Archiv fü Kategorie Babyentwicklung

Wie Babys spielerisch essen lernen / Baby-led weaning

10. Mai 2012
Im Park finden sich viele tolle Stöcke.

Im Park finden sich viele tolle Stöcke.

Kennt ihr das auch von eurem Baby? Mein Baby wollte sich lange nicht füttern lassen; es verweigerte die kontrollierte Breifütterung durch das Mamatier. Immer wenn die herzensgute Mama den Löffel in Nähe des Babymunds brachte, das heißt, die Schuchubahn kommen ließ oder die Landeerlaubnis für Tante Pauline einholen wollte, drehte mein Kind störrisch wie ein Esel den Kopf zur Seite. Ich hatte Angst, dass mein Baby verhungert oder am Ende mit einer Magensonde ernährt werden muss, denn über neun Zehntel eines Tellerinhalts verteilten sich regelmäßig auf dem Hochstuhl, auf dem Boden, auf dem Lätzchen, auf dem Körper und ganz besonders schön in den Haaren meines Babys. Zwar habe ich schon viele ungewöhnliche Haarkuren vorgestellt, aber Lebensmittel gehören meiner bescheidenen Auffassung weiterhin in Babys Bauch. Nach dem Essen war mein Baby dann entsprechend von oben bis unten eingesaut. Besonders nach Tomatensoße sah das Wohnzimmer oftmals so aus als hätte die Mafia ein Massaker verübt (Bildschlagzeile: “Tomatenmarc schlägt wieder zu”). Mein Baby sah zudem aus wie der Schlächter von Hagen.

Baby schulte also Mutti zur professionellen Raumpflegerin um und ich und Sagrotan schrubbten  abends die guten Möbel. Nennt mich Frau Misses Proper, mir fehlte nur noch die Glatze.

Was macht das Mamatier dann?

Bei all den Breifütterungsversuchen machte ich einen entscheidenden Fehler: Ich dachte mein Baby, müsste von jetzt auf gleich mit dem Essen beginnen. Ich erwartete, dass sie sich sofort füttern lassen will. Dies übt auf die Babys allerdings Zwang aus und da sie sich gerade in ihrer Freiheit entwickeln, reagieren sie mit erstem Trotz.

Da viele Eltern dies nun nicht richtig verstehen, tritt ein Teufelskreis ein. Sie denken, sie müssten die Kinder zum Essen zwingen und haben das Gefühl, die Kinder würden dies andernfalls nicht lernen und schließlich verhungern. Mir ging es ähnlich:

Kurz vom Kleinkindalter trat mein Baby in den Hungerstreik. Mein Mamainstinkt übernahm meine Gedanken: Wie soll mein Baby nun groß und stark werden? Wird es jemals Mrs. Universum werden? Nach einem weiteren, frustrierenden Abendessen, bei dem ich mein Baby mit selbstgekochten Brei vollschmierte und ich wieder mit Baby auf dem Rücken (in der Babytrage) mein Sofa putzte, wollte ich etwas an meiner Verhaltensweise ändern. Ich wollte mein Baby nicht zwangsernähren und suchte etwas, dass ihr Freiheit gibt. Ich befragte als das Orakel von Google.

Im Internet fand ich einen Forenbeitrag, in dem eine hilflose Mutter ebenfalls über ihren Fütterverweigerer besorgt war. Der Beitrag klang ein bisschen nach: ” Hilfe mein Baby lässt sich nicht füttern, muss es jetzt per Magensonde zwangsernährt werden”? Die Antworten auf ihre Frage gingen von “Mit Gewalt geht alles” über “Lass es mal Hungern, dann sieht es, was es davon hat” bis zu “lass dein Baby doch selber essen”. “Kann ein Baby denn schon selber essen?”, fragte ich mich. Ich forschte diesem nach und stieß auf Baby-led weaning.

Was ist Baby-led weaning?

Baby-led weaning ist heute das Thema bei der Testmama. “Baby-led weaning”  das bedeutet soviel wie: Das Baby isst selbst, benutzt dazu seine eignen Hände und lässt sich keine Flugzeuglöffel für Tante Emma in den Mund stopfen. Das Ziel von Baby-Led-Weaning ist, das Baby langsam und selbstbestimmt an das Essen heranzuführen. Es soll sich ganz langsam daran gewöhnen und selbst entscheiden können, was es wie isst. Das Ziel ist nicht Stillmahlzeiten zu ersetzen, wie es normalerweise bei den Breigläschen der Fall ist, sondern einfach nur ein erstes Kosten zu ermöglichen und die Stillbeziehung wie gewohnt weiter zu führen.

Kinder wollen auch Matsche mit allen Sinnen erfahren.

Kinder wollen auch Matsche mit allen Sinnen erfahren.

Ziele des Baby-led weaning

Das Ziel ist ganz simpel: Es gibt keine radikalen Schnitte und ihr fördert das Baby in seiner Selbstständigkeit, ihr stärkt Babys Vertrauen und gewöhnt es langsam ans Essen. Eigentlich hatte ich dies schon mal gemacht:  Als mein Baby noch ein Krümel war, im zarten Alter von vier Monaten gab ich ihr stets kleine Stücke Brokkolie, Gurken, Möhren und Brokkoli. Diese Stücke bearbeitete mein Baby dann nach der Spinnen Methode. Sie besabberte das Gemüse ausgiebig und weichte es so langsam auf. Das hört sich natürlich sehr lecker an.

