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Der Bondolino – Eine rückenschonendere, einfachere Babytrage

Gewinnt einen Bondolino von Hoppediz2

Der Bondolino wurde von einem kleinen hilfreichen Zwerg geliefert

Weil Maja noch nicht gesund ist, übernehme ich heute mal die ehrenwerte Aufgabe und berichte über den Bondolino von Hoppediz. Ein Bericht, der wirklich schwierig ist, denn ich berichte über ein Muttithema und da löst einer mit einer nüchternen Überzeugung ganz schnell mal einen Shitstorm aus. Die Lästerzange spürt einer hier schnell am Genick und würde ich über das Stillen schreiben, würde ich wahrscheinlich gleich erschossen werden. Nunja aber Fettnäpfchen sind mein Laufsteg und in meiner Porzelankiste wohnt ein Elefant. Also los: Lesen Sie den gesamten Eintrag »

Babytrage oder Tragetuch? Was ist besser für Babys geeignet ?

Mittlerweile gehen wir Hand in Hand, das ist auch schön :)

Mittlerweile gehen wir Hand in Hand, das ist auch schön :)

Mittlerweile ist meine Manduca so abgewetzt und verschlissen, weil ich mein Kind damit wirklich schon über alle sieben Brücken getragen habe. Ich und mein Kleinkind sind damit wirklich überall gewesen. Nicht nur, dass ich zu Hause mit ihr zusammen, Sofas verrückt habe und den Staubsauger schwang, sondern wir waren auch im Wald, auf den Wiesen, am Rhein und sogar im Schneesturm in Berlin. Die Manduca ist leicht und das Kleinkind schnell verpackt.

 Das ganze Tragetuchgebinde ging mir langsam etwas auf den Geist. Mein kleines Zappelbaby beugte sich von links nach rechts und von rechts nach links, was regelmäßig die Tuchbahnen lockerte und mich so zum ständig neuen Binden zwang. Bindungstheorie sah in meiner Vorstellung anders aus. Letztlich war dies der Grund, warum ich so vom Tragetuch zur Manduca wechselte.

Als ich mein Baby das erste mal in die Babytrage für mein Kind setzten wollte, war sie allerdings gerade ein paar Wochen alt. Sie hatte sich bereits an das Tragen im Tragetuch gewöhnt. Gefallen hat es ihr zunächst nicht.

Die ersten Babymonate trug ich mein Baby mit dem Tragetuch 

Mein Baby war das Tragetuch schon gewöhnt. Im Tragetuch ist der Kuschelfaktor um einiges größer. Es ist weicher und nachgiebiger und dein Baby wächst dir damit richtig ans Herz. Die Babytragen waren da tatsächlich etwas unflexibel und starr und hätte mein Baby nicht so gezappelt, ich wäre beim Tragetuch geblieben. Die ersten sechs Monate war mein Baby allerdings noch nicht so mobil und so trug ich sie im Tuch.

14 Monate trug ich mein Baby mit einer Babytrage auf dem Rücken

Vom sechsten Monat war also die Manduca das favorisierte Transportmittel. Bis zum 20. Monat hielt mein Baby es dann in der Manduca aus. Seitdem ist der Buggy ihr neues Zuhause, getragen möchte sie überhaupt nicht mehr werden. Neuerdings chauffiert sie gar ihre eigenen Puppen im eigenen Buggy durch die Welt und wenn die Mutti sich dann in ihre Erziehung einmisch und sie über die Straße tragen will, sitzt sie erstmal mit einem weinenden Baby am Bordstein, das gerne auch alleine über die Straße gegangen werden (wie steht sie denn vor ihren Puppen da, wenn sie ständig jemand bemuttert).

Das Tragekind ist passé, heute ist sie ein Blumenkind

Das Tragekind ist passé, heute ist sie ein Blumenkind

Was also kaufen: Tragetuch oder Babytrage? 

