Archiv fü Kategorie Baby Tipps

Was brauchen Kinder außer Liebe (Zusammenfassung Teil II)

12. Mai 2012
Geheimnisvolle Kiste? Schnell aufmachen :)

Geheimnisvolle Kiste? Schnell aufmachen :)

Nun also berichten wir mal weiter von unseren rosa Sünden. Einkäufe ohne Sinn und Verstand, dafür waren wir bekannt. In der Blogparade haben wir nun mal gesagt, was an Krempel Babys brauchen und was nicht. Als bisheriger Sieger zeichnen sich Mullbinden, Stillkissen und Tragetücher ab. Also schauen wir mal weiter: Lesen Sie den gesamten Eintrag »

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Was brauchen Kinder außer Liebe (Blogparade Zusammenfassung erster Teil)

11. Mai 2012
Mein Kleinkind trägt seit neustem Schnurrbart :P

Mein Kleinkind trägt seit neustem Schnurrbart :P

Wenn ich einen Film über meine Schwangerschaft drehen würde, so hieße dieser “Eine Frau sieht Rosa”. Viel unnötiger Glitzerkram stapelte sich in meinem Zimmer und ich fühlte mich wie Barbie vor der Wahl zur Miss World. Rückblickend trauere ich vor allem dem vielen Geld hinterher, das ich wie immer hätte besser gebrauchen können. Daher kam auch die Idee zur Blogparade: Welche Dinge brauchen Babys außer Liebe? Ich freue mich, dass so viele mitgemacht haben und will jetzt mal auswerten. Leider gebietet es mir die wenige Zeit, die eine junge Frau mit einem Wutkind hat, möglichst schnell zusammenzufassen.

Den Anfang machte Mamaschlaflos Lesen Sie den gesamten Eintrag »

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Ein paar Links, die mir aufgefallen sind, ansonsten bitte ich um gute Quellen

10. Mai 2012
Bärchen und Kleinkind :)

Bärchen und Kleinkind :)

Es ist schon merkwürdig, was Menschen manchmal glauben. So gab es nun auch einen wirklich widerlichen Bericht auf dem Klatschsender N24. So hat der Zoll in Südkorea tausende Kapseln mit pulverisiertem Menschenfleisch beschlagnahmt. Das meiste waren Babyleichen, so dass ich eigentlich nur mit dem Kopf schütteln kann. Ich stelle mir vor, dass es ohnehin schon tote Babys waren, aber ich möchte auch nicht ohne weiteres glauben, dass unsere Gesellschaft nicht zu anderem in der Lage wäre. Ich frage mich auch, warum Menschen noch auf diesen Aberglauben hereinfallen. Womöglich argumentiert man ähnlich wie bei homöopathischer Medizin: “Aber mit hat es geholfen.” Überhöhung der Einzelfallwirkung, die auch an etwas anderes liegen könnte. Dennoch ist hier natürlich die moralische Verfehlung im Vordergrund, denn selbst wenn es hilft, würde ich doch keine Menschenfleischkapseln einnehmen, die aus irgendwelchen dubiosen Quellen entstammen. Wer kann so etwas guten Gewissens tun?  http://www.n24.de/news/newsitem_7904831.html Lesen Sie den gesamten Eintrag »

Babytrage oder Tragetuch? Was ist besser für Babys geeignet ?

5. Mai 2012
Mittlerweile gehen wir Hand in Hand, das ist auch schön :)

Mittlerweile gehen wir Hand in Hand, das ist auch schön :)

Mittlerweile ist meine Manduca so abgewetzt und verschlissen, weil ich mein Kind damit wirklich schon über alle sieben Brücken getragen habe. Ich und mein Kleinkind sind damit wirklich überall gewesen. Nicht nur, dass ich zu Hause mit ihr zusammen, Sofas verrückt habe und den Staubsauger schwang, sondern wir waren auch im Wald, auf den Wiesen, am Rhein und sogar im Schneesturm in Berlin. Die Manduca ist leicht und das Kleinkind schnell verpackt.

 Das ganze Tragetuchgebinde ging mir langsam etwas auf den Geist. Mein kleines Zappelbaby beugte sich von links nach rechts und von rechts nach links, was regelmäßig die Tuchbahnen lockerte und mich so zum ständig neuen Binden zwang. Bindungstheorie sah in meiner Vorstellung anders aus. Letztlich war dies der Grund, warum ich so vom Tragetuch zur Manduca wechselte.

Als ich mein Baby das erste mal in die Babytrage für mein Kind setzten wollte, war sie allerdings gerade ein paar Wochen alt. Sie hatte sich bereits an das Tragen im Tragetuch gewöhnt. Gefallen hat es ihr zunächst nicht.

Die ersten Babymonate trug ich mein Baby mit dem Tragetuch 

Mein Baby war das Tragetuch schon gewöhnt. Im Tragetuch ist der Kuschelfaktor um einiges größer. Es ist weicher und nachgiebiger und dein Baby wächst dir damit richtig ans Herz. Die Babytragen waren da tatsächlich etwas unflexibel und starr und hätte mein Baby nicht so gezappelt, ich wäre beim Tragetuch geblieben. Die ersten sechs Monate war mein Baby allerdings noch nicht so mobil und so trug ich sie im Tuch.

14 Monate trug ich mein Baby mit einer Babytrage auf dem Rücken

Vom sechsten Monat war also die Manduca das favorisierte Transportmittel. Bis zum 20. Monat hielt mein Baby es dann in der Manduca aus. Seitdem ist der Buggy ihr neues Zuhause, getragen möchte sie überhaupt nicht mehr werden. Neuerdings chauffiert sie gar ihre eigenen Puppen im eigenen Buggy durch die Welt und wenn die Mutti sich dann in ihre Erziehung einmisch und sie über die Straße tragen will, sitzt sie erstmal mit einem weinenden Baby am Bordstein, das gerne auch alleine über die Straße gegangen werden (wie steht sie denn vor ihren Puppen da, wenn sie ständig jemand bemuttert).

