Fünf Gebote für die liebste Mutti der Welt

Von Pusteblumenbaby. Abgelegt unter Mamas Erziehung  |   
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Mama ich habe eine Vision! Wir müssen daaa hin!

Mama ich habe eine Vision! Wir müssen daaa hin!

Ich habe mir mal überlegt, wie eine Mutti sich gegenüber ihren Kindern verhalten sollte, einerseits aus Respekt gegenüber dem Menschen; anderseits um die Entwicklung der Kinder bestmöglich zu fördern. Hier ist mal meine Liste und ihr könnt gerne ergänzen.

1. Aufmerksamkeit

Die liebste Mutti gibt ihrem Kind positive Aufmerksamkeit. Wimmelt sie ständig das Kind ab, tobt das Kind schnell vor Wut und holt sich die Aufmerksamkeit in anderer Form. Es ist dann auch “zufrieden” über tadelnde Worte.

Manchmal könnt ihr natürlich nicht sofort für euer Baby da sein, dann solltet ihr wenigstens kurz Zeit finden, das eurem Kleinen zu erklären, somit ignoriert ihr euer Baby nicht und riskiert weniger, dass ihr bald einen kleinen Terroristen im Zimmer sitzen habt, der sich die nächsten Attentate auf eure gute Laune überlegt.

Wenn mein Baby anfängt zu nörgeln, ist der beste Rat ( für mich selbst auch), sie mit ihrem Wunsch wahrzunehmen und nicht zu ignorieren. Wenn ich dann auf sie eingehe und mit ihr etwas anschaue, lese oder baue, dann ist sie danach schnell wieder ausgeglichen und ich habe mehr Zeit für mich, als wenn ich umgekehrt auf mein Glück hoffe, dass plötzlich etwas anderes ihr Interesse fängt. Ist also auch gleichzeitig ein Zeitmanagement-Tipp.

2. Geborgenheit

Die liebste Mutti gibt ihrem Kind die Gewissheit, dass es bei ihr geborgen und willkommen ist. Sie ist ein sicherer Hafen, auf dem die Gefühlscontainer des kleinen beladen und umgeladen werden. Ihr ladet die ganzen Wutcontainer des Kindes ab, seid ein Blitzableiter und gebt eurem Kind Wärme. Die Nähe der Mutter gibt dem Kind Selbstvertrauen und Sicherheit. So gut ausgestattet ist es besser vorbereitet für die Welt und wird als Erwachsener weniger Probleme haben, sich sich selbst zu vertrauen. Es wird selbstbewusst. Wenn mein kleines Baby also nach mir ruft, ob nun damals als Baby oder heute als Kleinkind, dann bin ich mir sicher, dass ich sie nicht verwöhne, wenn ich sie sofort in die Arme nehme. Ich gebe ihr dadurch einen Baustein, der essentiell ist, für die gesunde Entwicklung ihrer Psyche.

3.Vertrauen

Die liebste Mutti gibt ihrem Kind die Gewissheit, dass es ihr immer vertrauen kann. Es gibt klare Regeln die klaro eingehalten werden müssen, aber die Mutter bestraft nicht willkürlich. Die Mutter stellt auch nicht bloß oder spielt etwas falsches vor, so dass sie das Kind täuscht und sich das Kind minderwertig fühlt. Wie soll es auch wissen, dass gerade die Mutter es veräppelt. Kinder verstehen noch bis zu einem sehr “hohen Alter” keine Ironie. Es vertraut der Mutti. Das Kind braucht das Vertrauen zu seinen Eltern, da sie die wichtigsten Bezugspersonen sind und auch lange bleiben. Ich möchte, dass mein Baby mir immer vertauen kann, deswegen spiele ich immer mit offenen Karten, halte mein Blatt falsch herum und erkläre ihr auch warum, wieso, weshalb ich das jetzt so mache. Ich versuche nicht sie mit Tricks zu täuschen. Auch wenn sie mich noch nicht zu 100% versteht, merkt sie, dass ich sie dabei als Person ernst nehme und sie mir vertrauen kann. Und ich vertraue auch meinem Kind, so zum Beispiel draußen beim Klettern und selbst wenn es etwas falsches tut.

4. Gerechtigkeit

Die liebste Mutti sollte gerecht sein. Sie sollte ihr Kind nicht als unmündigen, unwissenden, kleinen Menschen sehen, sondern als nach Wissen strebenden, sich anpassen wollenden und dennoch selbstständigen Menschen sehen. Für Menschen ist es sehr wichtig, Gerechtigkeit zu erfahren. Die Mutti sollte Vertrauen haben, dass ihr Kind, das Richtige tun will und sollte ihr Kind leiten, anstatt zu befehlen. Sie sollte auch bei Regelverstößen nicht unangemessen bestrafen, das heißt kleine Vergehen nicht mit physischer oder psychischer Gewalt bestrafen. Auch größere Vergehen sollten in einem Rahmen bestraft werden, bei dem das Kind etwas lernt und nicht nachträglich noch an den Folgen der Strafe leidet. Ihr solltet euer Kind nicht so bestrafen, dass es nicht mehr nachvollziehen kann, warum ihr es bestraft, denn so empfindet es nur Ungerechtigkeit und dass, obwohl es euch doch vertraut.