Jedes Kind hat seine Eigenheiten, die einen wollen immerzu getragen werden, die anderen liegen fröhlich brabbelnd im Kinderwagen und schauen hoch in die Lüfte. Ich habe beides gebraucht und habe am Ende weniger, als für einen guten Kinderwagen bezahlt. Dies war ein Vorteil. Zudem belegen Studien, dass die Nähe zur Mutter durch das Tragen die Bindung stärkt. Dies heißt nun aber nicht, dass es nicht auch mal hin und wieder Kinder gibt, die nur den Kinderwagen brauchen. Prinzipiell würde ich allerdings das Tragetuch empfehlen und aus praktischen Gründen die Manduca wählen. Meiner Meinung nach lohnen sich dahe beide Anschaffungen, denn beide Modelle haben ihre Vorteile. Das Tragetuch ist gerade für den Anfang schön anschmiegsam, flexibler und erhöht den Wohlfühlfaktor beim Baby; die Babytrage ist stabiler und verrutscht nicht, sie verteilt das Gewicht mehr auf den Hüften und das Baby auf den Rücken zu schnallen, fiel mir mit der Babytrage leichter.

Ich hoffe der Beitrag war informativ. Mir geht es derweil wieder wunderbar nachdem meine Tochter spontan einen Bonbon von einem Obdachlosen an der Ampel angenommen hat. Die Herren haben ja eine robuste Gesundheit, dafür aber beherbergen sie auch alle Fäkalbakterien, die es gibt. Weswegen ich ein paar wunderschöne Tage auf der Toilette verbracht habe. Ich hoffe meine Tochter versteht, dass wir auch aus diesen Gründen keine Süssigkeiten von Fremden annehmen.


Alles liebe

eure Maja

Wie lange ich mein Kind im Tragetuch trug

Tragetuch Mama :)

Tragetuch Mama :)

Lange vor der Geburt als meine Tochter in ihre Bauchwohnung frisch eingezogen war, dachte ich schon über ihre Ankunft in unserer Welt nach. Die Geburt war für mich seit dem ersten Monat ein ersehntes Ereignis, so als würde ich es nicht erwarten können, endlich einen ersehnten Freund bei mir zu Hause zu begrüßen. Ich machte mir natürlich auch wahnsinnig viele Gedanken, denn ich spürte auch die Verantwortung in mir. Ich aß ausgewählt, trank keinen Schluck Alkohol mehr, hatte eine Spinnenangst vor Medikamenten und machte einen ausgedehnten Umweg, wenn ich irgendwo aggressive Raucher auf meinem Weg sah. Mama war Asketin und machte sogar Schwangerenyoga.

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Tragetücher können tödlich sein – Vorsicht richtig binden

Gleich am fünften Tag nach der Geburt meines Babys habe ich sie in das Tragetuch gewickelt und bin mit ihr raus in den Park. Das Wetter war einfach zu schön und mein Baby sollte gleich merken, dass es in eine wunderschöne Welt geboren ist. Als ich dann im Rewe an der Kasse stand, staunte eine alte Dame mit lila Haaren mit Pelzmantel und Goldohrringen als sie bemerkte, dass der Kopf meines Kleinen aus dem Tuch vor meinem Bauch rauslugte. Vollkommen überrascht sagte sie: ”Also so transportiert ihr heute eure Kleinen.” und schob ihren Oma-Trolley davon, dann drehte sie sich um und rief:

“Wenn du damit hinfällst, ist dein Baby tot.”

Nein, ich die Geschichte ist ungelogen und einem passieren da so einige Sachen. Mittlerweile benutzen wir das Tragetuch nicht mehr, aber ich bewahre es auf, denn es sind einfach schöne Erinnerungen, wie mein Baby, den ganzen Tag die Welt mit mir durchwanderte. Vielleicht kann mein Baby ja später mal mit ihren Babys auch an der Ostsee entlangwandern wie ich.

Ex- Tragebaby auf Erkundungsreise :)

Ex- Tragebaby auf Erkundungsreise :)

An einer roten Ampel erklärte mir dann mal ein aufgeklärtes Rentnerpärchen wie gefährlich das Tragen doch für mein Baby ist. Die alte Dame mutmaßte: “Sie haben wohl kein Geld für einen Kinderwagen.” Leider konnte ich junges Ding, die Herrschaften nicht von den Tragetuchvorteilen überzeugen, stattdessen schauten sie mich nun an, als würde ich auch noch mit Vorsatz mein Kind töten wollen.