Dennoch hatte ich einige unbegründete Ängste. Als erste vollwertige Baby-led weaning Mahlzeit hatte ich ein Stück Brokkoli und etwas Möhre weich gekocht, als Nachtisch stand ein Stück Apfel auf dem Speiseplan. Doch ich hatte Angst, dass sich mein Baby daran verschlucken könnte. Wie ihr allerdings wisst, lebt mein Baby noch. Das Alleine-Essen zeigte sich als die richtige Methode. Mein Baby schüttelte oftmals energisch mit dem Kopf, wenn ich den Löffel selbst in die Hand nahm. Mein kleiner Spatz wollte vor allem selbst essen. Sie hatte eine Aufgabe, auch wenn es für sie eine motorische Großaufgabe war den Löffel vom Teller in Richtung Mund zu bringen. Meistens verlor sie die Stücke unterwegs oder schaffte es nicht, mit dem Löffel den Mund zu treffen. Dies veranstaltete zwar immer noch eine Schweinerei und ich bin immer noch Mrs. Propper, aber mein Baby wurde ein glücklicher, selbstständiger Esser.

Baby-led weaning macht Babys viel Spaß  und Eltern bereitet es viel Freude, ihrem Sprössling die verschiedenen Dinge aufzutischen und zu beobachten, wie sich bei der süßen Banane das Gesicht erhellt und beim sauren Rhabarber und saure Gurke in einer Babygrimasse verzieht. Babys experimentieren und entscheiden, was sie essen, lasst ihnen schon dort die kleine Freiheit und zwingt sie nicht in ein Regelkorsett. Dies lernen sie auch noch später und zwar dann, wenn es notwendig ist. Lasst euer Kind gar mit dem Essen etwas spielen.

Darf Essen Spielzeug sein und womit spielt mein Baby gerne?

Das Spiel mit dem Essen sieht die Kriegsgeneration nicht gerne. Daher ist in vielen Familien immer noch aufessen angesagt. Natürlich sollten wir nicht mit dem Essen verschwenderisch umgehen, aber vielleicht fangen wir damit bei uns an und nicht bei den Babys? Ich denke das Spiel gehört für Babys einfach dazu, denn sie müssen das Essen nicht nur mit dem Geschmackssinn erproben, sondern sie wollen auch mit ein paar anderen Sinnen das Essen spielerisch erforschen. Mein Baby hat bis zu ihrem ersten Lebensjahr sehr intensiv mit dem Essen gespielt, aber ich erkannte ihre Neugier in der unbekannten Materie und es war irgendwie klar für mich, dass sie nicht mit der Absicht Erbsenfußball spielt, um mich zu ärgern. Mäuschen hat beim Essen viel gelacht und es war mir eine Freude ihr dabei zuzusehen. Mit zunehmenden Alter kam auch manchmal ein etwas rebellischer Spieltrieb auf, der die Erbsen zum Zwecke der Aufmerksamkeit als Fußball benutzte, aber darüber sah ich hinweg.

Letztlich schauen sich die Kinder die Tischmanieren von uns Großen ab, wir müssen sie nicht dazu zwingen oder erziehen. Mein Kind ist immer noch ein relativ freier Esser, sie rennt gerne beim Essen rum und das Essen wird auch immer noch gerne mit der Hand gegessen. Essen ist immer noch eine Art Kinderspiel für sie, aber so langsam neigt sie sich den Knigge Regeln. Zum Beispiel isst sie immer öfter unaufgefordert mit der Gabel und dem Löffel und bleibt an ihrem Platz. Besonder süß ist es, wenn sie etwas verschüttet und die Küchenrolle holt, um das sauber zu machen. Nach dem Essen macht sie sich immer unaufgefordert die Hände mit der Küchenrolle sauber, ohne dass ich sie jemals dazu aufgefordert hätte.

Ich hoffe der Beitrag hat einigen von euch geholfen. Wie habt ihr dies gehandhabt? Wenn euch der Beitrag gefällt, dann hinterlasst mir ein Feedback. Auch Kritik wäre schön, wie ich meine Beiträge vielleicht besser schreiben kann. Wenn euch der Beitrag allerdings so wie er ist gefällt, dann könnte ihr ihn gerne bei Facebook empfehlen ;)

Alles Liebe

Eure Maja

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Vom Unsinn des Betreuungsgeldes – Frühkindliche Betreuung erhöht die Intelligenz

1. April 2012
Ich bin gegen das Betreuungsgeld und ihr?

Ich bin gegen das Betreuungsgeld und ihr?

