Wo schläft mein Baby am besten? Das Familienbett und Co-Sleeping

Von Pusteblumenbaby. Abgelegt unter Mamas Erziehung  |   
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Zwei Kuschelmäuse

Menschen, die mich zum ersten mal besuchen, fragen mich häufig, wo das Bettchen von meinem Kleinkind ist. Tatsächlich hatte ich mal ein schönes Babybettchen für mein Baby. Dort lag sie auch, wenn ich richtig gezählt habe, ganze zwei mal drin. Die Anschaffung zielte eher auf ihr gehobenes Alter, leider schimmelte das Bettchen an der Wand vor sich her, da meine vormaligen Vermieter mir ein durchgeschimmeltes Schlafzimmer ohne Wissen vermieteten (aber darüber berichte ich noch, wenn ich endlich die Kaution zurück habe).

Nun das Bett brauchte ich nicht, da mein Baby bei mir schlief. Anfangs machte ich mir sehr wohl Gedanken, ob es gut sei, dass mein Baby eigentlich rund um die Uhr an mir hängt. Ich ging zwar schon immer in die Richtung: “Ein Baby kann man nicht verwöhnen”, allerdings ist ja auch nichts in Stein gemeißelt und wir machen alle Fehler. Zudem sind Kinder individuell und es kann sein, dass für die Mehrheit bestimmte Dinge richtig sind, ich aber genau die Ausnahme erwischt habe (davon sind ja in der Regel alle Muttis überzeugt).

Es ist daher nicht schlimm, wenn Leute deine Erziehung kritisieren und deine felsenfesten Überzeugung  ins Wanken gerät, denn wir müssen bereit sein, uns zu korrigieren. Ist es wirklich gut für die Entwicklung von meinem Baby, dass es 24/7 an mir hängt?

Nun gut mit der Frage setze ich mich demnächst mal auseinander, diese lässt sich nämlich individuell schwierig beantworten, da ich immer nur selektiv auf die Vorzüge schauen würde. Co-Sleeping hat aber einen ganz praktischen Grund, dennoch stellen viele zunächst die Frage, ob Co-Sleeping sicher ist.

Ist das Familienbett eine sichere Sache?

So ein Baby ist wirklich klein, zierlich und zerbrechlich. Die Angst da irgendetwas abzubrechen, begleitet einen von Anfang an. Da habe ich schon Angst meinem Kleinkind aus Versehen ein Finger zu brechen, wenn ich ihr den Pullover über die Finger ziehe oder ihren Kopf zu beschädigen, wenn ich eine Haarspange festmache. Anfangs war meine Angst, dass ich im Schlaf zu einer unzurechnungsfähigen Mamawalze werde, die des Nachts das Baby platt macht. Im Krankenhaus lag ich daher immer ganz am Rand des  Bettes und habe andächtig meinem Baby beim Schlafen zugesehen, während die Bettkante mich vom Schlafen abhielt. Dann habe ich mich natürlich nicht getraut, mich im Schlaf zu drehen. Aber die Vorteile vom Co-Sleeping liegen für mich dennoch auf der Hand. Sie brauchen nur etwas:

Beim Co-Sleeping ist es unnötig aufzustehen oder gar das Licht einzuschalten, wenn Mutti stillt. Zumeist schläfst du einfach weiter, während dein Baby sich an die Brust andockt. Natürlich ist es nicht ganz so bequem, als würdest du alleine schlafen. Vor allem die Angst dein Baby zu beschädigen, ist ein Nachteil. Es ist aber andererseits auch nicht unbequem und nach einer Gewöhnungsphase kommt alles ins Lot.

Ich habe gut geschlafen ohne die nächtlichen Zombie-Schleichwege ans Babybett. Häufig wachte ich schon auf, als mein Baby unruhig im Schlaf wurde. Sie wusste da wahrscheinlich selbst noch nicht, dass sie gleich Hunger hat.  Sie wühlte etwas im Bettzeug, drehte sich hin und her und automatisch schoss bei mir die Milch ein. Ich war da auch noch im Halbschlaf und wollte das auch bleiben.  Also dockte ich sie an und schlief weiter.

