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Das hat mir auch nicht geschadet – Von der strengen Erziehung

Gut ausgerüstet geht´s zum Spielplatz :)

Gut ausgerüstet geht´s zum Spielplatz :)

Ich bin wohl eine Ökomama. Die meisten meiner Leser fragen sich da, was soll aus meiner Tochter nur werden? Mit 3 sei sie das verhaltensauffällige Mädchen im Kindergarten, das immer nur mit einem Jutesack bekleidet und barfuß (im Winter gibt es Babybirkenstocksandalen) in die Gruppen kommt und verhaltensauffällig anderen Kindern das Schreien beibringt, aber ihnen dafür im Gegenzug das Spielzeug wegnimmt. Alles, weil Ökomama sie krümeln lässt, keine strikte Zu-Bett-Geh-Pflicht besitzt und mit ihr eher mit dem mit ihr spielt (affilliate), kurz, weil ich generell mein Kind eher machen lasse als zu viel zu reglementieren.

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Wir ihr eure Kindern zu starken Persönlichkeiten macht (Interview mit Bianka von Attachment Parenting)

Baby with hat (http://www.pusteblumenbaby.de)

Macht eure Kinder mit Attachment Parenting zu starken Persönlichkeiten, die sich viel zutrauen

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Die Tigermutter übt Selbstkritik?

Wie steht ihr zur Tigermama?

Wie steht ihr zur Tigermama?

Genau verstehe ich die so genannte Tiger-Mutter aus China nicht. Zunächst erzählt sie im Spiegel-Interview, wie sie ihre Kinder zum Erfolg gedrillt hat. Da drohte sie ihren Kindern schonmal alle Kuscheltiere zu verbrennen, wenn sie ein Stück nicht richtig spielen, das andere mal drohte sie mit dem Canceln aller Geburtstage wie auch der Spende des Puppenhauses an das Armenhaus. Bei diesen Erzählungen wundere ich mich, dass die Kinder überhaupt noch mit Puppen spielen durften. Auf der anderen Seite erzählt sie dann, wie sehr sie ihre Kinder liebt. Chinesische Eltern würden demnach das Konzept ihrer Kinder viel besser verstehen. Lesen Sie den gesamten Eintrag »

Wie Kinder ohne Regeln Regeln lernen – Gastbeitrag von Nadja

Führen Grenzen zu mehr Regelverständnis ?

Führen Grenzen zu mehr Regelverständnis ?

Wer bin ich?

Mein Name ist Nadja und ich bin 26 Jahre. Ich bin Fachangestellte für Medien und
Informationsdienst… wer sich jetzt fragt was ist das und was macht man da? Ich arbeite in einer Bibliothek.  Das hilft ja vielleicht schon mal weiter :-). Außerdem versuche ich gerade auch noch meinen Bachelor in Bibliothekswesen zu machen.
Das ist allerdings momentan nicht die leichteste Übung, da ich im Dezember 2010 Mutter eines ganz wunderbaren kleinen Jungens geworden bin. Dieser aufgeweckte, neugierige, aktive kleine Mann namens Cyrill fordert derzeit sehr viel meiner Aufmerksamkeit. Unterstützt werde ich dabei jeden Tag liebevoll von seinem Vater, meinem Mann.

Wie Kinder ohne Regeln Regeln lernen

Mein Sohn ist jetzt 16 Monate und sehr aktiv. Er möchte am liebsten schon alles selber und alleine machen. Das ist ja auch gut, er soll ja lernen Selbstständig zu sein. Aber hier kommt das Problem auf, dass noch nicht alles selber kann und auch die Grenzen seines Könnens kaum einschätzen kann. Da ist es schwer ihm plausibel zu erklären warum er sich jetzt an „Regeln“ halten soll, die ich selber nicht einhalte.

Warum z.B. darf ich den CD-Spieler bedienen , er aber nicht, wo er doch ganz genau weiß wie das
funktioniert. Hier habe ich es mit einer Diplomatischen Lösung versucht. Er darf zwar den Spieler nicht direkt bedienen, aber wenn ich eine CD eingelegt habe darf er den Start-Knopf drücken. Dochnicht immer sind solche Diplomatischen Lösungen möglich.
Und nicht immer möchte er sich auf eine solche einlassen.
Ich bemühe mich sehr ihm die „Regeln“ für ihn verständlich zu erklären und betone auch, dass ich
nicht möchte, dass er dieses oder jenes macht. Aber nicht immer versteht er es und oft hält er sich somit nicht sofort an diese „Regeln“. Man braucht viel Geduld und muss die Dinge etliche male erklären. In solchen Situationen, wenn ich es ihm dann zum ein-hundertsten mal erkläre, habe ich mich auch schon dabei erwischt, daran zu denken etwas wie eine „stille Treppe“ (z.B. einfach in
sein Gitterbettchen) einzuführen.

Doch wenn ich darüber nachdenke wie ich mich dabei fühlen würde verwerfe ich diesen ganz
schnell wieder. Ich denke auch, dass dies der „Mutter-Kind-Beziehung“ schaden kann. Wie würden wir Erwachsenen uns fühlen, wenn der Mensch den wir lieben und dem wir bedingungslos Vertrauen uns plötzlich wegstellt. Sicher bei einem mal wird er mir wahrscheinlich verzeihen… aber wenn ich das immer und immer wiederhole…

Doch auch alle guten Vorsätze helfen nicht immer. Denn jeder Mensch hat schlechte Tage und
so kommt es auch bei mir vor das ich wirklich mit ihm schimpfe und vergesse ihm zu erklären warum oder einfach in dem Moment nicht die Zeit dazu habe. Es kommt auch vor, dass wenn wir Beispielsweise weg wollen und er Schuhe und Jacke anziehen soll (was im Normalfall eigentlich ziemlich gut funktioniert wenn ich ihm gesagt habe das wir jetzt raus gehen) er es einfach partout nicht will und ich ihn dann auch gegen seinen Willen anziehe, was er wie wahrscheinlich alle Kinder mit treten, schreien und winden zu verhindern versucht. … In solchen Situationen hilft einem alles Regeln lernen auch nicht mehr weiter. Denn Kinder sind nicht rational und es gibt auch Tage an denen halten sie sich einfach nicht an die Regeln, auch wenn sie sie genau kennen und
verstanden haben. Was dann…

… Also der Weg ist nicht leicht. Welche Regeln braucht er, schützen ihn, was kann ich ihm
durchgehen lassen, wie lasse ich ihm aber im gleichen Atemzug genug Freiraum, dass er auch
Sachen ausprobieren kann um Selbstständiger zu werden.