Das Tragekind ist passé, heute ist sie ein Blumenkind

Das Tragekind ist passé, heute ist sie ein Blumenkind

Was also kaufen: Tragetuch oder Babytrage? 

Jedes Kind hat seine Eigenheiten, die einen wollen immerzu getragen werden, die anderen liegen fröhlich brabbelnd im Kinderwagen und schauen hoch in die Lüfte. Ich habe beides gebraucht und habe am Ende weniger, als für einen guten Kinderwagen bezahlt. Dies war ein Vorteil. Zudem belegen Studien, dass die Nähe zur Mutter durch das Tragen die Bindung stärkt. Dies heißt nun aber nicht, dass es nicht auch mal hin und wieder Kinder gibt, die nur den Kinderwagen brauchen. Prinzipiell würde ich allerdings das Tragetuch empfehlen und aus praktischen Gründen die Manduca wählen. Meiner Meinung nach lohnen sich dahe beide Anschaffungen, denn beide Modelle haben ihre Vorteile. Das Tragetuch ist gerade für den Anfang schön anschmiegsam, flexibler und erhöht den Wohlfühlfaktor beim Baby; die Babytrage ist stabiler und verrutscht nicht, sie verteilt das Gewicht mehr auf den Hüften und das Baby auf den Rücken zu schnallen, fiel mir mit der Babytrage leichter.

Ich hoffe der Beitrag war informativ. Mir geht es derweil wieder wunderbar nachdem meine Tochter spontan einen Bonbon von einem Obdachlosen an der Ampel angenommen hat. Die Herren haben ja eine robuste Gesundheit, dafür aber beherbergen sie auch alle Fäkalbakterien, die es gibt. Weswegen ich ein paar wunderschöne Tage auf der Toilette verbracht habe. Ich hoffe meine Tochter versteht, dass wir auch aus diesen Gründen keine Süssigkeiten von Fremden annehmen.


Alles liebe

eure Maja

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Biotee meine letzte Droge

4. Mai 2012
Wohlfühlmaja im Sonnenlicht

Wohlfühlmaja im Sonnenlicht

Freitag Abend ist Tee-Abend. Man gönnt sich eine Kuscheldecke und mummelt sich vor den Fernseher. Da ich keinen Alkohol trinke und Genussmittel wie Schokolade von meinem Diätplan neuerdings verbanne (während ich dieses schreibe, streichle ich dreimal über meinen grummelnden Schokobauch), gehört Tee zu meinen letzten Abhängigkeiten, die ich mir gönne.

Tee, das war schon immer eine Leidenschaft, die irgendwie ähnlich dem Frauenschuhhobby war. Gehört ihr auch zu den Leuten, die eine Teewand in ihrer Küche künstlerisch gestalten? Ich hatte früher Tees gekauft als wären sie Schuhe und habe sie dann dekorativ in meiner Küche aufgestapelt. Zum Trinken war eigentlich keine Zeit, aber Beruhigungstees beruhigen manchmal schon durch bloße Anwesenheit. Ich war ja so ein Genießer ;) Ich wollte wohl irgendwann der Chinesischen Mauer Konkurrenz machen und die Welt der Tees in meiner Wohnung aufstellen.

Heute mit meinem Baby hat sich meine Teeauswahl reduziert und auch meine Wand musste ich in der neuen WG aufgeben. Das Hobby hatte schon meine halbe Küche verschlungen und ich wurde langsam ein Tee-Messi. Stattdessen gab es dann viele Blätter aus den Gärten von Normans Papa.

Während der Schwangerschaft fing ich übrigens damit an, mich um biologische Tees zu kümmern. Da mein Speiseplan ohnehin zunehmend biologisch wurde, war dies selbstverständlich. Eine Mutter will ja in erster Linie ihrem Kind nicht schaden und ihr den besten Start ermöglichen, deswegen würde ich eigentlich gerne mehr Bio kaufen (aber es ist wohl auf Dauer zu teuer).

Gut wir wollen alle mehr Bio kaufen und streifen durch die DM-Regale. In dieser Situation ist wohl schon jede Frau auf Yogitee gestoßen. Biologischer Tee ohne Zusatzstoffe mit der Fähigkeit uns ein gutes Gewissen zu verschaffen. Was will die stillende Mutter mehr? Außerdem hoffe ich, dass die Arbeiter da in Indien oder sonstwo nicht ständig in den Pestizidwolken herumschufften, während ich mich wohlig auf meiner Couch entspanne.

Biotee meine letzte Droge ;)

Biotee meine letzte Droge ;)

Mein Lieblingstee unter den Yogitees war dabei schnell gefunden. Der  Wohlfühltee besteheht aus einem guten Mix von allem: Zimt, Salbei, Oregano, Süßholz, Kardamom, Ingwer, Nelken, Zitronenverbene, Zitronengras, Koriander und Boxhornklee (Ich schmecke jeden einzelnen Bestandteil, denn ich bin schließlich Wohlfühlmaja). Nein, so ein Wahnsinnsgefühlsmensch bin ich wohl nicht, aber egal es schmeckt gut in der Zusammenstellung. Übrigens gibt es sogar Frauentee (für die Feministin mit dem Bio-Touch).