Geld ist irgendwie wichtig, aber einer Mutter ist schnell bewusst, dass Geld oftmals wenig bedeutet. Ich komme tatsächlich mit sehr wenig Geld klar und HartzIV plus Kindergeld ist für mich ein purer Luxus. Dennoch würde ich lieber das Kindergeld abgeben und meinem Kind davon einen Kindergartenplatz kaufen. Ich denke es wäre so wichtig, dass sie jeden Morgen freudig in den Kindergarten geht, dass ich ihr morgens Frühstück mache, sie einen Schluck Orangensaft nimmt, ich ein paar Gurken serviere, das Pausenbrot mit Herzchenförmchen aussteche (das mache ich wirklich irgendwann), sie anziehe und sie schließlich im Hoppsalauf zum Kindergarten bringe. Ich würde gar ans Ende der Welt gehen, um sie unter andere Kinder und zwar regelmäßig zu bringen. Daher würde ich das Betreuungsgeld der CDU, was jetzt in der Debatte ist, auch überhaupt nicht haben wollen. Ganz ehrlich: Was ich mir wirklich wünsche, ist ein Kitaplatz für meine Tochter und nicht noch mehr Geld, um ruhig gestellt zu sein. Aber wie das so ist als HartzIV-Empfängerin würde ich auch das Betreuungsgeld nicht bekommen. Um es nochmal zu sagen, falls tatsächlich jemand von den Abgeordneten das hier liest: Ich würde gerne arbeiten.

Kitas machen Kinder reich und schlau

Das Betreuungsgeld zeigt mir nun wieder an, dass viele Eltern ihre Kinder lieber zu Hause halten, als sie unter andere Kinder zu bringen. Warum aber wollen Eltern ihre Kinder eigentlich so gerne zu Hause beschützen? Sollten unsere Kinder nicht so schnell wie möglich das Soziale erlernen? Ich erzählte ja schon wie meine Tochter mit mir nur durch Nein-Sagen interagiert. Dies macht sie, weil sie keine andere Wahl hat als sich durch konsequentes Nörgeln durchzusetzen. Andere Kinder aber kooperieren nicht so herrlich wie Mutti, da müsste das Wutkind schnell eine gleichwertige Form des Umgangs finden.

Nun gut, bis hierhin ist alles Spekulation. Studien aus Norwegen belegen nun aber, dass sich Kinder in Kitas besser in unsere Gesellschaft integrieren und so auch eher Erfolg haben. Die ZEIT legte dies einst sehr deutlich dar. Diese Studien aus Norwegen sind wohl ein Schlag ins Gesicht von Eva Herrmann, für sie war schließlich eins klar, dass Mutti auf Arbeit ihre Kinder dem seelischen Lotterleben übergibt. Hermann richtete sich damals auch gegen die Pläne der Bundesregierung, mehr Kinderkrippen zu bauen. So zitiert sie die Zeit: “Jedes schon früh fremdbetreute Kleinkind ist eines zu viel.” Diesen Menschen wie Hermann ist es wohl zu verdanken, dass ich hier immer noch den ganzen Tag Spielkameradin meiner Tochter bin und sie nicht genügend Abwechslung bekommt.

Ich glaube durchaus, dass wir mit dieser Mama-Kind-Kombination eher Sozialkrüppel züchten. Während mein Baby bei der Tagesmutter noch sehr aufgeschlossen mit anderen Kindern spielte, so sieht ein Jahr später ihr Sozialverhalten gänzlich anders aus. Sie hat es schwer mit anderen Kindern Kontakt aufzunehmen. Dies gilt auch für so viele Kinder auf dem Kinderspielplatz. Gestern erst lief meinem Kleinkind ein gleichaltriger Junge über den Weg, der pauschal mal Angst vor meiner Tochter hatte (vielleicht hatte er aber auch schon von meinem Kind aus Dynamit gehört). Ein anderes mal sprach ich mit einer Mutter, die mir erklärte, dass ihr Kleinkind so schüchtern sei, weil es noch nie mit anderen Kindern Kontakt hatte. Als mein Kleinkind von einem anderen Planeten, so staunte der junge Mann mit großen Augen meine einjährige Tochter an:

“Was ist denn das? Es gibt andere kleine Menschen? Ich bin nicht allein?”

Nur nicht die Hoffnung verlieren ;)

Nur nicht die Hoffnung verlieren ;)

Weniger Schulabbrecher, mehr Akademiker

Nach dem Artikel der ZEIT ist das Fazit nun eindeutig: ”Staatlich subventionierte Kinderbetreuung hat starken positiven Einfluss auf das spätere Erwachsenenleben der Kinder”. Wer demnach in einer staatlich finanzierten Kindertagesstätte gewesen sei, habe im Alter von 30 eine bessere Bildung und ein höheres Einkommen. Da der Staat ab 1975 die Kinderbetreuung stark ausbaute, ließt sich dies hervorragend anhand der Daten verfolgen.

Schulabbrecher waren unter den betreuten Kindern wesentlich seltener. Die Wahrscheinlichkeit eine Universität zu besuchen erhöhte sich um sieben Prozent. Bessere Ausbildung bedeutet schließlich besseres Einkommen. Besonders stark war dieser Effekt übrigens bei Kindern aus Unterschichten-Familien (zu diesen gehöre ich ja mit meiner HartzIV-Pauschale auch).

Die einen behaupten also Fremdbetreuung mache depressiv, fördere Alkoholismus und Gewaltbereitschaft, ziehe unsere Kinder in den Abgrund, die Daten aber sprechen klar dagegen. Dies denke ich auch und deswegen finde ich, dass wen wir unseren Kindern das beste tun wollen, sie möglichst früh regelmäßig mit anderen Kindern spielen lassen sollten. Was denkt ihr?