Unsere Mamabesserwisserblogs – Mal eine Meinung zum Kinderschlagen und warum wir darüber reden müssen

"Beschütz mich Stern", ist nun immer mit dabei :)

"Beschütz mich Stern", ist nun immer mit dabei :)

Bin ich eine Mama, die weiß, wie die Dinge laufen? Auf keinen Fall. Es gibt wohl einige Punkte, zu denen ich allerdings eine Meinung habe. Das Stillen ist zum Beispiel nach WHO bis zum zweiten Lebensjahr empfohlen und Studien zeigen, dass es viele positive Folgen für das Kind hat. Eine Studie aus Freiburg konnte zum Beispiel nachweisen, dass Stillen vor Infektionskrankheiten schützt. Diese Erfahrung hat sich bei mir und meiner Tochter voll bestätigt. Zeitweise war unsere WG ein einziges Lazarett und eigentlich wäre es sogar gut gewesen, wenn mein Baby dann auch krank im Bett gelegen hätte. Sie aber eine unerschütterliche Gesundheit und ist den ganzen Tag auf mir nackt (im Winter) rumgeturnt. Ich glaube bis jetzt war meine Tochter einmal krank.

Stillen

Da ich also das beste für mich und mein Kind wollte, bedeutete es, dass das Stillen durchziehe und Widerstände in Kauf nehme. Genaueres zu diesen Widerständen Stillen hatte ich ja schon bei Chris von Sparbaby geschrieben. Nun kenne ich natürlich viele extreme Fallbeispiele, bei denen es beim besten Willen nicht ging. Diese Mamas füttern zu oder geben das Fläschchen und darin sehe ich kein Problem. Es gibt aber auch Mütter, die vor allem sagen, dass sie ihre Kinder nicht stillen, weil es ihnen zu anstrengend ist und sie vor allem noch Frau sein wollen. Bei diesen MüttÜern frage ich mich, warum sie sich dann für Kinder entschieden haben, wenn sie diesen geringen Gegenwind nicht verkraften und das Baby sofort ins Korn werfen.

Kinder schreien lassen und Kinder schlagen 

Zum zweiten halte ich es für wichtig, seine Babys nicht schreien zu lassen oder ihnen auch nicht schon von harter Hand das Erziehungs-Abc beizubringen. Auch hier zeigen Studien, dass dies vor allem der Gehirnentwicklung der Kinder schadet und diese so zum Beispiel viel eher später von Ängsten befallen werden und weniger Selbstbewusstsein haben. Auch hier sind Mütter, die vielleicht nicht aus Unwissen, sondern vor allem aus Faulheit ihre Kinder derart erziehen für mich nicht diskutabel.

"Neeinoo, Mama wir gehen hier lang"!

"Neeinoo, Mama wir gehen hier lang"!

Schließlich sind Eltern, die ihre Kinder schlagen, für mich nicht akzeptabel. Auch hier zeigt zum Beispiel netzwerkB die Konsequenzen. Kinder, die geschlagen werden, neigen zu geringerem Selbstbewusstsein. Eingeschüchtert sagen sie vielleicht seltener “nein” und haben tatsächlich weniger Wutanfälle (gut für die strenge Mutti). Dies bedeutet aber auch für später, dass sie im Falle von sexualisierter Gewalt weniger “nein” sagen und sich in den Beziehungen zum Täter sogar partiell aufgewertet fühlen. Schaut man sich die Beziehungen von Tätern zu ihren Opfern an, so sind es oftmals Opfer ohne viel Selbstbewusstsein. Hier findet durch die elterlicher Erziehung eine Vorprägung statt und in der emotionalen Nähe, die die Täter dann zu ihren Opfern aufbauen, ist es dann nach einer langen vertrauensvollen Beziehung ein Leichtes, dieses Vertrauen schamlos auszunutzen. Betroffene sexualisierter Gewalt befinden sich häufig Jahre in emotionalen Abhängigkeitsverhältnissen zu den Tätern. Wer nun glaubt dies sei selten, kann gewiss sein, dass es in Deutschland allein 10 Millionen Betroffene gibt. Das Ärzteblatt geht sogar von noch mehr Betroffenen aus.

Nun es mögen viele die kausalen Zusammenhänge nicht sehen, aber bei 51 Prozent der Eltern, die ihre Kinder noch schlagen, kann ich nur die Schweden begrüßen, die Eltern sogleich über 10 Monate hinter Gitter bringen und ihnen sofort die Kinder wegnehmen. Vielleicht verstehen wir das in unserer Kultur nicht, aber in Schweden ist es umgekehrt für alle undenkbar ihre Kinder zu schlagen. Nicht umsonst hat Astrid Lindgren auch den Literaturnobelpreis gewonnen.

