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Stillen undercover- Wie die Amerikaner in der Öffentlichkeit stillen

"Mamaa da"!

"Mamaa da"!

Mein Kind ist nun die Milchbar gewöhnt und behandelt meine sekundäre Intimzone wie ihren Privatbesitz. Da ich nun nur noch morgens und abends stille, heißt dies nun vor allem Wut mindern. Ja, auch ich als Langzeitstillerin möchte langsam abstillen. Natürlich weiß mein Kleinkind dies nicht richtig zu interpretieren und ist von der ganz unverschämten Sorte. Mit viel Elan versucht sie mich täglich auszuziehen. Dies macht sie schon eine ganze Weile mit einer Selbstverständlichkeit und einem Selbstbewusstsein, das wohl nicht mal Casanova hätte. Besonders heikel ist dies in der Öffentlichkeit, denn irgendwie empfand ich das Stillen in der Öffentlichkeit immer als zu offensiv. Habt ihr in der Öffentlichkeit gestillt?

Mein Kleinkind schleppt diesen Zoo übrigens freiwillig mit und es durfte auch niemand tragen helfen :D

Mein Kleinkind schleppt diesen Zoo übrigens freiwillig mit und es durfte auch niemand tragen helfen :D

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Probleme beim Stillen: Mein dampfender Busenfreund – Der Vaporisator

Oh Ha Hände sind so vielseitig :)

Oh Ha Hände sind so vielseitig :) Mein Kind hat die Strubbelkrankheit

Viele junge Mütter haben bei ihrem ersten Kind Probleme mit dem Stillen und geben dieses dann leider sehr schnell auf. Ich glaube allerdings, dass das Stillen viele positive Effekte für mein Kind hatte und das sich Durchhalten auszahlt. Dennoch: Auch ich habe vor allem mit wunden Brustwarzen zu knapsen gehabt. Jedes mal, wenn mein Baby andockte, war es als würde ich meine Brustwarze in eine Steckdose stecken und das ist wirklich nicht übertrieben. Deswegen hatte ich mir im Krankenhaus schon vorher eine Milchpumpe ausgeliehen. Diese wollte ich Zuhause benutzen, um über wirklich schmerzvolle Stunden hinweg zu kommen. Durch das Abpumpen haben meine Brustwarzen immer einen kurzen Wellnessurlaub bekommen. Die Milchpumpe war wirklich ein Segen. An eine Sache hatte ich in der Schwangerschaft allerdings gar nicht gedacht: saubere Fläschchen. Ich war also neben dem ganzen Stress vorrangig mit Abwaschen und Abkochen der vielen Fläschchen beschäftigt und das ist echt deprimierend.

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Neun Tipps zum perfekten Stillstart ohne Stillprobleme

Es heißt: “Stillen ist umweltfreundlich, kostengünstig, praktisch und natürlich das gesündeste für Kind und Mutter.” Häufig habe ich in meiner Schwangerschaft Zeitungen, Broschüren und Flyer mit ähnlichen Aussagen bekommen: “Stillen ist toll, Stillen ist am besten für ihr Kind”.
Über die verschiedenen  Probleme gab es immer ein paar kleinere Passagen, aber es kam jedes mal irgendwie zu kurz, um wirklich hilfreich zu sein. Da gab es dann zwar Andeutungen zu Milchstau, entzündete Brustwarzen, mangelnder Milch und Kindern, die nicht von der Brust trinken wollen, es hatte aber immer den Anschein, als wären diese Probleme nicht wirklich der Rede wert und im Notfall solle man sich einfach nach einer Stillberaterin in der Nähe umsehen.

Breastfeeding

Das Ideal vom geborgenen Stillen scheiterte oft an meiner Müdigkeit. Foto von christyscherrer

Nachdem ich mich also während der Schwangerschaft mit allen schönen, doch oberflächlichen Ratgebern eingedeckt hatte und in schönsten Märchentraumphantasien ausgemalt hatte, wie ich im Sommerkleid am geöffneten Fenster und den Sonnenschein im Gesicht das ruhige Kind in seinen Schlaf stille, kam dann irgendwann das lang ersehnte tatsächliche erste Kennenlernen im Krankenhaus. Was aber dann überraschend und eigentlich schon schockierend war, dass das Kind gar nicht so recht wusste, wie es überhaupt Milch ansaugen soll. Was immer als so selbstverständlich beschrieben wurde, war in Realität gar nicht so einfach. Eine Hebamme, die sich wahrscheinlich fragte, was ich da so kompliziert rumhantiere, hat uns dann geholfen.

Da dachte ich nach der Geburt erleichtert, es ist wäre an der Zeit aufzuatmen, Kind plus Anhängsel waren geboren, aber als ich meine Tochter zum erstenmal stillte, war es äußerst schmerzvoll. Niemand kein Ratgeber, keine Hebamme, kein Arzt, oder wer sonst noch dazu in der Lage gewesen wäre, hat mir gesagt das so ein erster Trinkversuch durchaus sehr schmerzhaft sein kann. Die nächsten Tage im Krankenhaus wurde es auch nicht besser. Obwohl es ein anthroposophisches und stillfreundliches Krankenhaus war und ich viel Hilfe bekam, fühlte ich mich doch nicht wohl in meiner Rolle als stillende Mutti.

Meine größten Störquellen während der Stillzeit

Ich möchte mal zusammenfassen, was mich am Anfang am meisten behinderte und störte:

1. Das Stillkissen: Ich war dauernd damit beschäftigt, mein Baby in der richtigen Höhe darauf zu betten und wurstelte ewig damit rum.

2. Meine Zimmernachbarin stillte ihr zweites Kind auch und ihre Performance dabei setzte mich unter zusätzlichen Druck. Auch wenn das sicherlich keine Absicht war, sondern vielmehr ein Persönliches Hirngespinst. Bei ihr sah es sooo einfach aus, als hätte sie keine Schmerzen wegen dem Milcheinschuss, keine Nachwehen, wenn ihr kleiner trinkt, keine Angst etwas “kaputt” zu machen. Es sah viel zu leicht aus. Warum kann das bei mir nicht genauso sein?

3. Am Anfang zieht es höllisch wenn das Baby trinkt und alles ist noch empfindlich und nicht an diese Art von Belastung gewöhnt ist. (Vielleicht wollt ihr noch ergänzen, welche Probleme bei euch noch aufgetreten sind?)

Meine eigentliche Problemlösung begann als ich ausgestattet mit Milchpumpe und Stillhütchen nach Hause ging. Zuerst ließ ich das Stillkissen und den Anspruch hinter mir das Stillen die natürlichste (und einfachste?) Sache der Welt war. Als junge Mutti muss man stillen erst lernen. Zuhause funktionierte natürlich nichts wie im Bilderbuch. Zuerst ging die Milchpumpe nicht an und als das Problem behoben war, konnte ich nicht genug Milch gewinnen. Ich pumpte am Anfang fast nur noch ab (die Schmerzen beim trinken und die verletzten Brustwarzen waren wirklich nicht nett). Selten legte ich meine Kleine an. Der Anfang unserer Stillbeziehung war wirklich nicht schön.

Langsame Erfolge
Allerdings zeigte auch das wenige Anlegen nach und nach mit viel Geduld Erfolg. Die verletzte Brustwarze erholte sich und mein Baby trank besser als früher an der Brust. Ich legte öfters an auch im Rückengriff und erhöhte so die Milchmenge, die andere Brust brauchte etwas länger, aber auch da funktionierte es nach ungefähr vier Wochen ohne Stillhütchen und Pumpe einfach so. Die leichte Saugverwirrung meines Babys durch das hin und her von Flasche und Brust verschwand auch nach 2 Tagen, nachdem ich nur noch stillte.Das Stillkissen habe ich schon nach wenigen Tagen nicht mehr benutzt. Und irgendwann stand ich auch Nachts nicht mehr auf, schaltete nicht mehr das Licht ein und nahm mein Baby nicht mehr auf den Arm, um es zu stillen, sondern stillte es im Liegen [Sie schlief seit ihrem ersten Tag neben mir (mehr zum Thema Co-Sleeping hier)]

Nun möchte ich euch ein paar “Werkzeuge” aufzählen, die mir geholfen haben:

1. Keine Pulvermilch aus dem Handel zufüttern.

2. Um bei zu wenig Milch mehr Milch zu bekommen -> weniger abpumpen, Rückengriff da so die meisten Milchdrüsen angeregt werden und Stilltee trinken.

3. Nach Bedarf stillen. Das heißt, dein Baby zeigt dir, es hat Hunger. Vier Stunden-Regel oder stillen nach der Uhr bringen meiner Meinung mehr Nachteile als Vorteile.

4. Stillkissen, wenn es nicht funktioniert, einfach weglassen.

5. Wunde Brustwarzen mit Lanolin eincremen, Baumwolle tragen, Muttermilch nicht abwaschen sondern trocknen lassen, nicht mit Duschgel oder ähnlichen abwaschen, viel Luft an die Brust lassen oder sehr luftige Kleidung tragen, richtig anlegen.

6. Den Haushalt mal Haushalt sein lassen und ein Zuviel an Stress vermeiden.

7. Ausreichend essen und trinken. Manchmal ist man in den ersten tagen Zuhause mit allem anderen beschäftigt und Essen kommt manchmal zu kurz.

8. Wenn die Brustwarze am Anfang vom Milcheinschuss zu flach ist (z.B. zu viel Milch) und das Baby sie nicht richtig greifen kann mit dem Mund, dann hilft das.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass auch das Trinken dadurch weniger schmerzhaft wird, da die Milch “sanfter” einfließt.

9. Stillhütchen sind manchmal eine wirkliche Erleichterung, aber: Auf Dauer reduziert sich die Milch. Also lieber einmal den Latch Assist probieren (siehe Punkt 8)

Der heutige Stand unserer Stillbeziehung ist optimal, würde ich sagen. Ich stille mal mehr mal weniger, so wie meine Tochter gerade möchte und hatte schon eine kleine Ewigkeit keine Probleme mehr mit wunden Brustwarzen, Milchstau oder mit der Verweigerung der Brust. Mittlerweile isst mein Baby ja auch mehr und mehr bei mir mit.

Wenn ich nochmal in der Zeit zurück reisen könnte, würde ich am Anfang trotz Schmerzen einfach häufiger anlegen. Hätte ich das gleich von Anfang an getan, wäre die Milchbar viel schneller richtig in Gang gekommen. Ich hätte weniger Schmerzen, Sorgen und Ärger gehabt. Ich hätte mir auch nicht nur Schwangerschaftsratgeber geholt, die alle Themen mal ein bisschen anschneiden, und nicht nur Internetseiten gelesen, die nur von wirklich überzeugenden Vorteilen des Stillens berichten, aber keine guten Erfahrungsberichte liefern.

Meiner Meinung ist die beste Vorbereitung auf das Stillen, sich ausgiebig mit guten Büchern zu dem Thema zu informieren und die Flinte auch bei Schwierigkeiten nicht so schnell ins Korn zu werfen. Eine schöne Stillbeziehung ist wirklich eine Bereicherung für Mutter und Kind. Das kann ich aus meiner Erfahrung sagen.

Nun noch ein paar Links die ich persöhnlich hilfreich finde:

Süße Milch: Eine kurze Zusammenfassung über Vorteile des Stillens
Ein tolles Still-Forum.
Still-Lexikon
Still- Probleme  
Still-Probleme (längere Ausführung) 
Nur ein Fläschchen..  

Und zu guter letzt ein verzweifelter Vater, der die Zeichen seinen Sohnes nicht richtig deutet. Ich bin überzeugt ihr könnt das besser.

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