 

Wünscht ihr euch für eure Kinder einen KITA Platz?
Nein, bis zum dritten Lebensjahr nicht!
Ja!
Ich bin mir noch unsicher.
Auswertung

 

Alles Liebe

Eure Maja

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Darf ich vorstellen? Mein Kleinkind, der Vulkan – Der Wutbürger im Trotzkind

15. Januar 2012

Die blonden Engelshaare dienen meinem Kleinkind nur zur Tarnung :)

Die blonden Engelshaare dienen meinem Kleinkind nur zur Tarnung :)

Der Autor von Vaterfreuden hat schon ganz recht, mit seinem Bericht über die “Terrible Twos”. Zweijährige sind wirklich eine Herausforderung und bringen einen an die Grenzen von gut und böse. Dabei ist mein Kleinkind noch gar nicht zwei, was soll denn da noch alles kommen? Vielleicht sollte ich zum Anfang etwas positives erzählen. mein Baby sagt seit neustem nun immer: “Coco”, wenn sie Caillou schauen möchte. Bevor ich ihr die Zähe putzen darf, will sie immer erstmal selber putzen. Sie verschüttet leidenschaftlich gerne Wasser, um es danach richtig gründlich trocken zu wischen. Sie hilft sehr gerne beim Würzen von Speisen. Sie malt sehr gerne Kreise, dabei konzentriert sie sich immer und versucht den Kreis genau zu schließen. Mein Kleinkind kann nun schon ganz schön hohe Türme bauen. Sie kann ganz toll im Bett rumspringen und andere Kinder animieren, das auch zu tun. Sie hilft mir beim Wäsche zusammenlegen und weglegen (generell ist mein Baby sehr ordentlich was so die Haushaltskram angeht, wahrscheinlich ordentlicher als ich). Sie schnappt sich nun auch öfter ein Buch, setzt sich ins Bett, deckt sich zu und schaut es sich an. Ich finde, wenn sie das macht, sieht sie schon richtig “groß” aus. Mein Kleinkind schaut mich dann hinter ihrem Buch immer etwas seltsam an, weil ich so gerne vor mich hin schmunzle, wenn ich merke, wie groß mein Baby nun schon geworden ist. Es macht mich stolz und wehmütig zugleich, aber so ist das Leben als Mama.

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Ab wann lernen Kinder sprechen? – “Was sagt sie denn schon”?

21. Dezember 2011
Vorlesen und erklären bildet kleine Leute

Früherziehung: Vorlesen und Erklären bildet kleine Kinder

Seitdem mein Kleinkind auf die 2 Jahre zugeht, fragen mich immer mehr Menschen: Was sagt sie denn schon”? Ich muss zugeben ein gewisser Druck lag auf mir und ich fragte mich schon hin und wieder, ob mein Kind Dinge auch mal anders als mit “Da” betiteln wird. Ist Sprache erlernen eine Frage der Erziehung? Wie dem auch sei, Tatsache ist, dass mein Kleinkind noch keine 2 ist, nein, sie wird demnächst erst 20 Monate alt.

Tatsächlich habe ich früher auch immer gedacht, dass Kinder unsere Sprache viel schneller erlernen. Erst seitdem ich mein Kind habe, weiß ich, dass es wohl für die Menschheit eine richtige Herausforderung war, sich in die Sprache einzufinden. Ehrlich gesagt, kann ich mir eigentlich nicht wirklich vorstellen, wie Menschen früher ohne Sprache ausgekommen sind. Nun gut, Kleinkinder mit 2 Jahren haben also noch nicht mal denselben Wortschatz wie Sylvie van der Vaart. Und tatsächlich aber ist Sprache auch eine Frage der Erziehung. Wenn wir nämlich mit unseren Kindern nicht sprechen, dann wird es ihnen auch schwerer fallen Sprache zu erlernen, wenn wir überhaupt nicht sprächen, dann würden wir womöglich nur eine sehr reduzierte Zeichensprache benutzen.

Beim letzten Artikel von Mama Miez ist  mir dann aufgefallen, dass Kinder nicht nach Eintritt in das 3. Lebensjahr verständlich erklären können (müssen), dass sie Durst haben und gerne Apfelsaft trinken würden. Nun könnten wir daraus schlussfolgern, dass wir deswegen mit unseren Kindern nicht sprechen müssten, tatsächlich aber nehmen sie unglaublich viel passiv auf und so kann mein Kleinkind doch schon eigentlich alles in der Wohnung ausfindig machen, wenn ich es danach frage. Sie weiß sogar schon, was ein Schraubenzieher oder ein Hammer ist. Lesen Sie den gesamten Eintrag »

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Kleine Kinder und der Ekel – Huch ein Wurm

