5 Tipps um mein Baby besser zu fotografieren und meine Spiegelreflexkamera

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Nicht perfekt, aber aller Anfang ist schwer :)

Nicht perfekt, aber aller Anfang ist schwer :)

Mamas wollen ja ihre Kinder nicht nur erziehen, sondern auch Spaß haben. Glücklicherweise lässt sich die Erziehung schnell mit kreativen Hobbys verbinden. Wobei die dann schnell anderen Mamas präsentiert werden können. Eines meiner Hobbys ist das Fotografieren geworden und ich habe mir schnell eine neue Kamera besorgt, um mein Baby zu fotografieren. Ich erzähle euch heute mal, was ich für Erfahrungen gemacht habe und wie ihr euer Baby oder Kleinkind meines Erachtens besser fotografieren könnt:

Der erste Schritt sich beim Fotografieren zu verbessern

Ich übe mich ja nun seit einigen Monaten in der Fotografie. Ich bin leider nicht gut genug, dass ich behaupten könnte, eines meiner Fotos ist eine eigene Ausstellung wert. Um gut fotografieren zu können, braucht es Übung. Früher dachte ich: Manche Bilder sind gut, manche eben nicht, an welchen Kriterien das eigentlich liegt, dieses war mir nicht bewusst und ich habe mir auch nicht versucht bewusst zu machen, woran es liegt. Dies wäre der erste Schritt, um euch zu verbessern. Hinterfragt euch kritisch!

Es gibt so viele schreckliche Fotos von mir. Diese entstanden aus einer guten Idee heraus, scheiterten aber an der Umsetzung. Abgesehen von der niedrigen Bildqualität, steht auf diesen Fotos immer etwas im Hintergrund rum, ist die Perspektive furchbar oder der Blitz verwandelt mich in das Mädchen aus ” The Ring”. Also, was macht ein Foto zu einem guten Foto? Ist es die ultra Kamera für 2000 Euronen oder gibt es da noch mehr Kriterien?

Was macht ein Foto zu einem guten Foto?

Ein Foto ist gut, wenn das Foto ein gutes Motiv hat. Das Motiv ist es, was euch fessel soll, emotional binden soll und euch die Stimmung des Bildes vermittelt. Dabei können sehr einfache Motive, eine sehr schöne Wirkung haben, diese einfachen, aber schönen Fotos entdecke ich häufig bei Tatii Talentlos. Leider bin ich kein so guter Dekoguru und deshalb gibts hier auch nie kleine Dekogrüppchen oder andere schöne Details.

Was aber neben dem Motiv all zu häufig vergessen wird ist die Struktur des Hintergrunds. Steht Claudia Schiffer in einem gut ausgelichteten Gerümpelkeller, dann wird das Bild irgendwie nicht so ganz Hochglanzmagazin tauglich sein. Eine einfarbige Fläche, ist da häufig schon mal besser geeignet. Der Hintergrund sollte aber nicht klinisch leer sein, ein Stuhl, ein Tisch, ein Schrank, eine Fensterbank, ein Wäschekorb, eine Baumgruppe, ein Tor, ein Zaun, ein Motiv , für das Motiv. Der Hintergrund sollte aufgeräumt aussehen oder strukturiert, wenn der Hintergrund aussieht, als wäre dort eine Bombe eingeschlagen, dann ist das häufig nicht so ein guter Hintergrund (es sei denn ihr seit Kriegsfotografen und das sind Mamas bei ihren kleinen Wutbürgern manchmal).

Zum Schluss macht die Bearbeitung aus einem langweiligen Foto, manchmal ein interessantes Foto. Hierfür eignen sich hervorragend Bildbearbeitungsprogramme, meine liebsten sind: Gimp, Pixlr und Sumopaint. Alle sind kostenlos und bieten eine Menge Bearbeitungsmöglichkeiten. Wobei ich mit Gimp am Anfang noch gar nichts anzufangen wusste, da muss man sich erst reinlesen. Doch wie gesagt der zweite Punkt ist immer ein gutes Motiv für das gute Motiv zu suchen, also einen Hintergrund für das, was ihr knipsen wollt.

Das Model/ Motiv 

Das Model sollte möglichst natürlich aussehen. Bei Kleinkindern und Babys ist dies noch einfacher, weil diese nicht erst erlernen müssen, wie man sich natürlich vor der Kamera bewegt. Bei Erwachsenen ist es anders. Diese müssen erst wieder erlernen sich natürlich vor der Kamera zu bewegen. Hierfür gibt es ganze Kataloge für viel Geld, in denen steht so ziemlich alle Posen von A bis Z. Bei Kindern hingegen ist es manchmal schwierig einen bestimmten Moment einzufangen, da Kinder sich leicht ablenken lassen oder noch nicht verstehen, warum sie da nun 5 Minuten mit der gleichen Pose dastehen sollen. Ich finde das gerade Julia von Löckchenzauber, immer im richtigen Moment den Auslöser betätigt, ihre Bilder sind immer gut aufgeteilt, der Hintergrund unterstreicht das Bild, die Perspektive ist häufig gut gewählt, zudem hat sie ein wunderschönes Model. Die Bilder hat sie mir freundlicherweise dafür zur Verfügung gestellt. Ich frage mich, welche Kamera sie benutzt.

