3 Tipps damit dein Kind sicher die Treppe runter kommt – Wie halte ich Mutti auf Trab?

Von Pusteblumenbaby. Abgelegt unter Baby Tipps  |   
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Ich bin ja jetzt in Köln ganz gut angekommen und habe jetzt auch viel Kontakt zu anderen Muttis, die ihr Kind wirklich wie Porzellangeschirr behandeln. Natürlich sind da auch viele nette dabei, aber einigen ist irgendwie ist jede Aktion, die sich weiter vom Boden als 10 Zentimeter entfernt abspielt, absolute Gefahr für Leib und Leben des Kindes. Hysterische Mütter auf dem Spielplatz, die am besten ihr Kind in einem durchsichtigen Plastikball groß ziehen wollen. Wenn Dinge vom Boden dann in den Mund kommen, wird gleich Hygienealarm ausgelöst und die Welt ist sowieso nur der Vorhof zur Hölle. Ich frage mich, ob diese Muttis ihr Kind jemals aus dem Bauch gelassen hätten, wenn sie die Wahl gehabt hätten. Dabei kann ich das gut verstehen, denn auch ich bin eher ängstlich. Deswegen habe ich mal eher einen Artikel geschrieben, der für ängstliche Muttis geeignet ist, die sich fragen, ob ihr Kind schon Treppensteigen sollte. Ich halte es auf jeden Fall für richtig, im Rahmen einer guten Erziehung seinem Kind einige ungefährliche Risiken zuzutrauen, denn erst mit Selbstbewusstsein kann es auch den Gefahren besser begegnen.  Als erstes mal ein Video, da ein Kind schon sehr virtuos die Treppen managed.

Dein Baby ist plötzlich mobil geworden und möchte die Treppen nun nicht mehr runter getragen werden? Am liebsten möchte es die Treppen alleine runter gehen? Nun beginnt eine spannende Zeit, denn von nun an sind die Stufen nicht mehr sicher und du vermutest, dein Kind ist es nun auch nicht mehr. Aber ganz so schlimm ist das alles nicht. Na gut, es ist ab und an nervenaufreibend, wenn dein Kleinkind jetzt aber unbedingt allein die Treppe nehmen will, ohne die Hand von Mutti im Schlepptau zu haben. Mein Baby hat mit ca. 12 Monaten die Treppen für sich entdeckt. Gerade erst ans Laufen gekommen, musste nun schon die nächste Hürde genommen werden. Damit du deinem Kind ein bisschen helfen kannst, wenn es anfängt die Treppen zu erkunden habe ich mal ein paar Tipps aus Erfahrung:

1. Nicht ausrutschen oder stolpern!

Achte darauf, dass dein Kind nicht ausrutschen oder über herumfliegendes Spielzeug stolpern kann. Lose Teppiche sind nicht geeignet für das erste Treppensteigen und am besten ist es, wenn dein Kind ABS-Söckchen oder rutschsichere Hausschuhe trägt, damit es nicht aus Versehen ausrutscht. Damit ist schon mal eins der größten Risiken ausgeschaltet. Wenn dein Kleinkind allerdings so begabt wie ich ist, dann stolpert es mit Sicherheit über die eigenen Füße und da hilft dann nur festhalten. Eine befreundete Sozialarbeiterin erzählte mir übrigens, dass bei einem Klientelbesuch, die Damen und Herren sie vor einem Teppich warnten, über den sie nicht gehen sollte. Als sie den Teppich bei Seite räumte, sah sie sich einem riesigen Loch entgegen, das bis in die nächsten drei unteren Etagen reichte. Womöglich war dies eine Einbrecherfalle? Es ist schon schwer an alle Sicherheitsmaßnahmen für das Kind zu denken und ich bin mir auch noch nicht sicher, wie sehr ich den Kletterkünsten von meinem 19 monatigen Quälgeist vertrauen darf.

