Archiv fü Kategorie Schwangerschaft

Warum eine natürliche Geburt im Gegensatz zum Kaiserschnitt die Bindung zwischen Mutter und Baby unterstützen kann

17. April 2012
Mein großes Baby :)

Mein großes Baby :)

Wie habt ihr euch eigentlich nach der Geburt gefühlt? Ich lag platt wie zugedröhnt in dem Krankenhausbett und hatte ein Baby auf dem Arm. Ich weiß noch, dass mir eine Schwester plötzlich meine Plazenta hinhielt und ich in einem Schwall von Perfektionismus versuchte, irgendeinen runterhängenden Faden auf die Plazenta rauf zu legen. Ganz ehrlich: Hätte mich jemand gefragt, was ich fühle, ich hätte nicht besser antworten können, als die meisten Fußballer nach dem Sieg der Fußballweltmeisterschaft: “Ich habe das noch alles überhaupt nicht richtig realisiert.” Dennoch habe ich wie in Watte gepackt, lange und ausgiebig meinen neuen, kleinen Welt-meister betrachtet.

Leider hatte ich nun keine wirklich drogenfreie Geburt, da ich ja auf PDA war. Zum Glück aber musste ich auch keinen Kaiserschnitt machen und lag nun dort mit dem Baby und konnte mir wenigstens denken, dass ich glücklich bin.

Ihr wisst doch, dass diese Artikel nicht gegen irgendjemanden sind, der sich unter Lebensgefahr für einen Kaiserschnitt entschieden hat. Ich wollte nur diese Nähe zu meinem Kind und die Verantwortung übernehmen, die zu einer Mutterschaft dazu gehört und dies bedeutete für mich, dass ich es mir nicht einfach machte. Aber natürlich kann auch ein Wunschkaiserschnitt durch unüberwindbare Ängste motiviert sein und ich denke es ist auch nicht wirklich fatal, so dass ich dafür jemanden verurteilen würde. Dennoch würde ich gerne dazu noch ein paar Positionen ausbreiten und etwas aus dem letzten Artikel zu den Kaiserschnitten richtig stellen.

Warum werden Kaiserschnitte durchgeführt:

Erstmal legen sich Kinder gerne quer. Dann kann es sein, dass die Frau ein zu schmales Becken hat. Der Mutterkuchen kann sich zudem zu früh ablösen, die Plazenta kann falsch gelegen sein, Krankheiten sind eine Gefahr bei einer natürlichen Geburt oder die Nabelschnur wickelt sich ungünstig um das Baby. Bei allen Varianten besteht Gefahr für die Mutter und das Kind. In diesen Fällen gibt es keine Alternative und mit Sicherheit gibt es noch mehr Komplikationen, die ich hier nicht aufgezählt habe.
Sunset (http://www.pusteblumenbaby.de/)
Doch der starke Eingriff  (der ein Kaiserschnitt ist) wird in unserem Beautyzeitalter, in dam das Messer ohnehin Freund der jungebliebenen Frau ist, gerne verharmlost. Gerade die Stars und Sternchen fürchten sich ja vor den Schwangerschaftsstreifen und greifen daher gerne auf die gezielten Schnitte zurück. So sind zum Beispiel in vielen Privatkliniken die Kaiserschnittraten bei 70 Prozent. Was ich aber auch als Grund hinterfragen wollte, waren nicht die Eitelkeiten, sondern vielleicht auch Krankenhäuser, die nicht genügend aufklären. Der Verdienst den vielleicht Krankenhäuser an Kaiserschnitten einfahren können, scheint hier doch sehr wesentlich zu sein.

Zu den Kosten heißt es bei Wikipedia:

“Natürliche Geburten sind für das Gemeinwesen wesentlich billiger, da keine Kosten für eine Operation anfallen und weil Frau und Kind in der Regel schneller das Krankenhaus verlassen könnten. Eine Geburt per Kaiserschnitt kostet die Krankenkassen zwischen 4.700 und 6.000 Euro (eine natürliche nur ca. 2.000 Euro).” http://de.wikipedia.org/wiki/Wunschkaiserschnitt

Nun es erscheint mir doch plausibel, dass bei den Geldern, die Krankenhäuser benötigen, um sich zu finanzieren, sie doch ein Interesse daran haben, Kaiserschnitte durchzuführen. Krankenhäuser belegen gerne ihre Betten. Bei Wikipedia ist zudem auch nachzustöbern (http://de.wikipedia.org/wiki/Wunschkaiserschnitt), dass die Wunschkaiserschnitte eben oftmals als medizinisch notwendig deklariert werden und daher keine eindeutigen Zahlen über die Wunschkaiserschnitte ermittelbar sind. Auch hier fragt sich natürlich, warum die Ärzte bereit sind, etwas als medizinisch notwendig vor der Krankenkasse abzurechnen, obwohl es nicht medizinisch notwendig ist. Wir unterstellen aus Höflichkeit schlicht, dass es sich um Gutmenschentum handelt, doch die Frage, ob sie nicht eher zum Profit gezwungen sind, drängt sich doch auf oder?