Warum Mamablogs alles besser wissen sollten

Nun kommen wir mal zum Thema. Mamas sind oftmals überfordert, was aber dann auf den meisten Ratgeberseiten kommt, sind Ratschläge die das Allgemeinste vom Allgemeinen zusammenfassen. Ideen, dass wir unsere Kinder maßregeln müssten, stellen die Autoren ohne Bezug zur Realität dar. Ich selbst bin mir auch oftmals sehr unsicher, was, wie, wann und wo ich alles falsch mache. Erziehung ist definitiv keine leichte Aufgabe und oftmals glauben wir, es gäbe den Kniff. Eine Art Bewegung oder Wortformel, die unsere Kinder in brave Schäfchen verwandelt, die genau nach unserer Pfeife tanzen.  Die Gesamtheit der Erziehung aber steht im Mittelpunkt.

Miss Moon hat nun einen Artikel geschrieben, wobei die Ratschläge sicher diskutabel sind, aber die Tatsache, dass sie ihre Erfahrungen mit uns teilt und daraus die Regeln ableitet und diese auch noch persönlich zur Diskussion stellt, empfinde ich als einen der Fortschritte, die uns das Internet bringt. Wir sollten uns ernsthaft der Erziehungsdiskussion stellen, denn ich bin der Auffassung hier ist vieles falsch gelaufen. Wir dürfen unsere Kinder nicht privat erziehen, weil die Kinder nicht uns gehören, sondern sich selbst. Das heißt, vieles in der Familie ist nicht Privatangelegenheit. Das mag für euch überzogen klingen, aber wusstet ihr, dass es in Deutschland zum Beispiel keine Anzeigenpflicht für sexualisierte Gewalt gibt? Das heißt, wenn ihr wüsstet, dass ein Kind, das ihr kennt, missbraucht wird, müsstet ihr es nicht anzeigen und ihr würdet euch damit nicht strafbar machen. Aber es kommt noch doller: Ihr müsstet es nicht mal melden. In Deutschland gibt es hierfür keine Anzeigen- und Meldepflicht.

Natürlich ist das ein Phänomen, dass Mamas nun mit den Blogs ihre Ratschläge verteilen. Ich finde das allerdings gut, wenn es offen für Diskussion ist und da finde ich den Facebookkommentar nicht so schön (Facebookdiskussion). Wir wissen heute noch nicht viel über die Entwicklung unserer Kinder und seitdem die Soziologie mehr und mehr Studien in den Raum wirft, tut sich in den letzten Jahrzehnten ein gesellschaftliche Abgrund auf. Wie Norbert Denef von netzwerkB glaube ich auch, dass die hohen Zahlen an sexualisierter Gewalt Gründe haben. 10.000.000 Betroffene haben eine Ursache, die wohl gerade dort zu suchen ist, wo wir unsere Gewalt weitergeben und so müssen wir die Gründe in der Erziehung suchen.

Erziehung als Privatsache?

Grundsätzlich denke ich, dass Erziehung keine Privatsache ist und niemand einfach mal so machen sollte. Es ist keine Frage der persönlichen Auffassung, sondern es ist die gesamtgesellschaftliche Frage, was für unsere Kinder das Beste ist. Sicher ich stille sehr lange und das kann nicht jede Frau. Dies sind Grenzfragen, aber beim Schreienlasssen oder beim Schlagen gibt es recht eindeutige Befunde. Der größere Teil der Eltern denkt dennoch anders und das sehen wir daran, dass trotz des gesetzlichen Verbots Kindern auch nur einen Klaps zu geben, Eltern immer noch ihre Kinder schlagen. So verwundert mich auch nicht, dass es immer noch zu folgenden Kommentaren kommt:

“Frau kann das Baby auch mal schreien lassen, wenn sie auf dem WC oder unter der Dusche ist! Es wird bald lernen, dass Mama ein paar unaufschiebbare Bedürfnisse hat.”

“So ist es. Es macht den Anschein hier als hätten diese jungen Mütter nicht von ihren Eltern gelernt. Gerade die Artikel mit all den zum Teil doch hysterischen Ratschlägen. Eine richtige Mutter braucht bestimmt keine diese Ratgeber-Kinder-Bücher zu lesen. Sie lernte das Handwerk von der eigenen Mutter.” (http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/23293/geniessen-geniessen-geniessen/#comments)

 

Im Letzten Kommentar liegt das Problem verborgen, die meisten Mütter, die alles anders machen wollen, lernen das “Handwerk” von ihren Eltern und dann gibt sich die Gewalt von Generation zu Generation weiter. Ich glaube allerdings, dass wir uns nun in einer Umbruchphase befinden. Schweden macht es vor und auch die anderen Länder müssen folgen, um schließlich eine gesunder Gesellschaft hervorzubringen. Zwar ist es richtig, dass wir auch so bisher groß geworden sind, aber wir wollen nicht nur leben, sondern auch glücklich leben, daher ist es an der Zeit, dass die Gesellschaft sich wandelt. Aus diesem Grund finde ich gut, wenn Mamas sich öffentlich mit Besserwisserblogs zu Wort melden und so das Thema überhaupt erstmal diskutabel machen.

Wenn ihr noch mehr zum Nachdenken anregen wollt, könnt ihr gerne diesen Beitrag weiterteilen :)

Alles Liebe

eure Maja

Wie erziehe ich meine Eltern? Fünf weise Ratschläge meines Babys (Gastbeitrag)

Erziehung ist das A und O

Erziehung ist das A und O, dazu erzähle ich euch heute etwas

Hallo heute schreibt hier mal mein Baby, sonst halte ich mich ja eher im Hintergrund und ziehe die Fäden. Gestern habe ich bei Fräulein Moon einen kleinen Bericht über die Verständnislosigkeit meiner Mama geschrieben und ich bin mir sicher: Viele andere Kinder haben auch zu kämpfen mit der eingeengetn Sichtweise ihrrer Eltern. Um dem Abhilfe zu schaffen, gebe ich euch heute exklusive Tipps in der Kategorie Elternerziehung. Es ist sehr wichtig, dass ihr beginnt, eure Eltern so früh wie möglich zu erziehen. Nur so könnt ihr maximalen Erfolg erwarten. Also los geht’s mit meinen fünf Tipps in diesem Gastbeitrag:

