Archiv fü Kategorie Alltagsgeschichten

Wie mein Kleinkind endlich erwachsen wird – Zuerst die Kinder ins Bett und dann die ersten Schuhe kaufen

25. Februar 2012
Gestern hat mein Kleinkind sich mitten im Park auf den Boden gelegt und mit ihren Playmobil Männchen gespielt :)

Mein Kleinkind hat sich mitten im Park auf den Boden gelegt und mit ihren Playmobil Männchen gespielt. Zwischenzeitlich hat sie mit ihrem Blick verloren in den Himmel geträumt. :)

 Diese Woche geht es bei der Eltern- Kind Blogparade von der Testmama, um Kinderschuhe und Dinge die unsere Kinder zum ersten mal gemacht haben.

Wenn die eigenen Kinder Kinder bekommen, dann werden Eltern sentimental. Wenn Kinder allerdings als Kinder Kinder bekommen ist das natürlich problematisch, denn an und für sich sollten sie sich ja noch in Verantwortung üben. Bei meiner Tochter frage ich mich auch, wie sie mit der Trotzphase ihres Kindes umgehen sollte, womöglich sie sich schreiend auf den Boden dazulegen.  Zum Glück haben Puppenkinder keine Trotzphasen und ich glaube auch, kein Spielzeugerfinder würde dieses bei den Puppen einbauen. Obwohl wie bei Kinderbüchern einige Horrorbücher im Umlauf sind (wie ich ja schon in einem anderen Artikel bei Kerstin gezeigt habe), kann ich mir das auch für Spielzeug vorstellen:

Bei meinem Kleinkind habe ich nun auch mit dem harten Training dafür begonnen. Doch an und für sich macht mein Baby das schon ganz freiwillig. Sie ist nun zu einer jungen Puppenmutti mutiert und ich frage mich, ob ein Jahr und 11 Monate dafür nicht zu jung ist. Für jede Mama der Welt ist es dennoch der Moment, wo sie vor Stolz auf ihr kleines Puppenmütterchen hinabblickt und wieder Muttiminuten für sich hat.

Angefangen hat das Puppenglück jedoch ganz unverhofft. Unsere Nachbarin hatte sich zunächst bei unserem Hausmeister beschwert. Mein Kleinkind hatte ja von ihren Großeltern einen Sandkasten für den Balkon geschenkt bekommen. Fortan aber rieselten kleine Rieselhäufchen bei meinen Nachbarn in den Balkon. Es war das zweite mal, dass es vorkam und mein Gewissen war schlecht. Mit gesenktem Kopf stand ich mit Kehrschaufel und Besen bewaffnet vor der Tür meiner Nachbarin. Aber zur meiner Überraschung war sie diesmal freundlich und sagte sogar, dass es nicht schlimm sei. Ich fragte mich, ob Aliens vielleicht ihr Wesen ausgetaucht hatten und sich ihre Kindern ebenfalls seit ein paar Tagen fragen, warum ihr Mutter verständnisvoll gegenüber ihnen geworden ist. Jedenfalls schenkte sie  mir nicht nur Verständnis für meinen, kleinen Sandpiraten, sondern auch noch ein Puppenbett und einen Kinderstuhl. Wie meine Vermieterin wurde ich also auch hier mal wieder vom Guten im Menschen überzeugt, die mir damals eine wunderschöne Couch schenkte.

Den Kinderstuhl kann ich wirklich gut gebrauchen, da unser vor Kurzem auseinander fiel. Bei dem Puppenbett war ich mir gar nicht sicher, ob mein Kleinkind damit etwas anfangen kann, zum einen kennt sie sowas wie ein Bettgestell im klassischen Sinne nicht, da wir ja kein Bett haben. Nur Louise hat in unserer Wg ein Hochbett und mein Baby ist noch nicht so groß um dort reinzuluken.