Notorische Tücherskeptiker

Natürlich hat das Phänomen der Tücherskeptiker schon die Runde gemacht. In den USA gab es mit verschiedenen, modischen Schlingentüchern tatsächlich Probleme. Äußerst tragisch die Tatsache, dass Eltern ihre kleinen Babys derart banden, dass diese durch einen Rückatmungstau im CO2 erstickten. Heißt das also, dass alle Skeptiker, die ihr Kind lieber im Kinderwagen durch die Gegen kutschieren Recht haben? Nein, dies glaube ich nicht. Auch panische Überreaktionen wie in folgendem Blog sind nicht unbedingt angemessen. Dort heißt es:

“bitte entfernen Sie die Empfehlung zur Bindeweise der Wiege! Auf Grund einiger Vorkommnisse, die in den USA bis zum Tod geführt haben, wird diese Bindeweise nicht mehr empfohlen! Die Krümmung, die das Kind im Tuch einnimmt ist unnatürlich, das Kinn des Kindes wird auf seine Brust gedrückt. Es kann sich so auch nicht durch Schreien äußern. Durch die entstehende CO2 Rückatmung kann das Kind im Tuch ersticken.” http://eltern.germanblogs.de/archive/2010/09/08/anleitung-zum-baby-tragetuch-binden-so-einfach-wird-ihr-baby-zum-tragling.htm

Zwar ist es grundsätzlich richtig, was dort in dem Kommentar geschrieben wird, allerdings ist die Trageweise nur für Säuglinge problematisch, die ihren Kopf noch nicht über längere Zeit eigenständig halten könnent. Dann sollten Eltern ihr Kind nur in der Wiegenbindung tragen.

Als Tragemama ist es also notwendig sich genau über Gefahrenquellen für das Baby zu informieren. Nicht anders als beim Kinderwagen müssen wir auch das Tragetuch hinterfragen und schauen, wo Gefahrenquellen sind.

"Huch, wo versteckt sich nur wieder dieser Hund"?

"Huch, wo versteckt sich nur wieder dieser Hund"?

Dennoch hat das Tragetuch gegenüber dem Kinderwagen viele Vorteile. Die Gefahren sind minimal. Ich weiß noch wie ich mit meinem drei Monate alten Kind an der Ostsee war und mit meinem Baby lange, lange am Strand spazieren konnte. Ich und mein Baby standen nah bei den Wellen und obwohl sie noch nicht einmal richtig greifen konnte, konnte ich sie leicht sitzen lassen und die Wellen ihre Füße kitzeln lassen. Dies war sehr entspannend. Mit einem Kinderwagen wäre ich nicht mal in die Nähe des Wassers gekommen. Wir konnten zudem Wald und Wiesen durchwandern und ich war immer schnell mit ihr mobil. Der gesunde Menschenverstand reichte hier aus, das heißt, ich wäre mit ihr nie in der Wiegenposition umhergewandert. Sie befand sich immer in der klassischen Position vor mir am Bauch. Ein Kind war ja auch niemals ein modisches Accessoire, das ich wie eine Handtasche präsentieren musste, auch wenn ich super stolz auf sie war.

Die Nähe, die wir beim Tragen erleben durften, hat mich in meiner Verantwortung bestärkt und meinem Baby viel Sicherheit gegeben. Mittlerweile ist mein Baby ein sehr selbstbewusster Spatz geworden. Ein Frechdachs, der vor allem “Nein” sagen kann. Nein, sie redet noch viel (das alte Lied: “Ich habe keinen Kindergartenplatz… lalala). Dafür hat sie aber alle Variationen drauf “Neino”, “Neina”, “Neinee”, “Neenee” und nun hat sich endlich auch ein neues Wort gelernt. Es heißt: “Doch”.

Als sie älter geworden ist, bin ich dann auf die Manduca
 umgestiegen, da das schneller ging:

Natürlich verwöhnen wir unser Kind in gewisser Hinsicht, wenn wir ihm viel Nähe geben und es stetig bestärken und nur die wenigen notwendigen Regeln aufstellen. Wir werden es mit diesen Kindern schwieriger haben, aber wir erziehen sie zu Selbstbewusstsein und Kreativität. Wie ich schon häufig in diesem Blog darstellte: Ein Baby muss noch nicht lernen allein zu sein und daher ist das Tragetuch mit der richtigen Bindeweise der optimale Anfang, um eine gute Elternschaft zu beginnen. Hier könnt ihr auch nochmal lesen, was der Didysling genau ist und wie er eure Tragebeziehung ergänzen kann.