5. Sich selbst zurück nehmen

Die liebste Mutti gibt sich nicht auf für ihr Kind, sie vernachlässigt es aber auch nicht. Auch wenn das Kind sie schlägt oder wenn es wieder weint, geht es nicht, dass du als Mutter einfach mal nicht mehr kannst. Es ist manchmal anstrengend, allerdings solltet ihr wirklich so gut wie nie die Nerven verlieren. Nerven wie Drahtseile. Ich schreie meine Tochter nicht an und bin immer überrascht, wenn ich in einer Talkshow sehe, wie Mütter mit allem Selbstverständnis sagen, dass sie ihre Kinder anschreien, wenn sie mal keine Nerven mehr haben. Das ist nicht selbstverständlich, sondern wäre mir peinlich. Es kann ja mal vorkommen, aber es ist leider nicht zu rechtfertigen. Wir müssen uns erst selbst zurücknehmen, denn wir wollten unser Kind und das Kind wollte nicht uns. Natürlich heißt das nicht, dass wir nicht auch versuchen, unser Leben zu führen und eigene Projekte und Ziele realisieren. Dies ist auch wichtig für das Kind, aber bei allen Bedürfnissen müssen wir immer erst unserem Kind gerecht werden.

Nun gut, das sind mal ein paar Dinge, die mir heute so in den Sinn kamen. Ihr könnt gerne noch weitere Tipps schreiben oder auch kritisieren, aber seid gewarnt, denn ich möchte euch bekehren (hahaha).

Noch ein bisschen Alltag:

Mal bei fremden die Treppe bunt malen.

Mal bei fremden die Treppe bunt malen.

Zwischen Geländern rumlaufen macht Freude :)

Zwischen Geländern rumlaufen macht Freude :)

Klettern ist ganz groß in Mode

Klettern ist ganz groß in Mode

Die letzten Tage waren wir immer unterwegs. Mein Baby “mein Baby” entdeckt langsam, dass kritzeln Spaß macht. Wir kritzeln nun drinnen auf Papier (im optimalsten Fall) und draußen mit Kreide (wieder entdeckte Idee von Tatii gemopst). Am Anfang hat mein Baby der Kreide wohl nicht über den Weg getraut. Deswegen hat sie sich immer hingekniet und beim Malen “unter die  Kreide geschaut”, ob da auch ja Farbe rauskommt. Dann hat Mutti noch eine neue Aufgabe bekommen, neben dem täglichen Spießrutenlauf den Wuttroll nicht zu weit auf den Trotzberg kommen zu lassen, muss ich nun ganz tapfer sein, wenn meine kleine diverse Mauern und anderes Kletterbares erklimmt. Das ist wirklich nicht immer ganz einfach ihr dann zu vertrauen, dass sie das alles bereits kann. Zu hoch oder riskant darf es natürlich nicht sein, aber bisher hat mein Baby jede Kletterpatie gut gemeistert und ich wundere mich darüber was sie nun schon  alles kann.

Ach und vielen Dank an die anonymen Weitertwitterer meiner Beiträge, das finde ich echt nett :)

Alles liebe Maja.

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  • http://www.facebook.com/people/Judith-Geier/100002472978256 Judith Geier

    Das ist ja in der Theorie alles ganz zauberhaft (bei einem Baby auch noch einfach, bei trotzenden Kindergartenkindern schon was ganz anderes), aber kein Mensch der Welt würde das 18 Jahre lang zu 100% befolgen können. Nie und nimmer – was anderes zu behaupten, wäre sich selbst zu belügen ^^
    liebe Grüße unbekannterweise ;)

  • Anonymous

    Hallo Judith,
    ja da hast du Recht.
    Ich habe selber manchmal Schwierigkeiten wenn mein Baby mal wieder eine Trotzkrise hat und ich habe auch schon öfters darüber berichtet. Ich versuche einerseits mir durch das schreiben solcher Texte immer weiter zu verdeutlichen was genau eigentlich wichtig ist und andererseits ist es wichtig (auch wenn man es nicht immer einhalten kann) sich immer wieder bewusst zu machen was man selber seinen Kindern vermitteln möchte. Also ist es auch immer wieder für mich selbst eine kleine Erinnerung.

    Liebe Grüße Maja

  • http://www.facebook.com/people/Judith-Geier/100002472978256 Judith Geier

    Okay, als Ideal ist es ja top :)
    Aber ich denke, schlechte Laune oder wen zu Unrecht angeschrieen hat jeder Mal. Auch wenn es einem dann sofort leid tut. Aber so perfekte Nerven hat wohl niemand. Auch ein Kind muss lernen, dass Eltern Menschen sind, keine Androiden ;) So lange es nicht denkt, an allem immer gleich selbst Schuld zu sein. Worauf ich immer achte, dass ich meiner Tochter immer erkläre, warum etwas so ist und nicht anders und weshalb. Verstehen, warum man zB sein Zimmer aufräumen sollte ist noch wichtiger, als dass es immer 24/7 pico bello wäre. Ich wusste das als kleines Kind zumindest nicht. ^^