Wie das Bett mein Kleinkind in eine Mutter verwandelte 

Die Puppenfamilie von meinem Kleinkind :)

Die Puppenfamilie von meinem Kleinkind, die Psychopuppe versteckt sich unter der Decke :D

 

Ich stellte also unsere neue Errungenschaft ins Zimmer und erzählte Louise von der Freundlichkeit unserer Nachbarin und zeigte stolz den Kinderstuhl. Da hatte mein Kleinkind unbemerkt das Puppenbett schon in Beschlag genommen. Sie legte drei Kuscheltiere und zwei Puppen quer ins Bettchen und sortierte diese gut. Das Bärchen lag ordnungsgemäß neben der Psychopuppe und jeder hatte seinen Platz. Ich fand das so niedlich, dass ich  mein Baby eine kleine Decke besorgte, welche sie sofort fachmännisch über ihre “Kinder” legte. So eifrig habe ich sie nie beim Puppenspiel beobachetet, Puppen waren bisher etwas, das zu irgendwelchen physikalischen Schwerkraftexperimenten benutzt wurde und mein Kind freute sich stets, wenn diese auf dem harten Boden besonders mit dem Kopf zuerst landeten: Ungefähr so wie hier:

Daher war ich wohl zu Tränen gerührt, weil ich merkte, dass mein Kleinkind nicht nur Böses im Sinn hat. (Manchmal lachte mein Kleinkind schon, wenn ich “Aua” sagte). Nun aber ändert sich alles, denn mein Kind ist zum ersten mal Mutti geworden.

Nachdem mein Kleinkind also seine neuen Kinder komplett zugedeckt hatte (also wirklich komplett, denn die Köpfe dürfen ja auch nicht frieren), da beugte sie sich vor, nahm einen Zipfel von der Decke zurück und gab dem Schäfchen ein Gute-Nacht-Küsschen und deckte es dann wieder zu. Da blühte das Muttiherz natürlich auf wie eine Blumenwiese im Frühling:


Mittlerweile hat mein Kleinkind ihre Zubettgehstartegie noch verfeinert. Sie macht nun nachdem alle Puppen und Tiere mit einem Küsschen bedacht sind und wohlig  warm im Bettchen liegen, das Licht aus, dann beugt sie sich wieder etwas vor, hält sich den Zeigefinger an den Mund und macht: “Pschhhhhh”. Da komme ich mir selbst schon vor wie ihr Kind.

Übrigens ist mein Kleinkind ein überzeugter Vertreter des Famlilienbetts, denn die Kuscheltiere dürfen niemals alleine im Bettchen liegen und müssen nun nachts auch immer alle (alle, das sind ungefähr 20 Stück) bei uns sein. Morgens wache ich als manchmal auf und schaue erschrocken in das beharrte Gesicht eines Kuschelbären.

Das erste Bettchen und neue Schuhe

Wie passt das Bettchen nun mit den neuen Schuhen zusammen? Das Bettchen ist neu, es ist das allererste Puppenbettchen von meinem Kleinkind. Nun werden die nächsten Schuhe, die sehr bald fällig sind, nicht die ersten sein, aber es werden die ersten sein, bei denen mein Kleinkind Mitspracherecht haben wird. Die letzten Schuhe von meinem Baby habe ich bei Ebay für 10 Euro ersteigert. Es waren niegelnagelneue Schuhe von Däumling. Ich rechne nicht damit, diesmal genauso viel Glück zu haben. Zudem bin ich mir nicht ganz sicher, welche Schuhgröße sie nun wirklich braucht, also werde ich es zum ersten mal mit einem richtigen Schuhgeschäft versuchen.

mein Babys alte Schuhe haben ihre besten Zeiten auch hinter sich :)

mein Babys alte Schuhe haben ihre besten Zeiten auch hinter sich :)

PS: Vergesst nicht an meinem Gewinnspiel teilzunehmen :)

Alles liebe

eure Maja

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Von traurigen Clowns am Rosenmontagsumzug und meinem Schmetterlingskind

21. Februar 2012
Karneval steckt mit guter Laune an

Karneval steckt mit guter Laune an :)