1. Deine Eltern nicht schlagen

Zunächst es bringt nichts eure Eltern zu schlagen. Eltern schlagen schädigt sie in ihrer Entwicklung und häufig werden sie rational nicht verstehen, was ihr überhaupt meint. Da sie bereits so viel mit Worten hantieren, sind sie nicht mehr in der Lage eure Handlungen richtig zu deuten, dennoch ist Eltern schlagen ein absolutes NoGo

2. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Kürzlich wieder: Ich weiß ja nicht, wie das bei euch ist, aber meine Mama hat überhaupt keine Ahnung von Mode. Viel zu altmodisch, ich bin doch keine alte Omacouch, die ihr mit hässlichen Bezügen bespannen könnt. Na gut, aber wir haben nicht viel Geld, dann muss ich halt auch mal ihre selbstgenähten Kartoffelsäcke tragen. Was aber garnich’ geht, ist wenn sie versucht zu meinem Outfit unpassende Schuhe zu kombinieren. Meine rosa Sommerballetschuhe passen meines Erachtens super zu meinem kakigrünen Schneeanzug. Meine Mama aber schnallt das überhaupt nicht. Was also tun?

Der richtige Moment eurer erzieherischen Maßnahmen muss stimmen. Es nützt wenig, wenn ihr den Machtkampf Zuhause im stillen Kämmerlein austragt, ihr werdet am Ende mit hässerlichen Winterbotten an den Füßen enden. Natürlich wenn es wirklich überhaupt nicht anders geht, dann sind Wutanfälle der Extraklasse geboten, aber meistens verlaufen diese erzieherischen Maßnahmen im Sande. Am besten ihr spart euch diese Energien, in denen möglichst viele Akteure involviert sind. Ich empfehle draußen an der Ampel, in der Warteschlange im Supermarkt oder das Non-Plus-Ultra auf dem Kinderspielplatz, wo möglichst viele Augen auf euch gerichtet sind. Kurz: Ihr müsst die Öffentlichkeit wollen. Dort zieht ihr dann eure Schuhe aus und werft sie auf die Straße, legt sie in fremde Einkaufskörber oder werft sie anderen Eltern vor die Füße. So werden eure Eltern Schweißausbrüche, erhöhten Blutdruck und Angstpickel bekommen, vor allem aber ihre Lektion lernen. Auf langfristige Sicht könnt ihr eure Eltern sogar konditionieren, sie werden vor lauter Panikattaken den Supermarkt meiden und immer Verwandte losschicken, um Dinge zu kaufen. Vor allem aber werden sie irgendwann die Schuhe im Schrank lassen und euch neue kaufen (bei mir hat das funktionier. Ich habe kein Schuhwerk länger als 3 Monate an gehabt).

3. Den Willen brechen

Am meisten Aufmerksamkeit bringt euch eine eskalierende gesellschaft-erschütternde  Szene. Ihr müsst viel Körpereinsatz mitbringen und es ist nichts für schwache Nerven. Zudem braucht ihr Selbstbewusstsein, euch muss es egal sein, ob da nun wir kürzlich Mr. Traumbaby neben euch im Sandkasten steht und euch ganz verschreckt mit seinen großen blauen Augen anschaut. Ihr müsst alles geben. Zuerst legt ihr euch auf den Boden und dann trommelt ihr mit Händen und Füßen (Schreien wie am Spieß nicht vergessen). Wenn dann eure Erziehungsberechtigte euch hochnehmen möchte, um schnell zu flüchten, müsst ihr bereit sein: Windet euch wie eine Raupe und werdet zum explosiven Gefahrengut. So bekommt ihr eure Eltern weich wie Butter und ihr könnt später mit ihrer Liebe Brot schmieren. So bekomme ich regelmäßig Schokolade, Nachtisch und Caillou so viel ihr wollt. Immer der Devise nach: Erst den Willen brechen und dann nach eigenen Vorstellungen neu aufbauen.

4.  Baby bleiben – Komfort genießen

Um höchsten Komfort zu genießen, müsst ihr so lange es geht Baby bleiben. Das heißt, wenn ihr bereits Laufen könnt, dann habt ihr schon ein Nachteil, da eure Erwachsenen nun immer erwarten werden, dass ihr eure Beine benutzt. Seitdem ich das weiß, falle ich so häufig wie möglich um und sage “Aua”. Ihr könnt alsoversuchen, euren Babystatus zurückzugewinnen. Zum Beispiel könnt ihr euch wieder füttern lassen, wie ich gestern. Einfach sitzen, nichts essen und den Mund aufmachen. So sichert ihr nach und nach eure Babyrechte zurück. Ich frage mich, warum in Zeiten der unbewussten Entwicklung wir so darauf pochen erwachsenen zu werden.

5. Ein Sonnenschein sein

Eltern mögen herzerwärmendes Kindergelächter und tolpatschige Kinderunternehmungen. Da schmelzen sie wie ein Schneemann in der Sonne und sie glauben in solchen Momenten, sie hätten das liebste Kinder der Welt bekommen. Das muss ja nicht so sein, aber wir können sie in dem Glauben lassen, das es so wäre. Ihr habt dadurch viele Vorteile, ihr werdet mehr beschenkt, bekommt großzügige Freiheitsangebote und werdet ausgiebig beknuddelt. Immer gut kommen gemalte Sachen. Wenn ihr versucht, eure Eltern bei einer Tätigkeit nachzumachen, finden Erwachsenen das auch immer süß. Sie freuen sich auch über plötzlich dahergesagte Wörter, die furchtbar niedlich klingen. Aber Achtung das darf nicht zu häufig vorkommen. Prinzipiell empfehle ich eher das Wort “Aua”. Sprecht nicht so viel andernfalls glauben sie hinterher noch, dass ihr sprechen lernen wollt. Das wäre kontraproduktiv und würde uns zu Punkt vier zurück bringen.

