Blogparade: 5 Dinge, die dein Kind darf, andere aber nicht

Von Pusteblumenbaby. Abgelegt unter Mamas Erziehung  |   
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5 dinge die eure kinder dürfen, andere aber nicht (http://www.pusteblumenbaby.de/)

Kinder wollen mitkochen, sie wollen alleine auf der Straße laufen, sie wollen nicht auf das Klettergerüst, sondern auf die Baugeräte, sie wollen alleine Fahrradfahren, sie wollen das Auto lenken, sie wollen lange aufbleiben, sie wollen Süßigkeiten, sie wollen klettern, stecken Stecker überall hin, sie wollen alles, was ihr auch könnt. Kinder wollen selbstständig und frei sein. Das Problem aber ist bekannt, Kinder können noch nicht alles und Erwachsene müssen sie schützen. Wenn wir es dann aber Kindern verwehren begegnen wir oftmals einem ausgekochten Wutanfall.

In der Folge reglementieren wir viel mit glasklaren Regeln und unterdrücken damit auch den Drang nach Freiheit. Die Frage ist, ob wir bei einigen Regeln nicht zu streng sind oder ob wir einige Regeln überhaupt derart durchsetzen müssen. Unsere Erfahrung ist, dass sich Regeln vor allem durch Gewohnheiten einspielen und nicht mit Strenge behauptet werden müssen. Am Tisch essen alle ordentlich und so auch das Kind. Da gibt es eigentlich wenig Regeln, die mal formuliert worden sind, sondern viel Nachahmung und Vorleben.

Mit diesen Fragen zumindest setzt sich die Blogparade auseinander. Wir möchten von euch gerne wissen, welche Regeln anderer Eltern sind aus eurer Sicht eigentlich absolut unnötig oder welche Regeln müsst ihr überhaupt nicht durch Schimpfen erzwingen. Worauf könnten Eltern getrost verzichten und was darf euer Kind, was andere Kinder nicht dürfen.

Die Blogparade geht bis zum 15.07.12, wenn ihr allerdings mit eurem Beitrag noch an der großen Verlosung teilnehmen wollt und euch ganz viele Extralose sichern wollt, dann schreibt noch einen Artikel bis zum 28.06.12 um 23:59 Uhr. Ihr nehmt teil, indem ihr auf pusteblumenbaby.de und diese Blogparade verlinkt. Das Bild oben könnt ihr gerne benutzen und ausdrücklich teilen.

Gewinnspielbild Juni (http://www.pusteblumenbaby.de/)

Das Pusteblumenkind mit seinen 2 Jahren darf wie einst Pippi Langstrumpf sehr viel. Doch es gibt auch natürliche Grenzen, die es aber schnell einsieht, wenn ihr es ihr erklärt. In der Regel ist sie sehr beständig und gelernt wird bei uns vor allem durch Wiederholung. So sieht sie bei hohen Klettergerüsten schnell ein, dass die Sache gefährlich ist und zeigt mit ernster Miene auf das Klettergerüst und sagt “Aua”. Bei Essen und Öfen bedeutet sie gerne “heiß” und pustet vorsichtig in die Richtung. Bei Hunden ruft sie “Ah”, gleichwohl sie fasziniert von diesen ist. Wenn es zu Bettgehzeit ist, herzt sie ihre Puppen, macht das Licht aus und legt sich gerne mit ihnen ins Bett. Am Tisch bleibt sie ebenso sitzen, wenn Mama isst und verschüttet sie etwas, macht sie es gerne sauber, holt das Küchenpapier und schmeißt es danach ordnungsgemäß in den Papierkorb.

Was sind also 5 Dinge, die das Pusteblumenkind darf.

1. Sie darf genauso lange aufbleiben wie die Mama und mit ihr kuscheln, Bücher lesen und auch mal Fernsehen. Natürlich geht sie noch nicht zur Schule oder in den Kindergarten und die Schlafenszeiten von ihrer Mama sind die gleichen, wie von ihrem Herzchen. Mit dem Kindergarten ändert sich dieses bald, aber da wird Mama sich viel Zeit nehmen, um sie ins Bett zu bringen. Außerdem durfte sie bis vor kurzem mit Mama im selben Bett schlafen (Co-Sleeping), aber auch dies ändert sich bald, da sie mit Meikes Tochter (unserer neuen Mitbewohnerin) bald ein gemeinsames Kinderzimmer bezieht.

