte Puppenmutti war (irgendwie müssen zehn Jahre Puppenerfahrung doch Spuren hinterlassen) machte ich mir darüber keine Gedanken.

Babywahrheit Nummer eins: Anziehen ist keine Leichtigkeit 

Ich habe also die Geburt wie ein Zugunglück hinter mich gebracht, mein Unterleib fühlte sich an wie der neue Berliner Hauptbahnhof und nun, so dachte ich, warten noch 18 Jahre voller Entspannung auf mich. Dies ist mal wieder eine Geschichte aus der Kategorie “Denkste”. Neben meinen immensen Stillproblemen (was ich demnächst bei Chris von Sparbaby veröffentlichen werde), neben dem Babyschlaf und dem Wickeln war das Anziehen eines der größten Probleme.

Im Krankenhaus bereiteten mich die Schwestern nicht auf den harten Umziehalltag vor. Mein Baby war die ganze Zeit in Tücher gewickelt oder lag unter meiner Decke an mich gekuschelt. Die Notwendigkeit von praktischer Babykleidung war mir keineswegs bewusst. Ich dachte, die pinken Glitzer-Strampler werden einfach wunderbar an meinem kleinen Mädchen aussehen und alles wird in Ordnung sein und übersah, dass diese Strampler Öffnungen hatten, womit mein Kind nochmals eine zweite Geburtserfahrung auf den Weg bekam. Diese Strampler waren echt eine Qual. Ich steckte diese winzig kleinen und weichen Ärmchen in die Ärmel vom Body, ungeübt wie eine junge Mutter ohne Erfahrung nunmal ist, immer von der Angst begleitet, dass sie auf einmal ein Ärmchen in Händen hält und das dazugehörige Baby im Strampler erstickt ist. Das Gefriemel war schlimmer als ein Puzzle mit 1000 Teilen. Noch schlimmer wurde es beim Shirt und beim farblich abgestimmten Strampler, beides war nicht sonderlich nervenfreundlich konstruiert, da konnten mich auch die netten Blümchen und Bienchen auf dem Strampler nicht beruhigen. Als mein Kleinkind dann so verzweifelt schrie und ihr das Ankleiden überhaupt nicht gefiel, war ich so verzweifelt, dass ich sie am liebsten nackt gelassen hätte.

Leider ist schöne mode nicht immer praktisch. Ich mochte das Shirt auf dem Bild so gerne, aber das anziehen war sehr unschön.

Leider ist schöne mode nicht immer praktisch. Ich mochte das Shirt auf dem Bild so gerne, aber das anziehen war sehr unschön.

Zuhause ging die Fummelei weiter, in Anbetracht der Tatsache, dass ein Baby ziemlich oft die Wäsche vollspuckt, wird das Umziehen zu den am wenig geschätzten Tätigkeiten. Ich friemelte und schwitzte also immer, wenn ich meine Baby in eine neue Schale verpackte. Irgendwann machte sich dann Erleichterung breit, als ich einen Strampler geschenkt bekam, den ich komplett öffnen konnte. Dazu gab es dann noch ein Wickelbody und ein Wickelshirt. Das war wirklich ein Geschenk der Mutter Gottes. Der Erfinder dieser Sachen sollte heiligen Status erhalten. Hätte ich von solchen Strampler schon früher gewusst, wäre meine Wickelzeit deutlich stressfreier verlaufen. Mit dieser praktischen Babymode konnte ich mein Baby einfach in seine Schalen legen und zu wickeln und knöpfen, es war so einfach.

Babymode sollte praktisch sein

Leider entdeckte ich den Wickelbody erst zuspät und auch den Strampler, der im Schritt knöpfbar ist, bekam ich erst einige Tage nach der Geburt zu Gesicht und ich hatte lange Zeit nur einen. Gesehen hatte ich die Sachen alle schon mal, aber in der Schwangerschaft erschienen sie mir irgendwie nicht stylisch genug und ich dachte, mein Baby könnte sich mit all den Knöpfen unwohl fühlen. Sie sehen aus als würden sie zwicken und das sah unpraktisch für ein so zartes Baby aus. Ich wurde eines besseren belehrt und kann heute nur jeder Mutter raten: Deckt euch mit knöpf- und wicklebarem Zeug ein, ihr werdet es damit wesentlich leichter haben.