Ein paar Tipps zum Binden:

Bindeweisen die ich am einfachsten fand sind, die Wickelkreuztrage und die Kreuztrage. Wobei ich, je älter mein Baby wurde, immer häufiger die Kreuztrage verwendete. Hier könnt ihr das Tuch komplett vorbinden und müsst nur noch das Baby einfädeln. Zudem ermöglicht die Kreuztrage ein schnelles Rausnehmen des Babys und ihr könnt es ebenfalls schnell in das vorgebundene Tuch wieder reinfädeln. Gerade wenn ich länger mit der Bahn unterwegs war, empfand ich die Kreuztrage als sehr praktisch. Bei der Wickelkreuztrage empfand ich gerade am Anfang die doppelte Sicherheit der Tuchbahnen gut. Ich konnte mir sicher sein, dass mein Baby genug Halt bekam.

Welche Trageweise könnt ihr empfehlen und warum?

Alles Liebe

eure Maja

 

Der Didysling – Das einfache Tragetuch für zwischendurch

Mein Baby mit drei Monaten im Tragetuch :)

Mein Baby mit drei Monaten im Tragetuch :)

Mittlerweile hat sich das Tragen ja durchgesetzt. Zwar habe ich noch einige Anfeindungen während meiner Tragekarriere erlebt. Zumeist beäugten mich griesgrämige Rentner, die kopfschüttelnd von dannen zogen oder alkoholaufgeblähte Megamuttis, die gemeinsam mit ihrer 14-Jährigen Tochter abschätzige Blicke in meine Richtung warfen. In Diskussionen hatte stets jeder eine Meinung. Es war unglaublich wieviele Leute sich auf einmal Gedanken um Babys Rücken machten.

Warum sollte eine Trageweise falsch sein, die seit Beginn der Menschengeschichte von allen Völkern praktiziert worden ist. Tatsächlich kutschieren wir ja erst in unserer Moderne Kinder auf vier Rädern durch die Welt und irgendwann setzte es sich dann nicht nur in der Oberschicht durch. Jeder dachte, dass er vor allem durch repräsentatives Schieben der Kinder ihre Aufzucht verbessern würde. Weil dies jeder glaubte, bekamen dann die Armen auch irgendwann ihr Recht auf einen Kinderwagen. Selbst ich habe noch einen im Keller stehen, den ich nie wirklich benutzte, den mir das Amt aber wirklich beinah schon wie ein Gebrauchtwagenhändler aufgedrängelt hat.

Das Bild heute aber verschiebt sich, es sind tatsächlich eher die gebildeten Kreise, die das Tragen wieder praktizieren. Klar, die anderen bekommen ja den Kinderwagen nach dem Recht einen Kinderwagen besitzen zu dürfen. Obwohl ich also HartzIV-Empfängerin war, investierte ich mein weniges Geld dennoch in ein teureres DidymosTragetuch. Didymos Tragetücher sind biologisch verträglich,  sind gefärbt mit ungiftigen Farben und haben ein strapazierfähiges Gewebe. Das Textil ist wirklich die beste Qualität am Markt, hatte aber auch ihren entsprechenden Preis. Mein Tragetuch kostete ungefähr 100 Euro.

Der Kinderwagen bleibt in der Ecke

Ich knüpfte also an die Tradition der Urvölker an und war von nun an Tragemami. Meine Tochter begleitete mich überall hin im Tuch. Gerade das Tuch gab mir im Gegensatz zu der Manduca das Gefühl, ich würde sie sicher und warm tragen können. Die Nähe, die wir damals hatten, macht mir noch heute leicht feuchte Augen. Ich weiß noch wie ich mit ihr im Alter von drei Monaten die Sandstrände an der Ostsee entlag spazierte (dort hätte selbst jeder Turboelternbuggy versagt). Der Kinderwagen spielte in unserer Beziehung also so gut wie keine Rolle und wurde nur zu Testzwecken durch die Landschaft geschoben.