Habt ihr schon mal versucht, beim Kölner Karneval einen Stehplatz in den vorderen Reihen zu erkämpfen? Egal wie früh ihr euren Wecker klingeln lasst, egal wann ihr euer Zelt in den ersten Reihen aufschlagen wollt, dauerfeierende, betrunkene Piraten haben die Plätze immer schon irgendwie in Beschlag genommen und schunkeln dich einfach aus dem Weg. Über dem Kölner Karneval schwebt der Fluch der Karibik. Durch die Schunkelmauer aus 2 Meter Zehn Männern im rosa Bunnykostüm, gegen adipöse Engel mit Karnevals- und Alkoholfahne und pinke Pummelfeeen habt ihr keine Chance. Bemüht euch nicht frühzeitig los zugehen, am Dom habt ihr Glück, wenn ihr ein Bonbon gegen den Kopf bekommt, den euch dann eine Betrunkene im Tigertanga wegschnappt.

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Google Friend Connect gibt sich auf, hüpft schnell in eine andere Abofunktion

13. Februar 2012
Immer der Sonne entgegen, ich warte ungeduldig auf die ersten Schneeglöckchen :)

Immer der Sonne entgegen, ich warte ungeduldig auf die ersten Schneeglöckchen :)

Am Anfang meiner Blogger Karriere, da hieß mein Blog noch “Snows of Yesteryear”. Mein Baby war vielleicht drei Monate alt und ich schrieb für meine imaginären Blogger Freunde. Ich kam mir vor als würde ich mich an Heerscharen von Mamis mit meinem Baby wenden, aber in Wirklichkeit klickte vielleicht mal eine Freundin drauf, die ich Tage lang beschwatzte. Meine Artikel bestanden aus vier Sätzen, in denen ich so wichtige Sachen behandelte wie: Anwendung eines Teebeutels und Schuhe ausziehen für Dummies, wenn dein Baby schreit. Meine Fotos  waren auch nicht besser. Meine Babybilder waren so matt und farblos als würde ich in einer Nebelbank wohnen und blutleere Leichen fotografieren. Gerne hätte ich wie all die anderen Blogger mehr Leser gehabt, und ihnen etwas über Babys erzählt. Ich freute mich auch über die sieben Besucher am Tag, die per Zufall auf meinen BabyBlog stolperten. So ein Anfang als Mama-Blogger ist ganz schön deprimierend. Ihr sitzt da vor eurem Blog mit drei Artikeln über euer Baby (die niemand interessiert), ihr sitzt vor eurem ersten Header, den ihr in vier Nachtschichten mit schreiendem Baby gebastelt habt und wartet auf die Besucher, die nicht kommen und freut euch über jeden, einzelnen Besucher bis ihr feststellt, dass ihr beim Besuchen selbst mitgezählt werdet. Wie kam ich dann also zu einem anderen Namen und meinen ersten Abonnenten?

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Meine neue Mitbewohnerin – Mama und Kleinkind entlassen aus der Bodenhaltung

9. Februar 2012
Erstmal gemütlich machen :)

Erstmal gemütlich machen :)

Die Couch ist für jede faule Potato eine geeignete Traumwiese. Couchen machen müde und erinnern an das innerliche Zusammensacken nach dem Feierabend, auf Couchen haben wir als Kinder “Wetten dass..?” gesehen und Fußballweltmeister geworden. Couchen sind Polster der Glückseligkeit, und was wäre Deutschland ohne seine Couch? Ich hatte ja schon darüber berichtet, was mit meiner alten Couch geschah. Ich hatte zwar mal eine ganz tolle Couch, mit kleinen Beistelltischchen aus besten Ikea Material. Diese Couch hätte euch Geschichten von mir erzählen können, die besser im Keller begraben bleiben. Leider aber ist meine ehemalige Couch in meiner letzten Wohnung geschimmelt, so dass ich auf polsterfreie Erziehung umgestiegen bin. Ich habe nur quälend aus der Not eine Tugend gemacht und dachte das Leben ohne Couch wäre ein wunderbares Leben. Das war es zu Teilen auch, aber nun ist etwas ganz Wunderbares passiert.

