Kindermode ist der neue in Trend Deutschland – Wie sich Mode verändert und individualisiert

Von Pusteblumenbaby. Abgelegt unter Baby Tipps, Mode  |   
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Das ist übrigens, dass Kleid von Mäuschens Geburtstagstisch :)

Das ist übrigens, dass Kleid von Mäuschens Geburtstagstisch :)

Kürzlich ist es mir wieder passiert, ich habe Wolle in der Waschmaschine bei 60 Grad mitgewaschen. Dabei war es ein so liebevoll gestricktes Ding, dass individuell aus Uromahänden in meinen Kleiderschrank gelangt ist. Es war wirklich schön und sehr nostalgisch. Jetzt ist es zu klein.

Aber egal, denn kombinieren ist jetzt erst recht in Mode. Es wird geflickt und geschneidert, was das Zeug hält und da ich neue Sachen brauchte, fiel mir bald auf, dass ich selbst das geschrumpfte Jäckchen vielleicht noch gut kombinieren kann. Hiermal ein Vergleich zu meinem geschrumpften Jäckchen (Klick).

Andersrum wäre es auch langweilig :)

Andersrum wäre es auch langweilig :)

Selbst wenn heute also etwas schief geht, liegen wir irgendwie im Trend. Bei Männern trägt Mann jetzt schon zu klein. Habt ihr das bei Frauen auch schon beobachtet? Warum Männer nun alles zu klein tragen müssen, das weiß ich nicht so genau und wenn ich frage, dann lautet die Antwort: Weil es modisch ist.

Es ist tatsächlich aber auch so, dass Mode sich individualisiert. Durch das gesammelte Modebloggen kommen mehr und mehr Straßenstile auch als Vorlage für Designer auf den Tisch. Diese orientieren sich an den großen und kleinen Blogs und diese Blogs sind erfolgreich. So gibt es auch immer mehr neue Konzepte bei den Modedesignern, aber auch für die Straßenmode. Hier in Köln gibt es einen Shop, wo ihr gemeinsam Stricken könnt oder in Berlin gibt es jetzt einen Shop, wo ihr eure alte Kleidung zu neuer Kleidung zusammennähen lassen könnt (inklusive Beratung). Mode ist nicht mehr der vorgefertigte Schnitt für die uniformierten, informierten, “coolen Kids” von der Straße, sondern Mode ist mehr und mehr eine Frage des wirklich individuellen Ausdrucks.

Geht es also um individuellen Ausdruck? Norman erzählte mir, dass in der DDR noch alle Mütter in langen Schlangen anstanden, um endlich die passende Sackmode für ihr Kind zu bekommen. Teilweise waren die Mütter schon stolz einen Anorak zu haben. Farben waren eher so etwas wie ein Sechser im Lotto. Es ging nicht darum die besten Rabatte zu erwischen, sondern darum, überhaupt etwas zu bekommen. Das modische Highlight war dann oftmals eine Aldi-Tüte, die die Kinder von spendabler Westverwandtschaft zugesandt bekommen haben, und mit denen die Kinder fortan lässig und cool zur Schule gingen.

Heute ist dies natürlich anders. Eine Aldi-Tüte heißt jetzt Assikoffer und Kindermode gibt es in allen Formen und Farben. Der Kindermodemarkt ist explodiert. Und so ist auch der Druck auf uns größer. Wir haben nun eher die Qual der Wahl. Im Gegensatz zur DDR, wo es normal war, dass Kinder halt nun mal nicht auf den Laufsteg gehen, haben wir heute das Problem, dass wir uns ständig fragen, ob unsere Kinder auch passend gekleidet sind. Tatsächlich war Mode für Kinder noch nie so aktuell in Deutschland. In Frankreich und Belgien war dies schon lange der Fall, aber jetzt schwappt der Trend zum hübschen Püppchen auch nach Deutschland.

Wenn ich mir so die Mode aus der DDR anschaue und mir vorstelle, dass meine Tochter diese Mode auf dem Spielplatz tragen würde, dann hätte ich sofort Angst, dass eine der Mütter das Jugendamt informiert. Nein, dies ist kein DDR-Bashing. Eigentlich fand ich es ja gut, dass damals nicht so viel Ware aus Indien kam, sondern vor allem im eigenen Land produziert wurde. Die DDR Modeindustrie exportierte sogar in die anderen Ostblockstaaten und Menschen machten sich weniger Gedanken, um einen teuren Look.

Andererseits hat es mir früher (als ich noch jung, reich und berühmt war) auch Spaß gemacht zu shoppen. Den ganzen Tag neue Kleidung kaufen, war als würde ich mich hinter einer zweiten Haut verstecken können. Neue Sachen sehen an uns Frauen einfach gut aus und wenn wir schon älter werden, dann bleiben wenigstens unsere Sachen jung.

Nun stehe ich wieder vor meinem Kleiderschrank und sehe, dass meine Kleidung mit mir gealtert ist, wenn ich auch schon so abgeranzt wie meine Kleidung aussehe, dann gute Nacht. Ich klicke also wieder durch die Modeblogs und Onlineshops. Bei laredoute habe mir ich mir schon etwas bestellt. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr ja mal in den Kommentaren posten, was ihr bestellen würdet. Laredoute spendiert ja etwas für unser Gewinnspiel.

Nun gut ich muss auch Mode shoppen. Für Modelkartei muss ich ja schließlich auch immer etwas zu den Shootings mitbringen, es sei denn ich möchte wie Mutter Natur es gewollt hatte, im BioBio-Look herumlaufen. Aber das möchte ich lieber nicht.

Wenn es übrigens Interessenten für Shootings in Köln gibt, bitte melden. Wir können auch gerne über Fototechnik reden.

Liebe Grüße

Eure Maja

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  • http://www.facebook.com/people/Jana-Heinsohn/100001131919404 Jana Heinsohn

    Naja, in der DDR hatten ja alles das selbe… Vorallem die Tapete :D

    Glückliche Kinder waren wir trotzdem. :)

    Aber die Ärmel sind doch mit eingegangen?! Dann wirds komisch…

    • http://www.facebook.com/people/Maja-Mx/100002163270495 Maja Mx

      Da kam dann kein Neid auf :), heute haben wir ja fast dasselbe mit Ikea :D nur, dass da noch ein kleines bisschen mehr Auswahl ist.