So dies waren also nun ein paar kinderleichte Tipps die Erwachsenen Welt zu rocken, wenn ihr damit Erfolg habt, dann würde ich mich sehr über ein Feedback freuen. Meine Mama freut sich übrigens immer sehr, wenn die Blogartikel geliked werden, dann bekomme ich immer Schokolade, also wenn ihr so nett wärt…

Zudem könnt ihr immer noch Bücher gewinnen und ich habe das nun oben in die Seitenleiste gelegt.

Alles Liebe

Eure mein Baby

 

Mein Baby macht sich schon mal warm für Karneval und plündert meine Glittervorräte :)

Mein Baby macht sich schon mal warm für Karneval und plündert meine Glittervorräte :)

Und ein weiteres Teil aus dem Gewinnspiel :), welches nächste Woche startet.

Und ein weiteres Teil aus dem Gewinnspiel :), welches nächste Woche startet.

 

Die Herrschaft der faulen Eltern (3 Besserwisserregeln aus meinem, neuen Buch)

Window Baby

Chillen erlaubt, mein Kleinkind macht es sich gemütlich

Vielleicht hat es der eine oder andere es schon geahnt, die Mama dieses Blogs hier neigt manchmal zur “Gemütlichkeit”. Früher dachte ich immer dies sei etwas schlechtes, aber mittlerweile gibt es sogar schon  den “Leitfaden für faule Eltern” von Tom Hodgkinson. Entspannung ist wichtig, um für die anderen Momente im Leben wieder Kraft und Energie zu tanken, aber was tun, wenn einer beständig einen kleinen Wutengel bei sich trägt. Das Buch jedenfalls muss ich lesen, da es ja anscheinend für mich geschrieben wurde. Nun vorab es geht zwar um faule Eltern, aber nicht um vernachlässigende und ignorierende Eltern. Faule Eltern sind in dem Sinne vom Buch eher freiheitsgebend und kreativ. Nichts ist entspannender als wenn euer Kind seine Freiheit entdeckt und minutenlang etwas für sich allein malt oder für sich spielt.

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Fünf Gebote für die liebste Mutti der Welt

Mama ich habe eine Vision! Wir müssen daaa hin!

Mama ich habe eine Vision! Wir müssen daaa hin!

Ich habe mir mal überlegt, wie eine Mutti sich gegenüber ihren Kindern verhalten sollte, einerseits aus Respekt gegenüber dem Menschen; anderseits um die Entwicklung der Kinder bestmöglich zu fördern. Hier ist mal meine Liste und ihr könnt gerne ergänzen.

1. Aufmerksamkeit

Die liebste Mutti gibt ihrem Kind positive Aufmerksamkeit. Wimmelt sie ständig das Kind ab, tobt das Kind schnell vor Wut und holt sich die Aufmerksamkeit in anderer Form. Es ist dann auch “zufrieden” über tadelnde Worte.

Manchmal könnt ihr natürlich nicht sofort für euer Baby da sein, dann solltet ihr wenigstens kurz Zeit finden, das eurem Kleinen zu erklären, somit ignoriert ihr euer Baby nicht und riskiert weniger, dass ihr bald einen kleinen Terroristen im Zimmer sitzen habt, der sich die nächsten Attentate auf eure gute Laune überlegt.

Wenn mein Baby anfängt zu nörgeln, ist der beste Rat ( für mich selbst auch), sie mit ihrem Wunsch wahrzunehmen und nicht zu ignorieren. Wenn ich dann auf sie eingehe und mit ihr etwas anschaue, lese oder baue, dann ist sie danach schnell wieder ausgeglichen und ich habe mehr Zeit für mich, als wenn ich umgekehrt auf mein Glück hoffe, dass plötzlich etwas anderes ihr Interesse fängt. Ist also auch gleichzeitig ein Zeitmanagement-Tipp.

2. Geborgenheit

Die liebste Mutti gibt ihrem Kind die Gewissheit, dass es bei ihr geborgen und willkommen ist. Sie ist ein sicherer Hafen, auf dem die Gefühlscontainer des kleinen beladen und umgeladen werden. Ihr ladet die ganzen Wutcontainer des Kindes ab, seid ein Blitzableiter und gebt eurem Kind Wärme. Die Nähe der Mutter gibt dem Kind Selbstvertrauen und Sicherheit. So gut ausgestattet ist es besser vorbereitet für die Welt und wird als Erwachsener weniger Probleme haben, sich sich selbst zu vertrauen. Es wird selbstbewusst. Wenn mein kleines Baby also nach mir ruft, ob nun damals als Baby oder heute als Kleinkind, dann bin ich mir sicher, dass ich sie nicht verwöhne, wenn ich sie sofort in die Arme nehme. Ich gebe ihr dadurch einen Baustein, der essentiell ist, für die gesunde Entwicklung ihrer Psyche.

3.Vertrauen

Die liebste Mutti gibt ihrem Kind die Gewissheit, dass es ihr immer vertrauen kann. Es gibt klare Regeln die klaro eingehalten werden müssen, aber die Mutter bestraft nicht willkürlich. Die Mutter stellt auch nicht bloß oder spielt etwas falsches vor, so dass sie das Kind täuscht und sich das Kind minderwertig fühlt. Wie soll es auch wissen, dass gerade die Mutter es veräppelt. Kinder verstehen noch bis zu einem sehr “hohen Alter” keine Ironie. Es vertraut der Mutti. Das Kind braucht das Vertrauen zu seinen Eltern, da sie die wichtigsten Bezugspersonen sind und auch lange bleiben. Ich möchte, dass mein Baby mir immer vertauen kann, deswegen spiele ich immer mit offenen Karten, halte mein Blatt falsch herum und erkläre ihr auch warum, wieso, weshalb ich das jetzt so mache. Ich versuche nicht sie mit Tricks zu täuschen. Auch wenn sie mich noch nicht zu 100% versteht, merkt sie, dass ich sie dabei als Person ernst nehme und sie mir vertrauen kann. Und ich vertraue auch meinem Kind, so zum Beispiel draußen beim Klettern und selbst wenn es etwas falsches tut.