2. Koordination!

Am einfachsten ist es, wenn du das Treppen-Hochsteigen zuerst mit deinem Kleinkind übst. So kannst du hinter deinem Kind stehen und es auffangen, falls es hinfällt. Du kannst so auch von hinten die kleinen Beinchen etwas mit deinen Händen anleiten und zeigen “Ein Fuß nach dem anderen”. So gut vorbereitet kommt ihr bald in die Profi-Liga des Treppensteigens. Diese Koordiantionsübungen werden allerdings schwer,, wenn dein Kind bereits in der Trotzphase ist. Dann gilt eher: “Wehe Mutti du lässt mich das nicht alleine machen, dann stürze ich mich weinend die Treppenschlucht herab”. Am besten ihr redet dann eurem gut zu und setzt ihm ein Ziel am Ende der Treppe (Steig mal da hoch! Ganz hoch!)

3. Die Königsdisziplin: Treppen runter kommen!

Oben angekommen reicht häufig nicht, denn kleine Kinder wollen kurz danach wieder runter (und das dann zusammen so ca. 20-30 mal, spart dir also den total überflüssigen Sport vom Morgen). Ich bin mit meinem Baby schon dreimal hier durch das Treppenhaus spaziert. Der Keller wurde dabei natürlich auch nicht ausgespart. Am sichersten ist es, wenn dein Kind am Anfang die Treppen rückwärts runtergeht. Dafür steht dein Kind als wenn es eigentlich die Treppen hoch will und du stehst wieder hinter ihm und zeigst ihm, wie es mit den Füßchen sicher die nächste tiefere Treppenstufe erreicht. Nun geht das ganze wieder “ein Füßchen nach dem nächsten nur  halt rückwärts. Dabei kann sich dein Kind auch hinknien und sich mit den Händen an den Stufen festhalten. Falls ihr Anlaufschwierigkeiten habt, kannst du es deinem Kind auch erst vor machen und ihm zeigen, wie es geht. Eine weitere Variante ist es, wenn dein Kleinkind einafch auf dem Popo die Stufen runter robbt, falls ihm das an Selbstständigkeit reicht. Nun gut an und für sich dürfte das alles überaus klar sein und ich renne offene Türen ein. Ihr solltet allerdings euer Kind mit erzieherischer Absicht durchaus dazu ermutigen. Ihr bekräftigt seinen Entdeckerdrang und bringt ihm zugleich das sichere Treppensteigen bei und könnt es dabei auch über die Gefahren belehren. Bei Öfen etc. soll man das übrigens auch so machen, damit das Kind schon die Gefahren kennenlernt.


Nicht verzweifeln wenn dein Kind, dass Treppensteigen entdeckt.

Nicht verzweifeln wenn dein Kind, dass Treppensteigen entdeckt.

Ihr solltet also gerade am Anfang immer mit dabei sein, wenn euer Kind sich am Treppensteigen versucht. Manche Kinder sind schon früh motorisch begabt und schaffen es ohne “Training”, die Treppen hoch und runter zu kommen. Es ist wichtig, dass du deinem Kind vertraust und in die Fähigkeiten vertraust, die dein Kind hat. So hat auch dein Kind mehr Vertauen zu sich und seinen Fähigkeiten. Es ist ja auch klar dass man mehr Mut hat, wenn jemand genauso darauf vertraut, dass du das schaffst als wenn jemand die ganze Zeit ängstlich daneben steht und sagt “Ich weiß nicht”. Dein Kind soll ja auch Treppensteigen lernen, nur es soll dabei sicher sein und nicht auf die Nase fallen. Die meisten Unfälle sind zwar nicht sonderlich schlimm und zurück bleibt nur eine Beule, jedoch frage ich mich, wie manche Eltern das Unfallrisiko einschätzen. Ich sehe manchmal Eltern, die ihre Kleinstkinder ohne Aufsicht die Treppen und Spielhäuschen auf Spielplätzen erkunden lassen, dabei frage ich mich, wie hoch wohl  die Unfallsrate auf Spielplätzen ist? Ich bin da wohl auch eher ängstlich.

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