26. August 2011
Huch ein Wurm

Huch ein Wurm

“Mama Daaa” ruft mir mein Baby zu und hält dabei ein sich windendes Insekt zwischen ihren Fingern. Mal wieder. Früher hätte ich mir mein Babys Wald- und Wiesenfunde auch blind in die Hand legen lassen. Mittlerweile schau ich immer mal nach, was sie mir denn da so geben möchte. mein Baby ekelt sich wie eigentlich alle kleinen Kinder nicht vor Krabbelkäfern,(Riesen-) Spinnen, Würmern, schleimigen, stinkigen, ausgespucktem Aa, Pipi, Totem, Verlaustem. Es ist vollkommen natürlich für sie, dass alles mal aufzuheben und mir ihre Fundstücke zu präsentieren und zwar so, wie die Katze ihren Herrchen und Frauchen stolz die tote Maus vor die Haustür legt und sich loben lässt. Ich bin nun recht empfindlich gegenüber allem was so krabbelt, kreucht und fleucht, so dass ich eigentlich auch schnell wegfleuchen und wegkrabbeln möchte. Ich sage mein Baby dann, dass das Tier auch ein Lebewesen ist und sicherlich auch weiter leben möchte, dabei versuche ich ihr etwas anderes anzudrehen. Dieser Tausch klappt irgendwie noch nicht so gut, was sicherlich daran liegt, dass ich mir diesen speziellen Schatz bei der Tauschübergabe nicht so recht in die Hände legen lassen möchte

Doch wann entwickelt sich Ekel und warum überhaupt?

Ekel entwickelt sich meist in einem Alter von 3 bis 5 Jahren. Ein Forscherteam vom Boston College fand heraus, dass Kinder aber erst ab einem Alter von 5 Jahren auch den Ekel- Gesichtsausdruck verstehen. Vorher zählen Kinder den Ekel-Gesichtsausdruck einfach zu den wütenden Gesichtsaudrücken. Es gibt also noch keine separate Gefühlssparte für den Ekel-Gesichtsausdruck bei Kleinkinder. Ursprünglich war Ekel für den Allesfresser Mensch eine Schutzfunktion, denn wer so flexibel ist in seinem Speiseplan, läuft Gefahr auch Giftiges zu essen. Es entwickelte sich auch ein Ekel vor Kot, Blut und Kadaver, da diese verunreinigt sind und Krankheiten übertragen können. Mittlerweile ist Ekel immer noch eine Schutzfunktion jedoch nicht nur als Nahrungskontrolle sondern auch aus moralischen Gründen. Durch Ekel grenzen wir uns von Dingen ab, die wir nicht gut finden. In einem Artikel der Süddeutschen liest man dazu:

“So schaudern Menschen, wenn Schokoladenpudding in der Form eines Haufens Hundekot serviert wird, sie weigern sich Apfelsaft aus einer frischen, niemals benutzten Urinflasche aus dem Krankenhaus zu trinken, und kaum jemand möchte den gereinigten Pullover eines verurteilten Sexualverbrechers anziehen. Die bloße Nähe zu grausigen Dingen kontaminiert diese Gegenstände – davon grenzen sich Menschen mit Ekel ab.” (Süddeutsche Zeitung, Gemischte Gefühle: Ekel)

Es gibt also natürlichen Ekel, der uns vor Verunreinigungen oder vor giftiger Nahrung schützen soll, und es gibt moralischen Ekel. Beides wird im Laufe der Kindheit erlernt und von den Eltern übernommen. Ich versuche deshalb nicht panisch das Weite zu suchen, wenn mein Baby mal wieder Krabbelzeug anschleppt, da ich nicht möchte, dass sie irgendwann mal wegen mir an einer Spinnenphobie oder ähnlichem erkrankt. Findet sie allerdings Erbrochenes, Ausgespucktes oder Aa, dann nehme ich sie recht zügig zur Seite, erkläre ihr die möglichen Gefahren bei den Funden und sage auch häufig “Bahh”. Ich denke zu gewissen Dingen gehört ein gesunder Ekel der mein Baby dann später mal schützt. Andererseits möchte ich ihr nicht meine doch nicht ganz gesunden Ekelgrenzen aufbürden und bin deshalb tapfer, wenn sie Krabbeliges aus der Natur pflückt oder mir beim Popo sauber machen hilft und sich dafür die Hände “dreckig” macht. Müssen wir halt beide nach dem Windelwechsel Hände waschen, so viel Arbeit macht das auch nicht.

Und noch etwas Spannendes ist in meinem Alltag passiert


Sie lebte seit ein paar Tagen im Bad. Zuerst war sie mir nicht geheuer und eigentlich mochte ich sie gar nicht. Ich war immer froh, wenn sie in einer Ecke hockte, in der ich sie beobachten konnte. Wenn ich sie nicht sah, beunruhigte mich das. Einmal saß ich auf Toilette und da stand sie plötzlich vor mir. Ich ergriff schleunigst die Flucht. Liebe auf den ersten Blick war es also nicht.

Aber wirklich verscheuchen oder gar ermorden wollte ich sie auch nicht. Ich fand, das wäre doch etwas gemein und ich habe da auch Hemmungen. Ich bin nicht so der typische Serienkiller. Ach ja, ihr fragt euch sicher, was ich meine. Die Rede ist von der Spinne in meinem Bad und eigentlich habe ich panische Angst vor Spinnen.
Gestern jedoch gab es eine Wendung in unserer Beziehung. Beim Duschen saß sie wieder in einer Ecke und ich beobachtete sie. Dabei hatte ich das Gefühl, sie beobachtet mich. Aber mit einem Mal war es nicht mehr schlimm. Plötzlich kam sie mir freundlich vor.