Der Anteil der Wunschkaiserschnitte (den Krankenkassen in der Regel nicht bezahlen, es sei denn er wird als medizinisch notwendig ausgewiesen) hat sich innerhalb von 10 Jahren dramatisch erhöht. Von unter 20 Prozent auf über 30 Prozent im Jahr 2006 sind die Kaiserschnittraten gestiegen (http://de.wikipedia.org/wiki/Kaiserschnitt). Da nun aber nicht zu erwarten ist, dass vorher 10 Prozent der Kinder unter Lebensgefahr geboren worden sind, können wir wohl mit aller Deutlichkeit von Wunschkaiserschnitten ausgehen. Die Frage für mich ist, was die Beweggründe sind, warum sich Frauen für Wunschkaiserschnitte entscheiden. Meine These hierzu war nun, dass Ärzte gerne nur halbe Wahrheiten erzählen, das heißt Risiken des Kaiserschnittes nur gesetzeskonform verlesen und die Vorteile einer natürlichen Geburt nicht erwähnen. Für mich kam ein Kaiserschnitt nicht in Frage, aber um es klar zu stellen, unter Lebensgefahr hätte ich es selbstverständlich auch machen lassen.

Was sind die Vorteile einer natürlichen Geburt?

Nun die Risiken eines Kaiserschnitts sind bei Wikipedia lang und breit erklärt, was mich allerdings zu einer natürlichen Geburt bewegt hat, war schlicht die Nähe, die Kinder durch das anschließende Bonding bekommen. Meine Tochter lag bei mir auf der Brust und ich habe sie schlicht angeschaut und sie hat sich an mich angeschmiegt und meine Nähe aufgesogen.

Bei Wikipedia heißt es hierzu, dass Stillen nach einem Kaiserschnitt zwar genauso möglich wie nach einer natürlichen Geburt sei, dass das Stillen sich aber zumeist verzögere und der Milcheinschuss einen Tag später stattfinde. Ein frühes Bonding im Gegensatz fördere, so Wikipedia, eine gute Stillbeziehung zwischen Mutter und Kind. Auch andere Daten weisen noch auf die positiven Effekte einer natürlichen Geburt (die ich auch nicht so ganz hatte) hin. So verringere sich beispielsweise die Säuglingssterblichkeit und auch die Atmung noch der Geburt funktioniere besser.

In dem anthroposophischen Krankenhaus ließen sie uns noch sehr lange nach der Geburt bei gedämpften Licht liegen und obwohl ich es nicht wirklich realisiert habe, wusste ich doch irgendwie, dass ich eine Art Weltmeisterschaft hinter mich gebracht hatte :) Ich war glücklich ohne viel medizinisches Personal einfach nur bei meiner nigelnagelneuen Tochter zu sein ;)

Alles Liebe

eure Maja

Schlagwörter:

Haben Schwestern oder Ärzte euch zu einem Kaiserschnitt überreden wollen?

17. April 2012
Mein großes Baby hat auf dem Spielplatz alles im Griff ;)

Mein großes Baby hat auf dem Spielplatz alles im Griff ;)

Meine Geburt war ein kleines Desaster. Blauäugig und freimütig wie ich war, dachte ich, dass mein Kind einfach aus mir in die Welt herausflutschen würde und sie glücklich in Mamas Arm die Welt beäugen könnte. Aus diesem Grund entschied ich mich, auch als die Wehen eintraten, nochmal zur Bibliothek zu laufen. Wehen, dachte ich, müsste ich ohnehin nicht so ernst nehmen, da sich das Baby ohnehin noch viel, viel Zeit auf seinem Weg in die Freiheit nimmt. Dann aber stand ich in der Bibliothek und ich hatte plötzlich eine Wehe, dass ich dachte die Welt würde genau an einer gewissen Stelle bei mir in zwei Hälften gerissen werden. Ich lies also alle Bücher in der Bibliothek stehen und liegen und machte mich auf den Heimweg, wobei ich immer wieder auf dem Boden hockte und vor Schmerzen nicht weiter konnte. Nach diesem Hürdenlauf also kam ich zu Hause an und rief das Taxi.

Ihr liebstes Accessoire, die Halskette die wir bei Frau Unkreatiiv gemacht haben.

Ihr liebstes Accessoire, die Halskette die wir bei Frau Unkreatiiv gemacht haben.

