Archiv fü Kategorie Alltagsgeschichten

Wir sind wieder da – Vom anderen Ende der Welt

10. August 2015
Die erste Erkundungtour nach neun Stunden rumfliegen

Die erste Erkundungtour nach neun Stunden rumfliegen

Ungefähr drei Jahre ist es jetzt her, dass ich zuletzt das Dashboard von Pusteblumenbaby gesehen habe und mich bemüht habe ein paar anständige Sätze auf die Reihe zu bekommen. Das Internet entwickelt sich so schnell und es kommt mir so vor, als würde ich nicht mehr zu diesem Blog gehören. Da wundert es mich eigentlich sehr, dass es immer noch Menschen gibt, die an diese kleine, doch recht verstaubte Ecke im Internet denken. Bei Facebook fragen mich hin und wieder ein paar wildfremde Leute, wann ich denn wieder mit bloggen beginne, warum ich nicht weiter mache oder ganz simpel, ob es uns gut geht. Für all die lieben Menschen da draußen und um hier mal ein bisschen den Staub zwischen den Zeilen zu wegzufegen, kommt hier ein kleiner Rückblick und Ausblick und irgendwie kommt es mir auch so vor als gehöre zu jedem anständigen Haushalt der entsprechende Blog.  Lesen Sie den gesamten Eintrag »

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Unser Alltag in Amerikas Kirchen

3. August 2015

Im Garten hinter dem Haus

Ich dachte, ich sollte einmal das Thema Glauben/Kirche anschneiden. Bisher gehörte Kirche für mich mehr zur Allgemeinbildung dazu, anstatt ein fester Bestandteil meines Lebens zu sein. An Weihnachten habe ich meinen obligatorischen Kirchengang hinter mich gebracht, manchmal war noch genug Motivation für Ostern übrig, da hörte es dann aber auch auf. Hier in den USA finde ich Kirche allerdings richtig gut. Nicht, dass ich jetzt zum Fanatiker werden will und mit: Jesus rettet dich, Schild durch die Innenstadt ziehe. Allerdings gefällt mir die große Gemeinschaft, der Zusammenhalt und die Art des Gottesdienst. Ich möchte euch ein bisschen darüber berichten, da ich es interessant finde und es hier zum alltäglichen Leben dazugehört.

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Stillen undercover- Wie die Amerikaner in der Öffentlichkeit stillen

18. Juni 2012
"Mamaa da"!

"Mamaa da"!

Mein Kind ist nun die Milchbar gewöhnt und behandelt meine sekundäre Intimzone wie ihren Privatbesitz. Da ich nun nur noch morgens und abends stille, heißt dies nun vor allem Wut mindern. Ja, auch ich als Langzeitstillerin möchte langsam abstillen. Natürlich weiß mein Kleinkind dies nicht richtig zu interpretieren und ist von der ganz unverschämten Sorte. Mit viel Elan versucht sie mich täglich auszuziehen. Dies macht sie schon eine ganze Weile mit einer Selbstverständlichkeit und einem Selbstbewusstsein, das wohl nicht mal Casanova hätte. Besonders heikel ist dies in der Öffentlichkeit, denn irgendwie empfand ich das Stillen in der Öffentlichkeit immer als zu offensiv. Habt ihr in der Öffentlichkeit gestillt?

Mein Kleinkind schleppt diesen Zoo übrigens freiwillig mit und es durfte auch niemand tragen helfen :D

Mein Kleinkind schleppt diesen Zoo übrigens freiwillig mit und es durfte auch niemand tragen helfen :D

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Spielplätze in Köln Kalk – Zu welchem Spielplatz wir in Zukunft nicht mehr gehen