 

 

Wie findet ihr nun gute Motive (Achtet auf das Licht)?

Nun gut viele laufen nun los und knipsen, was das Zeug hält, aber das reicht leider immer noch nicht. Wenn ihr gute Bilder machen wollt, dann solltet ihr nicht auf eure Flitzpiepe vertrauen. Flitzpiepe? Das ist der hässliche Blitz der losgeht, wenn ihr euer gerade erwachendes Kleinkind fotografieren wollt und ihm mit einem Lichtgewitter den Traumsand aus dem letzten Augenwinkel pustet und euer Kleinkind danach traumatisiert den ganzen Tag mit aufgerissenen Augen durch die Wohnung läuft. Nein, richtiges Blitzen ist richtig schwer und so ein Blitz, wenn ihr es nicht beherrscht, kann Fotos richtig versauen. Deswegen meine Empfehlung: Blitz immer ausschalten und nach den richtigen Lichtquellen suchen. Ich mache das so, dass ich vor allem im Sommer rausgehe, wenn das Licht formidabel ist. Im Winter müsst ihr euch da noch mehr beeilen. Licht ist immer eine gute Motivgruppe und macht jedes Bild schön. Bindet das Licht ein und dann bekommt ihr auch wunderbare Bilder. Hier mal ein Beispiel:

Kuscheltier

Bei Licht bin ich mit meinem Kleinkind und Motiv bewaffnet losgezogen. Sicher haben Profis hier noch einiges auszusetzen

Gute Kamera gleich gute Bilder?

Bis vor einem halben Jahr fotografierte ich mit einer ottonormalen Digitalkamera. Als ich diese erste Digitalkamera (Canon ixus irgendwas) 2009 kaufte, wusste ich, dass gute Fotos irgendwie mit dem Hintergrund zusammenhängen und war natürlich der Überzeugung, dass mit einer guten Kamera gute Fotos entstehen. Ich habe mich allerdings auch mit meiner alten Digitalkamera an ein paar gute Bilder herangetastet. Dies war gar nicht so leicht, da ich mir nicht gerne eingestand, dass viele Bilder, die ich machte, schlecht waren (deswegen auch der erste Punkt: Ihr müsst kritisch sein und auch kritisiert werden wollen. Die Kritik sollte allerdings konstruktiv sein). Ich bekam dann ein paar Tipps von Norman, auf was ich achten sollte und von da an wurden die Bilder besser. Die Bildqualität ist bei Digitalkameras zwar nicht so toll, aber die Fotos können trotzdem interessant werden. Hier mal ein paar Beispiele:

 

Gut ich habe das Motiv abgeschnitten, aber mein Baby wird durch den Hintergrund gut in Szene gesetzt

Gut ich habe das Motiv abgeschnitten, aber mein Baby wird durch den Hintergrund gut in Szene gesetzt

Nur ein paar kleine Babyfüße und viel Boden dahinter natürliches Licht

Nur ein paar kleine Babyfüße und viel Boden dahinter natürliches Licht

Gutes Licht ein schönes Kleinkindmotiv und etwas Struktur, alles mit einer Billigkamera

Gutes Licht ein schönes Kleinkindmotiv und etwas Struktur, alles mit einer Billigkamera

Seit ungefähr einem halben Jahr habe ich eine Spieglereflexkamera. Mich fasziniert die Bildqualität, damit wird alles ins richtige Licht gerückt und die Nachbearbeitung wird wesentlich einfacher. Zudem ist auch der Aufhellblitz (der ersetzt natürlich keine natürliche Lichtquelle) ganz gut in der Performance, aber meistens benutze ich ihn nicht. Mit der Kamera kann ich viele Einstellungen vornehmen, die die Qualität verbessern und wenn ihr dann über meine ersten Einsteigertipps hinaus gekommen seid, könnt ihr euch diese besorgen. Damit werdet ihr auch bei Modelkartei angenommen (meine alten Bilder wurden wegen der Qualität immer abgelehnt) Ich habe dafür ungefähr 800 Euro hingelegt, wobei ich ein eher schlechtes Objekttiv wählte, um mich später entscheiden zu können. Im Nachhinein, würde ich euch empfehlen, gleich ein Objektiv mit guten optischen Zoom zu besorgen, um die heute so beliebte Schärfentiefe zu erzeugen. Kauft euch nicht erst ein billiges. Dies habe ich leider vergessen oder besser nicht gewusst. Zudem Preis aber ist die Kamera im Mittelklassesegment und vor allem für Fotografie von Kleinkindern geeignet. Ihr könnt vor allem richtige Bilderserien rausholen.

Habt ihr noch weitere Tipps für gute Fotos? Worauf achtet ihr beim Fotografieren? Ich fasse meine 5 Tipps nochmal zusammen:

  1. Ein gutes Motiv wählen.
  2. Auf einen strukturierten Hintergrund achtet (als Motiv für das Motiv).
  3. Licht berücksichtigen (eher ohne Blitz fotografieren).
  4. Üben, was das zeugt hält. Seit der Digitalfotografie sind Knipsorgien durchaus legitim.
  5. Und wenn ihr euch bereit fühlt, eine bessere Kamera kaufen, für eine höhere Bildqualität
Wenn euch der Artikel gefallen hat, dann wäre ich euch sehr verbunden, wenn ihr auf den Like-Button klickt oder sogar ( ;) ) einen Kommentar hinterlasst :)

Alles Liebe

Maja

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  • http://regenrot.de regenrot

    6. Der richtige Winkel (Kamera schräg halten, Frosch-, Vogelperspektive usw) macht auch aus langweiligen Motiven faszinierende.
    7. Die Platzierung des Motivs ist nicht zu unterschätzen. Wenn ein Motiv in der Bildmitte erscheint, sollte das einen sehr guten Grund haben, ansonsten aber lieber vermeiden.
    8. Kontraste! Gut ausgeleuchtet heißt nicht unbedingt, dass alles sauber und hell ist.

    :)

  • Loeckchenzauber

    Den richtigen Winkel hätte ich nun auch geschrieben ;) Ich fotografiere Mia z.B. nie von unten und am liebsten von schräg oben oder im Profil oder aber eine Nahaufnahme frontal vom Gesicht. Mit dem Blitz, das sehe ich ganz genauso. Ich versuche ihn so oft es geht, zu vermeiden. Den ganzen Sommer hinweg, meine ich, nicht ein einziges Bild mit Blitzlicht fotografiert zu haben. Jetzt im Winter, bleibt einen in der Wohnung nichts anderes übris. Meine letzten Fotos sind alle mit Blitz fotografiert worden. Einen schönen Artikel hast du verfasst und es freut mich, dass du meine Bilder auserwählt und verwendet hast. :-) Im Übrigens fotografiere ich mit einer Nikon D200. Eigentlich nicht alltagstauglich, weil viel zu teuer und viel zu groß. Aber die Bilder sind ein Traum. Ach und zum bearbeiten nutze ich nahezu ausschließlich Picnik. ;) Glg Julia

  • Loeckchenzauber

    Übrigens sind die Augen & der Mund von mein Baby jawohl der absolute Hingucker! Wunderschön!

  • http://www.facebook.com/people/Maja-Mx/100002163270495 Maja Mx

    @regenrot:disqus ,  vielen Dank für die Erweiterung ich füge die Punkte die Tage noch in  den Artikel ein:).
    @baf8720fbe2fc87a7c42da60d37a1820:disqus  (^.^) Dankeschööön 
    Im Winter mache ich leider auch häufig Blitzfotos, die kommen dann ins Fotoalbum, aber da die Sonne hier sich schon seit tagen versteckt bleibt einem auch nichts anderes übrig als der Blitz :/. Gelobt sei der Sommer. Picnik mag ich auch sehr gerne, aber seit ich Pixlr entdeckt habe stehts nur noch auf dem 2. Platz. :D

  • http://www.tintenexperten.de/ Petra Wiesel

    Ich finde, dass einer der wichtigsten Vorraussetzungen das Licht ist. Egal wie gut der wie teuer die Kamera war, wenn das Licht nicht gut ist, wird das Resultat nicht das erfüllen was man vielleicht erwartet hat.
    Sehr schöne Bilder übrigens!

  • Beizun

    Vielen Dank, liebe Maja!
    Deinetwegen habe ich mir gerade eine Spiegelreflexkamera bestellt und mein Konto geplündert. Tut zwar erstmal weh, aber wenn du sagst es lohnt sich, dann glaub ich dir das mal ;-)
    Vielleicht kannst du ja Verkaufsprovision für alle deine beworbenen Artikel einfordern? Eine Manduca hab ich nämlich auch schon aufgrund deines Artikels.
     Mach weiter so! Oder besser nicht. Sonst bin ich bald arm…