Getarnte Tragemama ;)

Getarnte Tragemama ;)

Isch hab Rücken

Entgegen der landläufigen Meinung habe ich nur meinen alten Haltungsschaden, den ich den schlechten Schlafgelegenheiten in der Schule zu verdanken habe. Mein Kind jedenfalls hat einen sehr gesunden Rücken und ist nicht vom Tragetuch in den Rollstuhl gewechselt. Mein Kind hat sich mittlerweile auch abgenabelt und lässt sich nun lieber faul in der Gegend im Buggy spazieren fahren (obwohl mir das Tragetuch noch lieber wäre)

Schneller im Alltag mit dem Didysling

Beim Tragetuch von Didymos gibt es natürlich verschiedene Bindeweisen. Für den Alltag war es allerdings immer etwas problematisch, dass ich für eine gute Anprobe gerne mal mehr als 5 Minuten brauchte. Ich wollte mein Baby ja nicht wie einen Crash-Test-Dummy behandeln. Zwar ist das beim Losgehen kein Problem und das Kinderwagenpacken und Treppen schleppen dauert ähnlich lange, aber wenn du schnell was im Alltag erledigen willst und dein Kind wieder etwas knöttert, ist dies ein Problem.

Mit dem Didysling geht das ganze wesentlich schneller und macht das Tragen der Babys noch viel bequemer. Zwar ist es vielleicht nicht für die großen Wandertouren gemacht, aber dafür für den Alltag wesentlich bequemer. Ich habe das zwar nun nur mit Kuscheltieren ausprobiert, aber das Umbinden ist nun einfacher als Bonbons auspacken: DidySling umlegen,  Baby oder Kleinkind reinsetzen, Stoff festziehen. Aber auch hierfür gibt es noch verschiedene Trageweisen von Didymos.

Picnik collage didymos

Falls ihr es noch nicht wusstet bis zum 08. April verlose ich noch den Didysling. Den hat Didymos dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt und ich bin wirklich super froh darüber, weil ich Didymos als die beste der Tragefirmen erachte. Schaut doch mal einfach in mein Gewinnspiel rein und macht mit, ihr braucht eigentlich nur Facebook-Fan und einmal bei Facebook posten. Es gibt auch noch viele andere Preise.
Habt ihr ebenfalls positive Erfahrungen mit dem Tragetuch gemacht? Oder könnt ihr von negativen berichten?
Alles Liebe
eure Maja

 

 

 

Mein Tragetuch und mein schwitzendes Baby – Die richtige Tragekleidung in der Tragehilfe

Die richtige Kleiderwahl für dein Baby

Die richtige Kleiderwahl für dein Baby

Was ziehe ich bloß meinem Baby im Tragetuch an? Wenn ich mein Baby im Kinderwagen spazieren fahre, so kommt mir diese Frage niemals besonders kompliziert vor. Ich ziehe ihr einfach dasselbe wie mir an; nur ein paar Nummern kleiner. Weht ein frischer Wind oder tobt ein arktischer Schneesturm, kann ich sie noch zusätzlich zudecken. Wenn ihr zu warm wird, ziehe ich ihr einfach etwas aus. Ruck Zuck ist das erledigt. Aber was tragen Babys im Tragetuch oder in einer Tragehilfe? Im Winter wird dies tatsächlich ein Problem und ist bei Tragetüchern ein nicht zu verschweigender Nachteil. Naja ich erzähl euch mal was darüber, obwohl ich glaube, dass ihr das meiste schon wisst. Am Ende habe ich noch ein paar Sachen, die für mich ganz praktisch waren und die ich euch empfehlen kann.

Warum ist die richtige Tragekleidung wichtig?

Wenn du dein Kind eingebunden oder umgeschnallt hast, bist du weitaus flexibler als mit dem Kinderwagen, allerdings betrifft das eher deine Flexibilität im Umgang mit abschüssigen Gebirgspassagen im Umland, Abgründen und Schluchten, die sich beim Einsteigen in Bus und Bahn auftun und Treppen, die niemals enden wollen. Zudem wärmt dein Körper dein Kind mit. Das ist ziemlich praktisch, wenn es draußen kälter wird. Im Sommer ist das eher unpraktisch, da du in der Regel dann dein Baby im Schweiß badest.