9. Mai 2012
Kleinkind Mama

Kleinkind Mama

Der Sommer steht vor der Tür und daher gehen wir auch regelmäßig mit dem Herr Sommer aus. Meistens zum Spielplatz, damit mein Kind auch Kontakt zu anderen Kindern bekommt, denn einen Kindergartenplatz dürfen wir ja nicht haben. Ich hatte ja in Köln gar eine Arbeitsstelle, doch da ich keinen Kindergartenplatz hatte, konnte ich diese Stelle nicht antreten. Gestern traf ich gar eine Frau, die eine Arbeitsstelle nach Babypause nicht mehr antreten konnte, weil sie trotz Arbeitsplatz keinen Platz bekam. Wo leben wir eigentlich? Lesen Sie den gesamten Eintrag »

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Veganer Brunch in Köln – Wer kommt beim nächsten mal mit?

8. Mai 2012
Ich finde die Wolkenburg im Hintergrund ziemlich beeindruckend.

Ich finde die Wolkenburg im Hintergrund ziemlich beeindruckend.

Nach dem regenreichen Samstag und dem Besuch des “Spielplatz” im Einkaufscenter weiß mein Kleinkind ja nun wie diese blöden Spielautomaten funktionieren. Sie zeigt jetzt immer mit strahlenden Augen auf jede billige Autosimulation. Aus diesem Grund kann ich nun nicht mehr in die Elterfalle im Einkaufszentrum, denn andernfalls habe ich entweder ein wütendes Kind oder einen leeren Geldbeute und ein ebenso wütendes Kind, das nochmal möchte. Ich musste mir also für den regenreichen Sonntag etwas anderes einfallen lassen. Es passte also super in meinen Zeitplan, dass Louise, meine Mitbewohnerin, mich fragte, ob wir nicht mit zum veganen Brunch an der Uni Köln wollen. Lesen Sie den gesamten Eintrag »

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Elternfallen im Kinderparadies – Wo unsere Kinder nicht sicher sind

7. Mai 2012
Wenn Wolkendecken den Himmel besetzten, dann möchte man am liebsten Zuhause beleiben :P

Wenn Wolkendecken den Himmel besetzten, dann möchte man am liebsten Zuhause bleiben :P

Heute morgen bin ich mit verschlafenen Augen ans Fenster getreten und habe den Regengott gefragt, warum er ausgerechnet am Wochenende die graue Wolkendecke auspackt. Vielleicht liegt das an den Regentänzen, die mein Kleinkind jetzt immer aufführt. Sie läuft durch das Zimmer von A nach B und von B nach C und von C nach D und ruft “Öjahualaaaaaöööööööööööööö”. Wenn mein Kind aktiv ist, ist sie aktiv, aktiv ist sie. Aber ich kann das gerne zulassen, denn sie stört damit schließlich niemanden. Lesen Sie den gesamten Eintrag »

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Wie ich auf meinem Balkon fast erfror – Mittwoch beim Balkonfegen

25. April 2012
Mit meinem Kleinkind überlebe ich immer wieder Überraschungen :)

Mit meinem Kleinkind überlebe ich immer wieder Überraschungen :)

Mein Kleinkind wäscht sich gerne mit Sand. Mein Kleinkind kann die Badewann überhaupt nicht leiden, also hockt sie gerne im Sand und wartet bis der Schmutz von ihr abgerieben ist. Im Sommer knirscht unsere Wohnung ohnehin nur unter unseren Füßen und auch abends im Bett schleppt meine Tochter immer mehr Sand ins Bett.

Ich kann schon verstehen, dass unsere Nachbarn sich beklagen, dass der Sand fein in ihren Balkon rieselt. Wir haben unseren Sandkasten nämlich auch auf unserem Balkon, worin mein Kleinkind furchtbar gerne spielt. Damit es nicht ganz so schlimm wird, fege ich nun nach jedem Sandkastenbesuch die Sandhäuflein weg. Mein Kleinkind hat dabei das Prinzip des Fegens noch nicht ganz verstanden und hilft mir gerne extra, indem sie die Sanddünen dann schnell runter zu unseren Nachbarn fegt. Letzten Donnerstag baute mein Kleinkind also wieder Burgen und backte kleine Krokodilkuchen. Nach einer Stunde fleißigem Backen entscheid sie dann, dass sie für heute genug hat und stolperte mit Schuhen, an denen mindesten fünf Kilo Sand hingen, zur Tür herrein.