Ein grummliger Taxifahrer fuhr mich dann ins Krankenhaus und hoffte wohl, dass ich ihm meine Eingeweide nicht auf den Sitz gebäre oder ein glitschiges Baby auf seinen Polstern abtrockne. “Eine Geburt plant man doch früher” raunte er zu mir rüber, als mich eine weitere Schmerzattacke zerriss. Kaum war ich im Krankenhaus hatte ich dann einen Wehensturm und ich dachte tatsächlich die Welt würde zusammenbrechen. Der Muttermund  ging innerhalb einer Stunde von 5cm auf 10cm  auf. Nun machen wir es mal kurz. Die Schwestern gaben mir bald eine PDA, wonach ich bald nichts mehr empfand und so war es mit den Schmerzen vorbei mit dem Babykriegen allerdings erstmal auch. Ich fühlte mich fast als könnte ich wieder nach Hause gehen, abgesehen davon, dass da ein halbes Baby in meinem Geburtskanal hängt war alles paletti. Angesichts der Schmerzen hätte ich mein Baby am liebsten in meinem Bauch groß gezogen. Ihr hätte es sicher gefallen und ich wäre mit ihr auch überall hingegangen.

Schwestern sehen dies grundsätzlich anders und prinzipiell wollte mich jeder die ganze Zeit von Schmerzmitteln überzeugen. Aufgrund dieser schwachen Momente wundert es mich nun keinesfalls, dass die Anzahl der Kaiserschnitte pro Jahr steigt und steigt. Was aber sind die Gründe?

Nun es könnte viele Gründe haben. Aber betrachten wir es doch mal von Seiten der Klinik her:

  1. Ein Kaiserschnitt geht flott. Ratz fatz, schnipp schnapp ist das Kind raus und dir verbleibt eine kleine Narbe. Das Krankenhaus freut sich, denn sie kriegen für einen Kaiserschnitt wohl mehr Geld als für eine natürliche Geburt und das tolle ist, der Kaiserschnitt nimmt viel weniger Zeit in Anspruch.
  2. Kaiserschnitte können genauer geplant werden. Dadurch entfallen Nachtzuschläge und Ärzte mit Augenringen auf Abruf.
  3. Auch zu bedenken ist, dass Verfahrensfehler bei einer natürlich Geburt, die deutlich komplexer ist, auch tatsächlich häufiger passieren. Für das Krankenhaus bedeutet dies, dass sie natürlich schneller verklagt werden können
Ich kann mir vorstellen, dass die Krankenschwestern in “gewöhnlichen” Krankenhäusern, die Option auf einen Kaiserschnitt gerne in Aussicht stellen. Mich würde das tatsächlich mal interessieren. Da ich in einem anthroposophischen Krankenhaus war, war auch vielen Schwestern klar, dass dies für mich nicht so schnell in Frage käme.
Ein Problem war, dass ich tierisch Angst vor den Schmerzen hatte. Ich presste, aber dann bekam ich das Gefühl, dass die Geburt meinen ganzen Unterleib wegreißen würde und so gab ich immer wieder auf. Ich fühlte mich dabei nicht sonderlich gut, weil ich wusste, dass mein Baby irgendwie wartete und die Schwestern meinten sie würden schon die Haare sehen. Hätte ich mich also gleich zusammengerissen, hätte die Geburt nicht 6 Stunden gedauert, sondern wäre wesentlich schneller von statten gegangen. Als mein Baby dann so in meinem Geburtskanal hockte und die Schwestern erste Überlegungen eines  Dammschnittes anstellten, nahm ich mich zusammen und drückte schließlich eine Minute vor 12 Uhr nachts mein Kind in die Welt.
Rückblickend hätte ich auf die PDA verzichten sollen und schneller mein Kind mit einem Ruck in die Welt schießen sollen. Ein Kaiserschnitt wäre auch in Anbetracht der Schmerzen nicht in Frage kommen. Kam bei euch der Kaiserschnitte in Betracht? Hatten ihr das Gefühl die Schwestern oder Ärzte würden euch dazu drängen?

Haben euch die Schwestern einen Kaiserschnitt angeboten, obwohl alles in Ordnung war?
Nein
Ja
Schon bei kleinen Komplikationen
Nein, ich hatte einen Wunschkaiserschnitt
Auswertung

 

 


Alles Liebe
eure Maja
Schlagwörter:

Wie am besten die Geburt planen? Ein bisschen Erfahrungsbericht von mir =))

15. März 2012
Sonnige Geburtsaussichten dank erfahrener Hebamme

Sonnige Geburtsaussichten dank erfahrener Hebamme

Heiliges Themengebiet jeder Schwangeren ist die Geburt. Einerseits gefürchtet, da die Geburt unbekanntes Terrain ist, anderseits sehnt sie die Geburt mit jeder weiteren Schwangerschaftswoche herbei. Es ist schon eine Art natürlicher Sado-Masochismus, den wir da mitmachen.