Da du ohne Kinderwagen nicht einfach mal den halben Babyhaushalt mitnehmen kannst, musst du dich bei der Kleidung auf ein angemessenes Notfall beschränken. Die Tragekleidung muss also flexibel sein, dass heißt: Du musst sie einfach und problemlos anziehen können und unterwegs ausziehen können. Sie muss bequem sein, damit du und dein Baby sich wohlfühlen und nichts drückt oder einschneidet. Zudem solltest du Hosen immer etwas zu groß kaufen, damit dein Baby im Tuch keine Hochwasserhose bekommt. Ich habe mein Baby mal ein niedliches Kostüm im Tragetuch angezogen, ich wollte mein hippes Baby dann im Tragetuch ausführen, allerdings war das keine gute Idee. Der Stoff kratzte und mein Baby schwitze ganz schön unter ihrer Kutte, so dass ich mein Baby zu Haus zurück schweißgebadet gleich zum zweiten baden durfte. Und das zweitere gefällt dem Baby leider meistens nicht. Die Erkenntnis des Tages als ich wieder Zuhause war: besser bequem, aus atmungsaktiven Stoffen und mit dem Zwiebelprinzip.

Tragekleidung im Sommer

Manchmal gehe ich früh Morgens aus dem Haus und komme erst Nachmittags wieder. Im Sommer ist es Morgens meistens noch etwas frisch. Es ist also praktischer ,wenn dein Baby Sachen trägt, die du im laufe des Tages einfach ausziehen kannst. Zudem ist es wichtig, dass die Stoffe atmungsaktiv sind du solltest also Baumwolle, Leinen, Wolle und Seide den künstlichen Stoffen Polyester & Co vorziehen. Ein Beispiel könnte so aussehen:

  • Kurzarmbody
  • Leichte Leggings (oder andere bequeme Hose)
  • Langarmshirt
  • Jäckchen
  • Mützchen und Halstuch
  • Einmal dünne Söckchen und drüber nochmal dicke Socken, die zum Beispiel aus Wolle sind. Gut ist es, wenn die dickeren Socken etwas länger sind und die Waden noch mitwärmen

 

So ausgestattet kannst du dein Kind im Laufe des Tages den Temperaturen anpassen. Manchmal wird aus einem kalte Morgen ja doch noch ein sehr heißer Sommertag, da reicht dann meisten auch nur ein Kurzarmbody aus. Im Sommer müsst ihr gut aufpassen, wenn euer Baby nur so wenig anhat. Sonst sieht es nachher aus wie einer von den Orange People (klickt mal auf den Link). Als mein Baby noch ganz klein war, bin ich mit ihr im Sommer meist im Schatten gegangen und zur Mittagszeit haben wir brav Zuhause gewartet bis die Sonne etwas an Stärke abnahm. Meine Freundin hat mich damals immer als die Schattenläuferin bezeichnet und ich glaube ich hätte es mit Persil im Wettkampf um das Weißeste Weiß aufgenommen. Egal, was andere denken. Manche Mütter ziehen ihren Babys an heißen Tagen übrigens auch gar nichts im Tragetuch (außer vielleicht die Windel) an. Aber irgendwie frage ich mich dann doch, was andere denken.

Tragekleidung im Winter

Im Winter sind atmungsaktive Stoffe genauso wichtig. Denn manchmal kommt man in den dicken Sachen dann doch ganz schön ins Schwitzen. Bei Wolle und Baumwolle kann der Schweiß dann besser verdunsten. Auch im Winter eignet sich das Zwiebelprinzip also gut. Es ist im Prinzip das gleiche wie im Sommer nur mit Sachen die länger und dicker sind und vielelicht aus wärmeren Materialien. Das Babywinteroutfit könnte zum Beispiel so aussehen:

  • Langarmbody (im Winter sind besonders warme Bodys aus frotte oder Wolle gut)
  • Langarmshirt
  • Strumpfhose
  • Wollsocken
  • Leggings (ich finde Leggings bei kleinen Tragekindern am optimalsten, da sie eng anliegen und nichts drücken kann)
  •  dünne Strickjacke
  • Mützchen und Halstuch
  • Overrall (aus Wolle oder gefüttert)
  • gefütterte Schuhe oder Stiefelchen (bei Overrall ohne Füße )

 

Spezielle Tragekleidung

Eine gute Erfindung sind Babylegs. Dies sind im Prinzip Stulpen für das Baby. Der Vorteil du kannst deinem Baby im nu ,und ohne vorheriges aus dem Tragtuch nehmen, warme Beine zaubern.

Eine weitere gute Erfindung ist die Tragejacke für Mutti oder das Tragecover für das Baby. Beides hält bei ungünstigen Wetterverhältissen trocken und warm.
Bei der Tragejacke kaufst du quasi eine Jacke für euch beide. Damit sparst du dir den kauf von einem Babyoverrall, da dein Baby mit unter deine Jacke kann.

Beim Tragecover spannst du über deinen Tragling eine schützende Hülle, die dein Baby warm und trocken hält. Dabei musst du allerdings eine eigene Jacke anziehen, weil das Cover nur dein Baby einhült.

Welche Vorteile hat das Tragetuch? Ein paar Erfahrungen

Mein Baby sich und geborgen im Tragetuch

Mein Baby sich und geborgen im TragetuchDas Tragetuch ist schon toll, auch wenn ich mittlerweile die Manduca bevorzuge (Die schönsten Manducas habe ich hier mal aufgelistet). Ansonsten berichte ich euch dennoch mal, warum mir das Tragen so gefällt.

Der Anfang unserer Trageliebe

Am zweiten Lebenstag meines Babys mein Baby und nach einer kurzen Einweisung unserer Hebamme ging es los mit unserer Tragelovestory. Erstmal übte ich nur Zuhause. Ich hatte natürlich noch nicht viel Erfahrung und schon beim Anziehen hatte ich Angst mein Baby irgendwie kaputt zu machen. Die Fingerchen, Ärmchen und Beinchen, das Köpfchen sie sind so zart, dass ich immer dachte, dass dort ganz schnell etwas abknickt. Schon das Bodyanziehen ging ich so vorsichtig an und mein Baby schrie für gewöhnlich wie am Spieß. So gestaltete sich auch der Tragetuchsport als schwierig.

Mein Puls schlug auch aus, wenn ich daran dachte mit meinem Baby alleine nach Draußen zu gehen. Ein Tragetuch ist ja noch keineswegs normal und meine Sozialberaterin schaute mich schon mit großen Augen an, warum ich keinen Kinderwagen wolle. Und was wenn ich mein Baby draußen wieder in das Tuch binden wollen würde? Denn zu Hause hatte ich zwar einen Spiegel, um alles zu kontrollieren, aber draußen würde dieser nicht da sein, dafür vielleicht die gaffenden Leute, die mir dann erklären würden, ich bräuchte einen Kinderwagen. Das Tuch zu binden ist nicht so einfach, daher würde ich aus heutiger Sicht jeder angehenden Tragemutti empfehlen, einen Kurs zu besuchen, wo eine erfahrene Tragemutti das Binden erklärt. Es klappte jedoch auch ohne Kurs.

mein Baby und ich waren also gut im Tuch unterwegs und machten die Gegend unsicher (in die Disco habe ich mich natürlich noch nicht getraut). Mein Baby mochte es nur nicht wenn ich zu lange stand. Die Bewegung und der Rhythmus beim Gehen beruhigten sie allerdings und sie schlief regelmäßig schnell ein.

Die ersten 6 Monate habe ich mein Baby im Tuch getragen. Als mein Baby noch so klein war, habe ich viele positive Bemerkungen dazu erhalten. Natürlich gab es auch Ausnahmen: Einmal war ich grade mit einem Freund unterwegs und zwei Männer die uns entgegen kam rügten ihn, warum er mich das Baby tragen lässt, schließlich müsste er es doch tragen. Dazu möchte ich sagen, dass ich die Aufgabe mein Baby zu tragen, immer als schön empfunden habe. Mir war es wichtig, dass wir eine gute Bindung zueinander haben und dass ich ihr die Welt von einer sicheren Basis aus zeigen kann. Wenn es mir irgendwie nur um den Transport gegangen wäre, hätte ich es auch einfacher haben können.