Heute Morgen ist dann leider ein schreckliches Unglück passiert. Ich war mit mein Baby baden. Wieder saß sie in ihrer Ecke und schaute uns an. Nichts ahnend ging ich nach dem Bad mit mein Baby ins Schlafzimmer, um sie anzuziehen. Das Wasser ließ ich noch nicht abfließen. Ein Fehler! Als ich ins Bad zurück kehrte viel mir gleich die leere Ecke auf. Wo ist mein heimlicher doch liebgewordener Untermieter hin? Ich suchte und machte einen grausigen Fund.

Meine Freundin, die Spinne, war in der Badewanne ertrunken. Ich kann es nicht fassen, war es Selbstmord? Hat sie keinen Sinn mehr in ihrem Ecken-Dasein gefunden? Wollte sie etwas trinken und ist sie ausgerutscht? War es Mord einer anderen Konkurrentin? Ich bin immer noch erschrocken und trauer um meine neue Freundin die Spinne. Sie war nicht groß, sie war nicht klein, sie leuchtete im Licht Rot-Braun und war ein ruhiger Geselle.

R.I.P. meine kleine Freundin.

 Im Gegensatz zu mir hat mein Baby übrigens überhaupt keine Angst vor Spinnen oder Ameisen oder Käfern oder Bienen oder Hummeln oder riesigen Hunden. Sie ist da irgendwie ganz anders als ich und ist ein sehr offenes Wesen. Sie fässt alle diese Tiere an und da sie Dinge gerne in den Mund steckt, dürft ihr raten, was sie mit Spinnen macht.

Nebenbei hatte Mutti Zeit sich einen Zopf zu machen und ist stolz auf ihre Haarzucht

Nebenbei hatte Mutti Zeit sich einen Zopf zu machen und ist stolz auf ihre Haarzucht

Was denkt ihr über Spinnen? Macht ihr immer gleich alle weg? Eigentlich sind sie ja ganz nützlich und fangen anderes Ungeziefer, deswegen lasse ich sie meistens in ihrem Dasein in Ruhe.Ach und abonniert doch meinen Blog, wenn er euch gefällt :) Liebe Grüße Maja und mein Baby

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Mein Baby mein Baby im Wandel der Zeit (Babyentwicklung)

28. Juli 2011
1 Tag alt, Mein Baby "mein Baby" schlummert am besten gepuckt

1 Tag alt, Mein Baby "mein Baby" schlummert am besten gepuckt

Die Babyentwicklung ist nicht aufzuhalten, was den Vorteil bedeutet, dass du irgendwann nicht mehr dein Baby “wickeln” musst. Dennoch: wenn ich mir Fotos “von früher” anschaue, verfalle ich in diese eigenartige Stimmung. Das kennt ihr bestimmt auch. Du sitzt da und kannst kaum glauben, dass dein kleiner Dickkopf, den du gerade ins Bett gebracht hast, mal so klein, so süß und so einverstanden mit Muttis Regeln war.

Dennoch: Als frischgebackene Mama dachte ich, dass es wohl kaum bessere Foltermethoden geben kann, als einen kleinen Menschen zu versorgen. Schlafentzug, mehrmals Nachts geweckt werden, wunde Brustwarzen, schmerzende Brüste, schmerzender Unterleib dank der Nachwehen vom Stillen, dieses Gefühl, dass einer innerlich austrocknet, das Gefühl alles falsch zu machen und der Druck der sich aufbaut. Auf den Fotos aus dem Krankenhaus sehe ich demnach auch aus wie das Mädchen aus “The Ring” – nur schlimmer. Milchflecke? Egal! Kämmen? Egal! Waschen? Ähm ja…

Muttis sollten einen Orden bekommen, damit dann wenigstens das etwas angekratzte Selbstbewusstsein aufgepeppt wird. Einer kämpft ja noch mit den Landschaften seiner körperlichen Deformationen und fragt sich, ob er jemals wieder in dem körperlichen Glanz erstrahlen wird, so dass man sich auch für jemand anders als nur den Kinderarzt aufhübscht. Statt des Ordens habe ich natürlich einen anderen Preis gewonnen. Ach ja, ich warte schon auf die Zeit, da ich nicht mehr nur das Gefühl habe, dass ich alles falsch mache, sondern eine pubertierende mein Baby mir das auch noch an den Kopf wirf. Aber egal, die schönen Gefühle der Vergangenheit bleiben als die schönsten Erinnerungen. Hier also ein paar Bilder:

3 Monate alt und schon damals hatte mein Baby nur Flausen im Kopf

3 Monate alt und schon damals hatte mein Baby nur Flausen im Kopf

Mein Baby 5 Monate alt, mein Babys- ich stecke-alles-in-den-Mund-Phase-beginnt

Mein Baby 5 Monate alt, mein Babys- ich stecke-alles-in-den-Mund-Phase-beginnt


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7 Tipps zum gemeinsamen Alleine-Essen – Ab wann dürfen Kinder allein essen?

28. Juli 2011
Hier geht es zum richtigen Besteck für euer Baby

Hier geht es zum richtigen Besteck für euer Baby

Familienmitglieder sollten gemeinsam essen und nicht jeder für sich sein eigenes Süppchen kochen. Ist ja auch langweilig für Kids wenn sie bei schummrigen Licht in der Ecke ihre Suppe alleine auslöffeln müssen. Beim gemeinsamen Essen können sie sich bei den Großen abschauen, wie das kultivierte Essen funktioniert und erste Experimente mit dem Löffel veranstalten. Das gibt natürlich meistens ein Mußmassaker, deswegen mal ein paar Tipps.