Dann gibt es bei dem Yogitea auch immer noch einen Spruch, der natürlich in allen Lebenslagen passt. Als ich mir heute Nachtmittag einen Tee machte und mein Kleines wieder einen ihrer berüchtigten Wutanfälle bekam (sie ist sowas wie der explodierende Todesstern aus Star Wars), wusste Herr Yogitea meine Situation natürlich gleich entsprechend zu kommentieren: “Das Glück liegt in der Stille.” Haha, sehr witzig, habe ich mir gedacht.

Biologisch ist in. Bei Naturkost.com gibt es daher alles, was ihr braucht, wenn ihr nun auch biologisch dabei sein wollt. Bio-tee und Yogitees gibt es dort in Hülle und Fülle. Die Seite ist auch sonst sehr gut ausgestattet: Ein Naturkostladen, der DM gute Konkurrenz macht. Ihr bekommt dort alles: Von den Würstchen, zum Weihnachtsgebäck, zum Babybrei bis hin zur Naturkosmetik und zum Shampoo. Nur bei der Bio-Süßigkeitenauswahl ist DM noch mein Verführer Nummer 1. Aber ich will ja meinen wachsenden Schokobauch ohnehin nicht mehr mit Süßigkeiten füttern, deswegen heißt es mit ungezuckerten Tee, den Freitagabendgelüsten widerstehen.

Mich würde mal interessieren, was macht ihr immer so am Freitag?

Alles liebe

eure Maja

Ein Blog, eine Frau – was Fräulein Moon alles auf die Beine stellt

29. April 2012
Fan coming-out ;)

Fan coming-out ;)

Als ich das erste mal über ihren Blog gestolpert bin, erschlug mich ein pinker Mond und eine große Schrift verkündete, dass der kleine Platz im Google Universum Fräulein Moon gehört. Der Blog war noch in den Startlöchern. Die Frau auf den Bilder zeigte stolz ihren Kugelbauch und berichtete von ihrem Babyvorbereitungen. Mein Baby war selbst noch nicht so alt und die Schwangerschaft war auch noch gedanklich  präsent. Ich freute ich mich darüber, diese Aufgeregtheit beim ersten Baby nochmal mitlesen zu dürfen und seitdem verfolgte ich regelmäßig den Blog von Faulein Moon und ihrem kleinen Mädchen.

Blogentwicklung und das erste Gewinnspiel

In den letzten Monaten hat sich der Blog von Frau Moon stetig verändert, er ist von dem chaotischen Kinderzimmer zu einer geordneten Seite mit Potenzial geworden. Das sehe nicht nur ich so durch meine rosa- rote Babybrille, sondern auch die Sponsoren für das erste Gewinnspiel bei Fräulein Moon. Dieses Gewinnspiel geht übrigens noch bis morgen um 23:59 Uhr und ich würde mich freuen, wenn ihr dort noch schnell alle mitmacht! Die Moon Mama freut sich bestimmt sehr, wenn ihr noch euer Glück versucht.

Das ist übrigens der Geburtstagstisch vom großen Mäuschen. Das Buch hat uns eine liebe Leserin geschenkt, vielen Dank nochmals :). Zu dem Kleidchen im Hintergrund gibt es noch einen personalisierten farblich passenden Bären, der wird überall mit hingeschleppt. Außerdem ist mein Mädchen nun im Besitz von einem Puppenhaus, einem singenden Fisch, einen Holzpuzzle, einer Stoffpuppe und weiteren schönen Sachen :).

Das ist übrigens der Geburtstagstisch vom großen Mäuschen. Das Buch hat uns eine liebe Leserin geschenkt, vielen Dank nochmals :). Zu dem Kleidchen im Hintergrund gibt es noch einen personalisierten ,farblich passenden Bären, der wird überall mit hingeschleppt. Außerdem ist mein Mädchen nun im Besitz von einem Puppenhaus, einem singenden Fisch, einem Holzpuzzle, einer Stoffpuppe und weiteren schönen Sachen :).

Ich finde trotz der Schicksalsschläge die Mama Moon in letzter Zeit erlebt hat, bringt sie trotzdem noch sehr viel positive Energie in den Blog ein. Nun ist sie alleinerziehend, wohnt in einer kleinen Stadt, in der es bestimmt nicht vor Gleichgesinnten wimmelt. Ich weiß wie schwer der Alltag mit Kind ist, wenn Frau alleine ist und finde es toll, wie sie ihr Baby, ihren Blog und die Probleme meistert. Trotz allen Aufgaben der jungen Mama lesen wir noch regelmäßig Neuigkeiten auf ihrem Blog. Die obligatorischen Alltagsbilder, aber auch Erziehungstipps finden sich dort. Nun mag der eine oder andere Rat nicht den Geschmack von allen treffen, aber es ist gut, dass sie sich trotz allem Gedanken um die Erziehung macht und sich da offensichtlich entwickelt. Denn ich glaube das ist Erziehung auch: Weiterentwicklung der eigenen Sichtweise.

Macht mit beim Mama-Blogger-Netzwerk

Ein Netzwerk, in dem alle Blog- Mamas zu finden sind, von den schwangeren Kugelbloggern, zu den stresserprobten Augenring- Müttern; in der Netzwerkliste von Fräulein Moon findet ihr viele verschiedene  Familien und ihr könnt dort , auch selbst neue Blogs vorschlagen und die Liste somit immer weiter vervollständigen. Schaut euch auch mal dort um.

Mein Blog

Bei mir ist etwas Faulheit eingekehrt und ich überlege aus verschiedenen Gründen, ob ich diesen Blog weiterführe. Ich werde dazu später mehr schreiben.

Alles liebe

eure Maja

Maja

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Mein Geburtserlebnis – Gastartikel von Antje

19. April 2012

Heute schreibt hier die liebe Antje einen sehr bewegenden Bericht. Als ich ihn das erste mal las, kullerten die Mamatränen und ich war auch ein wenig schockiert.