Meine Babyantennen waren wirklich an, während ich schlief. Ich drehte mich auch nicht so viel im Schlaf, meistens wachte ich Morgens so auf, wie ich zuletzt gestillt hatte. Es ist  zwar nur meine Erfahrung, aber ich denke gerade, wenn eine Mutter stillt, ist das Familienbett eine sichere Sache. Du bist dabei einfach auf dein Baby eingestellt und vergisst das auch nicht im Schlaf. Darüberhinaus bekommt ihr durch das Stillen einen gemeinsamen Rhythmus, der euch aufeinander einstellt.

Was macht das Familienbett unsicher?

Das Drogen und Medikamente die Wahrnehmung beeinflussen, muss ich nicht weiter ausführen. Dabei ist selbst schon die eine Zigarette vorm Schlafen gehen zu viel. Ich denke in dem Fall solltet ihr zum Schutz des Babys auf das Familienbett verzichten. Besser für euch wäre es natürlich auch, wenn ihr nicht Rauchen würdet. Ich habe nun keine Erfahrung wie das Familienbett funktioniert, wenn das Baby das Fläschchen bekommt. Ich habe allerdings gelesen, dass Mutter und Baby nicht so sehr aufeinander eingestimmt sind wie beim Stillen und dass auch die Schlafphasen der Mutter tiefer sind, was eventuell Gefahren erhöhen würde. Vielleicht hat jemand von euch hier andere Erfahrungen gemacht?

Unsicher wird ein Bett auch durch zu viel Bettzeug, Kissen und Kuscheltiere. Wenn dein Baby mit bei dir unter der Decke schläft, solltest du daher schauen, dass du kein monströses Federbett hast, wo dein Baby drunter für Stunden nicht mehr aufzufinden ist. Auch ein Wasserbett ist nicht geeignet fürs Co Sleeping.

Nun das sind Punkte, die ihr also bedenken müsst, aber neben der Bequemlichkeit ist natürlich die Frage, ob Co-Sleeping besser für das Baby ist.

In Studien zum Co-Sleeping hat sich gezeigt, dass Babys, die sich alleine in den Schlaf weinen, mehr Kortisol ausstoßen, welches die Stressbarriere im Gehirn langfristig herrabsetzt. Das Kind bekommt also eine viel niedrigere Stresstoleranz. Co-Sleeping zielt darauf ab, dem Baby eine langfristig geborgene Umgebung zu geben. Die Entwicklung hin zur Unabhängigkeit vollzieht sich noch nicht so früh. Euer Baby war lange bei euch im Bauch und es erscheint mir sinnvoll, es eher langsam von euch zu entwöhnen. Im Alter von 2 Monaten muss es noch nicht selbstständig sein. Wenn euer Baby dann aber noch im Alter von 14 Jahren bei euch im Bett schlafen will, dann läuft etwas falsch.

Ich persönlich habe das Gefühl, dass mein Baby schon sehr selbstbewusst ist. Nur kann ich nicht beweisen, dass es am Co-Sleeping lag oder dass ich ihr als Baby jeden Wunsch von den Augen ablas, sie nie weinen ließ, immer mit mir rumschleppte, sie sich Nachts sicher fühlen konnte und sie immer an die Brust konnte, wann immer sie wollte. Mit Sicherheit liefen auch ein paar Dinge nicht so gut. Momentan hat mein Baby beispielsweise keine Spielkameraden. Wenn ihr also aus Köln seid oder jemanden kennt, dann meldet euch :)

 

Das süßeste Tiervideo aller Zeiten – Familenbett im Tierreich

Am Folgenden Video könnt ihr sehen, wie selbst im Tierreich Mutter und Kind beisammen schlafen und wie die Mutter (ohne dabei wie ein Zombie nachts ins Kinderzimmer zu laufen) ihr Baby liebevoll in den Arm nimmt, als sie merkt, dass ihr Baby etwas unruhig träumt. Wirklich süß.
Ich bin sicher, es ist das süßeste Video das ich seit langem gesehen habe :)

Wie steht ihr zu dem Thema? habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht wie ich oder habt ihr ganz andere Erfahrungen gemacht? 

Alles Liebe

eure Maja

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  • Jenny Burdinski

    Also wir haben auch ein Familienbett und deine Aussage das Flaschenkinder weniger Bezug zur Mutter oder andersrum haben ist ja totaler Bödsinn! Leider konnte ich nicht Stillen, obwohl wir es lange probiert haben (was mich auch echt traurig gemacht hat). Somit blieb uns nichts anderes übrig als die Flasche und ja sie ist trotzdem groß geworden :o) Und auch ich wurde sofort wach wenn Mia unruhig war oder dergleichen… meine Antennen waren auch nachts super empfindlich. Also somit kann ich dir bestätigen das es nicht stimmt und damit Flaschenkinder wieder nur schlechter geredet werden sollen… Liebe Grüße und frohes neues Jahr!