Der Schimmelbefall meiner alten Couch war schon ein Schicksalsschlag. Schweren Herzens musste ich sie im Sperrmüll entsorgen und ich hoffe ihr geht es jetzt gut im Couchhimmel und dass auch Gott noch Verwendung für sie hat. Mit etwas göttlichem Antischimmelspray geht das wohl. (Meine letzte Wohnung ist übrigens noch einen eigenen Beitrag wert, aber erst wenn ich die Kaution zurück bekommen habe, werde ich darüber mehr schreiben. Wir wollen nicht böse Vermieter beschwören).

Ich lebte also das letzte viertel Jahr dann ohne Couch und stieg damit in der Gesellschaftspyramide noch unter die “Mitten im Leben”- Schicht. Die haben nämlich wenigstens noch eine Couch auf Pump gekauft. Die Sitzecke ist ihnen neben PlayStation immer irgendwie das wichtigste an der gesamten Wohnung, aber eine Playstation habe ich immerhin, nur Spiele dafür kann ich mir nicht leisten.

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Auf dem Spielplatz mit Baby – Ein kleiner Alltagsbericht für zwischendurch

26. Januar 2012

Mal ein Nostalgiepost von meinem Baby mit 11 Monaten. Sie werden ja so schnell alt. Alles noch mit alter Kamera. Mit dem Abstand muss ich schon sagen, dass ich mich entwickelt habe. Also wie stets mit den Spielplätzen, in Köln sind die leider weit weg und viele andere Muttis kenne ich leider noch nicht.

Der Weg mit meinem Baby zum Spielplatz war heute wieder übersät mit interessanten Dingen: Stöckchen, Steinchen und dem obligatorischen Müll, bestehend aus Spritzen, Bierflaschen, Kondomen und Binden. Es ist schon erschreckend für eine junge Mama, ihr noch so junges Baby mit einer kalten Kippe im Mund zu erwischen. Die Jugend wird also immer aufmüpfiger. Nun gut aber ich wollte doch über den Spielplatz schreiben.

 

Mein Baby bevor ich ihr sage, dass wir auf den Spielplatz gehen

Mein Baby bevor ich ihr sage, dass wir auf den Spielplatz gehen

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Alleinerziehend, arbeitslos, verzweifelt – Mein Kleinkind und ich im Betreuungswahnsinn

21. Januar 2012
mein Baby Hey du, los los mehr Entertainment bitte! Wir hatten kurz vorher gegessen ;)

Hey du, los los mehr Entertainment bitte! Wir hatten kurz vorher gegessen ;)

Letztes Jahr bin ich ja mit Sack und Pack, mit Kind und Kegel und Chaosumzugsunternehmen nach Köln gezogen. Ihr wisst gar nicht wie frustrierend es ist, wenn euer Umzugtransporter nur mit 30 km/h über die Autobahn tuckert, weil die alte Rostlaube von einer leichten Steigung hoffnungslos überfordert ist. Da saß ich dann und fragte mich: “Warum habe ich das stressige Kartonpacken und Organisieren nur in Kauf genommen?

Naja, immerhin das Wetter war sehr schön und ich konnte die strahlende Landschaft beobachten. Vor der Schneckenfahrt hatte ich noch Angst, da der Gurt nicht intakt war, aber bei dem Speed war das wohl unbegründet.

Warum aber nun nach Köln? Ich wollte schon immer gerne in Köln wohnen, da ich mich hier immer heimisch wie in einem Wohnzimmer fühlte. Selbst wenn ich nur mit dem Zug durch den Hauptbahnhof von Köln gefahren bin, habe ich immer gedacht: “Boah ist das dreckig hier, aber der Lifestyle gefällt mir.” Ein heruntergekommenes Hotel mit Graffiti verziert und die ganzen Päärchenschlösser an der Hohenzollernbrücke vermitteln einfach Lebensfreude. In Köln habe ich auch sehr schnell eine Vollzeitstelle gefunden, was der Grund für den Umzug war. Ich war ziemlich verblüfft, denn in Hagen kam der Erfolg nicht so schnell. Aber nun ja damit hat es dennoch nichts Gutes auf sich gehabt. Lesen Sie den gesamten Eintrag »

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Fragerunde unter den Muttiblogs: 11 Plauderantworten aus dem Nähkästchen

19. Januar 2012
Oh Gott getaggt und nun?

Oh Gott getaggt und nun?