Mein Baby mit acht Monaten :)

Mein Baby mit acht Monaten :)

Momentan finden sich auf Maja’s Blog einige Diskussionen über jedwede Art von Geburten. Einerseits über natürliche Geburten, andererseits über Kaiserschnitte. In diesem Zug trat Maja an mich heran und bat mich darum, meinen Geburtsbericht als einen Gastbeitrag bei zu schreiben. Dies tue ich nun und bedanke mich damit bei Maja für diese Möglichkeit.

Die Geburtsplanung

Vieles an der Geburt meines Sohnes hätte ich mir anders vorgestellt. Lange habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie ich am liebsten entbinden würde. So legte ich mir schon Wochen vor dem errechneten Termin einen Geburtsplan in meinem Kopf zurecht und sprach diesen mit meinem Freund ab. Wir wollten über jeden Schritt während der Geburt informiert werden. Nur weil wir junge Eltern sind, heißt das nicht, dass wir alles mit uns machen lassen müssen. Jedenfalls habe ich mich in verschiedenen Ratgebern, Foren und natürlich bei Hebammen über die möglichen Entbindungsarten informiert. Nach einiger Zeit stand meine Entscheidung fest – wenn möglich wollte ich auf einem Geburtshocker entbinden und dann meinen Sohn als Erste auf den Arm nehmen und auf dieser Welt begrüßen. Wie das nun aber so mit den Plänen ist, läuft eben nicht immer alles so. Der errechnete Geburtstermin, der der 25.10.2011 war, war da und ging auch wieder vorbei. Nichts tat sich.

Die Geburtseinleitung 

Dennoch war ich frohen Mutes, dass alles so laufen würde, wie ich mir das vorgestellt hatte. Mit jedem Tag, den der ET in die Vergangenheit rückte, hatte ich weniger Kraft. Wenn ich heute darüber nachdenke, glaube ich, dass mein Körper alle Reserven gesammelt und sich somit auf eine natürliche Geburt vorbereitet hat. Leider wusste ich das damals nicht und stimmte genau eine Woche nach dem Termin einer Einleitung zu. Dass dies eine Entscheidung war, die mir und meinem Sohn beinahe das Leben kostete, wusste ich damals nicht. Viele Details der Einleitung haben sich fest in meinem Hirn eingebrannt.
Ich sehe noch klar das schmerzverzehrte Gesicht meines Freundes vor mir, der jede Stunde mit mir durchlitt und mir in jeder Minute zur Seite stand. Er war während dieser ganzen Zeit mein einziger Halt. Genauso erinnere ich mich daran, wie ich ihn anflehte mir zu helfen. Wie ich mich vor Schmerzen übergeben musste. Irgendwann platzte meine Fruchtblase und wenig später bekam ich eine PDA gesetzt, die mir einige Minuten Pause verschaffen sollte. Und es waren wirklich nur Minuten. Nachdem die Wirkung der Betäubung einsetzte, wurden über eine Kopfsonde die Sauerstoffwerte bei meinem Sohn überprüft. Und damit setzte die Hektik ein.

Heute weiß ich nicht mehr, wer mir meine Klamotten auszog. Ich weiß nicht mehr, dass mein Freund mir noch einen Kuss aufdrückte. Dafür weiß ich noch genau, wie ich auf dem OP-Tisch lag. Nackt, angeschnallt und ausgeliefert. Die Panik stieg in mir auf, während 3 verschiedene Ärzte versuchten, mir einen Zugang zu legen.
Als letztendlich die Narkose einsetzte und ich wegdämmerte, schlug mir mein Herz bis zum Hals. Ich schickte mit meinem letzten Gedanken ein Stoßgebet zu meinem Schutzengel, mit den drei wichtigsten Worte: “Lass ihn leben!“ Als ich wieder aufwachte, fühlte ich nur Leere in mir. Dort, wo eben noch mein Baby war, war nur noch ein dicker Verband und Schmerzen. Lange Zeit durfte ich meinen Sohn nicht sehen und immer, wenn ich allein in meinem Zimmer lag, streichelte ich traurig meinen Bauch und die Tränen liefen über meine Wangen. Ich fühlte so viel Traurigkeit in mir. Doch da war auch ein Gefühl, was bis heute nicht vergangen ist – das Gefühl, etwas Wesentliches verpasst zu haben.

Erst 5 Stunden nach seiner Geburt durfte ich endlich zu meinem Sohn. Mir waren die Schmerzen egal. Ich kämpfte mich aus dem Bett, denn alles was ich wollte, war, meinen Sohn zu sehen. Er lag auf der Neonatologie in einem Wärmebettchen, zusammengerollt und verkabelt. Die blau-weiß gestrickten Söckchen, die er trug, durften wir später mit nach Hause nehmen. Leider konnte ich sein Gesicht kaum sehen – das Bettchen war zu hoch und zum Aufstehen fehlte mir jede Kraft.
Also war alles, was ich tun konnte, sein rechtes Knie zu streicheln und ihm immer wieder zu sagen, wie sehr ich ihn liebe. Die nächsten Tage waren geprägt von Traurigkeit und Besuchen auf der Neonatologie. Ich war erfüllt von dem Gefühl, dass etwas fehlt. Dann kam endlich der Tag, an dem mein Sohn zu mir aufs Zimmer durfte. Es war der wunderbarste Moment, als ich dieses kleine Bündel Leben auf meinem Arm halten durfte. Ben sah mich kurz an und kuschelte sich dann an mich – so wie er es auch heute noch tut, wenn er müde ist.