Lasst euch Zeit: 

Essen ist etwas Neues für den kleinen Erdenbürger und selber essen bietet die Möglichkeit, das, was da so an Gemüse & Co in den Magen soll, genau zu betrachten und kennenzulernen. Das verbraucht natürlich Unmengen an Zeit, aber diese solltet ihr eurem Kind dafür geben. Es macht ja dabei auch viele Erfahrungen und lernt das Essen mit allen Sinnen kennen. Natürlich, mein Baby ist darauf spezialisiert das Essen mit ihrem gesamten Gesicht zu erleben. Wenn ich manchmal in ihr Gesicht schaue, dann frage ich mich, ob überhaupt etwas in ihrem Mund angekommen ist. Aber mittlerweile klappt es schon besser und mit der Zeit wird sie lernen, dass Essen in den Mund gehört und nicht in die Haare.

Motiviert und ermuntert euer Kind:
Traut eurem Kind etwas zu und lasst es selber essen. Macht ihm eine kleine Schüssel zurecht am besten aus Plastik. (Dieser Tipp hätte mir viel geholfen. Ich weiß nicht, warum ich erst meine ganze Schüsselsammlung in Scherben zerlegen lassen musste bis ich auf den Trichter kam: Ah Plastik! Wahrscheinlich falscher Ökoübermuttiehrgeiz). Es gibt dann auch noch Schüsseln mit Saugnapf am Schüsselboden. Diese sind auf jeden Fall zu empfehlen.

Dann noch ein kleiner kindgerechter Löffel dazu und die ersten selbstständigen Essversuche können starten. Wenn euer Kind versucht euch nachzuahmen, dann lobt es und zeigt ihm somit, dass es auf dem Weg ist, ein richtig kultivierter Erdenbürger zu werden. Auch wenn der Weg eurer Meinung noch lang ist und euer Kind noch meilenweit, ach was Lichtjahre entfernt ist von einem manierlichen Esser, der zum Staatsbankett der Queen mit darf, lobt es deutlich für das, was es tut (Einschub zum richtigen Loben: Immer benenenn, was ihr lobt. Dazu an anderer Stelle mehr). Euer Kind wird mit kleinen Schritten vorwärts kommen und mit Sicherheit auch noch vor dem Führerschein den richtigen Umgang mit Messer und Gabel erlernen. Seid nicht zu streng, denn es geht hier vor allem darum, dass ihr gemeinsam allein esst.

Dieses praktische Shirt kann euer Baby richtig einsauen (hier klicken zum Link)

Dieses praktische Shirt kann euer Baby richtig einsauen (hier klicken zum Link)

Haptische Erlebnisse und selbstbestimmt Essen:
Wenn euer Kind selber isst und das Essen auch anfassen und daran riechen kann, wird es vermutlich einen besseren Bezug dazu bekommen. In jedem Fall aber wird es in seiner
Selbstständigkeit profitieren, denn wer selber entscheiden kann, was und wie viel er wovon isst, ist in dieser doch nicht unwichtigen Sache nicht abhängig oder fremdbestimmt. Euer Kind ist ein kleiner Manager. Zieht ihm deswegen aber trotzdem keinen Anzug an. Das Ganzkörperlätzchen ist meine geheime Waffe gegen Kinder, die das Essen lieber gerecht unter den “Armen” verteilen.

Und wenn euer Kind nun bestimmt, dass zum Beispiel Brokkoli nicht wirklich ästhetisch aussieht und einfach zu bitter schmeckt, dann könnt ihr diesen, dass nächste Mal entweder unter dem anderen Essen verstecken oder gebt euch vorerst damit zufrieden und bietet das Gemüse nach einer Weile nochmal an.

Für Skeptiker:
Wer Angst hat, dass sein Sprössling Essen mehr als Spielzeug ansieht und vor seinem inneren Auge sein Kind verhungern sieht, da kaum Essen im Mund landet, dem kann ein sanfter Start zum selbstständig Essen helfen. Ihr legt eurem Kind einfach auch einen Löffel hin und füttert auch selbst noch, damit auch wirklich etwas im Bauch ankommt.

Wann fange ich an?
Ich würde sagen, sobald euer Kind selbstständig einen Löffel (oder ein Stück Gemüse, Obst, Brot) halten kann und sich dafür interessiert, was da so auf seinem Teller ist, könnt ihr anfangen. Obst, Gemüse und Brot hat mein Baby schon früh alleine gegessen (und ist nicht am Verschlucken gestorben =D). Mit 4 Monaten hat sie die ersten Möhren abgelutscht und danach wurde der Essensplan immer peu à peu erweitert. Ich bin der Meinung, dass sie deswegen schon früh einen recht selbstständigen Umgang mit Essen hatte. Es erleichtert mich auch etwas, wenn ich weiß, dass sie alleine isst und nicht unbedingt auf meine Hilfe angewiesen ist – Ich habe dadurch mehr Zeit.
Übrigens hat mein Baby früher immer gerne an Gemüse Stückchen geknabbert. Mittlerweile ist sie da etwas skeptischer geworden. Wenn der Brokkoli allerdings in Form eines Omeletts versteckt ist, dann wird er auch mitgegessen. Ich kann ja mal meine Rezepte publik machen. Die sind zwar zumeist nicht weltbewegend und steigen nicht in die Himmel der Sterneküche auf, aber sie sind praktisch und gesund.