Ich wurde getaggt vom lieben Mimöchen. Bis vor kurzem wusste ich nicht mal, was das ist: getaggt…, aber mittlerweile weiß ich bescheid :). Also begebe ich mich mal in die fröhliche Fragerunde.

1.Kunterbunt oder Unisex?
Wie immer beides: Da hat einer seiner Tage, wo Buntheit ins Papageienprogramm gehört und die Welt ohnehin schon grau in grau steht, ab und an schleiche ich dann auch wie auf einer Beerdigung durchs Haus. Dann gibt es noch das obligatorische Kontrasprogramm mit seiner Kleidung den Kampf gegen die Jahreszeit zu kämpfen. Und was passiert mit dem tristen Alltag? Die Farben waschen sich zu schnell aus.
 
2.Lieber einen gemütlichen Abend auf dem Sofa verbringen oder in eine wilde Partynacht eintauchen?

Nochmal auf den Bordsteinkanten sitzen und mit Bierflaschen anstoßen, morgens bis die Sonne aufgeht an den Lagerfeuern herumvagabundieren, aber das ist vorbei, vorbei, vorbei. Seit der Geburt meines Babys müssen erstmal andere die Party weiterfeiern. Da werden Kinderbücher umgeblätter und kleine Auawehwehchen wieder heile gepustet. Einen Babysitter kann ich leider nicht entlohnen. Würdet ihr euer Baby schon über Nacht allein lassen? Was wenn es weint und sich nicht beruhigen lässt? Vielleicht bin ich ein wenig zu ängstlich, aber ich warte lieber bis mein Kindchen etwas älter ist. Bis dahin macht der Partylöwe mein Baby das Einschlafen ohnehin schwierig.

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Silvester in Köln mit Kleinkind – Ich frage mich, ob der Dom noch steht

1. Januar 2012

2012Eigentlich wollte ich ja gestern das große Knallen, den Neujahrsempfang mit meinem Kleinkind hinter dem Fenster verbringen. Das hätte zum einen den Vorteil gehabt, dass es warm gewesen wäre und dass ich nicht aufgeschreckt vor Knallern und Raketen wie im zweiten Weltkrieg hätte flüchten müssen. Pustekuchen, wir sind dann doch noch dank einer Spontanidee ans Rheinufer gewandert, um dort das Feuerwerk am Dom zu beobachten. Wir sind ja jetzt schließlich Kölner. Der Weg war schon eine Tortur und ich muss sagen, dass es eigentlich eine Schnapsidee war. Ich hatte gedacht,, mein Kleinkind freut sich über das bunte Himmelsspektakel, doch ich hatte ganz vergessen, dass es auch ziemlich laut ist. Wir haben teilweise unsere eigenen Wort nicht mehr verstanden.

Dabei war mein Kleinkind auf dem Weg noch neugierig auf die ganze Sache und ich dachte, was für ein wunderbarer Abend. So spät Nachts dann nochmal raus und mit dem Menschenstrom gemeinsam zum Ufer gehen, das war schön. Lesen Sie den gesamten Eintrag »

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Problemlose Kleinkinder? Erfahrungsberichte mit einem Kleinkind?

1. Januar 2012
Klein mein Baby und klein Achim

Kleinkinder sind Troublemaker und wollen nicht unterschätzt sein. (Foto: juhansonin)

Habt ihr schon mal ein zwei jähriges Kind gesehen, das sich nicht beschwert?
Ich bin letzten auf einen Artikel zu der Frage, was wir alls Blogger von Zweijährigen lernen können gestoßen, dessen Intention ich gut finde, leider finde ich das der Text nicht der Wahrheit entspricht. Der Autor möchte, dass Blogger sich ein Bespiel an einem zwei jährigen Kind nehmen, denn diese beschweren sich nicht, haben unendliche Zuneigung zu ihrer Mutter und müssen sich nie Sorgen machen. Der Autor möchte nun, dass ihr diese Eigenschaften auf seinen Blog und seinen Beruf als Blogger überträgt.