Damit die Kälte nicht in die Wohnung huscht, huschte ich schnell nach draußen und zog die Balkontür hinter mir zu. Ich weiß ja auch nicht, warum die warme Heizungsluft immer nach draußen will (dort ist es doch so kalt O_o).Mein Kleinkind war drinnen wohlig warm. Als ich mich umdrehte, sah ich, wie sie die Jacke von sich warf und sich begeistert ihrem sprechenden Bauernhof zu wandte.

Nun kann ich euch über etwas Tolles berichten. Nicht nur, dass mein Kleinkind nun auch schon allerlei Farben wie blau, oange und gün bezeichnet, nein sie hat noch etwas anderes Wunderbares erlernt.

Auf einmal stand ich auf dem Balkon

Mein Kleinkind schien die Sache mit der ausgesperrten Mama, gleich sehr lustig zu finden und quietschte vor der Glastür ganz vergnügt. Ich lachte auch, denn ich dachte, wenn meien Kind mich aussperren kann dann kann sie mich auch wieder reinlassen. Blöde war nur, dass mein Kleinkind sich auf Zehenspitzen an den Griff gehangen hat. Die ganze Sache nun aber andersrum zu machen, gehört einfach noch nicht zu ihrem biologischen Reportraire. Nachdem mein Kleinkind also ordentlich gelacht hatte, erkannte sie, dass Mama nun nicht wieder so schnell nach drinnen kommen würde.

Babyzeichensprache

Ich versuchte mein Kleinkind zu beruhigen und deutete auf den kleinen Kinderstuhl am Tisch. Mein Kleinkind löste sich schon in Tränen auf, weil ich nicht wieder hereinkam. Holte aber den Stuhl, war aber einfach nicht stark genug, um den Henkel wieder nach oben zu drücken.

Mein Kleinkind schob also drinnen vor der Balkontür eine Krise und schrie, dass die Blumentöpfe auf der Fensterbank wackelten. Mir war draußen ähnlich zu Mute und es wurde langsam verdammt kalt.

Baby und Mama bekommen Hilfe

Nach der Tortur, brauchten wir erstmal eine Stärkung :)

Nach der Tortur, brauchten wir erstmal eine Stärkung :)

Nach ungefär einer Stunde kindlicher Verzweiflung und Kälte kam Gott sei Dank meine Mitbewohnerin nach Hause. Mein Kleinkind öffnete die Zimmertür (hier funktionier das Prinzip runter drücken und öffnen ja wesentlich besser als bei der Balkontür) und lief weinend zu ihr und sie folgte dem armen, aufgelösten Kind.

Was soll ich sagen, ich war wirklich froh, dass wir in einer WG leben und ich als Rabenmutter nicht die Feuerwehr rufen musste. Ich saß dann noch lange mit einem Tee in einer kuschligen Decke auf meinem Sofa, neben mir das eingeschlafene Kleinkindchen, und schaute fern.

Alle Liebe

eure Maja

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Von unserem Ausflug an den Rhein und auf die Kirmes (Tasche von Boden gewinnen)

24. April 2012
Mit meinem Kleinkind und unseren Taschen auf der Brücke

Mit meinem Kleinkind und unseren Taschen auf der Brücke

Sonntag war es bitterkalt und wir haben schön gefroren. Dafür hat sich die Sonne nochmal gezeigt und wir konnten schöne Fotos machen. Hinten seht ihr die Severinsbrücke, den Dom und vorne stehe ich mit der Tasche von Boden, die es in meinem Gewinnspiel noch zu gewinnen gibt.

