Wie ihr bessere Fotos macht – Motive für das Motiv suchen

Von Pusteblumenbaby. Abgelegt unter Baby Tipps  |   
Home 

Das sind wir zwei Pusteblumen-Insulaner

Gut im Hintergrund positioniert, die Pusteblumenlandbewohner

Maja hat ja vor längerer Zeit schon einen Gastbeitrag beim Ostwestfalen zum Thema Fotografie veröffentlicht. Hierzu möchte ich nochmal etwas ergänzen. Wir hoffen natürlich, dass unsere Tipps derart gut sind, dass ihr irgendwann durch unseren Tipp zum Starfotografen aufsteigt. Wenn ihr dann die Stars und Sternchen vor der Linse habt, dann erinnert ihr euch hoffentlich an uns. Vielleicht gebt ihr uns dann ein paar eurer Fans als Fotomodelle ab ;)

Meine Kamera, Affiliates

Maja, Veronika und Ich, wir sind zwar keine Profis, aber wir denken viel über unsere Fotos nach. Nachdenken schärft die Intuitionen für den Moment und hilft dabei, sich zu verbessern. Wir denken auch, dass unsere Tipps helfen können, da wir  oftmals kleine Fehler an anderen Fotos beobachten, die sich hätten schnell beheben lassen. Dafür braucht es eigentlich nicht viel Übung. Wenn euch also Maja, meine und Veronikas Fotos gefallen, dann möchte ich euch mal erklären, wie wir diese mache. Hierzu wollen wir vor allem die Frage des Hintergrunds oder der Kulisse in den Mittelpunkt rücken.

Eine Kulisse in der Welt

Insofern ihr nicht einfach nur das Nichts fotografiert oder auch nicht irgendwelche Blickwinkel aus der Realität genau SO abbilden wollt, wenn ihr nicht irgendwelche hässlichen Dinge wie Pissbecken vor eure Linse bringt, dann ist die Kulisse ungeheuer wichtig. Die meisten aber konzentrieren sich auf das Motiv. Natürlich ist klar:

Zuerst brauchen wir ein Motiv!

Nun kommt aber der zweite Punkt. Eigentlich ist es so gut wie egal, welches Motiv ihr nehmt. Das Einzigartige kommt in euer Bild nämlich nicht durch das Model, sondern durch ein überlegtes Arrangement (hierzu gehört auch das Licht, was ihr mit Blendenöffnung beeinflussen solltet, aber dazu wann anders mehr). Stillleben zu fotografieren ist genau aus diesem Grund eine Kunst. Ihr verändert so viel, bis es schließlich richtig im Licht liegt und einen guten Kontrast zu der Tiefe des Raumes im Hintergrund gibt.

Weil nun so viele glauben, das Motiv oder die Kamera sei so sehr von Bedeutung, suchen sie nicht mehr die Hintergründe, die es eigentlich überall gibt. Zumeist werden diese Hobbyknippser dann zu nüchternen Gerichtsreportern, die ganz sachlich ihre Opfer totblitzen. Im Gegenzug müsst ihr anders denken, ihr wollt ein Motiv zur Geltung bringen. Dieses muss sich zumeist überhaupt nicht positionieren, sondern ihr seit beweglich, also versucht durch ein paar Schritte zur Seite oder durch die richtige Höhe, das Motiv in eine ebene Fläche hineinzuheben. Sucht euch daher ein Motiv für euer Motiv.

Wie macht ihr das nun genau? Insofern ihr natürlich viele schöne, leuchtende, strahlende Kinder habt, dann wird euer Bild dennoch nicht überzeugen, wenn der Hintergrund schlecht strukturiert ist. Jeder Mensch und Gegenstand wird im Gegenzug interessant wirken, wenn ihr den Hintergrund strukturiert. Der Hintergrund braucht daher eine flache, ebene und einheitliche Struktur, um euer eigentliches Motiv zu betonen und nicht davon abzulenken. Zeigen wir das mal an einem Beispiel:

Ich habe das Foto von unten gemacht, deshalb ist oben rechts ein interessanter Fluchtpunkt entstanden.

Maja hat dieses Foto aus der Hocke geschossen. Nach hinten entsteht so ein interessanter Fluchtpunkt. Das Bild hat eine gute Struktur und nutzt die Tiefe des Raumes. Der Hintergrund ist einheitlich.

Ein Märchenschlossfoto also. Im Grunde war es aber nur irgendeine Ecke in einem Park, wo relativ unmotiviert ein bisschen Mauerwerk herumsteht. Im Hintergrund links wäre ein Krankenhaus. Das Original hat wenig Charme. Auf der anderen Seite liegt dann relativ viel Krams, eine unspirierte Lampe schaut keinesfalls stylisch drin und die Blätter hängen ohne viel Energie in der Gegend. Dennoch die Ecke hat ein Geheimnis. Es wirkt wie der Märchenwald aus Grimms Märchen. Gleich welches Motiv ihr dort jetzt hinsetzt, es wird immer gut aussehen. Jedes Motiv würde zwar etwas anders sein, das Hintergrundmotiv aber wirkt. Letztlich würde das Hauptmotiv in seiner Besonderheit zur Geltung kommen. Das Bild hat viel Energie und Gefühl.

Wie hat Maja dieses Bild gemacht? Nun sie hat nicht nach ihrer Tochter gesucht, sondern nach dem richtigen Motiv für ihr Motiv. Ihr seht dann nur ganz bestimmte Bereiche, die einfach wirken. Das Bild entwickelt Gefühl, aber wie? Nun Maja hatte alles so platziert, dass eine Fluchtperspektive entstand und vor allem nach Einheit gesucht. Ihr seht im Hintergrund nur Mauerwerk und Blätter mehr nicht. Diese Stellen müsst ihr suchen und dann könnt ihr dorthin jedes Motiv hineinstellen. Wichtig ist, dass das Hintergrundmotiv vor allem einfach strukturiert ist, dann erhaltet ihr auch ein gutes Bild. Natürlich gelingen nicht alle Bilder. Bei dem Folgenden Bild hat  Maja es ähnlich gemacht. Schaut euch auch die anderen Bilder an, dann seht ihr, dass viel Experimentierfreude dabei ist:

“>Liebe Grüße
Norman.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...