3 Tipps für den Babyschlaf und ein Geheimtipp (Mein Kleinkind / Baby will nicht schlafen)

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Auch harte Kerle müssen schlafen

Auch harte Kerle müssen schlafen

 

Mein Baby (11 Monate) braucht seit neustem weniger Schlaf als ich und vor allem möchte sie auch nicht, vor 0 Uhr schlafen gehen. Ach was, ich habe das Gefühl, dass mein Baby am liebsten gar nicht schlafen möchte, sondern lieber die Nacht auf dem Balkon verspielen will. Sie ist ein Partymonster.

Nun bin ich als Mama natürlich erwachsen und halte mich für besonders schlau, daher wollte ich mich besonders trickreich zeigen und habe meinem Baby eines Abends, als sie mal wieder nicht schlafen wollte, in die Manduca (meine Tragehilfe) gepackt und bin mit ihr spazieren gegangen. Die ersten zwei Abende hat das auch sehr gut funktioniert ein kurzer Gang und mein Baby schlief. Doch am dritten Abend konnte ich gehen, wo lang und wie lange ich wollte, mein Baby glotzte mit großen Augen die nächtlichen Gestalten an, die uns über den Weg liefen. Auf alles zeigte sie mit ihrem Finger und sagte: “Da”, nach dem Motto “Guten Tag, lieber Herr Räuber, überfallen sie uns doch bitte!” Der schöne Park mit seinen zwitschernden Vögel, die ruhigen Schleichwege und die belebte Hauptstraße, keine Strecke konnte mein Baby zum Schlafen animieren.

Nun bin ich wirklich etwas gereizt deswegen und frage mich, wo das denn hinführen soll. Früher hatte ich so gut wie keine Sorgen deswegen. Mein Baby schlief problemlos ein und durch. Nun gleicht meine Nacht einem Spießrutenlauf immer schon in Erwartung, dass mein Baby gleich aufwacht. Ich habe mich jetzt belesen und mir folgende Tipps in aller Müdigkeit der schlaflosen Nächte erarbeitet. (Das sind nun keine Geheimtipps, da ich ohnehin etwas gegen Geheimwissen habe, aber das erkläre ich am Ende):

1. Feste Strukturen

Bisher war ich der Meinung, dass mein Baby selbstständig entscheiden sollte, wann sie schlafen geht. Mittlerweile sehe ich das anders. mein Baby hat viel Freiheit in einem gewissen Rahmen. Aber bis 0 Uhr darf sie unter normalen Umständen nicht aufbleiben. Das geht ehrlich gesagt auch an meine Grenzen des Augen-offen-haltens. Mein neuer Zeitplan sieht vielmehr so aus: 8:30 Uhr aufstehen, 13:30 -15:00 Uhr macht mein Baby Mittagsschlaf und um 20:30 Uhr geht mein Baby zur Nachtruhe. Den Zeitplan versuche ich, so gut wie es geht einzuhalten, damit mein Baby sich einfach daran gewöhnt und wir beide es leichter haben.

2. Grundbedürfnisse

Vor dem Schlafengehen vergewissere ich mich, ob mein Baby nicht hungrig oder durstig ist, ihr nicht zu warm oder kalt ist. Neben ihr steht immer ihr gefüllter Becher und die Schlafzimmertür ist immer einen Spalt offen, damit sie, wenn sie aufwacht, direkt zu mir kommen kann und sich nicht fürchtet. So kann ich sie schnell wieder ins Bett bringen, ohne dass sie sich zu sehr in Rage schreit.

3. Nicht aus der Ruhe bringen lassen

Falsch ist es, hektisch zu planen, während ich mein Baby ins Bett bringe, denn dann gleitet mein Baby auch nicht unbeschwert ins Land der Träume. Ich bin durch nichts aus der Ruhe zu bringen und schreie sie eigentlich nie an oder schimpfe.

Kommen wir zu dem Geheimtipp

Auf Baby-cards.de gibt es ein wundervolles Gewinnspiel, was mich dazu gebracht hat, einen Geheimtipp zu suchen. Ein Geheimtipp, das ist nun die Aufgabe. Nun bin ich zwar schon lange mit meinem Baby eine Mutter der Babysekte. Mein Tag dreht sich wie einziges Ritual um mein Baby und ich frage mich, ob ich aus dieser Sekte jemals wieder herauskomme, ob ich wieder über andere Themen blogge werde (zum Beispiel interessiert mich das Fotografieren sehr), aber Geheimwissen habe ich leider noch nicht erlangt. Um ehrlich zu sein, sollte es hier auch keine geheimen Tipps geben, denn das ist ja keine Konkurrenzveranstaltungen. Im Grund wollen wir doch alle nur das Beste für unser Kind und dieses Wissen sollte nicht geheim gehalten werden. Mein Problem mit Geheimtipps ist allerdings ein anderes. Es ist schwer, seine Tipps an andere weiterzugeben, denn nur weil etwas bei meinem Baby funktioniert, heißt das nicht, dass es bei euch funktioniert. Es heißt im Übrigen auch nicht unbedingt, dass eine Handlungsweise von mir wirklich funktioniert, sondern vielleicht ist es nur Zufall, dass es mal funktioniert. Ich dachte zum Beispiel, dass der Trick, mein Baby in die Manduca (meiner Tragehilfe) zu verfrachten, optimal wäre und wollte meine Genialität sofort bloggen, dann aber stellte sich meine Lösung als Selbstüberschätzung heraus und fruchtete gar nicht mehr. Offensichtlich war es nicht unbedingt die Manduca, sondern mein Baby war an diesen Tagen einfach nur müde.

Ein weiteres Problem ist, dass ich in vielen Blogs und in vielen Foren “Geheimtipps” lese, auf die einzelne Muttis schwören. Ob diese aber funktionieren, könnte wissenschaftlich nur in einer Studie bewiesen werden. Alles andere ist Hören-Sagen und meistens wächst sich mein Baby durch die Erprobung anderer Tipps nur so hindurch. Ich möchte nur darauf verweisen, dass die Menschen früher dachten, das Kind bräuchte regelmäßig seine Tracht Prügel, dann stellte sich das als falsch heraus. Dann dachten sie, dass das Kind alles tun und lassen dürfe. Auch dies stellte sich als suboptimal heraus. Aus der Verwirrung darüber ist nun ein buntes Püree aus allermöglichen Meinungen geworden. Wir haben die Sekte des Continuum-Conzepts, des Attachment Parentings, der Ökomuttis, der Windelfreiheit, der Demokratie, des Waldorfs, des Montessori und und und… Alle haben ihre Geheimrezepturen um das Gute Kind zusammenzubrauen. Und welche arbeiten wirklich wissenschaftlich? Kaum einer.

Mein “Muttis Geheimtipp” lautet daher, keinen Geheimtipps zu vertrauen und alles kritisch zu prüfen, anzuwenden, zu probieren, sich inspirieren zu lassen, aber vor allem eins, dein Baby zu lieben.

Was denkt ihr über Geheimtipps?

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