Boden Tasche http://www.pusteblumenbaby.de/

Unterwegs am Rhein

Boden-Tasche

Mit Tasche unterwegs

Gegen die Tüte Popcorn konnte ich mich nicht wehren

Gegen die Tüte Popcorn konnte ich mich nicht wehren

Es war übrigens eine Tortur erstmal überhaupt nach draußen zu kommen. Meine Tochter hat nun immer ihr kleines Täschchen. Heute lief sie damit wieder durch die Wohnung und versuchte alles hineinzustopfen, was sie auch nur irgendwo finden konnte. Wenn wir dann losgehen, brauche ich immer Stunden, weil sie versucht noch alles in ihrer Tasche zu verstauen. Vor allem die Kuscheltiere sollen ihren Platz in der Tasche finden und sie wird regelmäßig wütend, weil nicht alle reinpassen. Das heißt, heute musste auch der Eimer mit, wo auch noch Kuscheltiere ihren Platz drin fanden. Den Eimer musste Mama dann übrigens irgendwann alleine tragen, aber erstmal musste alles mit.

Mein Kleinkind belud sich dann neben Eimer und Tasche noch mit einem Berg an Kuscheltieren, so dass sie nicht mehr sah, wo sie hintrat. Sie stolpert dann über den Flur mit den vielen Kuscheltieren im Arm und wenn eines herunterfiel, stöhnte sie herzzerreißend: “Oh nein!”

Mit der Tasche von Boden im Park

Mit der Tasche von Boden im Park

Eines aber beobachte ich an meinem Kleinkind mit Sorge: Nicht nur dass meine Tochter gerne meine High Heels und meine Schminke ausprobiert, auch meine Leidenschaft für Taschen hat sie anscheinend geerbt. Wenn ich da an meine wilden Jahre zurückdenke, so hatte mindestens genauso viele Taschen wie meine Tochter Kuscheltiere hat. Ich habe diese Taschen wie wild geshopped und dort ist auch vieles von meinem Geld hingeflossen. Das wird bei meinem Kleinkind wohl nicht anders sein. Sie krallt sich jetzt schon jede Tasche, die sie finden kann.

Aber klar eine Frau lebt erst richtig mit ihrer Tasche. Mein Leben verstaute sich in den Taschen, die die Welt bedeuten. Die intimsten Details offenbarten sich aus der Möle meiner Taschen. Ich möchte sie jedenfalls nicht in aller Öffentlichkeit ausschütten (das übernimmt mein Kleinkind dafür gerne, wenn ich nicht aufpasse). Taschen repräsentieren und beherbergen innere Seelenzustände.

Ich weiß, Frauen und Taschen das ist ein Klischee, aber irgendwie können wir uns auch nicht immer zu 100 Prozent gegen unsere Biologie wehren und so entspricht das Klischee zumeist der Wahrheit. Eine Tasche erweckt eine Frau zum Leben und so können wir wie auch Schuhe niemals genug Taschen haben.

Noch ein Bild von der Tasche und mir am Rhein

Noch ein Bild von der Tasche und mir am Rhein

 

So hoffe ich nun, dass eure Biologie auch bei der Tasche von Boden anspringt. Das gute Stück ist so gut wie babysicher, denn es ist aus wasserabweisenden Stoff. Schokolodanespuren perlen an ihr ab und auch Babyk… ist keine Gefahr mehr. Zwar ist der Sommer noch nicht ganz in Deutschland angekommen, aber an den Bildern seht ihr, dass die Tasche zu einer Dame im Sommerkleid gehört. Ich hoffe der Retrolook passt einfach in euer Repertoire an Old-School-Sachen und ihr gebt dieser Tasche bald ein neues Zuhause.