2. Das Pusteblumenkind darf essen, was sie will und muss nicht aufessen. Natürlich bestimmt das Angebot die Nachfrage, wenn Mama sich nämlich Salzstangen und Chips reinfegt, dann kann das dem Kind nicht ohne Weiteres verwehrt werden. Die einzige Lösung ist da, dass Mama auf derlei Dinge ebenso verzichtet. Was die Kinder machen sollen, müssen die Eltern schließlich auch irgendwie vorleben können. Schokolade wird dann zwar noch heimlich, aber deutlich seltener und mit wirklich schlechtem Gewissen verzehrt. Als ich mal heimlich eine Schokolade aus einem Versteck hervorholte und das Papier beim Öffnen raschelte, stand das eineinhalbjährige Kind in der Tür, zeigte mit dem Finger auf mich und sagte “Da!” Dann gibt es hin und wieder Schokolade, die dann alle gemeinschaftlich und genüsslich verzehren.

3. Das Pusteblumenkind darf auf dem Spielplatz allein die Rutsche hochklettern. Während andere Eltern nervös mit den Händen zittern, beobachtet Mama die Situation und steht in der Nähe. Das Pusteblumenkind ist schon ein kleines Äffchen und wird später bestimmt mal eine tapfere Kletterin. Jetzt darf sie viele üben und ihr Selbstbewusstsein aufpumpen.

4. Schränke werden mit aller Neugierde ausgeräumt und entdeckt. Das Pusteblumenbaby wandelt dabei tapfer durch die Wohnung. Wo Kinder früher noch mit dem Lineal verprügelt worden sind, weil sie den ganzen Schuhschrank ausgeräumt haben, werden bei Mama alle Absatzschuhe stilecht präsentiert und in der Wohnung verteilt. Einzige Bedingung ist, dass das Pusteblumenkind danach wieder einräumt. Spielzeug kann vieles sein und der Kreativität sollen hier wenige Grenzen gesetzt sein. Es macht nur ein kleines bisschen mehr Arbeit, aber das gemeinsame Aufräumen ist zumeist wie gemeinsames Spielen. Wenn es dann wirklich Grenzen gibt, werden diese bis zur Ermüdung erklärt und wiederholt, wiederholt, wiederholt. Lernen vollzieht sich nämlich nicht durch Strafe, sondern durch Wiederholung (noch niemand hat die Mathematik verstanden, weil ihm die Zahlen eingeprügelt worden sind).

5. Das Pusteblumenkind darf sich im Dreck suhlen, denn Sachen können schnell gewaschen werden. Vor Keimen im Boden kennt das Pusteblumenkind keine Angst, denn was es nicht umbringt macht es stark. Dinge, die auf den Boden gefallen sind, werden schnell abgeklopft und dann freudig weiter verzehrt. Natürlich muss einer sich vor einigen Keimen in Acht nehmen, aber dies sollte im normalen Sandkkasten kein Problem sein und woher sollte das Pusteblumenkind wissen, dass Sandkuchen wenig mit echtem Kuchen zu tun hat, wenn es dies nicht probiert. So lernt es doch von Muttern zumindest, dass ihr Urteil, welche Dinge essbar sind und etwas ungenießbar wirken, dass diese Urteile von Mama nicht ganz fernab von der Realität sind. Das Kind lernt Vertrauen, indem Mama ihm vertraut und es machen lässt.

Es wäre schön, wenn ihr wieder so herzlich teilnehmt wie bei der letzten Blogparade. Ihr müsst natürlich nicht unbedingt fünf Dinge nennen, sondern ihr könnt auch ganz allgemein über das Thema schreiben. Wir freuen uns schon auf eure Beiträge und werden alle bei Facebook teilen. Es lohnt sich also nicht nur wegen des Gewinnspiels.

 

Liebe Grüße Norman, Maja, Meike und die Pusteblumenkinder

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  • Juliane Notter

    Guten Morgen, bin auch wieder mit dabei… Tolle Frage, etwas schwieriger zu beantworten im ersten Moment als die erste Blogparade finde ich…

    http://egmonstermamma.blogspot.de/2012/06/blogparade-5-dinge-die-mein-kind-darf.html

    Alles Liebe
    eGmonstermamma

  • Alltagstipps

    Hallo zusammen,

    Oh ha, das war eine schwere Geburt, all die Gedanken, die da so in meinem Kopf umher geschwirrt sind, in Worte zu fassen und vor allem so, dass verständlich ist was ich meine. Dieses Thema könnte Seiten füllen, doch habe ich mich mal auf einen kleinen Ausschnitt beschränkt. Liebe Grüße von Nicole und viel Spaß beim lesen!