4. Gerechtigkeit

Die liebste Mutti sollte gerecht sein. Sie sollte ihr Kind nicht als unmündigen, unwissenden, kleinen Menschen sehen, sondern als nach Wissen strebenden, sich anpassen wollenden und dennoch selbstständigen Menschen sehen. Für Menschen ist es sehr wichtig, Gerechtigkeit zu erfahren. Die Mutti sollte Vertrauen haben, dass ihr Kind, das Richtige tun will und sollte ihr Kind leiten, anstatt zu befehlen. Sie sollte auch bei Regelverstößen nicht unangemessen bestrafen, das heißt kleine Vergehen nicht mit physischer oder psychischer Gewalt bestrafen. Auch größere Vergehen sollten in einem Rahmen bestraft werden, bei dem das Kind etwas lernt und nicht nachträglich noch an den Folgen der Strafe leidet. Ihr solltet euer Kind nicht so bestrafen, dass es nicht mehr nachvollziehen kann, warum ihr es bestraft, denn so empfindet es nur Ungerechtigkeit und dass, obwohl es euch doch vertraut.

5. Sich selbst zurück nehmen

Die liebste Mutti gibt sich nicht auf für ihr Kind, sie vernachlässigt es aber auch nicht. Auch wenn das Kind sie schlägt oder wenn es wieder weint, geht es nicht, dass du als Mutter einfach mal nicht mehr kannst. Es ist manchmal anstrengend, allerdings solltet ihr wirklich so gut wie nie die Nerven verlieren. Nerven wie Drahtseile. Ich schreie meine Tochter nicht an und bin immer überrascht, wenn ich in einer Talkshow sehe, wie Mütter mit allem Selbstverständnis sagen, dass sie ihre Kinder anschreien, wenn sie mal keine Nerven mehr haben. Das ist nicht selbstverständlich, sondern wäre mir peinlich. Es kann ja mal vorkommen, aber es ist leider nicht zu rechtfertigen. Wir müssen uns erst selbst zurücknehmen, denn wir wollten unser Kind und das Kind wollte nicht uns. Natürlich heißt das nicht, dass wir nicht auch versuchen, unser Leben zu führen und eigene Projekte und Ziele realisieren. Dies ist auch wichtig für das Kind, aber bei allen Bedürfnissen müssen wir immer erst unserem Kind gerecht werden.

Nun gut, das sind mal ein paar Dinge, die mir heute so in den Sinn kamen. Ihr könnt gerne noch weitere Tipps schreiben oder auch kritisieren, aber seid gewarnt, denn ich möchte euch bekehren (hahaha).

Noch ein bisschen Alltag:

Mal bei fremden die Treppe bunt malen.

Mal bei fremden die Treppe bunt malen.

Zwischen Geländern rumlaufen macht Freude :)

Zwischen Geländern rumlaufen macht Freude :)

Klettern ist ganz groß in Mode

Klettern ist ganz groß in Mode

Die letzten Tage waren wir immer unterwegs. Mein Baby “mein Baby” entdeckt langsam, dass kritzeln Spaß macht. Wir kritzeln nun drinnen auf Papier (im optimalsten Fall) und draußen mit Kreide (wieder entdeckte Idee von Tatii gemopst). Am Anfang hat mein Baby der Kreide wohl nicht über den Weg getraut. Deswegen hat sie sich immer hingekniet und beim Malen “unter die  Kreide geschaut”, ob da auch ja Farbe rauskommt. Dann hat Mutti noch eine neue Aufgabe bekommen, neben dem täglichen Spießrutenlauf den Wuttroll nicht zu weit auf den Trotzberg kommen zu lassen, muss ich nun ganz tapfer sein, wenn meine kleine diverse Mauern und anderes Kletterbares erklimmt. Das ist wirklich nicht immer ganz einfach ihr dann zu vertrauen, dass sie das alles bereits kann. Zu hoch oder riskant darf es natürlich nicht sein, aber bisher hat mein Baby jede Kletterpatie gut gemeistert und ich wundere mich darüber was sie nun schon  alles kann.

Ach und vielen Dank an die anonymen Weitertwitterer meiner Beiträge, das finde ich echt nett :)

Alles liebe Maja.

Wie ihr eine ausgeglichene Elternschaft erreicht – Vier Tipps aus dem Pusteblumenland

Mein Baby schleift selbstständig die Einkäufe nach Hause, ich bleibe ausgeglichen :)

Mein Baby schleift selbstständig die Einkäufe nach Hause, ich bleibe ausgeglichen :)

Während meiner Schwangerschaft sowie im ersten Babyjahr war ich ein radikales Miststück. Es fehlte nur noch, dass ich mir eine Glatze rasiere. Wenn ich Kinder gesehen habe die mit verschmiertem Schokomund ungekämmt und schlampigen Klamotten durch die Gegend liefen, habe ich teilweise an Körperverletzung durch Vernachlässigung und schlechte Ernährung gedacht. Überhaupt schon habe ich den Eltern indirekt den Vorwurf gemacht, dass ihr Kind Schokolade bekommen hat. Ich dachte, von der Brut der Zuckerjunkies gibt es ohnehin schon genug, da muss ich nicht so verantwortungslos sein und auch einen heranzüchten.

Im ersten Lebensjahr bekam mein Baby daher nichts Süßes. Keinen Saft, keine Schokolade, keine Gummibärchen, keinen Kuchen und ähnliche Genüsse. Das war asketischer als im Kloster.
mein Baby hat das sicher nicht geschadet jedoch ist es recht anstrengend immer mit Vorurteilen durch die Welt zu laufen und mit Argusaugen zu beobachten, dass da ein Kind Süßes bekommt oder ein anderes sich in einem Trotzanfall auf den Boden wirft, während die Eltern nicht ihr Leben her geben, um es zu beruhigen. Ich war da halt früher anderer Meinung. Zu viel Theorie und zu wenig praktische Erfahrung. Es ist keineswegs falsch Prinzipien zu haben und diese auch zu befolgen. Auch heute habe ich noch meine Prinzipien. Allerdings bin ich etwas von meinen überzogenen Erwartungen abgekommen.

Natürlich möchte ich, dass mein Baby nicht nur gesund, sondern auch glücklich wird. Aber wir werden hier keine Bauanleitung für das perfekte Kind finden, nirgendwo. Daher hat dieser Beitrag vielleicht nicht den durchdringenden Mehrwert und mag auf der einen oder anderen Seite als altklug wirken, dennoch vertrete ich Ansätze, versuche diese aber immer zu überdenken. Da unser Wissen begrenzt ist und wir zu wenig wissen, über die tatsächlichen Entwicklungsvorgänge halte ich starres Denken sogar für sehr verkehrt. Das wäre reiner Idealismus, aber unsere Vorstellungen und Wünsche müssen immer auf die Welt zurückbezogen sein und das heißt auch, wir müssen schauen, welche Ansätze sich für uns am besten bewähren und welche wir am besten umsetzen können. Deswegen bin ich auch offen für Kritik.

Was heißt das nun praktisch? Nun weder glaube ich, dass vollständiges laissez-faire, aber auch autoritäre Erziehung vielleicht in bestimmten Momenten anwendbar sind, aber nicht auf alle Situationen verallgemeinerbar. Die Konzepte, die wir im Kopf haben, sollten immer auf den spezifischen Moment bezogen und abgewogen werden. mein Baby kann zum Beispiel bei einem Tobsuchtanfall ihren Gefühlen freien Lauf lassen und sich richtig austoben. Sie muss nicht fürchten, dass Mama sie danach weniger liebt. Umgekehrt aber, lasse ich sie nicht in jedem Moment grundlos quengeln und drücke dann auch wieder meine Missbilligung von ihrem Verhalten aus. Wie beim Kochen macht es hier die richtige Mischung der kleinen, aber doch wichtigen Gewürze und dafür gibt es keine Rezeptur, an die wir uns immer halten können. Wenn wir zum Beispiel in die 3 Sterne-Küche schauen (und damit meine ich nicht die Kochs im Fernsehen), so sehen wir zum Beispiel, dass die Rezeptur bereits in Abhängigkeit vom Wetter geringfügig verändert wird, das Essen abgezirkelt wird. Es ist ein ständiges Reagieren auf die Umstände und so ist es sicher auch mit der Erziehung.

Gefühle müssen sich entwickeln und zwar in zwei Richtungen. Einerseits müssen wir Gefühle zulassen können, um ein emotionales Gleichgewicht zu erhalten; andererseits können wir nicht alle Gefühle zulassen, da wir unserer Umwelt gegenüber nicht vollkommen asozial agieren können.

Ebenso verhält es sich mit Süßkram. Kinder sind Schleckermäuler. mein Babys Augen gehen über vor Glück, wenn sie eine Schokolade nur aus der Ferne sieht. Wie können wir den Umgang mit Süßem erlernen? Nun, als candy-addictet, als Zuckeropfer weiß ich das auch nicht genau. Und natürlich wie der Affe würde das Kind die ganze Zeit sich zuckern. Wir müssen also darauf achten, dass der Speiseplan ausgewogen ist und das Kind den richtigen Umgang mit Zucker erlernt. Von ein bisschen Süßem am Tag wird das Kind nicht an der (Insulin-) Nadel hängen  oder mit komplett weggefaultem Gebiss beim Zahnarzt sitzen (vorausgesetzt die Zähne werden geputzt).

Es geht also, um eine Ausgeglichenheit der Ansätze, die wir nur selbst erforschen und zur Anwendung bringen, vorausgesetzt wir hören auch auf andere Ansätze. Wir müssen selbst schauen, wie wir die Erziehung angemessen gestalten und müssen uns bewusst sein, dass wir es immer noch etwas besser machen können. Wir sollten uns aber vor Radikalisierungen hüten und ich hoffe das mit meinen Beiträgen deutlich zu machen. Deswegen mag der eine oder andere meine Beiträge als altklug kritisieren, in diesem Falle erkennt er aber nicht, wie gerade diese Darstellung ein Ringen, um die Frage nach der richtigen Erziehung ist. Tatsächlich habe ich die Dinge früher anders gesehen und wusste viele Dinge nicht, die für andere als selbstverständlich erscheinen. Dass ich mich aber in dieser Hinsicht damit auseinandersetze, sollte eher für mich als gegen mich sprechen.

Nun gut, dennoch biete ich euch mal ein Tipps an und ihr könnt und müsst natürlich selbst entscheiden, ob ihr diese Einsichten teilt oder nicht. Wenn ihr sie bereits teilt, wird es euch als selbstverständlich erscheinen. Ich denke aber nicht, dass das in irgendeiner Weise mit intellektuellem Niveau zu tun hat, sondern mit der Art wie unser Umfeld gestrickt ist und wir diesen Ansätzen bereits begegnet sind.