Damit ihr nicht das ganze Geld sogleich verprassen müsst und noch Geld für noch mehr Taschen habt, könnt ihr diese Tasche noch bis zum 02. Mai bei mir gewinnen. Wenn ihr sie gewinnen wollt, dann braucht ihr eigentlich nur Freund von mir sein und diesen Artikel bei Facebook sharen. Ihr nehmt damit bei meinem Hauptgewinnspiel teil (die Bedingungen könnt ihr dort nachlesen – einfach in der Seitenleiste nachschauen). Es gibt außerdem noch eine Wickeltasche, eine Bentobox, ein Hemd und ein Kleid für den Sommer, ein Nachteulenlicht, eine Petitebox sowie ein paar Alva Produktpröbchen für eure Haut. Das Gewinnspiel endet am 02. Mai um 23:59:59 Uhr. Also schwingt die Hufen.

Alles liebe

Maja

P.S. Ihr könnt auch gerne mal auf dem Shop von Boden nachschauen. Vielen Dank an die Sponsoren, dass sie uns die Tasche im Wert von 60 Euro zur Verfügung gestellt haben.

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Thementag: Menstruation (Menstruationsattacken gegen Abtreibungsgegner)

16. April 2012
Unbequemes Thema? Schnell weg :D

Unbequemes Thema? Schnell weg :D

Ich habe ja heute vor allem unsere männlichen Mitleser mit dem weiblichsten Thema überhaupt schockiert. Meine Menstruationsattacke gab einiges von den gewöhnlichen, aber doch auch intimen Details der Frauen preis. Eine Menstruationsattacke ähnlicher Art findet gerade auf den Obama-Herausforderer Rick Perry statt. Der konservative Politiker muss sich mit allerlei Kommentaren zur Menstruation auf seiner Facebook-Fanpage auseinander setzen.

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Warum gerade kleine Trotzkinder Kindergruppen brauchen

20. März 2012
Der Eimer ist ein geduldiger Spielkamerad

Der Eimer ist ein geduldiger Spielkamerad

Gibt es etwas schöneres als ein kleines Kind, das auf alle deine Fragen mit einem entschlossenen: “Nein” antwortet? Haben Trotzkinder eigentlich auch Erbarmen für die zersägten Nerven ihrer Eltern? Ich frage mich das die letzten Tage mal wieder. Es ist kein Geheimnis: Mein Kleinkind hat den Trotz eimerweise gefuttert. Gestern wollte ich ein Sozialisierungsversuch starten und habe einen Spielenachmittag mit einer anderen Mama verabredet. Da meine Tochter normalerweise einigermaßen gesellschaftsfähig ist, dachte ich, dass es ein entspannter Nachmittag wird und sie sich bestimmt freut.

Leider habe ich mich getäuscht. Die Sozialkompetenz meiner Tochter hat sich anscheinend in Luft aufgelöst und so begann die Freundschaft der beiden Mädchen recht holprig. Was macht Mama dann, wenn das eigene Kind nicht bereit ist, sich an die Regeln aus dem Knigge zu halten. Ich stand mit roten Kopf, neben meinem Wuttroll der aus dem Häuschen war und versuchte ihr, die Gepflogenheiten unserer Gesellschaft näher zu bringen. Aber versuch mal bei einem kleinen Wuttroll einen Vernunftsapell hinzulegen, das geht nicht gut aus.