Es gibt mittlerweile viele Theorien, wie eine Frau am besten gebären soll. Von der Liegeposition im sterilen Klinikbett, über die Alleingeburt mit Urschrei im Wald bis zur Wassergeburt in den Wellen der Nordsee ist so ziemlich alles vertreten. Was halte ich halte ich also für die beste Geburt und ist die Geburt wirklich so gefährlich wie es einem im Kreißsaal manchmal vorkommt, wenn tausend Schwester und Ärzte um dich herumdoktern?

Zu viele Ratgeber machen die Geburt unentspannt

Ich habe mir damals so ziemlich jeden Geburtsratgeber, der verfügbar war in der Bibliothek ausgeliehen. Doch mit jedem weiteren Buch wurde ich unsicherer. Wie soll ich unter Schmerzen nur all die darin aufgeführten Tipps beachten? Ich wollte eigentlich zu meiner inneren Frau finden. Aber die versteckte sich bei jedem gut gemeinten Rat über Atemkontrolle ein Stückchen mehr hinter meiner aufkommenden Nervosität und Überforderung.

Als es dann endlich losging, achtete ich akribisch genau auf meine Atmung, auf meine Töne, auf meine Herzfrequenz, auf meine innere Stimme und selbst auf meine Gedanken achtete ich. Ich wollte alles unter Kontrolle haben,  die Geburt meines Babys war das erste traumatische Ereignis im Leben meines Babys und ich wollte ihr so wenig Probleme wie möglich bereiten. Ich wollte, dass mein Baby im geborgenen Kerzenschein zu Mozart das Licht der Welt erblickt und aus mir sanft wie auf einer Wasserrutsche im Freibad mit Spaß herausgleitet. Ich wollte, dass mir die Schwester mein Baby mir direkt auf den Bauch legen und dass ich sie dann sofort guten Herzens stille. All diese Dinge, so dachte ich, sind wichtig für unsere Bindung und für ihr Urvertrauen.

Bei der Geburt sollten sich Frauen auf ihre innere Urfrau und auf ihre Hebamme verlassen 

Vielleicht wäre es alles etwas leichter gewesen, wenn ich nicht versucht hätte, mich an an alle Regeln der Geburtsplanung zu halten. Diesen Katalog an Regeln behält ja niemand im ohnehin gestressten Kopf. Aber wir sind ja auch verzweifelt uninformiert und am liebsten den Ratgeber bei der Geburt nebenbei gelesen, um zu erfahren, was als nächstes kommt. Im Nachhinein muss ich über lachen, ich hätte meinem Körper ein bisschen mehr vertrauen sollen und nicht panisch jede Geburtsphase anzweifeln sollen.

Die Reihenfolge sieht bei vielen Geburten dann so aus: Die Hebammen geben wehenfördernde Mittel, damit die Sache schneller geht, diese führen allerdings häufig zu zu schnellen und starken Wehen, die die Gebärende natürlicherweise als unerträglich eingestuft, diese unnatürlichen Schmerzen beheben die Doktoren dann mit einer PDA. Durch die PDA komt die Geburt dann wieder ins Stocken und verläuft langsam, teilweise kommt es zum kompletten Stillstand. Dies passierte bei mir. Mit dem Stillstand werden dann alle nervös. Bei mir waren dann die Schwestern so nervös, dass sie die Wehen dann wieder mit Wehenmitteln angetrieben haben. Irgendwie schon ein merkwürdiger Kreislauf. Zwischendurch haben sie mir dann immer noch Panik gemacht und sich öffentlich vor mir gefragt, ob das Babyherz noch schlägt, wobei die Geräte nicht richtig funktionierten. Natürlich schließen ganzen Popanz nur vorsorglich an, wobei ich dann die ganze Zeit konzentriert, ob das Babyherz noch schlägt. Wenn die Damen denn schon einmal Panik machen. Ich lag also aufgedunsen im Krankenbett, von einem Hormoncocktail gepanscht und eine Schwester hächelte mich mit den Worten an: “Hächeln, Hächeln, Hächeln”. Ich verstand zeitweise “Lächeln, Lächeln, Lächeln” und fragte mich, warum die Dame denn nun so abgeht (Ich dachte, das ist doch nur eine Geburt). Nach 5 Stunden Wehen ist die Dame schon reichlich geschafft und achtet auf die ganzen Herrschaften nicht mehr so wirklich.

Irgendwann ist die Frau übrigens dann so aufgelöst und die Hebammen und Ärzte wollen kein Risiko eingehen und entscheiden sich für den Kaiserschnitt. Immer mehr Babys kommen heutzutage per Kaiserschnitt zur Welt, glücklicherweise war das bei mir nicht der Fall und ich irgendwann lächelte ich dann nicht die Schwester, sondern mein Kleines, das mir die Schwester sofort auf den Bauch legten.