1. Hinfallen
Wenn Kinder hinfallen hat die Mutti automatisch das Bedürfnis, alles stehen und liegen zu lassen, um ihr Kind zu retten. Dabei ist meistens nichts passiert und das Kind rappelt sich von alleine wieder auf. Wenn nun in so einem harmlosen Fall Mutti gleich wie eine Wilde wie irre zu ihrem Kind rennt (als wäre Sommerschlussverkauf bei H&M), so ist es doch nicht ungewöhnlich, dass sich das Kind denkt “Ohje, jetzt ist was schlimmes passiert” und anfängt Zeter und Mordio zu schreien. Also bei einem harmlosen Bautz lieber einmal abwägen, wie sehr du Panik verbreitest, bevor du dich ins Tal der Tränen stürzt.

2. Süßkram
Kinder und Zucker sind ein Dreamteam. Es weiß jeder logisch denkende Mensch, dass ausschließlich Süßigkeiten keine gute Ernährung sind. Erbsenzählerei ist allerdings auch nicht so das wahre. Es wird ja auch nicht jeden Tag gleich viel gegessen mal mehr mal weniger. Wichtig ist nur zwischendurch auch immer wieder mal etwas Banane oder Tomate anbzuieten. So wird von jedem etwa gegessen und man hat nicht so ein schlechtes Gewissen. Falls euer Kind nicht so gerne Gemüse isst, habe ich hier einen Tipp, wie ihr das Gemüse verstecken könnt.

3. Zubettgehzeiten
Der Wunsch nach Muttis Feierabend ist nach einem Tag unentwegten Spielens, Herumlaufens und Tröstens groß. Viele sagen sich dann, ob das Kind nun müde ist oder nicht “Das Kind muss ins Bett”. Dabei ist es für Kinder zumeist schöner, wenn sie selbst entscheiden dürfen, wann sie schlafen gehen möchten. Es bringt ja auch nichts, wenn sie dann die Decke anstarren. Ich erinnere mich noch an meine Kindergartenzeit als ich beim Mittagsschlaf kein Auge zubekam und apatisch die Decke anstarren musste.
Daher bin ich auch schon hin und wieder wach geblieben und habe mein Baby spielen lassen, obwohl wir beide am nächsten Morgen früh raus mussten. Ich sehe das entspannt, sie würde nicht jeden Abend bis in die Puppen spielen. Spätestens am nächsten Abend holt sie dann ihren verpassten Schlaf nach.

4. Verbotene Dinge
Es gibt Dinge die dürfen Kinder generell nicht haben, weil sie einfach zu gefährlich sind, zum Beispiel Messer, Äxte und Spritzen. Es gibt aber auch Dinge die sollen Kinder nicht haben oder die sind nicht geeignet für Kinderhände zum Beispiel Muttis Porzellan. Aber es ist auch nicht immer schlimm, wenn Kinder etwas kaputt machen könnten. Die Wirkung ihrer selbst auf die Welt, ist eine wichtige Erfahrung und da ist es vielleicht auch wichtig, mal etwas kaputt zu machen, um diese Wirkung abschätzen zu lernen. Ich glaube das Kinder, die überhaupt nichts dürfen, später zum berüchtigten Elefanten im Porzelanladen oder zum Igel in der Kondomfabrik werden. Da nun einen Kompromiss zu finden, ist nicht immer einfach.

Wenn ihr zum Beispiel Zeit habt, dann setzt euch zu eurem Kind und zeigt ihm das es den jeweiligen Gegenstand im Rahmen des Dabeiseins haben darf, wenn es aber damit in der nächsten Ecke verschwinden will, dann nehmt es wieder an euch. Manchmal wollen Kinder auch Dinge haben, die ihr ungerne abgebt, die aber eigentlich nicht gefährlich sind zum Beispiel eine Postkarte, vielleicht ist die Erfahrung aber wichtig?

Soviel also dazu, ich wäre froh, wenn ihr kommentieren würdet, ob es euch etwas zu Einsichten verholfen hat, denn ich möchte lernen, wie ich einen Mehrwert für euch produzieren kann. Also wenn ihr diesen Artikel bereits bis zum Ende durchgehalten habt, dann schafft ihr es auch zu kommentieren oder auf Facebook zu sharen ;)

Hier gibt es nun noch ein bisschen aus unserem Babyalltag:

Gestern war es so schön warm. Da hatten wir nicht so viel Lust etwas Aufwändiges zu kochen. Also entschieden mein Baby und ich uns für Omelett mit Spinat und Kräuterbaguette. Uns fehlte natürlich der Spinat und das Baguette und wenn man schon mal dabei ist etwas einzukaufen, kann man auch gleich noch eine Tafel Schokolade mitnehmen. mein Baby hat dann auf dem Nachhauseweg gezeigt, dass sie eine kleine hilfsbereite Person ist – ohne wenn und aber. Auch Mutti durfte es ihr nicht ausreden. So wurde zuerst das Baguette und dann der gesamte Einkauf im Beutel übernommen. Der Beutel war zwar etwas groß für mein Baby aber das macht ja nichts. So einen Beutel kann man ja auch prima hinter sich herziehen. Und warum das ganze gute Essen eigentlich nur für sich behalten? mein Baby wollte unsere Nachbarn, besser gesagt alle Nachbarn auf ihrem Weg zum Essen einladen. Sie schleifte den Beutel vor jede fremde Wohnungstür. Nur nicht vor unsere eigene. Irgendwann schauten die Nachbarn schon aus dem Fenster, was ich denn da mache und überhaupt das arme Kind und das gute Essen. So entschied ich nach einem weniger fruchtbaren Dialog mit mein Baby und längeren Debatten , dass es besser ist sie plus Einkäufe nach Hause zu tragen. Andernfalls hätte ich ein Zelt aufbauen müssen. Das war zwar nicht in mein Babys Plänen vorgesehen, was sie auch lauthals äußerte, aber ab und an muss auch ein kleiner Sturkopf mal einsichtig sein.

Also sharen nicht vergessen und

Alles Liebe

Eure Maja

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