Zum Schluss 
möchte ich noch sagen, dass jedes Kind ein anderes Essverhalten an den Tag legt . Nicht jedes stürzt sich begeistert darauf. Meine Eltern hatten viele Sorgen, was mein Essverhalten betrifft, da ich als Kind ziemlich penibel und moserich war, was Essen anging. Setzt euch und euer Kind nicht unter Druck, sondern versucht ihm Essen schmackhaft zu machen und zu zeigen, dass Essen Genuss, Experimentierfreude und Vergnügen bedeutet. Dann wird bestimmt alles gut :)

4 Gründe für das Tragen der Kleinen – Lohnt sich das Tragen älterer Kinder?

28. Juli 2011
Die Manduca hilft im Babyalltag und gibt Nähe

Die Manduca hilft im Babyalltag und gibt Nähe

Wer sein Kind liebt, der schiebt. So etwas denke ich häufig, wenn ich durch die Stadt gehe und all die kleinen Wesen in ihren super ausgestatteten Kinderwagen sehe. Es fehlt da wirklich an nichts. Spielkette, Spieluhr, Getränkehalter, Wickletasche, Hightech-Bremsen, Super-bewegliche Reifen, Sonnenschirm, Regenschirm, es fehlen nur noch die Rückspiegel und der Motor für Berge, aber ansonsten ist alles an Bord. Das Kind sitzt zufrieden und still und lässt Mama und Papa in Ruhe shoppen. Ich nutze den Kinderwagen seitdem mein Baby mein Baby 1 Jahr alt ist auch gerne mal. Wenn ich weiß, heute muss ich Einiges einkaufen und viel dabei gehen, nehme ich oft den Kinderwagen. Bei größeren Einkaufstouren ist der wirklich super hilfreich und abgesehen davon, dass es einiges an Kraft kostet, diesen vollbeladen die ganzen Berge bei uns hoch zu schieben, ist es seitdem mein Baby immer mehr wiegt einfacher mit Kinderwagen unterwegs zu sein.

Dennoch merke ich in unserem Alltag häufig, dass es ihr gut tut nebenbei auch immer noch getragen zu werden. Sie kann sich dabei an mich lehnen, entspannt sich und betrachtet aus einer angenehmen Höhe die Welt um sie herum. Es ist liegt bestimmt auch ein Stück weit daran, dass mein Baby es gewohnt ist, getragen zu werden. Sollten ältere Kinder etwas nicht mehr getragen werden? Die schönsten Manducas habe ich euch ja schon gezeigt, heute möchte ich mal ein paar Vorteile des Tragens auflisten.

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Babyentwicklung (die ersten 3 Monate) – Vom Baby zum Kleinkind

22. Juli 2011

Wenige Tage nach der Geburt - ein Baby öffnet die Augen

Noch 6 Tage zählt der Kalender und dann ist mein Baby kein Baby mehr, sondern ein Kleinkind. Das ist der Countdown, der die Mutter wehmütig macht. Eben noch lag der kleine Spatz seelenruhig in seinem Bettchen und schlummerte, nun rollt sich das Trotzkind über die Straße. Ja, Mutti sein, ist dennoch der schönste Beruf der Welt und damit alle Schwangeren unter euch sich darauf freuen, wenn ihre Kinder “großgezogen” werden, möchte ich euch heute mal einen kleinen Überblick über die standardmäßige Babyentwicklung in den ersten drei Lebensmonaten geben. Ich werde den Überblick mal mit der “grandiosen” Babyentwicklung meines Babys vergleichen.

1. Monat der Babyentwicklung (ein Nörgler ist geboren)
Gut im ersten Monat, wo euer Baby gerade mal so in die Welt geflutscht ist, kann es natürlich nicht viel mehr als einfach erstmal so da liegen und über-welt-igt sein. Dafür aber kann es schon in einem hervorragenden Maße sein Unbehagen durch nervenaufreibendes Schreien ausdrücken. Gratulation ihr habt einen Nörgler geboren.

Darüberhinaus kann dein Baby, liebe Mami, auch bald schon deine Stimme erkennen (es weiß also, wen es vollnörgelt).

Wenn dein Baby etwas blendet, kann es blinzeln. Das ist so ziemlich die einzige Feinmotorik, die es besitzt. Feingespür im Umgang mit Menschen hingegen lässt euch euer Baby kaum spüren. Das heißt, ihr seid das Nachts-Aufsteh-Kommando und auch den ganzen Tag im Bereitschaftsdienst. Hinsichtlich der Grobmotorik kommt schon mehr bei eurem Knirps rum: Euer Baby kann den Kopf drehen, kräftig strampeln und “ah -äh” Laute von sich geben. Außerdem möchte ich hinzufügen, dass euer kleines kräftig die Hosen voll machen kann. Es ist euch überlassen, das als Kommunikation zu werten (123-Windelfrei).

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