Kommen wir mal zu den Behauptungen:

Zweijährige beschweren sich nicht

Sie würden lachen oder weinen, aber beschweren würden sie sich nicht. Nun gut, vielleicht bin ich mit dem Glück gesegnet worden, ein sehr eigensinniges Exemplar von einer Zweijährigen zu haben, aber im Grunde denke ich, dass jedes zweijährige Kind, eine Menge Widerworte gibt. Beschweren und bemängeln ist im Moment das liebste Hobby von meinem Kleinkind, denn Mutti macht im Moment so unglaublich viel falsch. Es fängt Morgens an, wenn ich unser Müsli zubereite. Unsere Müslischalen stehen nebeneinander und mein Kleinkind steht auf einer Kiste damit sie auch genau beobachten kann, was Mutti da so in ihre Schüssel tut. Greife ich zu den Haferflocken, wird nach zwei Sekunden der Protest angeschaltet: “Nein, nein, nein, nein, nein”, was bedeutet ” Mama drei Haferflocken sind mehr als genug”. Okay, weiter gehts, Rosinen, ich mag die ja total gerne, mein  Kleinkind mag sie anscheinend heute auch gerne und will ,dass ich die ganze Tüte in ihrer Schüssel entleere. Das geht natürlich nicht und so setzt es sofort eine weitere Beschwerde an den Koch. Dann kommen wir zu dem Leinöl und der Hafermilch, die unserer Müsli verfeinern. Beides, muss mein Kleinkind selber einfüllen, sonst wird sofort Protest eingeleitet. Meine Tochter ist wie die politische Opposition zu allem meinen Handeln. So geht das dann den ganzen Tag weiter. Es ist eine Gratwanderung auf dünnem Eis, immer in der Gefahr, dass die Bombe namens mein Baby neben mir explodiert. Das Kind ist halt sehr eigensinnig, aber nach so einem Tag soll mir dann nochmal jemand erzählen, dass Zweijährige sich nicht beschweren. Lesen Sie den gesamten Eintrag »

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Polsterfreie Erziehung – durchs Leben ohne Couch

8. Dezember 2011
Mein schöner und leerer Couchstellplatz

Mein schöner und leerer Couchstellplatz

Zu einem gemütlichen Abend mit Yogi Tee, Kuscheldecke, Erdnussflips, einem guten Film und vor allem mit einem durch gute Erziehung dahin schlummernden Kleinkind darf ein Möbelstück nicht fehlen: Die Couch.

Zeig mir deine Couch und ich weiß, wie du chillst. Da ich nun natürlich keine Couch mehr habe, kann ich eigentlich überhaupt nicht mehr bei der Blogparade von “Neue Wohnung” mit. An und für sich passt eigentlich nur der Name, weil mein Kleinkind und ich ja gerade die Wohnung wechselten. Da die Leute aber nun wissen wollen, wie ich und meine kleine Tochter chillen, hilft vielleicht das Foto aufgestauter Leere links weiter.

Meine Oase der Entspannung, mein Hort der inneren Ruhe und Ausgeglichenheit, der sichere Hafen für gestresste Gäste, meine Couch ist leider nicht vorhanden. Für mein Kleinkind und mich hat es leider nur zu einem Couchstellplatz gereicht. Kein Polsterungetüm, das mich wie eine Fessel der Bequemlichkeit an den Fernseher kettet oder den Platz für die Kleinkinderdisko klaut. Nunja, wir erziehen uns eben in Enthaltsamkeit. Wie wusste es noch Tyler Durden: “Die Dinge, die du besitzt, besitzen dich.”

Nein, ganz so erzieherisch hin zum asketischen Ideal bin ich mit uns dann nicht. Wir schlafen nicht auf dem Boden und folgen keinem buddhistischen Erziehugsideal. Ich hatte mal eine wundervolle Couch, eine schöne und praktische dazu. Diese hatte nämlich noch kleine Esstischchen, die ich an den Armlehnen nach rechts und nach links schieben konnte. So kleine Tische an der Couch macht eine Couch erst wirklich perfekt, aber so etwas kann man erst wissen, wenn man schon mal in den Genuss von kleinen Couchtischchen gekommen ist. Die Couch diente mir viele vorm Fernseher dahingeschlafene Abende.