Hilfe mein Kind ist so sozialkompatibel wie ein heißer Stein

Wir saßen alle in dem schönen flauschigen Prinzessinenzimmer des andernen Mädchens: Mama, Tochter, andere Tochter, andere Mama. Wir wühlten gemeinsam in der großen Spielzeugtonne und  fischten Puppen, Bälle und blinkendes Spielzeug aus dem Eimer. Aber von einer Sekunde auf die nächste wurde mein Kleinkind eifersüchtig. Es lagen zwar vier Puppen zum spielen bereit, aber mein wohlerzogenes Kleinkind musste natürlich immer genau die Puppe bespielen, die das andere Mädchen gerade hatte. Sobald die Puppe dann stibitzt wurde und die andere Kleine hinter meiner Tochter herlief, um sich ihr Spielzeug wiederzuholen, lief meine Tochter kreischend und in einem Wortschwall aus: ” Nein, nein, nein” zu mir. Mama entschuldigte sich zum ersten Mal für ihre, aus den Fugen geratene Tochter. Das Spielen gestaltete sich aber weiterhin schwierig, meine Tochter lief jedesmal panisch weg, wenn das andere kleine Mädchen ihr näher kam, um sie ins Spielzimmer zu ziehen. Ich glaube es war ganz schön frustirierend für das andere Kleinkind, das meine Tochter so gar nicht mit ihr spielen wollte, sondern nur ihr Spielzeug bei Mama bunkern ging.

Der Höhepunkt war , als wir alle brav auf der Couch saßen, das andere Mädchen knabberte neben mir friedlich ihre Cornflakes und wir beobachteten mein Trotzkind. Mein Kleinkind alias Wuttroll hatte sich den Ball erobert, den sie nun durchs Wohnzimmer warf und dabei laut lachend den Kopf zurück warf. Dies sah ungefähr so aus wie die Bösewichte das im Film immer machen, selbst die Lache klang irgendwie gemein und das “Nein” preschte fortwährend aus ihrem Mund.

Als wir gingen, hatte das kleine Mädchen, bei dem wir zu Besuch waren ein Paradebeispiel im wahren Sinne des Wortes bekommen. Das andere Mädchen war so artig und schüchtern, lieb und dennoch aufgeschlossen. Ich wurde leicht rot, als ich dann auf den Treppenabsätzen nur noch hörte, wie sie zu ihrer Mutter nein sagte. Hilfe mein Kind hat schlechten Einfluss auf andere Kinder.

Mehr soziale Kontakte für ein trotzfreies Leben

Genau aus den oben genannten Gründen, wäre es toll gewsen, wenn mein Kleinkind in die Kindertagesstätte gekommen wäre. Wir haben leider keinen Platz bekommen, da dies in Köln sehr schwer ist. Mein Kleinkind hat Zuhause recht viele Freiheiten und bekommt viel Aufmerksamkeit, als sie allerdings noch zur Tagesmutter ging, war sie wesentlich ausgeglichener und war auch an gemeinsamen Spiel interessiert. So langsam verliert sich diese Angewohnheit, da sie nun nicht mehr jeden Tag in einer Kindergruppe einfügen muss. Sie genießt also sowas wie Narrenfreiheit.

An dem Beispiel meiner Tochter kann ich ziemlich gut erkennen, wie wichtig Kindergruppen auch für kleine Kinder sind. In der Kindergruppe hat sie sich damals niemals so benommen. Ich denke dort wäre sie ziemlich schnell mit ihrem Benehmen zum Außenseiter geworden. Auch kleine Kinder passen sich an und lernen durch die Gruppe, dass nicht nur ihr Wille zählt, sondern dass auch andere ihren Willen haben und dass  sie Kompromisse wie tauschen oder zusammenspielen eingehen müssen.

Damit der Trotzzwerg nun wieder gruppenkompatibel wird, suche ich nun tägliche Spielkontakte für meine Tochter, ich hoffe dass sie sich so ihren Größenwahn wieder ablegt und auch die Trotzreaktionen nachlassen, wenn sie merkt, dass sie damit bei den anderen Kindern keine Freunde macht. Die andere Mutti meldet sich nun leider nicht bei mir und meinem Bad Girl, vielleicht ist sie mit dem “Nein” ihrer Tochter nun beschäftigt?

So am Freitag steigt eine kleine Blogger-Fressorgie bei mir. Ihr seid gerne mit Sack und Pack eingeladen, meldet euch einfach an und sagt mir Bescheid. Die liebe Romy kommt auch schon vorbei.

Alles Liebe

Eure Maja

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