Damit ihr als werdenende Mutter nicht in diesen Teufelskreislauf geratet,wäre es meines Erachtens wichtig, nicht so viele Ratgeber zu studieren, sondern sich eine persönliche Hebamme auszusuchen, die euch mit ihrem Erfahrungschatz unterstützt und euch vor allem eine angenehme Geburt vermittelt. Mir fehlte dies leider und obzwar ich in einem anthrosophischen Krankenhaus gebar, was viel persönlicher war als andere Krankenhäuser, hätte ich mich anders vorbereiten sollen. Ich hatte mich halt wie bei vielen anderen Dingen auch nur theoretisch über Geburt informiert und hätte mehr vom Erfahrungsschatz anderer Mütter, die auf natürliche Geburt wert legen, profitieren sollen. Aber das ist ja auch schwer zu finden im Internet.  Was würdet bei der Geburt eurer Kinder heute anders machen?

Alles Liebe

eure Maja

 

 

 

Schlagwörter:

Vielleicht bin ich schwanger? 10 Zeichen dafür, dass du schwanger bist

12. März 2012
Schreckliche Wahrheiten aus meiner Schwangerschaft :)

Vielleicht bin ich schwanger?

Ich kann mir immer noch nicht vorstellen, dass manche Frauen ihr Kind schwups auf dem Klo gebären, weil sie von der Schwangerschaft nichts mitbekamen. Leider verbirgt sich hinter diesen Begebenheiten oftmals eine tragische Geschichte von verdrängter Sexualität, da diese Frauen oftmals in Missbrauchsfamilien groß wurden und große Teile ihres Körpers abkapseln, um nicht mehr zu spüren. Dennoch kann ich mir durchaus auch vorstellen, dass es noch einige Frauen gibt, die ganz unverhofft und aus Dummheit ein Baby in die Welt staunen. Aus diesem Grund möchte ich heute mal 10 Anzeichen für die Schwangerschaft zusammenfassen, die alle zusammen relativ deutlich für eine Schwangerschaft sprechen. Solltest du mehrere dieser Anzeichen haben, bitte konsultiere deinen Arzt oder Apotheker und mach dich auf das schlimmste und allerschönste in deinem Leben gefasst.

 

 

 

 

10 Anzeichen für eine Schwangerschaft

  1. Du bist jetzt in dem Alter, in dem es für dich klar ist, dass du einen Bierbauch bekommst, aber du stellst fest: Du bist gar kein Mann und Bierbauch steht dir noch weniger als denen, es sei denn es ist ein Muttibauch.
  2. Dein Bauch bewegt sich und wie in dem Film Alien hast du das Gefühl, es lebt etwas darin und will raus (Vorsicht: Das Zeichen ist nicht so sicher, denn es könnte auch ein Alien sein).
  3. Du hast die letzten drei Stunden 20 Gläser Gurken verdrückt und die Sprühsahne sprühst du dir direkt in den Mund.
  4. Wenn du auf den Rücken fällst, fühlst du dich wie eine Schildkröte, wobei die Gefahr besteht, dass du nicht mehr hochkommst und sterben musst.
  5. Neuerdings nehmen deine Blähungen Ausmaße an, dass du Angst hast von den Amerikanern ins Atomprogramm des Irans miteingestuft zu werden. Du gehst nicht mehr aus, weil du in deinem Stamm- Restaurant  nur noch den Platz neben der Toilette zugewiesen bekommst. Über das Ganze redest du nicht, weil du wie alle anderen, werdenden Muttis und unbefruchteten Frauen in frischer Bergluft lebst und die einzige Brise, die durch deine Bergehöhen weht, ist “Brise One Touch”.
  6. Du stehst an der Bushaltestelle und ein Bus mit Babywerbung fährt vorbei. Kurz danach versammelt sich die gesamte Bushaltestelle um dich, bietet dir Taschentücher an und fragt, wer gestorben ist.
  7. Oder noch radikaler: Du ertränkst die Welt in Tränen und löst dich komplett auf, willst nicht mehr aus dem Bett aufstehen, weil du gehört hast, dass der Originaldelfin Flipper nicht eines natürlichen Todes gestorben ist, sondern einfach abtauchte, ohne jemals wieder aufzutauchen.
  8. Dein Mann, Lover oder sonst jemand männlichen Geschlechts, der alles für dich tun würde, bringt dir ein üppiges Royal-5-Sterne-Deluxe-Frühstück ans Bett, aber er hat vergessen das Grüne von den Erdbeeren, für die er an einem Matschwintermorgen bis ans Ende der Welt gelaufen ist, zu entfernen. Du zweifelst an eurer Beziehung, ob er dich jemals wirklich verstanden oder geliebt hat und bist kurz davor alles zu beenden.
  9. Morgens im Bad siehst du dein Spiegelbild nicht mehr als erstes im Spiegel, sondern im Wasser der Kloschüssel.
  10. Last but not least. Dein Schwangerschaftstest war positiv und auch dein Arzt ist der unumstößlichen Überzeugung, dass du schwanger bist und händigt dir einen Mutterpass aus. An dieser Stelle ist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass du schwanger bist. Spätestens ab hier solltest du nicht mehr überrascht sein, wenn du morgens aufwachst und zwischen deinen Beinen liegt ein Kind.
Wenn ihr meint, die Welt muss dies wissen, so könnt ihr das ganze gerne teilen :)
Eine bunte Aufzählung meiner Lieblingsanzeichen :)