  • Tati

    Wir haben ein teilzeit Familienbett. Juli schläft abends in ihrem Bett ein, wird Nachts, gegen 12  noch einmal wach und kommt dann zu uns gekrabbelt, wo sie dann wenn Kiga ist bis 7 schläft und am wochenende bis 8 oder halb 9.

  • http://twitter.com/MoonMum1 MissMoon

    ich hab dir dazu eine antwort auf meinem blog geschrieben :)

  • klebestreifen79

    ich habe wohl eins der wenigen kinder welches sehr schlecht im familienbett schläft :(
    mein trollkind hat wohl meinen leichten schlaf geerbt
    einmal umdrehen und sie is wach…
    is aber nicht so, als wenn sie nicht bei uns schlafen möchte
    aber nach ein paar tagen bei uns im bett, hängt sie tagsüber immer so durch, dsa sie wieder ausquatiert wird…
    schade :(

  • http://www.facebook.com/people/Maja-Mx/100002163270495 Maja Mx

    @google-acac43bd0d0c3d8880f53c7dc4f623b8:disqus  Ich habe ja auch viel mehr gelesen, dass es so ist, es war nicht meine Behauptung ;). Zudem werden natürlich auch Fläschenkinder groß, ohne Zweifel. mein Baby und ich hatten leider auch Probleme und es sah so aus als wenn es nicht klappt. Hätte sie das Fläschchen bekommen wäre sie genauso groß geworden, trotzdem wäre stillen für mich die bessere Option geblieben, auch wenn ich sie nicht hätte stillen können. 
    Aber es ist schön zu lesen, dass das Famileinbett bei euch auch so gut funktioniert hat :).
    @e02e8140956b69647d092bd5f5bde773:disqus  Das ist auch eine gute Idee. Da ich ja Partnerlos bin, hat sich aber bei mir bisher nicht die Frage gestellt, ob ein Teilzeit-Familienbett sinnvoll wäre :).

    @twitter-305611262:disqus  Dein Artikel dazu gefällt mir sehr :)

    @google-26d4e411cb212064106076a08d7badc3:disqus   Manche Kinder brauchen wohl mehr Unabhängigkeit ;). Das habe ich schon öfter gelesen, dass manche Kinder unruhig schlafen zusammen im Familienbett.

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  • Pingback: 5 Einschlaftipps für den besseren Babyschlaf – Erholsame Nächte mit Co-Sleeping – Pusteblumenbaby erziehen

  • Ull87

    alle meine 3 kinder haben von anfang an in ihrem eigenen bett geschlafen,früh wenn sie wach waren,hab ich sie aber oft mit ins elternbett zum kuscheln geholt.meine jüngste tochter ist jetzt 6 monate alt und schläft bereits seit 2 monaten durch :-)

  • Belle Isamih

    Ich bin Mami von 2 Kindern, 5 und 2 Jahre alt. Wir leben von Anfang an bedürfnisorientiert, tragen unsere Kinder anstatt sie im Kinderwagen zu schieben und lieben unser 270cm Familienbett. Es wurde uns erst von überall davon abgeraten, aber es fühlte sich falsch an, unsere Kinder separat von uns schlafen zu lassen. Daher schliefen sie von Anfang an mit uns im Elternbett bis es zu eng wurde und ich uns ein neues Bett aus zwei Betten zusammenbaute. Die ganzen Probleme, die wir von Bekannten hörten, von wegen, das Baby schreit in der Nacht, wir haben keinen erholsamen Schlaf, gab es bei uns nicht. Wurden die Kinder im Schlaf unruhig stillte ich sie und wir schliefen gemeinsam weiter. Haben die kleinen mal einen schlechten Traum, sind wir da und beruhigen sie und alle schlafen gemütlich weiter.
    Ich kann das schlafen im gemeinsamen Familienbett nur weiterempfehlen. Das ist hier übrigens unseres, falls jemand nach einer Idee sucht sich ein Familienbett zu erstellen:http://familienbetten.net/bauanleitung-familienbett-otto/