Leider bin ich kein gutes Couchfrauchen. Ich habe meine Couch geliebt und sie war Mittelpunkt meines Lebens, aber ich habe sie anders als mein Kleinkind sträflich vernachlässigt. Auf ihr wurde getanzt, gelacht, gegessen, gefeiert, gemalt und gequatscht. Diese Couch hat wirklich viel mitgemacht und sie hat es mir Heim gezahlt mit hässlichen Flecken. Dementsprechend sah sie dann nach einigen Jahren auch aus.

Dennoch so ein Kleinkind und eine Party ist ja noch nicht der Todesstoß für eine solche Couch. Mit einer guten Decke, konnte ich allerlei Jugendsünden verdecken. Auch mein kratzender Kater oder meine freilaufende Lieblingsratten konnten sie schließlich nicht vernichten. Ach, ja ich weiß, wenn man jung ist, kauft man sich allerlei Tiere, ohne zu bedenken, dass diese ja beständig gesäubert werden müssen. So Haustiere sind anstrengender als Kleinkinder, weil man weiß, dass das Kleinkind sich irgendwann alleine säubert. Die Hoffnung der Erziehung ist ja, sein Kind irgendwannn in die Selbstständigkeit zu entlassen. Bei Katzen könnt ihr soviel erziehen wie ihr wollt, ihr bleibt nur der Dosenöffner wie auch der Streichelsklave. Nun gut die kleinen Nager mochten also meine Couch auch nicht, aber selbst angenagte Ecken haben ihr nicht das Gefühl der Behaglichkeit nehmen.

Den letzten Rest hat meiner Couch aber letztlich die letzte Wohnung gegeben, worüber ich noch ausführlicher berichten muss. Woher sollte ich auch wissen das der alte Couchstellplatz von Schimmel so wie die ganze Wohnung durchzogen war? Das war schon nicht nett von meinen vormaligen Vermietern mich dort hineinzustecken, ohne darüber zu informieren (aber darüber erzähle ich dann noch), dass die Wohnung von Schimmel nur so durchseucht war. Die Folge ist nun, dass ich Allergien habe, mir Sorgen um meine kleine Tochter mache und mir das ein oder andere Möbelstück einfach nur fehlt und so auch die Couch.

Deswegen leben wir nun ohne Couch. Das hat auch seine Vorteile, ich kann jetzt nicht mehr zur Couchpotato mutieren. Auf dem Boden liegt es sich halt nicht so gemütlich. Ich kann nun auch schlechter Gäste empfangen, so dass ich nicht so häufig aufräumen muss. Dadurch sieht es natürlich auch wieder unordentlich aus. Daher muss ich mich nun auch selbst erziehen und werde nicht mehr nur von Gästen zu einem aufgeräumten Leben veranlasst. (Okay bis jetzt ist das wohl nur Geplapper)

Dennnoch schön wäre ein solches Omapolster schon. Aber gut, wenn kein Geld in der Kasse ist, geht es auch so. Wir haben auf unserem Couchstellplatz nun ein paar Decken und Kissen ausgelegt. Manchmal zünde ich auch eine Kerze dort an, In Memory of the alte Couch. Ich weiß nicht, ob sich mein Kleinkind nun als armes Mädchen fühlt oder irgendwann bei anderen Familien ganz verdutzt sich wundert, was eine Couch denn sei.

Problem ist auch, dass mir viele eine Couch anbieten, aber im Kinderwagen oder im Tragetuch kann ich die auch nicht transportieren, vor allem dann nicht, wenn wie heute mein Wutkind an einer Ampel mitten in der Stadt einen Wutanfall bekommt und sich dort vor allen Leuten die Hose auszieht. Womöglich meint mein Kind uns noch weiter zur Enthaltsamkeit zu erziehen, denn Anziehsachen brauchen wir in Zukunft auch nicht mehr (Hilfe mein Kleinkind ist ein Exhibitionist.) Tja nun bin ich mal gespannt, wie die Damen und Herren mein gechilltes Leben beurteilen (ganz ohne Couch)

Wie ist es um eure Couch bestellt?

Alles Liebe Maja

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