Eine bunte Aufzählung meiner Lieblingsanzeichen :)

Schlagwörter:

Was Schokolade mit Schwangerschaft und glücklichen Babys zu tun hat – Eine wirklich wertvolle Entdeckung

20. Januar 2012
Groß und süß werden Kinder auch ohne Schokolade aber werden sie auch glücklich? ;)

Groß und süß werden Kinder auch ohne Schokolade aber werden sie auch glücklich? ;)

Hochschwanger wollte ich mein Baby glücklich machen, also beschloss ich damals vor allem Schokolade zu essen. Wenn ich an meine Schwangerschaft zurückdenke, so hatte ich vor allem den Stress, keinen Stress haben zu wollen, dies glich ich mit erhöhtem Schokoladenkonsum aus, was letztlich wohl auch die deutsche Wirtschaft pushte.  Brachte das nun aber meinem Baby etwas?

Ich komme darauf, weil ich im Moment unwahrscheinlich viel Schokolade verspeise (heute gab es Schokopudding) und dann steht bei der Eltern- Kind- Blogparade von der Testmama heute die zweite Aufgabe an zu dem Thema “Schwangerschaft und Babys”. Meine These Schokolade macht Babys glücklich! Lässt sich so also ein erhöhter Konsum in der Schwangerschaft tatsächlich rechtfertigen? Ich bin sicher, das interessiert jede Mama brennend und wenn eine Mama noch nicht Mama ist, so wäre doch die Aussicht auf Schokolade ein Grund, glückliche Kinder zu bekommen, oder? Nun gut, aber schreiben wir erstmal über Schwangerschaft.

Lesen Sie den gesamten Eintrag »

Schlagwörter:

Wie ich bei der Geburtsplanung die Schmerzen vergaß

7. Januar 2012
Wird die Geburt mit Vorsätzen besser?

Wird die Geburt mit Vorsätzen besser?

Wenn eine andere Mutti, die ich per Blog verfolge, ein Baby bekommt, dann bin ich immer emotional eingebunden. Da sind ja immer viele eigene Erinnerungen mit verbunden. Vor drei Tagen hat Tati ihre kleine Martha zur Welt gebracht und schon circa eine Millionen Glückwünsche bekommen. Wenn ich mir die Babybilder so anschaue, dann wird mir erst richtig bewusst, dass mein Baby in guten drei Monaten schon zwei Jahre alt wird. Seitdem ich Mutter bin, habe ich das Gefühl, ich alter schneller und die Zeit verfliegt im Null Komma nichts.
Also schwelge ich in Erinnerungen, wie war das noch damals, als einfach mal ein ganzes Kind aus mir raus gekommen ist.

Lesen Sie den gesamten Eintrag »

Schlagwörter:

3 Tipps zur Geburt – Überleben leicht gemacht für dich und dein Baby

10. August 2011
Baby Entwicklung bis zur Geburt

Baby Entwicklung bis zur Geburt

Geburt ist ja ein sensibles Thema. Dort ist mein Haus einfach zu nah am Tränenmeer gebaut. Achja, wenn ich an mein Baby und dessen Geburt zurückdenke… Früher!!! (Oma wird melancholisch) mein Baby ist ja recht zügig zur Welt gekommen. Im Krankenhaus angekommen war der Muttermund schon 5-6 cm offen und ab da dauerte es noch ca. 6 Stunden. Allerdings muss ich hinzufügen, dass ich die Wehen nicht sonderlich ernst genommen habe und noch in den Wehenkrämpfen schnell zur Bibliothek wollte. Wenn ich dann mal andere Geburtsberichte lese, in denen von 20 Stunden und mehr ab Ankunft im Krankenhaus die Rede ist, dann bin ich wirklich dankbar, dass mein Baby nicht so getrödelt hat.