Was am folgenden Tag geschah, kann ich nur zur Hälfte wiedergeben. Warum ich diesen Krampfanfall bekam, warum mir erst so spät geholfen wurde, welche Mittel mir in die Venen gespritzt wurden und wieviele Schäden ich wirklich davon getragen habe, weiß ich bis heute nicht. Klar ist aber, dass ich an diesem Tag hätte sterben sollen. Doch ob es pures Glück oder einfach der unbändige Wille, für mein Baby am Leben zu bleiben, war – auch das weiß ich nicht.
Viele Erinnerungen an diese Geburt sind nur noch verschwommen, andere sehe ich klar, als wäre es erst gestern gewesen. Oft frage ich mich selbst, was ich hätte anders machen können, an welcher Stelle ich versagt habe und warum ich mein Baby nicht auf so auf die Welt bringen konnte, wie ich es geplant habe. Neben dem Gefühl des puren Glücks, dass mein Sohn letztendlich noch gesund den Weg auf diese Welt gefunden hat, lebt auch immer noch das Gefühl, dass ich an irgendeiner Stelle versagt habe. Dieses Gefühl kann mir niemand abnehmen. Jedoch wird es da auch immer diese ersten Male mit meinem Sohn geben. Die ersten Male, die mir nie jemand rauben kann, weil sie auf ewig in meinem Herzen sind. Nach allem, was passiert ist, weiß ich heute, dass ich kämpfen kann. Und ich werde kämpfen. Denn es wird immer einen Grund geben – mein Sohn wird immer bei mir sein und für ihn lohnt sich jeder Kampf der Welt.

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Habt ihr auch eine Spielzeugmüllhalde bei euch? Neues Konzept von meine Spielzeugkiste

13. April 2012
Überall liegt Spielzeug rum, im Bad, in der Küche, im Flur und vor der Haustür

Überall liegt Spielzeug rum, im Bad, in der Küche, im Flur und vor der Haustür

Putzt ihr auch so viel? Ich komme mir schon vor als hätte ich den Beruf “Putzfrau” gewählt. Heute bin ich wieder aufgestanden und in unsere unaufgeräumte WG-Küche gestolpert. Einige bei uns bringen einfach nicht den Müll runter, wenn sie damit dran sind, das heißt der quillt auch mal wieder über, dann türmen sich die benutzten Tassen und von den Herdresten kann ich mir wieder ein ganzes Menü zusammenstellen (ihr lacht bestimmt, aber wenn ich nicht aufpasse macht das mein Kleinkind wirklich).

Nun gut, gestern Abend noch hatte ich wenigstens mein Zimmer aufgeräumt. Ich komme also in mein Zimmer vom morgendlichen Schlaf-im-Bad-Ausschütten zurück und sehe, dass sich mein Tochter dazu entschlossen hat, den gesamten Inhalt aller ihrer Spielkisten auf einem Haufen zu entleeren und im Zimmer zu verbreiten. Ich sage mir innerlich: “Wenigstens begrüsst sie den Tag mit Spielerei”. Damit das Aufräumen aber besonders schwer wird, hat sie natürlich auch noch die Wäschekiste darin vermengt, so dass Mutti erstmal wieder eineinhalb Stunden mit Sortieren und Umräumen beschäftigt ist. Ich würde dies gerne ein kreatives Chaos nennen, aber ich glaube mein Kind hat ein Problem, sich mit ihrem Spielzeug konkret auseinanderzusetzen, denn sie hat tatsächlich zu viel Spielzeug, was zudem nicht mehr altersgemäß ist. Eigentlich kommt neues Spielzeug ja recht selten und pädagogisch wertvolles Spielzeug liegt nach ersten Spielerfolgen oftmals gelangweilt in der Ecke oder mein Kleinkind schmeißt es nur noch hin und her.

Nun hat mich www.meine-spielzeugkiste.de angeschrieben, die Spielzeug vermieten und ob ich ihre Seite nicht für überzeugend halte und nein es ist keine Werbung. Zunächst fand ich das Konzept etwas merkwürdig. Die Idee ist, dass ihr für zwei Monate Spielzeug mietet und dann Neues bekommt, irritierte mich. Aber dann sah ich mal wieder auf die Spielzeughalde, die sich in meinem Zimmer anhäufte. Es fällt mir so schwer altes Spielzeug wegzuwerfen.

Bei Spielzeugkiste könnt ihr das alte Spielzeug zurückschicken und bekommt neues. ,Spielzeugkiste reinigt es dann professionell und eine neue Familie darf sich darüber freuen. Das würde mich auch irgendwie zufrieden machen und ich glaube ich würde der neuen Familie sogar Karten beilegen und ihnen viel Spaß mit dem Spielzeug wünschen. Darüber hinaus ist das Spielzeug nach pädagogischen Richtlinien ausgewählt und ich würde einige Dinge wirklich gerne haben. Schaut auch mal die Reportage an, dort erklären sie es schon sehr genau:

Gerade bei der Auswahl tue ich mich häufig schwer und denke endlose Stunden über das richtige Spielzeug nach. Für den Geburtstag meiner Tochter soll es ja jetzt ein Puppenbuggy sein. Aber besser wäre es tatsächlich, wenn ich ein derartiges Spielzeugabo hätte und weniger nachdenken müsste. Wenn ein Spielzeug dann wirklich schön ist, könnte ich es dann verbilligt kaufen, denn es wäre ja gebraucht. Ganz ehrlich ich überlege gerade, ob ich es meinen Eltern als Sponsoring für meine Tochter vorschlage und wir ihr das alle zum Geburtstag gemeinsam schenken (Meine Tochter hätte dann ein Spielzeugabo, hört sich irgendwie lustig an).

Noch ein anderer Punkt, der mir persönlich sehr wichtig erscheint: Wir schmeißen unwahrscheinlich viel Plastikspielzeug weg und wir recyceln wenig. Ich als standhafte Ökomama finde dieses Spielzeug als einen Schritt in eine bessere Welt, die weniger verbraucht (auch wenn ihr jetzt ein wenig lacht :)

Ordnung ist die halbe Arbeit..

Ordnung ist die halbe Arbeit..

Nun gut jetzt mal ernsthaft an meine Leser. Eine L Box mit 6 Spielzeugen kostet 34 Euro im Monat, eine S-Box mit 2 Spielzeugen 14 Euro. Ich überlege, ob ich die vielleicht Ava zum Geburtstag schenke. Die Spielzeuge sind noch nicht viele. Was haltet ihr davon?

Textinterview mit meine Spielzeugkiste

Ich habe dem Gründer  Florian Spathelf von www.meineSpielzeugkiste.de noch ein paar Fragen gestellt.

Maja: Ganz allgemein erstmal. Da ihr Spielzeugprofis sein müsst, wenn ihr eine Spielzeugfirma habt: Worauf sollten Eltern beim Spiel ihrer Kinder achten?

Florian Spathelf: Ganz allgemein; Eltern sollten Ihren Kindern vor allem den Raum zum Spielen geben, statt sie mit zu vielen Spielzeugen zu überfordern. Wenn Eltern auf die angeborene Neugier ihrer Kinder vertrauen und Ihnen vor allem altersgerechte Spielzeuge zum spielen geben, fördern sie so die ganz individuellen Interessen und Fähigkeiten ihres Kindes bestmöglich. Gerade mit dem Richtigen Spielzeug im richtigen Maß lernen Kinder schnell dazu, entwickeln ihre Fähigkeiten von der Motorik über ihr Gedächtnis bis hin zu sprachlicher und auch musikalischer Begabung. Und das im wahrsten Sinne des Wortes spielend.

Maja: Ich persönlich finde das Spiel meiner Tochter mit anderen Kindern sehr wichtig. Habt ihr auch Spielzeug, was den Kontakt zwischen den Kindern stärkt?

Florian Spathelf: Gerade die Entwicklung des Gemeinschaftssinnes und des Gespürs für andere Menschen und andere Persönlichkeiten finden wir auch sehr wichtig. In unserer eigenen Kategorie „Gemeinschaftssinn“ findest Du Spielzeuge genau dafür. Ob ein Theaterstück, in dem verschiedene Rollen eingenommen werden müssen und mit anderen Rollen kommuniziert wird oder beim Kaufladenspiel. Diese Spielzeuge stärken das Bewusstsein, dass es noch andere Kinder mit anderen Ansichten und Interessen gibt, mit denen man spielen kann.

Maja: Ich würde gerne mitmachen, aber ich weiß nicht, ob ihr langfristig für neue Spielzeuge plant. Ich zähle momentan 14 Spielzeuge bei den 2-3 Jährigen, jedoch bin ich mir unsicher, ob dies nicht bei einer M-Kiste (4 Spielzeuge) sehr schnell ausgeschöpft ist. Eine S-Kiste mit nur 2 Spielzeugen im Gegenzug erscheint mir wiederum zu wenig, da ich die Idee voll ausschöpfen möchte. Habt ihr vor, euer Sortiment noch zu erweitern?

Florian Spathelf: Du hast Recht, bisher ist unser Sortiment noch stark limitiert. Das liegt zum Einen daran, dass wir jedes Spielzeug gut auswählen und sicherstellen, dass es pädagogisch sinnvoll ist. Auch ist uns wichtig, dass das Spielzeug unseren Qualitätsansprüchen gerecht wird und leicht zu reinigen und zu überprüfen ist. Es sollte also beispielsweise aus nur wenigen Einzelteilen bestehen. Wir entwickeln unser Sortiment aber stetig weiter und können schon bald neue Spielzeuge anbieten. Langfristig wollen wir mehrere hundert Spielzeuge in unserem Sortiment haben. Wenn Du einen Vorschlag für uns hast sind wir Dir für jede Idee dankbar.

Maja: Hattet ihr selbst Kinder oder wie seid ihr auf die Idee gekommen? Mich persönlich interessiert dabei auch, wie lange habt ihr das Konzept entwickelt und wer daran alles mitgewirkt hat?

Florian Spathelf: Interessanterweise haben die beiden Gründer selbst keine Kinder, allerdings sind sie schon Onkel und haben einige Kinder in ihrer Verwandt- und Bekanntschaft. Zusammen mit zwei erfahrenen Unternehmern aus Berlin haben sie die Spielzeugkiste gegründet und sich Frau Cornelia Nitsch als Spielzeugexpertin ins Team geholt. Es hat etwa 4 Monate gedauert, bis das Konzept entwickelt war und die erste Website online ging. Gegründet hat sich das Unternehmen, um zum Einen hochwertige Spielzeuge in viele deutsche Kinderzimmer zum günstigen Mietpreis zu bringen und dabei zum Anderen noch den Geldbeutel der Kunden und vor allem die Umwelt zu schützen. Mit jedem Mietspielzeug muss ein Spielzeug weniger produziert werden. Das spart eine Menge Ressourcen, die ohnehin schon knapp sind.

Meine Blogparade: Was brauchen Kinder außer Liebe

Ich hoffe ihr fandet das Interview etwas aufschlussreich und mich würde interessieren, ob ihr auch so eine Spielzeugkiste als Geburtstagsabo nutzen würdet. So ein Abo ist eigentlich ideal als Geschenkgutschein für Eltern oder? Zudem passt es auch zu meiner gegenwärtigen Blogparade, wo ihr noch eine Petite-Box gewinnen könnt. Dort wollte ich 5 Dinge wissen, die eure Kinder unbedingt brauchen und welche Dinge eure Kinder nicht brauchen. Mich würde freuen, wenn ihr dort noch mitmacht.

Alle Liebe

Maja

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Blogparade: Welche Dinge brauchen Babys außer Liebe? (Petite-Box im Wert von 25 Euro gewinnen)

11. April 2012
Zuhause türmt sich der Krimskrams, den Mama im Babyshoppingwahn gekauft hat

Zuhause türmt sich der Krimskrams, den Mama im Babyshoppingwahn gekauft hat

Vor der Schwangerschaft habe ich mir so viele sinnlose Dinge gekauft. Als ich vom Arzt erfuhr, dass mein Baby ein Mädchen sein wird, leuchteten meine Augen rosa und ich shoppte alle Hello-Kitty-Produkte, die ich finden konnte. Zu den vielen Kleidungsstücken aber verschwendete ich mein Vermögen noch in anderen Babysachen. Ich shoppte: Schnullerketten, Kinderwagenketten, plüschige Klingelbären, sinnlose Funparks, bunte Perlen für die Kinderwagenräder, Deko, Kinderbücher und einfach nur Kram. Ziel dieser Blogparade ist es nun Orientierung zu geben. Was haltet ihr für die 5 wichtigsten Dinge, die eine Schwangere am Anfang benötigt und was haltet ihr für die 5 unnötigsten Dinge, die ihr nicht brauchtet.

Wenn ihr nun noch nicht schwanger seid, dann könntet ihr vielleicht auch ein Produkt vorstellen, was ihr für überflüssig haltet: Beispiele wären Babypumps, Jeanswindeln oder Babybikinis. Seid kreativ und macht fleißig mit.

Also ich hoffe ihr macht mit bei der Blogparade mit: Welche Dinge brauchen Babys außer Liebe?

Gewinnen

Es gibt auch wieder einen kleinen Gewinn. Mit der Teilnahme an meiner Blogparade könnt ihr eine Petite Box  im Wert von 25€ gewinnen. In der Petite-Box bekommt ihr jeden Monat Produkte zugesandt, mit denen ihr eure kleinen verwöhnen können. Ein Team von Superhelden-Hebammen wählt für euch das passende aus, damit ihr euer Baby zu einem vollfunktionsfähigen Gesellschaftsmitglied baut. Zudem bekommt ihr auch noch ein Los bei meinem anderen Gewinnspiel auf meinem Blog, das heute noch startet. Dort gibt es noch mehr tolle Preise im Wert von 200€ .

 

Gewinnspiel Bild (http://www.pusteblumenbaby.de/)

Die Teilnehmer erhalten jeweils ein Los für mein Gewinnspiel

Teilnahmebedingungen 

Die Blogparade endet am 2. Mai um 23:59:59 Uhr wie auch das Pusteblumenbabygewinnspiel. Ich hoffe, ihr habt Lust und nehmt teil. Ich fasse hier mal noch die Teilnahmebedingungen zusammen:

  • Ihr braucht schlicht nur einen Beitrag zum Thema “Welche Dinge brauchen Babys außer Liebe?” schreiben, der mehr als 300 Wörter hat und verlinkt natürlich auf Pusteblumenbaby.de
  • Zudem könnt ihr euch dann noch jeweils 5 Extralose sichern, indem ihr (insofern ihr einen Beitrag geschrieben habt), diese Blogparade bei Facebook, GooglePlus oder bei Twitter weiter sagt (die Links dazu schreibt ihr bitte in die Kommentare, damit ich das auch werten kann).
  • Die Gewinner werde ich zeitnah auslosen und die Gewinner werden hier auf dem Blog bekannt gegeben.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  • Das Bild oben könnt ihr gerne und ausdrücklich unter meiner Namensangabe für die Blogparade verwenden.
  • An der Blogparade kann jeder teilnehmen, allerdings kann ich die Gewinne nur innerhalb Deutschlands verschicken.

Viel Spaß mit dem Beitrag, bis die Tage und ich hoffe, es nehmen viele teil.

Alles Liebe

Eure Maja

 

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Tragetücher können tödlich sein – Vorsicht richtig binden

7. April 2012

Gleich am fünften Tag nach der Geburt meines Babys habe ich sie in das Tragetuch gewickelt und bin mit ihr raus in den Park. Das Wetter war einfach zu schön und mein Baby sollte gleich merken, dass es in eine wunderschöne Welt geboren ist. Als ich dann im Rewe an der Kasse stand, staunte eine alte Dame mit lila Haaren mit Pelzmantel und Goldohrringen als sie bemerkte, dass der Kopf meines Kleinen aus dem Tuch vor meinem Bauch rauslugte. Vollkommen überrascht sagte sie: ”Also so transportiert ihr heute eure Kleinen.” und schob ihren Oma-Trolley davon, dann drehte sie sich um und rief:

“Wenn du damit hinfällst, ist dein Baby tot.”

Nein, ich die Geschichte ist ungelogen und einem passieren da so einige Sachen. Mittlerweile benutzen wir das Tragetuch nicht mehr, aber ich bewahre es auf, denn es sind einfach schöne Erinnerungen, wie mein Baby, den ganzen Tag die Welt mit mir durchwanderte. Vielleicht kann mein Baby ja später mal mit ihren Babys auch an der Ostsee entlangwandern wie ich.

Ex- Tragebaby auf Erkundungsreise :)

Ex- Tragebaby auf Erkundungsreise :)

An einer roten Ampel erklärte mir dann mal ein aufgeklärtes Rentnerpärchen wie gefährlich das Tragen doch für mein Baby ist. Die alte Dame mutmaßte: “Sie haben wohl kein Geld für einen Kinderwagen.” Leider konnte ich junges Ding, die Herrschaften nicht von den Tragetuchvorteilen überzeugen, stattdessen schauten sie mich nun an, als würde ich auch noch mit Vorsatz mein Kind töten wollen.

Notorische Tücherskeptiker

Natürlich hat das Phänomen der Tücherskeptiker schon die Runde gemacht. In den USA gab es mit verschiedenen, modischen Schlingentüchern tatsächlich Probleme. Äußerst tragisch die Tatsache, dass Eltern ihre kleinen Babys derart banden, dass diese durch einen Rückatmungstau im CO2 erstickten. Heißt das also, dass alle Skeptiker, die ihr Kind lieber im Kinderwagen durch die Gegen kutschieren Recht haben? Nein, dies glaube ich nicht. Auch panische Überreaktionen wie in folgendem Blog sind nicht unbedingt angemessen. Dort heißt es:

“bitte entfernen Sie die Empfehlung zur Bindeweise der Wiege! Auf Grund einiger Vorkommnisse, die in den USA bis zum Tod geführt haben, wird diese Bindeweise nicht mehr empfohlen! Die Krümmung, die das Kind im Tuch einnimmt ist unnatürlich, das Kinn des Kindes wird auf seine Brust gedrückt. Es kann sich so auch nicht durch Schreien äußern. Durch die entstehende CO2 Rückatmung kann das Kind im Tuch ersticken.” http://eltern.germanblogs.de/archive/2010/09/08/anleitung-zum-baby-tragetuch-binden-so-einfach-wird-ihr-baby-zum-tragling.htm

Zwar ist es grundsätzlich richtig, was dort in dem Kommentar geschrieben wird, allerdings ist die Trageweise nur für Säuglinge problematisch, die ihren Kopf noch nicht über längere Zeit eigenständig halten könnent. Dann sollten Eltern ihr Kind nur in der Wiegenbindung tragen.

Als Tragemama ist es also notwendig sich genau über Gefahrenquellen für das Baby zu informieren. Nicht anders als beim Kinderwagen müssen wir auch das Tragetuch hinterfragen und schauen, wo Gefahrenquellen sind.

"Huch, wo versteckt sich nur wieder dieser Hund"?

"Huch, wo versteckt sich nur wieder dieser Hund"?

Dennoch hat das Tragetuch gegenüber dem Kinderwagen viele Vorteile. Die Gefahren sind minimal. Ich weiß noch wie ich mit meinem drei Monate alten Kind an der Ostsee war und mit meinem Baby lange, lange am Strand spazieren konnte. Ich und mein Baby standen nah bei den Wellen und obwohl sie noch nicht einmal richtig greifen konnte, konnte ich sie leicht sitzen lassen und die Wellen ihre Füße kitzeln lassen. Dies war sehr entspannend. Mit einem Kinderwagen wäre ich nicht mal in die Nähe des Wassers gekommen. Wir konnten zudem Wald und Wiesen durchwandern und ich war immer schnell mit ihr mobil. Der gesunde Menschenverstand reichte hier aus, das heißt, ich wäre mit ihr nie in der Wiegenposition umhergewandert. Sie befand sich immer in der klassischen Position vor mir am Bauch. Ein Kind war ja auch niemals ein modisches Accessoire, das ich wie eine Handtasche präsentieren musste, auch wenn ich super stolz auf sie war.

Die Nähe, die wir beim Tragen erleben durften, hat mich in meiner Verantwortung bestärkt und meinem Baby viel Sicherheit gegeben. Mittlerweile ist mein Baby ein sehr selbstbewusster Spatz geworden. Ein Frechdachs, der vor allem “Nein” sagen kann. Nein, sie redet noch viel (das alte Lied: “Ich habe keinen Kindergartenplatz… lalala). Dafür hat sie aber alle Variationen drauf “Neino”, “Neina”, “Neinee”, “Neenee” und nun hat sich endlich auch ein neues Wort gelernt. Es heißt: “Doch”.

Als sie älter geworden ist, bin ich dann auf die Manduca
 umgestiegen, da das schneller ging:

Natürlich verwöhnen wir unser Kind in gewisser Hinsicht, wenn wir ihm viel Nähe geben und es stetig bestärken und nur die wenigen notwendigen Regeln aufstellen. Wir werden es mit diesen Kindern schwieriger haben, aber wir erziehen sie zu Selbstbewusstsein und Kreativität. Wie ich schon häufig in diesem Blog darstellte: Ein Baby muss noch nicht lernen allein zu sein und daher ist das Tragetuch mit der richtigen Bindeweise der optimale Anfang, um eine gute Elternschaft zu beginnen. Hier könnt ihr auch nochmal lesen, was der Didysling genau ist und wie er eure Tragebeziehung ergänzen kann.

Ein paar Tipps zum Binden:

Bindeweisen die ich am einfachsten fand sind, die Wickelkreuztrage und die Kreuztrage. Wobei ich, je älter mein Baby wurde, immer häufiger die Kreuztrage verwendete. Hier könnt ihr das Tuch komplett vorbinden und müsst nur noch das Baby einfädeln. Zudem ermöglicht die Kreuztrage ein schnelles Rausnehmen des Babys und ihr könnt es ebenfalls schnell in das vorgebundene Tuch wieder reinfädeln. Gerade wenn ich länger mit der Bahn unterwegs war, empfand ich die Kreuztrage als sehr praktisch. Bei der Wickelkreuztrage empfand ich gerade am Anfang die doppelte Sicherheit der Tuchbahnen gut. Ich konnte mir sicher sein, dass mein Baby genug Halt bekam.

Welche Trageweise könnt ihr empfehlen und warum?

Alles Liebe

eure Maja

 

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