    http://alltagstipps.net/2012/06/5-dinge-die-dein-kind-darf-andere-aber-nicht/

  • Rosalinde

    hey,
    ich hab mich auch mal wieder hingesetzt und meine Gehirnwindungen arbeiten lassen, noch kann ich zwar nicht genau wissen, wie alles sich wirklich umsetzen lässt, aber Vorstellungen hab ich natürlich :)

    die ich hier mal nieder geschrieben hab:
    http://farbensalat.blogspot.de/2012/06/5-dinge-die-mein-kind-darf-andere-aber.html 

    liebste grüße :)

  • Sabine G.

    Ich habe es auch endlich mal geschafftt und melde mich aus der stillen Leserschaft zur aktiven Blogparaden-teilnehmerin :)

    http://krumme-nadel.blogspot.de/2012/06/blogparade-5-dinge-die-dein-kind-darf.html

  • http://www.fraulein-moon.de/ Fräulein Moon
  • Lotte

    Habe auch teilgenommen und bin so endlich ml wieder zum Bloggen gekommen :) Liebe Grüsse! Lotte
    http://rumpelkind.blogspot.de/2012/06/blogparade-5-dinge-die-mein-kind-darf.html

  • Pingback: Was darf mein Kind, was andere nicht dürfen? * 5 Dinge | BlogMonsta

  • http://www.facebook.com/people/Anna-Göbel/100002089810979 Anna Göbel
  • Mama Mamagie

    Bei dem tollen Thema wollen wir natürlich auch noch dabei sein: http://www.mamagie.de/2012/07/09/5-dinge-die-mein-kind-darf/

    Liebe Grüße Karin

  • otto

    und wenn die Mama ein Glas Wein trinkt, darf das “Pustekuchenkind” auch was abhaben oder wie? Nicht im Traum würde ich mich vor meinem Kind rechtfertigen, wenn ich eine Tafel Schokolade esse und ihm das nicht erlaube. Ich bin nicht für ein Vorgaukeln einer gleichberechtigten Behandlung von Kindern und Erwachsenen. Wenn es nach dem Grund fragt: “Weil ich mehr darf als du, denn ich bin erwachsen und du nicht”, denn so ist es ja auch. Allerdings richtig ist, dass ein Kind nicht zwanghaft aufessen müssen sollte und die Sache mit den Gefahrenzonen wird m.E. von anderen Eltern auch zu eng gesehen.

    • http://www.bewusstes-lernen.de/ Norman Schultz

      Wenn dir das nicht im Traum einfallen würde, dann wird sich dein Kind womöglich richtig schön rational entwickeln. Gerade in den moralischen Entwicklungsschritten ist es wichtig, dass Kinder in die Welt der Gründe eben auch durch Gewöhnung eingeführt werden. Gutes Begründen gehört daher zur Erziehung.

      Hinsichtlich der Gleichberechtigung von Kindern gibt es eine schlichte Antwort: Menschenrechte haben alle, in diesem Sinne bestehen gleiche Rechte, zweitens haben die Eltern prinzipiell weniger Rechte, da sie Pflichten ohne Berücksichtigung ihrer Situation schlichtweg erfüllen müssen, drittens sind die Selbstbestimmungsrechte des Kindes nach diversen gesellschaftlichen Normen eingeschränkt: alleine raus, Autofahren etc. Dieses aber ist nicht willkürlicher Überlegungen der Eltern geschuldet, so wie du anscheinend gerne willkürlich “regierst”, sondern besteht durch ein Netz von Gründen, das die Gesellschaft als solches akzeptieren kann, deswegen ist auch schlichtweg verboten, dass Kinder Alkohol bekommen. Aber ich wiederhole es nochmal, wie in einem rechtsstaatlichen Modell für das wir unsere Kinder ja erziehen, weil es die Grundlage unserer Normen ist, so hat auch jeder ein Menschenrecht auf Gründe. Prinzipiell also keinen Grund zu haben, warum du zum Beispiel Schokolade essen kannst, das Kind aber nicht, erzieht wohl für das, was unsere Gesellschaft zumindest nach der konstitutionellen Anlage nicht ist. Willkür heißt hier vor allem, es sich einfach mal leicht zu machen.