Bei den meisten Geburten ist es ja so, dass davor und danach alle möglichen Ärzte, Schwestern und Hebammen an dir rumdoktern. Wie habt ihr euch danach gefühlt? Ich habe mich recht entblößt gefühlt. Meine Brust war nicht mehr meine Brust. Sondern ein Dings, das dauernd gequetscht und gedrückt wurde um einen Tropfen Milch hervor zu bringen. Mein Unterleib war auch nicht besser dran. Dauernd drückt da jemand auf dem Bauch rum, ob auch ja alles schön wieder zusammen rückt innen drin. Ich sehe natürlich auch den Nutzen dahinter und bin dankbar für unser doch recht gut funktionierendes Gesundheitssystem. Und ich bin auch mit meiner Krankenhauswahl zufrieden gewesen. Es war zwar etwas weiter weg, aber dafür war es kleiner, gemütlicher und anthroposophisch. Ich frage mich ob die Schwestern in einem großen Krankenhaus mit wesentlich mehr Geburten sich auch die Zeit nehmen, jungen Müttern permanent beim Anlegen zu helfen oder ob da eher die Flinte ins Korn geworfen wird? Vielleicht auch nur ein Vorurteil.

Im Folgenden möchte ich für euch ein paar Tipps zur zusammengetragen, die euch vielleicht die Geburt erleichtern:

1. Der Geburtsort für dich und dein Baby

Gebären solltest du dort, wo du dich wohlfühlst! Da gibt es verschiedene Möglichkeiten: das Krankenhaus (klassisch modern), das Geburtshaus (dort müsst ihr nicht selbst aufräumen) oder Zuhause (früher selbstverständlich- heute alternativ). In jedem Fall solltet ihr euch den Geburtsort gut anschauen und wenn ihr im Krankenhaus gebären möchtet, solltet ihr euch auch mehr als eins anschauen, wenn die Kapazität der Stadt mehr als eins hergibt. Ich hätte mich ja liebend gerne für ein Geburtshaus entschieden. Aber ich bin ein Angsthase, deswegen habe ich mich doch für ein Krankenhaus entschieden. Die erste Besichtigung war in einem großen Krankenhaus in der Stadtmitte. Zur Kreißsaalbesichtigung waren einige werdende Eltern erschienen (man fühlt sich als alleinstehende Mutter da ja schon recht einsam). Uns wurden die Geburtsräume gezeigt und sie waren klein und sahen für eine Geburt recht unpraktisch aus. In der Mitte des kleinen Raumes stand ein Bett, nicht breit, aber hoch mit ziemlich viel Verstellgestell untendrunter und keine Ecke zum zurückziehen. Der Raum war zwar warm gestaltet, aber sah durch dieses  Ungetüm von Bett und den ganzen anderen technischen Kram und ohne “Rückzugsort” nicht so aus, als wenn sich eine Frau in den Wehen darin sehr wohl fühlen kann. Naja es war halt ein großes Krankenhaus mit vielen Betten und es fehlte einfach das gemütliche Nest das ich gerne für mich und mein Baby haben wollte.

Im zweiten Krankenhaus war der erste Eindruck ein anderer. Es war gemütlich auf den Stationen. Der Kreißsaal war groß mit eigener Wanne, tollen großen und gemütlichen Bett und es waren nur wenige Kreißsaäle. Man hatte nicht direkt das Gefühl, dass dort im Akkort  geboren wird und man vielleicht dementsprechend wie ein Schokoriegel abgefertigt wird. Dann war es noch naturheilkundlich orientiert, also ich war begeistert (bei naturheilkundlich klingeln in meinen Ohren die Paradiesglocken). Deswegen schaut euch immer mal noch ein anderes Krankenhaus an, vielleicht erlebt ihr eine Überraschung.

2. Die Vorbereitung

Es ist wichtig sich vorzubereiten und immer mal wieder gedanklich mit dem Thema auseinander zusetzten. Ein Geburtsvorbereitungskurs ist da wohl ganz nützlich. Ich habe keinen besucht ( ich habe mal reingeschaut aber als “einsame” Mutti, habe ich mich nicht so dolle gefühlt unter den Pärchen). Ich habe dann verschiedene DVDs zum Thema Geburt geschaut und wirklich empfehlen kann ich euch (auch wenn ihr einen Kurs besucht) “Unser Baby kommt” mit Alexandra Gendelmann. Die Geburt war in ihren einzelnen Phasen toll beschrieben und nach dem schauen waren meine “weiblichen Urkräfte” motiviert das ganze mit Leichtigkeit zu überstehen. Urfrau hat Baby gemacht, Ugah, Ugah!

Dann gibt es da noch den berühmten Himbeerblättertee der die Beckenbodenmuskulatur und den Muttermund lockern soll, entschlackend wirkt, die Gebärmutter entspannt und leicht die Wehen anstupsen soll. Der Tee ist also ein Allround-Talent und dazu noch an Vitamin C reich (Na wenn das nichts ist!). Ihr solltet ihn mit all seinen Wirkungen jedoch erst ab der 37. Schwangerschaftswoche trinken. Dann  trinkt ihr jeden Tag eine Tasse, in der 38. Schwangerschaftswoche lasst ihr den Tee wieder weg, in der 39. Schwangerschaftswoche täglich 4 Tassen und dann wieder eine Woche Pause. Die Pausen solltet ihr einlegen, da es sonst zu einer Überdosierung kommen kann oder ihr zum Teejunkie werdet.