Liebe Grüße

eure Maja

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Hilfe ich bin ein Sklave der Modeindustrie – Wo kauft ihr gerne ein? =))

14. März 2012
Mit roter Jacke gegen den grauen Himmel :)

Mit roter Jacke gegen den grauen Himmel :)

Welches ist eure Lieblingsjahreszeit? Zwar denke ich selbst darüber nicht viel nach, aber Winter gehört aus einem ganz bestimmten Grund nicht dazu. Wäre die Landschaft draußen weiß, so hätte ich bestimmt viele Fotomotive. Da die Bäume aber karg sind und nicht in Herbstfarben leuchten, nicht in bunter Blüte blühen oder auch kein schattiges Grün  haben, fehlt mir im Winter die Fotokulisse für mein Baby. Gerade in der tristen Winterwelt gibt ein bisschen Bunt in der Kleidung daher einiges her. Leider aber fehlt mir dazu immer ein bisschen Kleingeld.

Mein Kleinkind hat eine dunkel-blaue Jacke, die ich ihr diesen Winter äußerst ungerne angezogen habe, denn irgendwie habe ich immer noch nach interessanten Fotos gesucht. Leider sind mir in letzter Zeit daher nicht mehr so gute Bild wie im Sommer gelungen. Außerdem fotografiere ich ja nicht mehr das Gesicht meiner Tochter, wodurch auch einiges an Persönlichkeit verloren geht. Was also tun?

Ich habe mir überlegt, mein Kind in Zukunft bunt einzukleiden, so dass jeder Regenbogen vor Neid erblassen würde. Trist kann sich mein Kleinkind später auch noch kleiden, wenn sie im Büro arbeiten muss oder 60 Jahre ist (Übrigens: Rentner neigen entweder zu Beige und Braun oder knallen sich noch bunter zu als jedes Kindergartenkind und tragen lila oder rosa Haarschimmer. Gestern war ich noch im Kaufhof und neben mir und meiner Tochter saß ein rosa Omatisch. Die Handtaschen waren pink, die Ansteckbroschen, die Blaizer, die Schnürsenkel und die Schuhsohlen leuchteten pink und ich möchte gar nicht wissen, was bei denen noch alles pink war. Die hätten glatt zu einer Pink-Sekte gehören können). Zurück zum Thema, natürlich soll das kein knallendes und explodierendes Bunt werden, aber ein bisschen Paradiesvogel würde wohl zu ihr passen. Leider ist Kindermode verhältnismäßig teuer und mein Kleinkind wächst schneller als eine indische Fabrikarbeiterin nähen kann. Woher bekomme ich dann also eine komplette Kindergarderobe?

Kindermode aus dem Secondhand-Laden

Wenn ihr euch die teuren Läden nicht leisten könnt, schaut im Second-Hand-Laden. Dort gibt es wirklich alles, von den ungeliebten Fusselpullis bis zur Markenbluse, habe ich alle Schätze dort gefunden. In Hagen gab es beim Kinderschutzbund einen Secondhandladen, der neben Gebrauchtkleidung auch immer wieder Neuware bekam. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es Neuware war, es sah jedenfalls so aus und es waren darunter alle bekannten Kindermodefirmen zu finden. Von H&M, Zara, Finkid bis Obaibi war alles dabei. Die Sachen haben immer nur ein bis zwei Euro gekostet.

Und los geht's..

Und los geht's..

Ich finde Secondhandmode vom Prinzip her besser, die Sachen wurden schon häufiger gewaschen, dass heißt die Farbstoffe welche häufig bedenklich sind, sind zum größten Teil ausgewaschen. Dann sind die Klamotten aus dem Secondhand günstiger und sie werden weiterverwendet, denn viele der Kleidungsstücke sind vollkommen in Ordnung und müssen nur aufgrund der neuen Kollektion aus dem Kleiderschrank weichen.

Wie seht ihr das mit der Mode?

Die Modeindustrie macht ja einiges an Druck und irgendwie sehen Sachen, die ich gestern gekauft habe, nicht mehr stylisch aus. Ich meine, diese Sachen sind doch nicht über Nacht hässlich geworden oder waren sie immer schon hässlich? Ich wäre gerne immer schön gekleidet und wünsche mir dies auch für mein Kleinkind. Manchmal träume ich noch heute von einem begehbaren Kleiderschrank, in dem eine persönliche Styleberaterin für mich wohnt und mich immer neu einkleidet. Eigentlich aber will ich nur Mode haben, die an mir gut aussieht und mich nicht nach irgendwelchen Trends richten, daher kommt für mich Second-Hand mehr als in Frage, denn ich kann dort meinen eigenen Stil viel eher zusammenstellen und bin nicht von den gegenwärtigen Modeschwankungen abhängig. Das heißt aber auch, dass ich in Zukunft nicht mehr so modisch aussehen werde. Zum Glück ist mein Kleinkind noch nicht im Alter, wo Markenware zählt.

Wie viel Kleingeld lasst ihr für Kindermode fließen? Landen in eurem Schrank nur Neuwaren oder kommt auch Secondhand in Frage? Es gibt ja Leute, die finden es eklig, Sachen von anderen zu tragen. Steht ihr auf Markenware?

Alles Liebe

eure Maja

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