Wenn Tragekinder älter werden

Nun werden kleine Babys ja auch größer und schwerer und ich habe damals die Alternative entdeckt, sie mit der Manduca (eine Babytrage) auf dem Rücken zu tragen. (Zu dem Thema :”tragen von älteren Kindern”, habe ich auch hier etwas geschrieben) Von dort war sie auch wieder zufriedener. Ab dem 5.ten Monat war sie vorm Bauch immer etwas unruhig und verrenkte sich immer den Kopf. Auf dem Rücken getragen zu werden, war also ein kleiner Schritt zu mehr Freiheit für Sie und mich.  Seitdem sie älter wird, höre ich auch häufiger negative Bemerkungen. Einmal im Supermarkt hat sich eine junge Frau, nachdem sie mich und mein Baby angestarrt hat (im wahrsten sinne des Wortes), zu ihrer ( augenscheinlich) Mutter umgedreht und gesagt “bei sowas bekomme ich so’n Hals”.

Das war schon ganz schön verletzend, da ich ja nur das beste für mein Baby möchte und der Überzeugung bin, dass auch umzusetzen. Einmal hat eine Frau in der Warteschlange vor der Kasse gesagt: “muss das denn sein?”. Mittlerweile finde ich solche Kommentare aber ganz spaßig. Ich weiß, dass es mein Baby und mir mit dem Tragen gut geht und ich finde das hat Vorrang.

Schwierigkeit und Nachteile vom Tragen

Bei allen Lobeshymnen möchte ich doch auch erklären, was mir beim Tragen zu schaffen gemacht hat. Es ist nämlich gar nicht so einfach erstmal die Disziplin und Ausdauer aufzubringen das Tragen und richtige Binden zu lernen. Der Umgang mit dem Tuch kam für mich erst nach und nach. Ich weiß nicht genau, ob mein Baby meine Unsicherheit merkte, jedenfalls quakte sie bei den ersten Bindeversuchen ganz schön. Vielleicht war ihr  auch die Enge zu ungewohnt. Sich da dann nicht verunsichern zu lassen und darauf zu vertrauen, dass man das richtige tut, kostet erstmal Überwindung. Dann hat man zwar beim Tragen eine Freiheit, die man beim Kinderwagen nicht hat (Hände frei, kann alle Wege gehen). Jedoch ist ein Kind im Kinderwagen  manchmal leichter zu transportieren. Man steht im Geschäft irgendwo und stellt den Kinderwagen an die Seite, um sich auf ein Produkt zu konzentrieren. Man fühlt sich dadurch nicht so angekettet. Und natürlich entfällt mit dem Kinderwagen der praktische Einkaufskorb. Man muss die Einkäufe plus Kind tragen. Das hat mich manchmal ganz schön viel Kraft gekostet. Ich habe kein Auto und habe so halt auch große Einkäufe nur zu Fuß transportiert.
Dann muss man sich noch über so manche negative Einmischung in seine Ideale hinwegsetzen. Ich hatte Glück und niemand in meinem Umfeld beziehungsweise Verwandtenkreis hat sich negativ darüber geäußert als sie sahen, dass es klappte. Wenn man nun an seinen Idealen festhält und den Glauben besitzt, dass Tragen das einzig richtige für sich und sein Kind ist, dann kommt man schnell zu den Vorteilen, die das Tragen mit sich bringt.
Noch ein bisschen etwas aus unserem Babyalltag
Mein Baby schon etwas älter, aber immer noch reif für das Tragetuch

Mein Baby schon etwas älter, aber immer noch reif für das Tragetuch

Selbstbewusst durch freie Erziehung

Selbstbewusst durch freie Erziehung

Neugier muss ebenso ein Teil der Erziehung sein

Neugier muss ebenso ein Teil der Erziehung sein

Wir (ich) wollten eigentlich mit dem BobbyCar los, um vom Berg ganz oben runter zu fahren. Aber irgendwie sind wir an dem Tag auf halber Strecke stehen geblieben. Wir haben uns an einer ruhigen Ecke auf den Bürgersteig gesetzt und Ameisen, Käfer und kleine Steinchen begutachtet.
Hat aber genauso viel Spaß gemacht :)
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