Das zweite kleine Hausmittel heißt geschrottete Leinsamen. Im Volksmund heißt es, dass sie die Kinder flutschen lassen. Wie ein Stück Seife! 1 EL täglich ab der 34 Schwangerschaftswoche regt die Schleimproduktion im Darm und der Scheide an. Das fungiert dann als natürliches Gleitmittel bei der Geburt. Wer täglich Leinsamen isst ob  nun pur, im Müsli oder im Joghurt der sollte dazu viel trinken da es sonst zu Verstopfungen kommt.

Der dritte Trick ist die Dammmassage. Dabei massiert man mit einem geeigneten Öl (von Weleda gibt es ein gutes) den Damm, am besten jeden tag 10 Minuten, ab der 34. Schwangerschaftswoche. Das soll die Elastizität erhöhen und den Bereich auf die Geburt vorbereiten also einen Dammriss vermeiden.

So der letzte und ultimative Vorbereitungstrick ist Akupunktur ab der 36. Schwangerschaftswoche. In einer Mannheimer Studie ist herausgekommen, dass Frauen, die eine Akupunktur bekommen haben, etwa 3 Stunden schneller beim Gebären waren als die Frauen ohne Akupunktur. Außerdem bildet sich die Gebärmutter schneller zurück und es soll unter der Geburt leichter sein die Schmerzen zu ertragen oder jedenfalls mehr Entspannung zu erlangen als ohne Akupunktur.

Was hat mir all die Vorbereitung gebracht? Um es kurz zu machen in der 38. Schwangerschaftswoche war mein Muttermund “Butterweich” (lt. Frauenarzt) und 1 cm geöffnet. Ich hatte in der 39 (+3) Schwangerschaftswoche am Vormittag regelmäßige Wehen aber gut verträglich, so dass ich mich noch zur Bücherrei traute. Die Wehen wurden dann erst am Nachmittag plötzlich stärker und dann konnte ich auch nichts mehr großartig machen und fuhr ins Krankenhaus. Aber bis dahin war es alles verträglich und nicht weiter schlimm. Der Muttermund war auch schon weit geöffnet als ich im Krankenhaus ankam (5-6 cm) und innerhalb einer Stunde war er komplett geöffnet. Ich bin überzeugt die Vorbereitung hat es jedenfalls einfacher für mich und mein Baby gemacht.

3. Die Geburt

Da ihr ja das Atemprogramm beherrscht, gut vorbereitet und informiert seid, muss ich euch zu den einzeln Phasen der geburt nicht mehr großartig etwas erzählen. Was ich unter der Geburt hilfreich fand, war gehen oder auch invalid durch den Kreißsaal schleichen. Beim liegen und sitzen verspannte ich mich viel mehr. Ich hatte mir auch in den Kopf gesetzt, nicht im Liegen zu gebären, da das ja schwieriger sein soll, da nicht mit der Schwerkraft gearbeitet wird und es zu mehr Dammverletztungen kommt. (Ich habe mein Baby dann trotzdem im liegen auf die Welt gebracht) Eine Phase fand ich besonders schlimm. Alles davor und danach war eigentlich okay. Die Phase wo es hieß der Muttermund ist nun 8 cm offen. Die Übergangsphase war am schmerzhaftesten. Das ist die Phase wo man dann die Kontrolle verliert und die guten Vorsätze werden im Keller wie unliebsame Leichen vergraben. Das ist eigentlich auch die Phase, die am schnellsten vorbei geht. Danach wird nur noch gepresst und schon ist die Sache erledigt.  Ich hätte mir gerne ein Stück Leder zum drauf beißen gewünscht. Anstatt des Leders habe ich versehentlich eine Hebamme gebissen. In dem Moment war mir das so egal, jetzt ist mir das schon etwas peinlich. Jedenfalls, falls ich so ein Ereignis noch jemals wieder haben werde, weiß ich hier heißt es einfach durchhalten, durchhalten, durchhalten.

Zusammengefasst

Ich hätte spontan lust mein Baby jetzt nochmal auf die Welt zu bringen. Es ist so unglaublich, denn da kommt einfach mal ein ganzes Baby aus dir raus. Hinterher erscheint einem das alles so harmlos. Aber auch rational betrachtet ist es (bis auf die Übergangsphase) alles machbar und weniger schlimm als ich mir in Phantasien ausgemalt habe.

 

Enter your email address:
Delivered by FeedBurner
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...
Schlagwörter: