Wie sich mein Kind vom Popogefängnis befreit – weg mit den Windeln

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 Das Töpfchentraining hat begonnen :)

Das Töpfchentraining hat begonnen :)

Wann ist euer  Kind trocken geworden? Ich war ja begeistert von der Windelfreiheit und hatte mir vorgenommen mit meinem Kind fröhlich über seine Ausscheidungsbedürfnisse zu kommunizieren. Als ich mein Baby  also das erste Mal auf das Töpfchen “setzte”, war mein Baby daher gerade eine Woche alt. Ihr Popo hing über der Plastikschale und ihr Mund nuckelte genüsslich an der Milchbar. Ich wollte alles auf den richtigen Weg bringen und wenn es gelang hatte ich das Gefühl, den richtigen Weg zu gehen. Mein Baby tat sein Geschäft mit besonderer Vorliebe beim Stillen. Oben rein und unten raus, so bemerkenswert funktioniert also der menschliche Körper.

Ich war als junge Mami allerdings nicht sonderlich organisiert und erledige Dinge oftmals zwischen Jetzt und Gleich. Wegen mangelnder, innerer Planungsbereitschaft bekam mein Baby immer öfter eine Windel an. Ich muss zugeben, in diesem Punkt war ich leider sehr fault und ich hätte sicher viele Dinge einfacher gemacht, wenn ich von Anfang an konsequent gewesen wäre.

Die warmen Jahreszeiten sind immer ein guter Zeitpunkt, für die Windelfreiheit

Die warmen Jahreszeiten sind immer ein guter Zeitpunkt, für die Windelfreiheit

Als ich dann wieder zur Schule ging und ich meine Freizeit glücklich vor grünen Schiefertafeln verbrachte, gab ich das Projekt “Die große Popofreiheit” ganz auf. Im Nachhinein finden wir dann ja immer unsere Versäumnisse bedauernswert. Ich habe mein Baby nicht vor dem Popogefängnis “Windel” beschützt. Heute aber bricht ein neues Zeitalter an: Das Töpfchen ist wieder da! Leider aber weiß mein Kleinkind nichts mit dem Töpfchen anzufangen. Immerhin sitzt sie gerne darauf, aber lernen müssen wir dort noch einiges.

Mein Kleinkind und sein Töpfchen

Mein Baby riss sich heute mal wieder leidenschaftlich seine Sachen vom Körper. Sie ist ein überzeugter Nudist. Erst kürzlich bei Romy, einer Mitbloggerin, fühlte sie sich irgendwann so wohl, dass sie irgendwann am Abend begann sich komplett zu entkleiden. Daher war es heute zum Beispiel ein leichtes, sie bei ihrem Ausflug in die frivole Nackigkeit auf ihr Stammtöpfchen zu bringen. Sie strahlte mich an, wie Sissi die junge Kaiserin auf ihrem Thron. Als Töpfchenprinzessin eine Weile fröhlich thronte, interessierte sie natürlich auch, warum Mama sich für die Schätze in dem Töpfchen interessiert. Mein Kleinkind hob also immer wieder den Popo an, um zu schauen, was in dem Töpfchen so passiert. Leider passierte furchtbar wenig. Nun folgt der erniedrigende Teil meiner Geschichte.

Vor meiner Schwangerschaft hätte ich mir niemals vorgestellt, dass ich mit 24 am Boden meines Wohnzimmers sitze und Pipigeräusche imitiere. Ich hätte mir auch nicht vorstellen können, dass ich eine Obsession für Fäkalien entwickle. Auch, dass ich eine große Party starte, wenn ich denn mal ein kleines Häuflein Elend entdecke, gehörte nicht zu meinen Lifestlyphantasien. Mama sitzt also vor ihrem geliebten Kleinkind und macht all die Gesichtsverrenkungen, die einen erfolgreichen Stuhlgang simulieren sollen. Aber die Urgewalt in meinem Gesicht weiß mein Kind nicht zu deuten und fällt vor Lachen von ihrem Thron.

Zur Stuhlgang-Lehrerin geboren?

Was war also der Erfolg meiner Unternehmung? Mein Kleinkind ahmt von nun an die Urgewalt in ihrem gesamten Alltag nach: beim Schuhe-Anziehen, beim Malen, beim Spielen im Sandkasten und besonders erfreulich am Abendbrotstisch. Jedesmal lacht sie sich darüber kaputt, vielleicht auch weil Mama jedes mal ein bisschen rot wird.

Nun hatten wir in unserer kurzen Karriere der Thronfolge auch schon einige Erfolgserlebnisse. Ganz begriffen hat mein Kleinkind es allerdings noch nicht. Als ich einmal noch ihren eigenen Erfolg feiert, freute sie sich so sehr, dass sie schwupps das Töpfchen hochnahm und den Inhalt mir vor die Füße kippte. Mama stand also wieder mit schockierten Gesicht vor ihrem lachenden Baby.

Das Töpfchentraining macht derart  ganz schön viel Arbeit, denn häufig macht mein Kind ganz plötzlich und unerwartet Pipi, wobei sie sich selbst darüber noch am meisten erschreckt. Nun gut, irgendwann hat schon jeder Heranwachsende erkannt, dass seine Schließmuskeln einen Sinn erfüllen und kontrollierbar sind, auf kurz oder lang gelingt das auch meinem Kleinkind. Wie startete das Projekt Töpfchen bei euch? Ab wann gehen eure Kinder auf das Töpfchen?

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  • Lotte

    Also wir haben eine ganze Zeitlang auch windelfrei praktiziert allerdings nur so lange bis der stress mit dem stillen begann und ich meinem baby schliesslich doch wieder windeln anzog…momentan geht er aber immer fürs grosse Geschäft aufs Töpfchen bzw ich halte ihn darüber denn er ist ja erst acht monate…ich merke halt meist wenn er gross muss und bin dannn immer schnell genug :)
    ich hoffe ja dass er durch die stoffwindeln schnell trocken wird und werde wohl immer mal wieder zwischendurch probieren ihn auch sein pipi ins töpfchen machen zu lassen…spätestens mit drei sollte ein kind weohl trocken sein oder? Oo

    • http://www.facebook.com/people/Maja-Mx/100002163270495 Maja Mx

      Hallo Lotte,
      so hätte ich das auch gerne gemacht, aber ich war zu bequem :/. Wegwerfwindel sind aber auch zu einfach. Mittlerweile merke ich auch, wann meine Tochter groß muss, nur bei Pipi ist das meist sehr überraschend und überrascht auch meine Tochter :).
      Die meisten Kinder sind mit drei wohl trocken, aber es passieren ja trotzdem noch Unfälle, ich glaube Kinder können noch nicht ganz so gut abschätzen wie lange sie einhalten können.

  • Cornelia Novak